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	<title>Glottopedia - User contributions [en]</title>
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	<updated>2026-04-08T12:11:24Z</updated>
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		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=User:Antje_Strehle&amp;diff=4809</id>
		<title>User:Antje Strehle</title>
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		<updated>2007-11-30T12:55:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Antje Strehle: New page: Antje Strehle  student of linguistics at the University of Leipzig&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Antje Strehle&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
student of linguistics at the University of Leipzig&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Antje Strehle</name></author>
		
	</entry>
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		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=Expressivit%C3%A4t&amp;diff=4672</id>
		<title>Expressivität</title>
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		<updated>2007-11-24T11:24:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Antje Strehle: New page: &amp;quot;Expressiveness&amp;quot; wird bei Croft (2000, S. 159) als Auslöser für den Grammatikalisierungsvorgang der Periphrase angegeben. Bei der Periphrase wählt der Sprecher für eine bereits vorhand...&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;quot;Expressiveness&amp;quot; wird bei Croft (2000, S. 159) als Auslöser für den Grammatikalisierungsvorgang der Periphrase angegeben. Bei der Periphrase wählt der Sprecher für eine bereits vorhandene Funktion eine neue, umschreibende Konstruktion. Dadurch, dass er einen neuen Ausdruck verwendet, grenzt er sich vom herkömmlichen Sprachgebrauch anderer Sprecher ab.&lt;br /&gt;
Eine mögliche deutsche Übersetzung des Begriffes ist &amp;quot;Extravaganz&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''verwandte Termini'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grammatikalisierung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Literatur'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Croft, William 2000: Explaining language change: an evolutionary approach. London: Pearson Education.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Antje Strehle</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=Fossilisierung&amp;diff=4671</id>
		<title>Fossilisierung</title>
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		<updated>2007-11-24T11:22:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Antje Strehle: New page: '''Fossilisierung''' ist ein morphosyntaktischer Grammatikalisierungsprozess, der folgt, nachdem optionale oder variable Formen zu obligatorischen Formen wurden. Er beinhaltet den Verlust ...&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Fossilisierung''' ist ein morphosyntaktischer Grammatikalisierungsprozess, der folgt, nachdem optionale oder variable Formen zu obligatorischen Formen wurden. Er beinhaltet den Verlust der Produktivität eines Morphems. Dieses kann dann nur noch mit bestimmten Wurzeln oder Stämmen kombiniert werden. Fossilisierte Formen können zum Beispiel zuvor während der Reduktion eines Paradigmas aus diesem rausgefallen sein. Auf die Fossilisation folgt der Verlust eines grammatischen Morphems. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fossilisierung ist wie die Paradigmatisierung ein paradigmatischer Prozess, bei dem nur ein Morphem einer grammatischen Konstruktion betroffen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''verwandte Termini'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grammatikalisierung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''andere Sprachen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
englisch: fossilization&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Literatur'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Croft, William 2000: Explaining language change: an evolutionary approach. London: Pearson Education.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Croft, William 2003: Typology and universals. 2. Auflage. Cambridge [u.a.]: Cambridge University Press.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Heine, Bernd und Mechthild Reh 1984: Grammaticalization and reanalysis in African languages. Hamburg: Buske.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Lehmann, Christian 1995: Thoughts on grammaticalization. München [u.a.]: Lincom Europa.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Antje Strehle</name></author>
		
	</entry>
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		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=Paradigmatisierung&amp;diff=4670</id>
		<title>Paradigmatisierung</title>
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		<updated>2007-11-24T11:21:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Antje Strehle: New page: Bei der '''Paradigmatisierung''' handelt es sich um einen morphosyntaktischen Grammatikalisierungsprozess, in dem ein Element aus einer offenen Klasse in eine geschlossene Klasse (Paradigm...&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Bei der '''Paradigmatisierung''' handelt es sich um einen morphosyntaktischen Grammatikalisierungsprozess, in dem ein Element aus einer offenen Klasse in eine geschlossene Klasse (Paradigma) übergeht, genauer um „''the integration of a former lexical item into a closed class of grammatical elements, or from a large closed class to a smaller one''“ (Croft 2003, S. 259). Dabei werden Unterschiede zum Beispiel im Verhalten durch Anpassung an die restlichen Mitglieder eines Paradigmas ausgeglichen. Paradigmatisierung ist ein paradigmatischer Wandlungsprozess. Das heißt, dass nur ein Element in einer grammatischen Konstruktion davon betroffen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiel'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Präpositionen, die sich unterschiedlich verhalten, während sie nur schwach grammatikalisiert sind, werden zu primären Präpositionen und gleichen sich dabei aneinander an. So hat das ehemalige Partizip ''während'' heute die primäre Funktion einer Präposition. Primäre Präpositionen regieren allerdings den Dativ oder Akkusativ. Die Tendenz der Präposition ''während'', den Dativ zu regieren, nimmt mit seiner wachsenden Grammatikalisierung zu (vgl. Lehmann 1995, S. 135).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''andere Sprachen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
englisch: paradigmaticization&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''verwandte Termini'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grammatikalisierung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Literatur'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Croft, William 2000: Explaining language change: an evolutionary approach. London: Pearson Education.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Croft, William 2003: Typology and universals. 2. Auflage. Cambridge [u.a.]: Cambridge University Press.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Lehmann, Christian 1995: Thoughts on grammaticalization. München [u.a.]: Lincom Europa.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Antje Strehle</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=Kopula&amp;diff=4669</id>
		<title>Kopula</title>
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		<updated>2007-11-24T11:20:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Antje Strehle: New page: Als Kopula werden Verben bezeichnet, die „''einen Zustand (sein) oder das Eintreten bzw. die Fortdauer eines Zustands (werden, bleiben)''“ anzeigen (Pittner/Berman 2004, S. 20). „''G...&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als Kopula werden Verben bezeichnet, die „''einen Zustand (sein) oder das Eintreten bzw. die Fortdauer eines Zustands (werden, bleiben)''“ anzeigen (Pittner/Berman 2004, S. 20). „''Gemäß der klassischen Sichtweise in Sprachphilosophie und Linguistik hat die Kopula keinen eigenen semantischen Gehalt; sie ist, in der Redeweise des Grimm’schen Wörterbuchs, ein ganz und gar farbloser Ausdruck ohne Einfluss auf die Bedeutungskonstitution eines Satzes.''“ (Maienborn 2003, S. 19) ''Copula'' trägt im Lateinischen die Bedeutung „Verknüpfendes“. Ihre Funktion ist es Subjekt und Prädikat eines Satzes miteinander zu verbinden. Sie schließt sich dazu mit anderen Elementen wie beispielsweise Adjektiv- oder Nominalphrasen zusammen, die als Prädikativ bezeichnet werden. Die Kopula wird selbst als Bestandteil zum Prädikat des Satzes gerechnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiele'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Sie ist seit einer Woche krank.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Er wird ein guter Vater.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Die Bibliothek bleibt heute geschlossen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''andere Sprachen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
englisch: copula&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
französisch: copule&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''verwandte Termini'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hilfsverb&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Literatur'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Geist, Ljudmila 2006: Die Kopula und ihre Komplemente. Zur Kompositionalität in Kopulasätzen. Tübingen: Niemeyer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Pittner, Karin und Judith Berman 2004: Deutsche Syntax. Ein Arbeitsbuch. Tübingen: Narr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Maienborn, Claudia 2003: Die logische Form von Kopula-Sätzen. Berlin: Akademie Verlag.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Antje Strehle</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=Regens&amp;diff=4668</id>
		<title>Regens</title>
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		<updated>2007-11-24T11:18:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Antje Strehle: New page: Das Wort stammt von lateinisch ''regens'' ab, was so viel bedeutet wie „beherrschen“. In der Dependenzgrammatik handelt es sich um die Bezeichnung für ein sprachliches Element, das ei...&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das Wort stammt von lateinisch ''regens'' ab, was so viel bedeutet wie „beherrschen“. In der Dependenzgrammatik handelt es sich um die Bezeichnung für ein sprachliches Element, das ein oder mehrere andere Elemente regiert. Das Regens ist also ein „''übergeordnetes Element in einer Dependenzrelation''“ (Engel 1994, S. 313). In Sätzen des Deutschen ist das höchste Element und somit höchstes Regens das Verb. Das bedeutet, dass es von keinem anderen Element des Satzes regiert wird. Dependenz- oder Abhängigkeitsrelationen bestehen aber nicht nur in Sätzen, sondern auch in Wortgruppen und Texten. Das Regens eines Satzteiles kann beispielsweise wiederum von einem anderen Wort abhängig sein. Abgesehen von einigen Ausnahmen bei den Partikeln und Adjektiven können alle Wörter andere Elemente regieren. Der Vorgang des Regierens wird Rektion genannt und unter den Begriff der Valenz eingeordnet, wobei Valenz und Rektion manchmal auch synonym verwendet werden.&lt;br /&gt;
Zur Entwicklung der Dependenzgrammatik im 20. Jahrhundert hat vor allem der Sprachwissenschaftler Lucien Tesnière (1893-1954) beigetragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiel'''			&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Der Spatz sitzt auf dem Dach''. (aus Engel 1994, S. 90)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl die Nominalphrase ''der Spatz'' als auch die Präpositionalphrase ''auf dem Dach'' werden vom Verb ''sitz'', dem obersten Regens des Satzes, regiert. In der Präpositionalphrase ist das oberste Regens die Präposition ''auf''. Sie regiert die Nominalphrase ''dem Dach''. In beiden Nominalphrasen des Satzes ist das Nomen das Regens, von dem der Determinierer abhängig ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''andere Sprachen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
englisch: governor, regent, head (nicht gleichzusetzen mit dem Kopf einer Phrase)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
französisch: régissant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''verwandte Termini'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dependenzgrammatik, Rektion, Dependens, Valenz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Literatur'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Engel, Ulrich 1994: Syntax der deutschen Gegenwartssprache. 3., völlig neu bearbeitete Auflage. Berlin: Erich Schmidt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Fraser, N. M. 1996: Dependency Grammar. In: Brown, Edward Keith und Jim Miller: Concise encyclopedia of syntactic theories. Oxford [u.a.]: Pergamon. S. 71-75.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Tesnière, Lucien 1980: Grundzüge der strukturalen Syntax. Hrsg. und übersetzt von Ulrich Engel. Stuttgart: Klett-Cotta.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Antje Strehle</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=Partitiver_Genitiv&amp;diff=4667</id>
		<title>Partitiver Genitiv</title>
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		<updated>2007-11-24T11:15:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Antje Strehle: New page: Der lateinische Ursprung des Wortes ''Partitiv'' ist ''pars'' und bedeutet „Teil“. Der partitive Genitiv drückt eine Teilbeziehung zwischen zwei Substantiven aus. Es handelt sich dabe...&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der lateinische Ursprung des Wortes ''Partitiv'' ist ''pars'' und bedeutet „Teil“. Der partitive Genitiv drückt eine Teilbeziehung zwischen zwei Substantiven aus. Es handelt sich dabei um ein attributives Verhältnis, bei dem das voranstehende Substantiv als das bestimmende angesehen wird. Der partitive Genitiv nimmt die postnominale Stellung ein. Er steht zum Beispiel nach Maß-, Mengen-, Behälter- und Sammelbezeichnungen.&lt;br /&gt;
In einigen Sprachen wie dem Finnischen wird der Partitiv nicht dem Genitiv zugeordnet, sondern stellt einen eigenen Kasus dar (vgl. dazu Itkonen 1973).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiele'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''der fünfte Teil vom Ganzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''der ältere der beiden Brüder''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''eine Menge Menschen'' (urspr. ''eine Menge von Menschen'')&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''ein Glas roten Weines''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Literatur'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Duden 2005: Die Grammatik (Band 4). 7., völlig neu erarbeitete und erweiterte Auflage. Hrsg. von der Dudenredaktion. Mannheim, Leipzig, Wien, Zürich: Dudenverlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Itkonen, Erkki 1973: Zur Geschichte des Partitivs. In: Finnisch-Ugrische Forschungen 40. S. 278-339.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Antje Strehle</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=Hyperkorrektur&amp;diff=4666</id>
		<title>Hyperkorrektur</title>
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		<updated>2007-11-24T11:14:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Antje Strehle: New page: Der Wortbestandteil ''hyper''- bedeutet im Griechischen „über ... hinaus“. Die Hyperkorrektur ist eine Art der Übergeneralisierung, bei der der Sprecher ihm bekannte Regeln des Sprac...&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der Wortbestandteil ''hyper''- bedeutet im Griechischen „über ... hinaus“. Die Hyperkorrektur ist eine Art der Übergeneralisierung, bei der der Sprecher ihm bekannte Regeln des Sprachsystems fälschlicherweise auf einen anderen sprachlichen Sachverhalt überträgt. Dieser Vorgang wird zudem von einem sozialen Faktor beeinflusst: Der Sprecher will sich damit an ein bestimmtes Sprachverhalten anpassen, das er für prestigeträchtig hält. Dabei handelt es sich um den Versuch durch Korrektheit der Sprachform zu einer bestimmten sozialen, oft höhergestellten Gruppe oder Bevölkerungsschicht dazuzugehören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiele'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verwendung des Präteritums ist im heutigen Sprachgebrauch gegenüber dem Perfekt eher rückläufig. Sprecher, die sich an das vermeintlich „feine“ Hochdeutsch anpassen wollen, neigen deshalb zu einem hyperkorrekten Präteritumgebrauch. Das belegt das folgende Beispiel bei Latzel (1977, S. 38):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mädchen (auf eine Frage nach dem Essen): „O nein, wir sind bereits weg von Tische. Ich hatte des Vaters Leibgericht, grüne Klöße und Rauchfleisch. Was ''aßt'' ihr?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''andere Sprachen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
englisch: hypercorrection&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Literatur'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Latzel, Sigbert 1977: Die deutschen Tempora Perfekt und Präteritum. Eine Darstellung mit Bezug auf Erfordernisse des Faches „Deutsch als Fremdsprache“. München: Max Hueber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Schröder, Heinrich 1921: Hyperkorrekte (umgekehrte) Schreib- und Sprechformen besonders im Niederdeutschen. In: Germanisch-Romanische Monatsschrift 9. S. 19-31.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Antje Strehle</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=Drift_(de)&amp;diff=4665</id>
		<title>Drift (de)</title>
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		<updated>2007-11-24T11:12:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Antje Strehle: New page: Der Begriff '''Drift''' taucht zum ersten Mal 1921 in Edward Sapirs Buch ''Language'' auf. Er  unterscheidet dabei zwischen sozialem und sprachlichem ‘drift’, die beide dem Prozess des...&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der Begriff '''Drift''' taucht zum ersten Mal 1921 in Edward Sapirs Buch ''Language'' auf. Er  unterscheidet dabei zwischen sozialem und sprachlichem ‘drift’, die beide dem Prozess des Sprachwandels zugrunde liegen, aber voneinander unabhängig stattfinden. Beim sozialen ‘drift’ spalten sich einzelne Gruppen durch räumliche Distanz von einer Sprachpopulation ab. Der sprachliche ‘drift’ lässt durch die Änderung alter sprachlicher Normen neue Dialekte entstehen, die sich immer weiter von der Ursprungssprache absondern. Die Dialekte spalten sich wiederum in weitere Unterdialekte auf. Nach einer gewissen Zeit entstehen dann von einander unabhängige Sprachen. Somit ist Sprachwandel nach Sapir ein zyklischer Prozess. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder ‘drift’ ist außerdem zielgerichtet. Sapir gibt drei Richtungen an, in die sich Sprache bewegt: 1. hin zum Gebrauch von unflektierten Wörtern, 2. hin zur Reduktion der Kasusflexion und 3. hin zur Festlegung der Wortstellung. Laut Jones und Singh wandelt sich Sprache nicht nach universalen Gesetzen, wie es Sapirs Auffassung von ‘drift’ vermuten ließe. Vielmehr folgen Sprachen bestimmten Tendenzen, weshalb die Autoren ‘drift’ „''as an umbrella term for certain, possible directions of change''“ sehen (Jones und Singh 2005, S. 9). Als Beispiele für solch einen gerichteten Wandel geben sie die Änderung der Wortstellung und die Grammatikalisierung an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''andere Sprachen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
deutsch: Strömung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Literatur'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Jones, Mary C. und Ishtla Singh 2005: Exploring language change. London: Routledge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Sapir, Edward 1949: Language. An introduction to the study of speech. London: Hart-Davis.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Antje Strehle</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=Diphthongierung&amp;diff=4664</id>
		<title>Diphthongierung</title>
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		<updated>2007-11-24T11:06:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Antje Strehle: New page: Die Diphthongierung ist eine Art des Lautwandels, bei der ein Monophthong (einfacher Vokal) aufgrund von Artikulationsverschiebung zu einem vokalischen Zwielaut, dem sogenannten Diphthong ...&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Diphthongierung ist eine Art des Lautwandels, bei der ein Monophthong (einfacher Vokal) aufgrund von Artikulationsverschiebung zu einem vokalischen Zwielaut, dem sogenannten Diphthong gewandelt wird. Der Diphthong „erfüllt die sprachliche Funktion eines einfachen Vokals, dessen einzelne [...] Bestandteile artikulatorisch und klanglich kontinuierlich ineinander übergehen, wobei einer der Teile eindrucksmäßig das Übergewicht haben kann“ (von Essen 1979, S. 94).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiele'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bekanntestes Beispiel ist wohl die Neuhochdeutsche Diphthongierung, die ab dem 12. Jahrhundert im deutschen Sprachgebiet einsetzt. Die mittelhochdeutschen langen Vokale /i:, u:, y:/ werden zu den neuhochdeutschen Vokalen /ae, ao, oi/ gewandelt. Vgl. ''mîn niuwez hûs'' &amp;gt; ''mein neues Haus''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Althochdeutschen Diphthongierung werden im 8. und 9. Jahrhundert die germanischen Vokale /e:/ und /o:/ zu den althochdeutschen Vokalen /ia/ und /uo/ verschoben. Vgl. ''hêr'' &amp;gt; ''hiar'' (‘hier’),  ''fôtus'' &amp;gt; ''fuoz'' (‘Fuß’)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''andere Sprachen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
englisch: diphthongization &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
französisch: diphthongaison&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''verwandte Termini'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diphthong, Monophthong, Monophthongierung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Literatur'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- von Essen, Otto 1979: Allgemeine und angewandte Phonetik. 5., neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Berlin: Akademie-Verlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Schmidt, Wilhelm 2007: Geschichte der deutschen Sprache. Ein Lehrbuch für das germanistische Studium. 10., verbesserte und erweiterte Auflage. Stuttgart: Hirzel.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Antje Strehle</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=Signifikant_vs._Signifikat&amp;diff=4663</id>
		<title>Signifikant vs. Signifikat</title>
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		<updated>2007-11-24T11:02:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Antje Strehle: New page: Laut dem Sprachwissenschaftler Ferdinand de Saussure (1857-1913) ist jedes sprachliche Zeichen bilateral. Es besteht aus zwei Aspekten, einer Ausdrucks- und einer Inhaltsseite. Die Ausdruc...&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Laut dem Sprachwissenschaftler Ferdinand de Saussure (1857-1913) ist jedes sprachliche Zeichen bilateral. Es besteht aus zwei Aspekten, einer Ausdrucks- und einer Inhaltsseite. Die Ausdrucksseite ist der Signifikant, er spiegelt sich im Laut- oder Schriftbild wider. Die Inhaltsseite stellt das Signifikat dar, also das begriffliche Konzept eines Zeichens.&lt;br /&gt;
Die Zuordnung eines Signifikanten zu einem Signifikat ist arbiträr und konventionell. Das heißt, dass sie festgelegt aber unmotiviert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiel'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nimmt man das sprachliche Zeichen Baum, so entspricht ihm auf der Ausdrucksseite das Laut- oder Schriftbild des Wortes &amp;quot;Baum&amp;quot; und auf der Inhaltsseite die Vorstellung von einem Baum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Synonyme'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Form vs. Inhalt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausdruck vs. Bedeutung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezeichnendes vs. Bezeichnetes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''andere Sprachen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
englisch: signifier vs. signified&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
französisch: signifiant vs. signifié&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''verwandte Termini'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sprachliches Zeichen, Semiotik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Literatur'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Linke, Angelika, Markus Nussbaumer und Paul R. Portmann 2004: Studienbuch Linguistik. 5., erweiterte Auflage. Tübingen: Niemeyer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- De Saussure, Ferdinand 1916: Cours de linguistique générale. Dt.: Grundfragen der allgemeinen Sprachwissenschaft. Hrsg. von Charles Bally und Albert Sechehaye. 2. Auflage 1967. Berlin: de Gruyter.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Antje Strehle</name></author>
		
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		<title>Junggrammatiker</title>
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		<updated>2007-11-24T11:00:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Antje Strehle: New page: Der Begriff '''Junggrammatiker''' bezeichnet eine Gruppe von Sprachwissenschaftlern, die sich in den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts in Leipzig bildete.   Die Junggrammatiker sehen die Sp...&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der Begriff '''Junggrammatiker''' bezeichnet eine Gruppe von Sprachwissenschaftlern, die sich in den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts in Leipzig bildete.  &lt;br /&gt;
Die Junggrammatiker sehen die Sprachwissenschaft ausschließlich als diachronische, als historisch-vergleichende Disziplin. Das kommt in dem wohl wichtigsten Werk dieser Zeit, den „Prinzipien der Sprachgeschichte“ von Hermann Paul zum Ausdruck: „''Die Sprache ist wie jedes Erzeugnis menschlicher Kultur ein Gegenstand der geschichtlichen Betrachtung''“ (Paul 1995, S. 1).  Neben Pauls „Prinzipien“ wird vor allem das Vorwort zum Teil 1 der von Karl Brugmann und Hermann Osthoff herausgegebenen „Morphologischen Untersuchungen auf dem Gebiete der indogermanischen Sprachen“ (abgedruckt in Christmann 1977, S. 190-205) als Manifest der Junggrammatiker angesehen.&lt;br /&gt;
In Anlehnung an die Naturwissenschaft postulierte die Gruppe, dass alle Lautgesetze ohne Ausnahme wirken. Dort, wo dieser Anspruch nicht greift, wirkt als Ergänzung das Analogieprinzip. Es beschreibt, wie sich sprachliche Formen an schon bestehende Formen angleichen. Die Junggrammatiker kehrten sich von der Auffassung ihres Vorgängers August Schleicher ab, dass Sprache ein natürlicher Organismus sei. Vielmehr sahen sie Sprache als psychisch-physische Tätigkeit, bei der sowohl das Gehirn als auch der Artikulatiosapparat zusammenarbeiten. In den Mittelpunkt wurde die Sprachtätigkeit des einzelnen Sprechers, des Individuums gerückt, von welchem jeglicher Wandel ausgeht.&lt;br /&gt;
Viele der wissenschaftlichen Arbeiten der Junggrammatiker beruhen auf Untersuchungen zur indogermanischen Sprachfamilie. Ihre Beschreibungen von Sprache konzentrieren sich hauptsächlich auf die Lautebene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den wichtigsten Vertretern der Junggrammatischen Schule zählen August Leskien (1840-1916), Berthold Delbrück (1842-1922), Hermann Paul (1846-1921), Hermann Osthoff (1847-1909), Karl Brugmann (1849-1919), Eduard Sievers (1850-1932) und Otto Behaghel (1854-1936).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Synonyme''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leipziger Schule&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''andere Sprachen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
englisch: Neogrammarians&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Literatur'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Bartschat, Brigitte 1996: Methoden der Sprachwissenschaft. Von Hermann Paul bis Noam Chomsky. Berlin: Erich Schmidt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Einhauser, Eveline 1989: Die Junggrammatiker. Ein Problem für die Sprachwissenschaftsgeschichtsschreibung. Trier: Wissenschaftlicher Verlag Trier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Christmann, Hans Helmut (Hrsg.) 1977: Sprachwissenschaft des 19. Jahrhunderts. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Paul, Hermann 1995: Prinzipien der Sprachgeschichte. 10., unveränderte Auflage. Tübingen: Niemeyer.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Antje Strehle</name></author>
		
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		<title>Genetische Linguistik</title>
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		<updated>2007-11-24T10:55:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Antje Strehle: New page: Die Auffassung, dass die Sprachwissenschaft eine Naturwissenschaft sei und sich demzufolge derselben Methoden bediene, hat ihre Blütezeit im 19. Jahrhundert. Vor allem August Schleicher (...&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Auffassung, dass die Sprachwissenschaft eine Naturwissenschaft sei und sich demzufolge derselben Methoden bediene, hat ihre Blütezeit im 19. Jahrhundert. Vor allem August Schleicher (1821-1868) ging davon aus, dass Sprachen als natürliche Organismen, als Lebewesen betrachtet werden können, die sich kontinuierlich weiterentwickeln: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Die Sprachen sind Naturorganismen, die, ohne vom Willen des Menschen bestimmbar zu sein, entstunden, nach bestimmten       Gesetzen wuchsen und sich entwickelten und wiederum altern und absterben; auch ihnen ist jene Reihe von Erscheinungen eigen, die man unter dem Namen „Leben“ zu verstehen pflegt. Die Glottik, die Wissenschaft der Sprache, ist demnach eine Naturwissenschaft; ihre Methode ist im Ganzen und Allgemeinen dieselbe, wie die der übrigen Naturwissenschaften.'' (Schleicher 1863: Die Darwinsche Theorie und die Sprachwissenschaft. Wieder abgedruckt in Christmann 1977, S. 88)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede Sprache durchläuft so die Stadien von Geburt, Reife, Verfall und Tod. Schleicher sieht dabei enge Bezüge zur Biologie und speziell zur Evolutionstheorie von Charles Darwin (1809-1882). Der Kampf ums Dasein in der Tier- und Pflanzenwelt fände demnach genaueste Entsprechung in der Sprachwissenschaft. Auch die Sprachen müssten gegeneinander um ihre Existenz kämpfen. Als Beispiel für einen Sieger in einem solchen Kampf gibt Schleicher die indoeuropäische Sprachfamilie an. &lt;br /&gt;
Die Auffassung von den Sprachen als biologische Organismen und von der genetischen Abstammung der Sprachfamilien findet ihren Ausdruck in der Stammbaumtheorie. Die Entwicklung einer Sprachfamilie (von Schleicher auch „Sprachsippe“ genannt) kann demzufolge in einem genealogischen Stammbaummodell dargestellt werden. Heutige Sprachstufen einer Sprachfamilie werden dabei auf eine gemeinsame, rekonstruierte Ursprache, die sogenannte Protosprache, zurückgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''andere Sprachen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
englisch: genetic linguistics&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Literatur'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Esper, Erwin A. 1968: Mentalism and Objectivism in Linguistics. The sources of Leonard Bloomfield’s psychology of language. New York: American Elsevier. S. 95-104.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Christmann, Hans Helmut (Hrsg.) 1977: Sprachwissenschaft des 19. Jahrhunderts. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Streitberg, Wilhelm 1897: Schleichers Auffassung von der Stellung der Sprachwissenschaft. In: Indogermanische Forschungen 7. S. 360-372.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Antje Strehle</name></author>
		
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		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=Simplex_(de)&amp;diff=4660</id>
		<title>Simplex (de)</title>
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		<updated>2007-11-24T10:48:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Antje Strehle: New page: Ein Simplex ist ein einmorphemisches Wort, das nicht zusammengesetzt oder abgeleitet ist. Der Begriff stammt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie „einfach“. Barz et. al unters...&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ein Simplex ist ein einmorphemisches Wort, das nicht zusammengesetzt oder abgeleitet ist. Der Begriff stammt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie „einfach“. Barz et. al unterscheiden dabei in primäre Simplizia, die unmotiviert sind, und sekundäre Simplizia, die ein morphosemantisch motiviertes Konversionsprodukt darstellen (Barz et. al 2004, S. 182). Ein Simplex bietet die Grundlage für Neubildungen in der Wortbildung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiele''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
primäres Simplex: Haus &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sekundäres Simplex: Band &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Simplex Haus kann beispielsweise durch Hinzufügen eines anderen Simplex ein Kompositum entstehen: Haustür. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Synonym''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundwort &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''verwandte Termini''' &lt;br /&gt;
Lexem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Literatur''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Barz, Irmhild et al. 2004: Wortbildung – praktisch und integrativ. Ein Arbeitsbuch. 3., korrigierte Auflage. Frankfurt am Main, Berlin [u.a.]: Lang.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Antje Strehle</name></author>
		
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