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		<summary type="html">&lt;p&gt;JulianeHerbst: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Definition ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grammatische [[Morpheme]] (z.B. ''-es'', ''-ung'', ''dass'') sind eine Unterklasse von Morphemen, die [[morphosyntaktisch]]e Eigenschaften ausdrücken und für eine grammatikalische Kategorie stehen (z.B. [[Kasus]], [[Plural]], [[Tempus]]). Sie unterscheiden sich von den [[Lexikalisches Morphem|lexikalischen Morphem]]en insofern, dass sie [[synsemantisch]] und nicht [[autosemantisch]] sind (vgl. Marty 1908: 205f.).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die grammatischen Morpheme werden, im Gegensatz zu den lexikalischen Morphemen, als eine geschlossene [[Klasse]] behandelt. In Einzelfällen ist es nicht immer eindeutig, ob ein Morphem der Kasse der grammatischen oder der lexikalischen Morpheme angehört (vgl. Elsen 2016), eine universale, rein [[semantisch]]e Abgrenzung grammatischer Bedeutungen von lexikalischen ist kaum möglich. Daher muss die geschlossene Klasse der grammatischen Morpheme in jeder Sprache durch Aufzählung definiert werden (vgl. Croft 2000: 260-262).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Per Definition haben [[Affixe]] eine grammatische Bedeutung, doch nicht alle grammatischen Morpheme sind Affixe, da es neben den gebundenen grammatischen Morphemen (z.B. ''-en'', ''be-'') noch frei grammatische Morpheme (z.B. Hilfsverben, Partikeln) gibt (vgl. Croft 2020: 258). Unter anderem können die grammatischen Morpheme zu den folgenden Kategorien gehören: [[Flexionsmorphem]]e (''-en'' in ''Helden'', ''Bären''), [[Derivationsmorphem]]e (''-er'' in ''Lehrer'', ''Fahrer''), [[Präpositionen]] (''zu'', ''ab''), [[Konjunktionen]] (''ob''), [[Artikel]] (''dem'', ''ein'') und [[Partikeln]] (''schon'', ''doch'') (vgl. Elsen 2016).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die grammatischen Morpheme ändern, im Unterschied zu den [[Kompositionskonstituente]]n, nichts an der lexikalischen Bedeutung der [[Stamm]]morpheme. Sie signalisieren syntaktische Relationen, wie die Präsensflexion des Verbs oder verleihen den [[Stammmorpheme]]n eine additive, generelle Bedeutung, wie die Plural-, Tempus- und Komparationsmorpheme (Forsgren 2013).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Croft, William. 2000. Lexical and grammatical meaning. In: Booji, Geert, Lehmann, Christian &amp;amp; Mugdan, Joachim (eds.). 2000. ''Morphologie. Ein internationales Handbuch zur Flexion und Wortbildung''. (Handbücher zur Sprach- und Kommunikationswissenschaft 17.1.). Berlin: DeGruyter. 257-263.&lt;br /&gt;
* Elsen, Heike. 2016. Grammatisches Morphem. In: Schierholz, Stefan, Uzonyi, Pál (eds.). ''Grammatik: Formenlehre, Vol. 1''. Berlin: DeGruyter. URL: https://www.degruyter.com/document/isbn/9783110706413/html.&lt;br /&gt;
* Fosgren, Kjell-Åke. 2013. Morphologische Funktion. In: Schierholz, Stefan, Uzonyi, Pál (eds.). ''Grammatik: Formenlehre, Vol. 1''. Berlin: DeGruyter. URL: https://www.degruyter.com/document/isbn/9783110706413/html. &lt;br /&gt;
* Marty, Anton. 1908. ''Untersuchungen zur Grundlegung der allgemeinen Grammatik und Sprachphilosophie''. Halle: Niemeyer.&lt;br /&gt;
* Mugdan, Joachim. 2013. Grammatisches Morphem. In: Olsen, Susan, Müller, Peter O. (eds.). 2013. ''Wortbildung, Vol. 2''. Berlin: DeGruyter. URL: https://www.degruyter.com/document/isbn/9783110708998/html.&lt;br /&gt;
* Wurzel, Wolfgan Ullrich. 2001. ''Flexionsmorphologie und Natürlichkeit: Ein Beitrag zur morphologischen Theoriebildung''. Berlin: DeGruyter. Erstausgabe, 1984.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JulianeHerbst</name></author>
		
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		<summary type="html">&lt;p&gt;JulianeHerbst: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Definition ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grammatische [[Morpheme]] (z.B. ''-es'', ''-ung'', ''dass'') sind eine Unterklasse von Morphemen, die [[morphosyntaktisch]]e Eigenschaften ausdrücken und für eine grammatikalische Kategorie stehen (z.B. [[Kasus]], [[Plural]], [[Tempus]]). Sie unterscheiden sich von den [[Lexikalisches Morphem|Lexikalischen Morphem]]en insofern, dass sie [[synsemantisch]] und nicht [[autosemantisch]] sind (vgl. Marty 1908: 205f.).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die grammatischen Morpheme werden, im Gegensatz zu den lexikalischen Morphemen, als eine geschlossene [[Klasse]] behandelt. In Einzelfällen ist es nicht immer eindeutig, ob ein Morphem der Kasse der grammatischen oder der lexikalischen Morpheme angehört (vgl. Elsen 2016), eine universale, rein [[semantisch]]e Abgrenzung grammatischer Bedeutungen von lexikalischen ist kaum möglich. Daher muss die geschlossene Klasse der grammatischen Morpheme in jeder Sprache durch Aufzählung definiert werden (vgl. Croft 2000: 260-262).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Per Definition haben [[Affixe]] eine grammatische Bedeutung, doch nicht alle grammatischen Morpheme sind Affixe, da es neben den gebundenen grammatischen Morphemen (z.B. ''-en'', ''be-'') noch frei grammatische Morpheme (z.B. Hilfsverben, Partikeln) gibt (vgl. Croft 2020: 258). Unter anderem können die grammatischen Morpheme zu den folgenden Kategorien gehören: [[Flexionsmorphem]]e (''-en'' in ''Helden'', ''Bären''), [[Derivationsmorphem]]e (''-er'' in ''Lehrer'', ''Fahrer''), [[Präpositionen]] (''zu'', ''ab''), [[Konjunktionen]] (''ob''), [[Artikel]] (''dem'', ''ein'') und [[Partikeln]] (''schon'', ''doch'') (vgl. Elsen 2016).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die grammatischen Morpheme ändern, im Unterschied zu den [[Kompositionskonstituente]]n, nichts an der lexikalischen Bedeutung der [[Stamm]]morpheme. Sie signalisieren syntaktische Relationen, wie die Präsensflexion des Verbs oder verleihen den [[Stammmorpheme]]n eine additive, generelle Bedeutung, wie die Plural-, Tempus- und Komparationsmorpheme (Forsgren 2013).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Croft, William. 2000. Lexical and grammatical meaning. In: Booji, Geert, Lehmann, Christian &amp;amp; Mugdan, Joachim (eds.). 2000. ''Morphologie. Ein internationales Handbuch zur Flexion und Wortbildung''. (Handbücher zur Sprach- und Kommunikationswissenschaft 17.1.). Berlin: DeGruyter. 257-263.&lt;br /&gt;
* Elsen, Heike. 2016. Grammatisches Morphem. In: Schierholz, Stefan, Uzonyi, Pál (eds.). ''Grammatik: Formenlehre, Vol. 1''. Berlin: DeGruyter. URL: https://www.degruyter.com/document/isbn/9783110706413/html.&lt;br /&gt;
* Fosgren, Kjell-Åke. 2013. Morphologische Funktion. In: Schierholz, Stefan, Uzonyi, Pál (eds.). ''Grammatik: Formenlehre, Vol. 1''. Berlin: DeGruyter. URL: https://www.degruyter.com/document/isbn/9783110706413/html. &lt;br /&gt;
* Marty, Anton. 1908. ''Untersuchungen zur Grundlegung der allgemeinen Grammatik und Sprachphilosophie''. Halle: Niemeyer.&lt;br /&gt;
* Mugdan, Joachim. 2013. Grammatisches Morphem. In: Olsen, Susan, Müller, Peter O. (eds.). 2013. ''Wortbildung, Vol. 2''. Berlin: DeGruyter. URL: https://www.degruyter.com/document/isbn/9783110708998/html.&lt;br /&gt;
* Wurzel, Wolfgan Ullrich. 2001. ''Flexionsmorphologie und Natürlichkeit: Ein Beitrag zur morphologischen Theoriebildung''. Berlin: DeGruyter. Erstausgabe, 1984.&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;JulianeHerbst: Created page with &amp;quot;== Definition ==  Grammatische Morpheme (z.B. ''-es'', ''-ung'', ''dass'') sind eine Unterklasse von Morphemen, die morphosyntaktische Eigenschaften ausdrücken und f...&amp;quot;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Definition ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grammatische [[Morpheme]] (z.B. ''-es'', ''-ung'', ''dass'') sind eine Unterklasse von Morphemen, die [[morphosyntaktisch]]e Eigenschaften ausdrücken und für eine grammatikalische Kategorie stehen (z.B. [[Kasus]], [[Plural]], [[Tempus]]). Sie unterscheiden sich von den lexikalischen Morphem[[Lexikalisches Morphem]]en insofern, dass sie [[synsemantisch]] und nicht [[autosemantisch]] sind (vgl. Marty 1908: 205f.).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die grammatischen Morpheme werden, im Gegensatz zu den lexikalischen Morphemen, als eine geschlossene [[Klasse]] behandelt. In Einzelfällen ist es nicht immer eindeutig, ob ein Morphem der Kasse der grammatischen oder der lexikalischen Morpheme angehört (vgl. Elsen 2016), eine universale, rein [[semantisch]]e Abgrenzung grammatischer Bedeutungen von lexikalischen ist kaum möglich. Daher muss die geschlossene Klasse der grammatischen Morpheme in jeder Sprache durch Aufzählung definiert werden (vgl. Croft 2000: 260-262).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Per Definition haben [[Affixe]] eine grammatische Bedeutung, doch nicht alle grammatischen Morpheme sind Affixe, da es neben den gebundenen grammatischen Morphemen (z.B. ''-en'', ''be-'') noch frei grammatische Morpheme (z.B. Hilfsverben, Partikeln) gibt (vgl. Croft 2020: 258). Unter anderem können die grammatischen Morpheme zu den folgenden Kategorien gehören: [[Flexionsmorphem]]e (''-en'' in ''Helden'', ''Bären''), [[Derivationsmorphem]]e (''-er'' in ''Lehrer'', ''Fahrer''), [[Präpositionen]] (''zu'', ''ab''), [[Konjunktionen]] (''ob''), [[Artikel]] (''dem'', ''ein'') und [[Partikeln]] (''schon'', ''doch'') (vgl. Elsen 2016).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die grammatischen Morpheme ändern, im Unterschied zu den [[Kompositionskonstituente]]n, nichts an der lexikalischen Bedeutung der [[Stamm]]morpheme. Sie signalisieren syntaktische Relationen, wie die Präsensflexion des Verbs oder verleihen den [[Stammmorpheme]]n eine additive, generelle Bedeutung, wie die Plural-, Tempus- und Komparationsmorpheme (Forsgren 2013).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Croft, William. 2000. Lexical and grammatical meaning. In: Booji, Geert, Lehmann, Christian &amp;amp; Mugdan, Joachim (eds.). 2000. ''Morphologie. Ein internationales Handbuch zur Flexion und Wortbildung''. (Handbücher zur Sprach- und Kommunikationswissenschaft 17.1.). Berlin: DeGruyter. 257-263.&lt;br /&gt;
* Elsen, Heike. 2016. Grammatisches Morphem. In: Schierholz, Stefan, Uzonyi, Pál (eds.). ''Grammatik: Formenlehre, Vol. 1''. Berlin: DeGruyter. URL: https://www.degruyter.com/document/isbn/9783110706413/html.&lt;br /&gt;
* Fosgren, Kjell-Åke. 2013. Morphologische Funktion. In: Schierholz, Stefan, Uzonyi, Pál (eds.). ''Grammatik: Formenlehre, Vol. 1''. Berlin: DeGruyter. URL: https://www.degruyter.com/document/isbn/9783110706413/html. &lt;br /&gt;
* Marty, Anton. 1908. ''Untersuchungen zur Grundlegung der allgemeinen Grammatik und Sprachphilosophie''. Halle: Niemeyer.&lt;br /&gt;
* Mugdan, Joachim. 2013. Grammatisches Morphem. In: Olsen, Susan, Müller, Peter O. (eds.). 2013. ''Wortbildung, Vol. 2''. Berlin: DeGruyter. URL: https://www.degruyter.com/document/isbn/9783110708998/html.&lt;br /&gt;
* Wurzel, Wolfgan Ullrich. 2001. ''Flexionsmorphologie und Natürlichkeit: Ein Beitrag zur morphologischen Theoriebildung''. Berlin: DeGruyter. Erstausgabe, 1984.&lt;/div&gt;</summary>
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