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		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=Sprichw%C3%B6rtliche_Redensart&amp;diff=14793</id>
		<title>Sprichwörtliche Redensart</title>
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		<updated>2013-08-28T12:59:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;KHillgruber: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Sprichwörtliche Redensarten gehören, neben Wortverbindungen, Redewendungen und [[Sprichwörtern]], zu den Großkategorien im Phraseologismus. Sie sind verbale, bildhafte Ausdrücke, die durch Einfügung in einen [[Satz]] und durch die Formulierung einer Satzkonstruktion verwendet werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Form und Merkmale ==&lt;br /&gt;
Sprichwörtliche Redensarten sind feste phraseologische Verbindungen, die formelhaft erstarrt sind,&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Koller: &amp;quot;Redensarten. Linguistische Aspekte, Vorkommensanalysen, Sprachspiel&amp;quot;. 1977, S. 52.&amp;lt;/ref&amp;gt; sie bilden als zusammengesetzter Ausdruck einen konstanten Wortlaut.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Röhrich: &amp;quot;Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1&amp;quot;. 1991, S. 24f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch sind sie keine unveränderlichen Fügungen wie Sprichwörter. Sprichwörtliche Redensarten haben an sich keinen Eigenwert und wirken erst einmal inhaltslos, sie bilden einen ungeformten sprachlichen Stoff (Wortgruppen-Lexeme).&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd., S. 23.&amp;lt;/ref&amp;gt; Um sinnvoll zu wirken, muss eine Konstruktion erschaffen werden. Das heißt, es muss einerseits ein Satzglied ([[Subjekt]]) eingefügt werden, damit ein vollständiger Satz entsteht und sich die sprichwörtliche Redensart auf jemanden oder etwas beziehen kann,&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Seiler: &amp;quot;Deutsche Sprichwörterkunde&amp;quot;. 1967, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt; andererseits muss dieser dann in einen anderen Satz beziehungsweise in einen Kontext gesetzt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Röhrich: &amp;quot;Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1&amp;quot;. 1991, S. 23.&amp;lt;/ref&amp;gt; Erst dadurch erhält eine sprichwörtliche Redensart einen Inhalt und Sinn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''jemanden '''ins Bockshorn''' jagen''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''jemanden '''Brief und Siegel''' geben''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprichwörtliche Redensarten sind somit auch veränderlich nach Zeit und Person, das Subjekt ist austausch- und wandelbar.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd., S. 24 und Seiler: &amp;quot;Deutsche Sprichwörterkunde&amp;quot;. 1967, S. 12&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu diesen veränderlichen Redensarten existieren feste sprichwörtliche Redensarten, so genannte starre Redensarten. Sie bilden zwar einen eigenständigen Satz, haben aber ebenfalls keinen Eigenwert, denn diesen Wert erhalten auch sie erst durch die Einfügung in einen [[Kontext]].&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Röhrich: &amp;quot;Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1&amp;quot;. 1991, S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Hals und Beinbruch''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprichwörtliche Redensarten können bildlich sein. „In ihrer Bildlichkeit sind [sie] das Gegenteil der Abstraktion“,&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd., S. 31.&amp;lt;/ref&amp;gt; dadurch erhalten sie einen eindrucksvollen und starken Ausdruck.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Seiler: &amp;quot;Deutsche Sprichwörterkunde&amp;quot;. 1967, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gedankenfolgen können durch eine sinnbildliche Wendung in einer sprichwörtlichen Redensart zusammengefasst werden.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Koller: &amp;quot;Redensarten. Linguistische Aspekte, Vorkommensanalysen, Sprachspiel&amp;quot;. 1977, S. 52.&amp;lt;/ref&amp;gt; Allerdings sind diese Bilder nur noch im übertragenen Sinn zu verstehen, die Bedeutung der einzelnen Wörter ist nicht mehr vorrangig, stattdessen nimmt man eine sprichwörtliche Redensart als gesamten Ausdruck mit feststehender Bedeutung wahr.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Röhrich: &amp;quot;Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1&amp;quot;. 1991, S. 31.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''am '''Hungertuch''' nagen''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprichwörtliche Redensarten ohne Bild sind seltener, sie bedürfen eines besonders kräftigen Ausdrucks, um wirken zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Seiler: &amp;quot;Deutsche Sprichwörterkunde&amp;quot;. 1967, S. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders als die Sprichwörter streben die sprichwörtlichen Redensarten keine allgemeingültige Erkenntnis an.&amp;lt;ref&amp;gt; vgl. Koller: &amp;quot;Redensarten. Linguistische Aspekte, Vorkommensanalysen, Sprachspiel&amp;quot;. 1977, S. 52.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie sind keine generalisierende Sätze, die eine Lehre formulieren oder sonstige Regeln vorschreiben, vielmehr sind sie wertfrei und ohne einen festen Inhalt, so dass sie beliebig einsetzbar sind.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Röhrich: &amp;quot;Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1&amp;quot;. 1991, S. 23.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sprichwörtliche Redensarten zeichnen sich eher durch einen kommunikativen Wert aus, da sie einer Aussage besonderen Ausdruck verleihen können (positiv: vereinfachen, verstärken, veranschaulichen; negativ: verschleiern, werten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung und Entwicklung ==&lt;br /&gt;
Für sprichwörtliche Redensarten gibt es sowohl schriftliche, als auch mündliche Quelle und somit zwei Entstehungskontexte. Der Terminus „sprichwörtliche Redensart“ an sich geht auf Justus Georg Schottel zurück, der ihn 1683 in „Ausführliche Arbeit von der Teutschen Hauptsprache“ erstmals verwendete.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd., S. 31.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprichwörtliche Redensarten gelten als „gesunkenes Kulturgut“ und entstammen der Literatur, denn dieser wurden Wendungen beziehungsweise Zitate entnommen, die letztendlich Einzug in den Alltag erhielten und zu sprichwörtliche Redensarten wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd., S. 28.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Ursprung kann dabei auch mal in längeren Sprüchen und Vierzeilern liegen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd., S. 27.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese entstehen aber erst dann, wenn der literarische Urheber und das Zitat vergessen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd., S.28.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz dazu steht die Entstehung aus mündlichen Quellen. Aussagen aus der volkstümlichen Sprache und treffende Formulierungen, als Augenblicksbildungen, in bestimmten Situationen haben ich zu Redensarten entwickelt.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Koller: &amp;quot;Redensarten. Linguistische Aspekte, Vorkommensanalysen, Sprachspiel&amp;quot;. 1977, S. 52.&amp;lt;/ref&amp;gt; So ist auch hier die Quelle unbekannt, da man den ursprünglichen Sprecher einer solchen Aussage nicht ausfindig machen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sinn und die damalige Intention der Worte ist für den heutigen Sprecher oder Nutzer einer sprichwörtlichen Redensart nicht mehr nachvollziehbar. Die ursprüngliche Bedeutung der Wörter ist längst verloren gegangen, so dass man die Ausdrücke nur noch im übertragenen Sinn nutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt; Daher sind die sprichwörtlichen Redensarten, die wir heute kennen, meist so genannte „survivals“, nämlich Überbleibsel mit anderem neuen Sinn.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Röhrich: &amp;quot;Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1&amp;quot;. 1991, S. 32.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verlust der einstigen Bedeutung einer sprichwörtlichen Redensart geht unter anderem auch darauf zurück, dass uns das vermittelte Bild nicht mehr bekannt und bewusst ist, vielmehr erscheint es unverständlich und überholt.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd., S. 33.&amp;lt;/ref&amp;gt; Damals hatte es einen Realsinn, heute können wir es nur noch übertragen verwenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwar sind sprichwörtliche Redensarten im Laufe ihrer Entwicklung immer mehr erstarrt, nachdem es in der Vergangenheit deutlich mehr variable Formen gab, dennoch zeigen sich auch heute Tendenzen veränderbarer Formen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd., S.25.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf der einen Seite neigen sie zur Verkürzung und auf der anderen Seite zur Erweiterung durch Ausschmückung, Parodien- oder Variantenbildung.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.  ebd., S. 27.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzung zu Sprichwörtern ==&lt;br /&gt;
Obwohl sprichwörtliche Redensarten und Sprichwörter verwandt sind, stehen sie vielmehr nebeneinander und unterscheide sich vor allem auf den Ebenen der Form, Struktur und Funktion.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Seiler: &amp;quot;Deutsche Sprichwörterkunde&amp;quot;. 1967, S. 11 und Röhrich: &amp;quot;Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1&amp;quot;. 1991, S. 23.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwar kann man sagen, dass eine sprichwörtliche Redensart in einem sprichwörtlichen Kleid agiert, trotzdem sind diese nicht etwa durch Kürzung eines Sprichwortes entstanden.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Wander: &amp;quot;Das Sprichwort. Betrachtet nach Form u. Wesen, für Schule u. Leben, als Einleitung zu einem großen volksthümlichen Sprichwörterschatz&amp;quot;. 1983, S. 49 und Seiler: &amp;quot;Deutsche Sprichwörterkunde&amp;quot;. 1967, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nichtsdestotrotz können die Grenzen der beiden Sprachphänomene nur unscharf gezogen werden, wenn sie beide in einem Text eingeknüpft sind und nebeneinander stehen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Röhrich: &amp;quot;Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1&amp;quot;. 1991, S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies zeigt, dass eine exakte Grenzziehung nicht immer möglich ist, zumal es Übergänge zum Sprichwort gibt und Redensarten sogar in die Form von Sprichwörtern gebracht werden können (durch Hinzufügen eines Subjekts), wodurch sie zu einer allgemeinen Lehre oder Warnung werden können.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd. und Seiler: &amp;quot;Deutsche Sprichwörterkunde&amp;quot;. 1967, S. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
Burger, Harald: „Idiomatik des Deutschen.“ Niemeyer: Tübingen 1973.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Burger, Harald: „Phraseologie. Eine Einführung am Beispiel des Deutschen.“ Schmidt: Berlin 2010.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Haller, Joseph: „Altsprachliche Sprichwörter und sprichwörtliche Redensarten aus den Zeiten vor Cervantes. 1. Teil.“ Regensburg 1883.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Koller, Werner: Redensarten. linguistische Aspekte, Vorkommensanalysen, Sprachspiel. Tübingen: Niemeyer 1977.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peukes, Gerhard: „Untersuchungen zum Sprichwort des Deutschen. Semantik, Syntax, Typen.“ Schmidt: Berlin 1977.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pilz, Klaus Dieter: „Phraseologie. Redensartenforschung.“ Metzler: Stuttgart 1981.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Röhrich, Lutz: „Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1.“ Herder: Freiburg 1991.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Röhrich, Lutz und Mieder, Wolfgang: „Sprichwort.“ Metzler: Stuttgart 1977.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Seiler, Friedrich: „Deutsche Sprichwörterkunde.“ Beck : München 1967.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wander, Karl Friedrich Wilhelm: „Das Sprichwort. Betrachtet nach Form u. Wesen, für Schule u. Leben, als Einleitung zu einem großen volksthümlichen Sprichwörterschatz.“ Lang: Bern [u.a.] 1983.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:De]]&lt;br /&gt;
[[Category:DICT]]&lt;br /&gt;
[[Category:pragmatics]]&lt;br /&gt;
[[Category:semantics]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>KHillgruber</name></author>
		
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		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=Sprichwort&amp;diff=14792</id>
		<title>Sprichwort</title>
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		<updated>2013-08-28T12:59:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;KHillgruber: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Sprichwörter sind kurze, allgemein bekannte Sätze, die Weisheiten, Wahrheit und Tradition auf feste, aber metaphorische Art und Weise vermitteln. Durch ihre einprägsame Form und ihren volkstümlichen Erfahrungen sind sie im Munde des Volkes und so ein praktisches Ausdrucksmittel im Sprachgebrauch. &lt;br /&gt;
Allgemein zeichnen sich Sprichwörter besonders durch fünf Merkmale aus und werden dadurch definiert: sie sind in sich geschlossen, haben eine künstliche, aber einprägsame Form, sind dem Volk bekannt, enthalten eine lehrhafte Tendenz und sind meist bildhaft. Zudem sind sie polylexikalisch und unterschiedlich idiomatisch.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Burger: &amp;quot;Phraseologie. Eine Einführung am Beispiel des Deutschen&amp;quot;. 2010, S. 108.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Form und Merkmale ==&lt;br /&gt;
===Form===&lt;br /&gt;
Sprichwörter gelten als formal und inhaltlich abgeschlossene Sätze und stehen somit in einer festen und unveränderlichen Formulierung, die man „geschlossene Form“ nennen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Wander: &amp;quot;Das Sprichwort. Betrachtet nach Form u. Wesen, für Schule u. Leben, als Einleitung zu einem großen volksthümlichen Sprichwörterschatz&amp;quot;. 1983, S. 39 und Burger, Harald: &amp;quot;Phraseologie: Eine Einführung am Beispiel des Deutschen&amp;quot;. 2010, S. 106.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wesentliche Satzglieder können hier nicht einfach ausgetauscht werden.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Seiler: &amp;quot;Deutsche Sprichwörterkunde&amp;quot;. 1967, S. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt; Da sie nicht durch eine lexikalische Einheit komplettiert werden müssen, fungieren Sprichwörter als feste Einheit, die auch ohne [[Kontext]] eine sinnvolle Aussage vermitteln und so als „Mikrotexte“ bzw. „Phraseo-Texte“ definiert werden können.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Burger: &amp;quot;Phraseologie: Eine Einführung am Beispiel des Deutschen&amp;quot;. 2010, S. 106.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sowohl äußerlich, als auch innerlich sind Sprichwörter durch stark ausgeprägte, stilistische Elemente geformt.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Burger: &amp;quot;Idiomatik des Deutschen&amp;quot;. 1973, S. 54.&amp;lt;/ref&amp;gt; Äußerlich zeichnet sich ein Sprichwort durch rhetorische Merkmale wie Reime (Stab-, End-, Binnenreim), Sinnreime, Rhythmus und [[Parallelismus]] aus.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd. und Seiler: &amp;quot;Deutsche Sprichwörterkunde&amp;quot;. 1967, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Eile mit Weile.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerlich meinte die stilistische Formbildung vielmehr den Gehalt von Bildhaftigkeit und Beseelung, aber auch andere Aufmerksamkeit erregende Inhalte wie Groteske, Ironie etc.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Seiler: &amp;quot;Deutsche Sprichwörterkunde&amp;quot;. 1967, S. 4f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildlichkeit ===&lt;br /&gt;
Ein wesentliches Merkmal eines Sprichwortes ist also seine Bildhaftigkeit. So versucht ein Sprichwort durch einen allegorischen Ausdruck auf die Vorstellung einzuwirken und so die Wahrheit beziehungsweise die Absicht zu umschreiben, um die klare und offensichtliche Rede zu umgehen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd., S. 5f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Sprichwort kann bildhaft sein, muss es aber nicht. So existiert auch eine Reihe von Sprichwörtern, die ganz ohne Bildhaftigkeit und Übertragung auskommen, die sogenannten abstrakten Sprichwörter.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Röhrich: &amp;quot;Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1&amp;quot;. 1991, S. 31.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund dieser Eigenschaft lassen sich Sprichwörter zwei Kategorien zuordnen. Auf der einen Seite stehen die Sprichwörter, deren Bedeutung sich allein aus den Elementen des Satzes entnehmen lässt und auf der anderen Seite stehen solche Sprichwörter, deren Bedeutung durch das Bild vermittelt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Burger: &amp;quot;Idiomatik des Deutschen&amp;quot;. 1973, S. 55.&amp;lt;/ref&amp;gt; Daraus ergibt sich, dass es auch Sprichwörter gibt, die zwischen diesen beiden Kategorien schweben und somit keine eindeutige Leseart haben. Diese besitzen zwei unterschiedliche Lesearten, denn sie können sowohl wörtlich verstanden werden, als auch in ihrer übertragenen Bedeutung.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Burger: &amp;quot;Phraseologie: Eine Einführung am Beispiel des Deutschen&amp;quot;. 2010, S. 108.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Keine Rose ohne Dornen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Sprichwort kann somit durch seine praktische Form und die Aufbereitung der Inhalte einen wichtigen Gedankengang kurz und prägnant und damit leicht einprägsam komprimieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Volksläufigkeit ===&lt;br /&gt;
Sprichwörter sind als allgemeingültige Sätze anzusehen, die die Erfahrungen des Lebens auf verschiedenen Ebenen zusammenfassen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Röhrich: &amp;quot;Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1&amp;quot;. 1991, S. 23.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Erfahrungen bilden eine Art Volksweisheit, die man im gewöhnlichen Leben anwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Wander: &amp;quot;Das Sprichwort. Betrachtet nach Form u. Wesen, für Schule u. Leben, als Einleitung zu einem großen volksthümlichen Sprichwörterschatz&amp;quot;. 1983, S. 38.&amp;lt;/ref&amp;gt; Um in den Volksmund zu gelangen, haben Sprichwörter diese schlichte und einfältige Form und enthalten Wörter, die dem Volk bekannt sind.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Seiler: &amp;quot;Deutsche Sprichwörterkunde&amp;quot;. 1967, S. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt; Trotz der heutigen Eigenschaft der allgemeinen Volksläufigkeit gab es in der Vergangenheit die Einteilung ''proverbia de rustico/de trivio'', die Sprichwörter des einfachen Volkes, und die ''voces sapientum'', die Sprichwörter der gehobenen Gesellschaft.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd., S. 3.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Einteilung gilt heute nicht mehr: Sprichwörter sind in der breiten Masse der Bevölkerung bekannt und angewandt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktion und Gebrauch ==&lt;br /&gt;
=== Funktion ===&lt;br /&gt;
Sprichwörter erfüllen verschiedene Funktionen. So können sie einerseits eine soziale Funktion haben und andererseits im Kontext funktionieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezüglich der sozialen Funktion formulieren Sprichwörter Überzeugungen, Werte und Normen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Burger: &amp;quot;Phraseologie: Eine Einführung am Beispiel des Deutschen&amp;quot;. 2010, S. 107.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie besitzen somit einen lehrhaften Charakter, der sich auf die Lebensführung bezieht und Erkenntnisse zu vermitteln versucht, um so das Leben beziehungsweise die Auffassung davon zu gestalten.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Seiler: &amp;quot;Deutsche Sprichwörterkunde&amp;quot;. 1967, S. 2f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Wirkung ist von der kontextuellen Funktion abzugrenzen. Denn diese umfasst vielmehr eine allgemeine Aussage, mit der eine bestimmte Situation erklärt, eingeordnet oder auch beurteilt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Burger: &amp;quot;Idiomatik des Deutschen&amp;quot;. 1973, S. 54.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Aussage kann ganz verschiedene Formen annehmen: Warnung/Mahnung, Kritik, Belehrung, Vorschrift, Trost, Argument, Rechtfertigung, Bestätigung etc. Dabei muss das Sprichwort jene Absicht aber nicht immer direkt aussprechen, denn diese kann auch in Form eines Beobachtungs- oder Erfahrungssatzes stehen, so dass die Absicht nur indirekt deutlich wird beziehungsweise dem Sprichwort entnommen werden muss.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Seiler: &amp;quot;Deutsche Sprichwörterkunde&amp;quot;. 1967, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die soziale und kontextuelle Funktion sind dennoch als Verbindung anzusehen, denn nur, wenn das Sprichwort eine kontextuelle Funktion übernimmt, kann sich auch die soziale Funktion behaupten.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Burger: &amp;quot;Phraseologie: Eine Einführung am Beispiel des Deutschen&amp;quot;. 2010, S. 108.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wer zuerst kommt, malt zuerst.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Übermut tut selten gut.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allgemein gesehen kann ein Sprichwort während eines Sprechaktes eine Meinung stützen, hervorheben oder bestätigen und kennzeichnet so den Höhepunkt oder auch den Abschluss eines Gesprächs.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Koller: &amp;quot;Redensarten. Linguistische Aspekte, Vorkommensanalysen, Sprachspiel&amp;quot;. 1977, S. 52.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gebrauch ===&lt;br /&gt;
Aristoteles sah Sprichwörter als Überbleibsel alter Weltweisheiten, sie fassten das Nachdenken und die Erfahrung der Vorfahren zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Wander: &amp;quot;Das Sprichwort. Betrachtet nach Form u. Wesen, für Schule u. Leben, als Einleitung zu einem großen volksthümlichen Sprichwörterschatz&amp;quot;. 1983, S. 39.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Auffassung geht mit dem lehrhaften Charakter eines Sprichwortes einher. Noch heute wird das Sprichwort, gerade im alltäglichen Gebrauch , im traditionellen Sinn gebraucht und bleibt als Warnung, Urteil, Klugheitsregel, Haushaltsregel, Vorschrift fester Bestand.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Burger: &amp;quot;Phraseologie: Eine Einführung am Beispiel des Deutschen&amp;quot;. 2010, S. 123 und Röhrich: &amp;quot;Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1&amp;quot;. 1991, S. 23.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese wichtige Rolle, die ein Sprichwort übernimmt, zeigt, dass es kein vom Aussterben bedrohtes Sprachphänomen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Burger: &amp;quot;Phraseologie: Eine Einführung am Beispiel des Deutschen&amp;quot;. 2010, S. 120.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es zeigt sich aber eine allgemeine Entwicklung zur Entstehung von Verkürzungen und Schwundstufen, denn ein vielfacher Gebrauch führt zur allgemeinen Bekanntheit eines Sprichwortes, was zufolge hat, dass eine Andeutung genügt.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Röhrich: &amp;quot;Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1&amp;quot;. 1991, S. 27.&amp;lt;/ref&amp;gt; In den Medien und in der Werbung tritt dieser traditionelle Gebrauch des Sprichwortes in den Hintergrund, vielmehr nimmt der Gebrauch dort spielerische Züge an, so dass es auch hier zu Abwandlungen (Variantenbildung, Verfremdung, Verkürzung) allgemein bekannter Sprichwörter kommt.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Burger: &amp;quot;Phraseologie: Eine Einführung am Beispiel des Deutschen&amp;quot;. 2010, S. 122f.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung und Quellen ==&lt;br /&gt;
Wann genau Sprichwörter entstanden sind und wann genau der Gebrauch dieser zu datieren ist, ist nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch gilt gerade die Bibel als unerschöpfliche Quelle, denn viele Sprichwörter haben ihren Ursprung in biblischen Zitaten.&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach Röhrich: &amp;quot;Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1&amp;quot;. 1991, S. 30.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch andere Schriften des Altertums, wie die von Kirchvätern und Theologen, die Orakelsprüche des Heidentums gelten als Quelle von Sprichwörtern, sowie auch Dichtungen, Volksgesänge, Sinn- und Wahlsprüche aus der Zeit des Mittelalters.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Haller: &amp;quot;Altsprachliche Sprichwörter und sprichwörtliche Redensarten aus den Zeiten vor Cervantes. 1. Teil&amp;quot;. 1883, S. 8.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch die Neuzeit bietet eine Reihe literarischer Zitate, die als Sprichwort Einzug in den Volksmund gehalten haben. Das Interesse an den Sprichwörtern zeigt sich zudem an der Entstehung vieler Sprichwortsammlungen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Röhrich: &amp;quot;Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1&amp;quot;. 1991, S. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprichwörter entstehen allerdings nur selten durch literarische Nachweise, vielmehr entstehen sie durch Augenblickbildungen, wenn eine treffende Formulierung einer bestimmten Situation geäußert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd., S. 28.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser wird durch eine kontinuierliche Wiederholung von anderen aufgenommen und so entsteht ein Erfahrungssatz, der kurz und prägnant eine allgemeingültige Aussage enthält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzung zur sprichwörtlichen Redensart ==&lt;br /&gt;
Das Sprichwort und die [[sprichwörtliche Redensart]] sind miteinander verwandt und es existieren Übergänge zwischen ihnen, was eine deutliche Grenzziehung nicht ermöglicht, sie stehen aber dennoch nebeneinander.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Seiler: &amp;quot;Deutsche Sprichwörterkunde&amp;quot;. 1967, S. 11 und Röhrich: &amp;quot;Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1&amp;quot;. 1991, S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Unterschiede dieser beiden idiomatischen Wendungen liegen vor allem in Form, Struktur und Funktion.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Röhrich: &amp;quot;Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1&amp;quot;. 1991, S. 23.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sprichwörtliche Redensarten können nicht alleine stehen, sondern benötigen einen Kontext, sowie den Einsatz eines Subjekts. So kann auch ein Sprichwort zu durch Weglassen des [[Subjekt]]s die Form einer sprichwörtlichen Redensart annehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd., S.24.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwar haben beide Bereiche oftmals ein aussagekräftiges Bild, so beinhaltet aber nur das Sprichwort eine lehrhafte Tendenz, sprichwörtliche Redensarten haben vielmehr einen [[kommunikativen]] Wert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
Burger, Harald: „Idiomatik des Deutschen.“ Niemeyer: Tübingen 1973.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Burger, Harald: „Phraseologie. Eine Einführung am Beispiel des Deutschen.“ Schmidt: Berlin 2010.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Haller, Joseph: „Altsprachliche Sprichwörter und sprichwörtliche Redensarten aus den Zeiten vor Cervantes. 1. Teil.“ Regensburg 1883.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Koller, Werner: Redensarten. linguistische Aspekte, Vorkommensanalysen, Sprachspiel. Tübingen: Niemeyer 1977.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peukes, Gerhard: „Untersuchungen zum Sprichwort des Deutschen. Semantik, Syntax, Typen.“ Schmidt: Berlin 1977.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pilz, Klaus Dieter: „Phraseologie. Redensartenforschung.“ Metzler: Stuttgart 1981.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Röhrich, Lutz: „Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1.“ Herder: Freiburg 1991.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Röhrich, Lutz und Mieder, Wolfgang: „Sprichwort.“ Metzler: Stuttgart 1977.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Seiler, Friedrich: „Deutsche Sprichwörterkunde.“ Beck : München 1967.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wander, Karl Friedrich Wilhelm: „Das Sprichwort. Betrachtet nach Form u. Wesen, für Schule u. Leben, als Einleitung zu einem großen volksthümlichen Sprichwörterschatz.“ Lang: Bern [u.a.] 1983.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:De]]&lt;br /&gt;
[[Category:DICT]]&lt;br /&gt;
[[Category:pragmatics]]&lt;br /&gt;
[[Category:semantics]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>KHillgruber</name></author>
		
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		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=Sprichwort&amp;diff=14791</id>
		<title>Sprichwort</title>
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		<updated>2013-08-28T12:30:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;KHillgruber: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Sprichwörter sind kurze, allgemein bekannte Sätze, die Weisheiten, Wahrheit und Tradition auf feste, aber metaphorische Art und Weise vermitteln. Durch ihre einprägsame Form und ihren volkstümlichen Erfahrungen sind sie im Munde des Volkes und so ein praktisches Ausdrucksmittel im Sprachgebrauch. &lt;br /&gt;
Allgemein zeichnen sich Sprichwörter besonders durch fünf Merkmale aus und werden dadurch definiert: sie sind in sich geschlossen, haben eine künstliche, aber einprägsame Form, sind dem Volk bekannt, enthalten eine lehrhafte Tendenz und sind meist bildhaft. Zudem sind sie polylexikalisch und unterschiedlich idiomatisch.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Burger: &amp;quot;Phraseologie. Eine Einführung am Beispiel des Deutschen&amp;quot;. 2010, S. 108.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Form und Merkmale ==&lt;br /&gt;
===Form===&lt;br /&gt;
Sprichwörter gelten als formal und inhaltlich abgeschlossene Sätze und stehen somit in einer festen und unveränderlichen Formulierung, die man „geschlossene Form“ nennen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Wander: &amp;quot;Das Sprichwort. Betrachtet nach Form u. Wesen, für Schule u. Leben, als Einleitung zu einem großen volksthümlichen Sprichwörterschatz&amp;quot;. 1983, S. 39 und Burger, Harald: &amp;quot;Phraseologie: Eine Einführung am Beispiel des Deutschen&amp;quot;. 2010, S. 106.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wesentliche Satzglieder können hier nicht einfach ausgetauscht werden.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Seiler: &amp;quot;Deutsche Sprichwörterkunde&amp;quot;. 1967, S. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt; Da sie nicht durch eine lexikalische Einheit komplettiert werden müssen, fungieren Sprichwörter als feste Einheit, die auch ohne [[Kontext]] eine sinnvolle Aussage vermitteln und so als „Mikrotexte“ bzw. „Phraseo-Texte“ definiert werden können.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Burger: &amp;quot;Phraseologie: Eine Einführung am Beispiel des Deutschen&amp;quot;. 2010, S. 106.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sowohl äußerlich, als auch innerlich sind Sprichwörter durch stark ausgeprägte, stilistische Elemente geformt.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Burger: &amp;quot;Idiomatik des Deutschen&amp;quot;. 1973, S. 54.&amp;lt;/ref&amp;gt; Äußerlich zeichnet sich ein Sprichwort durch rhetorische Merkmale wie Reime (Stab-, End-, Binnenreim), Sinnreime, Rhythmus und [[Parallelismus]] aus.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd. und Seiler: &amp;quot;Deutsche Sprichwörterkunde&amp;quot;. 1967, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Eile mit Weile.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerlich meinte die stilistische Formbildung vielmehr den Gehalt von Bildhaftigkeit und Beseelung, aber auch andere Aufmerksamkeit erregende Inhalte wie Groteske, Ironie etc.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Seiler: &amp;quot;Deutsche Sprichwörterkunde&amp;quot;. 1967, S. 4f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildlichkeit ===&lt;br /&gt;
Ein wesentliches Merkmal eines Sprichwortes ist also seine Bildhaftigkeit. So versucht ein Sprichwort durch einen allegorischen Ausdruck auf die Vorstellung einzuwirken und so die Wahrheit beziehungsweise die Absicht zu umschreiben, um die klare und offensichtliche Rede zu umgehen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd., S. 5f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Sprichwort kann bildhaft sein, muss es aber nicht. So existiert auch eine Reihe von Sprichwörtern, die ganz ohne Bildhaftigkeit und Übertragung auskommen, die sogenannten abstrakten Sprichwörter.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Röhrich: &amp;quot;Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1&amp;quot;. 1991, S. 31.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund dieser Eigenschaft lassen sich Sprichwörter zwei Kategorien zuordnen. Auf der einen Seite stehen die Sprichwörter, deren Bedeutung sich allein aus den Elementen des Satzes entnehmen lässt und auf der anderen Seite stehen solche Sprichwörter, deren Bedeutung durch das Bild vermittelt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Burger: &amp;quot;Idiomatik des Deutschen&amp;quot;. 1973, S. 55.&amp;lt;/ref&amp;gt; Daraus ergibt sich, dass es auch Sprichwörter gibt, die zwischen diesen beiden Kategorien schweben und somit keine eindeutige Leseart haben. Diese besitzen zwei unterschiedliche Lesearten, denn sie können sowohl wörtlich verstanden werden, als auch in ihrer übertragenen Bedeutung.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Burger: &amp;quot;Phraseologie: Eine Einführung am Beispiel des Deutschen&amp;quot;. 2010, S. 108.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Keine Rose ohne Dornen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Sprichwort kann somit durch seine praktische Form und die Aufbereitung der Inhalte einen wichtigen Gedankengang kurz und prägnant und damit leicht einprägsam komprimieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Volksläufigkeit ===&lt;br /&gt;
Sprichwörter sind als allgemeingültige Sätze anzusehen, die die Erfahrungen des Lebens auf verschiedenen Ebenen zusammenfassen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Röhrich: &amp;quot;Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1&amp;quot;. 1991, S. 23.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Erfahrungen bilden eine Art Volksweisheit, die man im gewöhnlichen Leben anwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Wander: &amp;quot;Das Sprichwort. Betrachtet nach Form u. Wesen, für Schule u. Leben, als Einleitung zu einem großen volksthümlichen Sprichwörterschatz&amp;quot;. 1983, S. 38.&amp;lt;/ref&amp;gt; Um in den Volksmund zu gelangen, haben Sprichwörter diese schlichte und einfältige Form und enthalten Wörter, die dem Volk bekannt sind.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Seiler: &amp;quot;Deutsche Sprichwörterkunde&amp;quot;. 1967, S. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt; Trotz der heutigen Eigenschaft der allgemeinen Volksläufigkeit gab es in der Vergangenheit die Einteilung ''proverbia de rustico/de trivio'', die Sprichwörter des einfachen Volkes, und die ''voces sapientum'', die Sprichwörter der gehobenen Gesellschaft.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd., S. 3.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Einteilung gilt heute nicht mehr: Sprichwörter sind in der breiten Masse der Bevölkerung bekannt und angewandt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktion und Gebrauch ==&lt;br /&gt;
=== Funktion ===&lt;br /&gt;
Sprichwörter erfüllen verschiedene Funktionen. So können sie einerseits eine soziale Funktion haben und andererseits im Kontext funktionieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezüglich der sozialen Funktion formulieren Sprichwörter Überzeugungen, Werte und Normen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Burger: &amp;quot;Phraseologie: Eine Einführung am Beispiel des Deutschen&amp;quot;. 2010, S. 107.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie besitzen somit einen lehrhaften Charakter, der sich auf die Lebensführung bezieht und Erkenntnisse zu vermitteln versucht, um so das Leben beziehungsweise die Auffassung davon zu gestalten.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Seiler: &amp;quot;Deutsche Sprichwörterkunde&amp;quot;. 1967, S. 2f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Wirkung ist von der kontextuellen Funktion abzugrenzen. Denn diese umfasst vielmehr eine allgemeine Aussage, mit der eine bestimmte Situation erklärt, eingeordnet oder auch beurteilt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Burger: &amp;quot;Idiomatik des Deutschen&amp;quot;. 1973, S. 54.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Aussage kann ganz verschiedene Formen annehmen: Warnung/Mahnung, Kritik, Belehrung, Vorschrift, Trost, Argument, Rechtfertigung, Bestätigung etc. Dabei muss das Sprichwort jene Absicht aber nicht immer direkt aussprechen, denn diese kann auch in Form eines Beobachtungs- oder Erfahrungssatzes stehen, so dass die Absicht nur indirekt deutlich wird beziehungsweise dem Sprichwort entnommen werden muss.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Seiler: &amp;quot;Deutsche Sprichwörterkunde&amp;quot;. 1967, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die soziale und kontextuelle Funktion sind dennoch als Verbindung anzusehen, denn nur, wenn das Sprichwort eine kontextuelle Funktion übernimmt, kann sich auch die soziale Funktion behaupten.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Burger: &amp;quot;Phraseologie: Eine Einführung am Beispiel des Deutschen&amp;quot;. 2010, S. 108.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wer zuerst kommt, malt zuerst.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Übermut tut selten gut.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allgemein gesehen kann ein Sprichwort während eines Sprechaktes eine Meinung stützen, hervorheben oder bestätigen und kennzeichnet so den Höhepunkt oder auch den Abschluss eines Gesprächs.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Koller: &amp;quot;Redensarten. Linguistische Aspekte, Vorkommensanalysen, Sprachspiel&amp;quot;. 1977, S. 52.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gebrauch ===&lt;br /&gt;
Aristoteles sah Sprichwörter als Überbleibsel alter Weltweisheiten, sie fassten das Nachdenken und die Erfahrung der Vorfahren zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Wander: &amp;quot;Das Sprichwort. Betrachtet nach Form u. Wesen, für Schule u. Leben, als Einleitung zu einem großen volksthümlichen Sprichwörterschatz&amp;quot;. 1983, S. 39.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Auffassung geht mit dem lehrhaften Charakter eines Sprichwortes einher. Noch heute wird das Sprichwort, gerade im alltäglichen Gebrauch , im traditionellen Sinn gebraucht und bleibt als Warnung, Urteil, Klugheitsregel, Haushaltsregel, Vorschrift fester Bestand.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Burger: &amp;quot;Phraseologie: Eine Einführung am Beispiel des Deutschen&amp;quot;. 2010, S. 123 und Röhrich: &amp;quot;Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1&amp;quot;. 1991, S. 23.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese wichtige Rolle, die ein Sprichwort übernimmt, zeigt, dass es kein vom Aussterben bedrohtes Sprachphänomen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Burger: &amp;quot;Phraseologie: Eine Einführung am Beispiel des Deutschen&amp;quot;. 2010, S. 120.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es zeigt sich aber eine allgemeine Entwicklung zur Entstehung von Verkürzungen und Schwundstufen, denn ein vielfacher Gebrauch führt zur allgemeinen Bekanntheit eines Sprichwortes, was zufolge hat, dass eine Andeutung genügt.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Röhrich: &amp;quot;Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1&amp;quot;. 1991, S. 27.&amp;lt;/ref&amp;gt; In den Medien und in der Werbung tritt dieser traditionelle Gebrauch des Sprichwortes in den Hintergrund, vielmehr nimmt der Gebrauch dort spielerische Züge an, so dass es auch hier zu Abwandlungen (Variantenbildung, Verfremdung, Verkürzung) allgemein bekannter Sprichwörter kommt.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Burger: &amp;quot;Phraseologie: Eine Einführung am Beispiel des Deutschen&amp;quot;. 2010, S. 122f.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung und Quellen ==&lt;br /&gt;
Wann genau Sprichwörter entstanden sind und wann genau der Gebrauch dieser zu datieren ist, ist nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch gilt gerade die Bibel als unerschöpfliche Quelle, denn viele Sprichwörter haben ihren Ursprung in biblischen Zitaten.&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach Röhrich: &amp;quot;Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1&amp;quot;. 1991, S. 30.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch andere Schriften des Altertums, wie die von Kirchvätern und Theologen, die Orakelsprüche des Heidentums gelten als Quelle von Sprichwörtern, sowie auch Dichtungen, Volksgesänge, Sinn- und Wahlsprüche aus der Zeit des Mittelalters.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Haller: &amp;quot;Altsprachliche Sprichwörter und sprichwörtliche Redensarten aus den Zeiten vor Cervantes. 1. Teil&amp;quot;. 1883, S. 8.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch die Neuzeit bietet eine Reihe literarischer Zitate, die als Sprichwort Einzug in den Volksmund gehalten haben. Das Interesse an den Sprichwörtern zeigt sich zudem an der Entstehung vieler Sprichwortsammlungen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Röhrich: &amp;quot;Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1&amp;quot;. 1991, S. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprichwörter entstehen allerdings nur selten durch literarische Nachweise, vielmehr entstehen sie durch Augenblickbildungen, wenn eine treffende Formulierung einer bestimmten Situation geäußert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd., S. 28.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser wird durch eine kontinuierliche Wiederholung von anderen aufgenommen und so entsteht ein Erfahrungssatz, der kurz und prägnant eine allgemeingültige Aussage enthält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzung zur sprichwörtlichen Redensart ==&lt;br /&gt;
Das Sprichwort und die [[sprichwörtliche Redensart]] sind miteinander verwandt und es existieren Übergänge zwischen ihnen, was eine deutliche Grenzziehung nicht ermöglicht, sie stehen aber dennoch nebeneinander.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Seiler: &amp;quot;Deutsche Sprichwörterkunde&amp;quot;. 1967, S. 11 und Röhrich: &amp;quot;Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1&amp;quot;. 1991, S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Unterschiede dieser beiden idiomatischen Wendungen liegen vor allem in Form, Struktur und Funktion.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Röhrich: &amp;quot;Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1&amp;quot;. 1991, S. 23.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sprichwörtliche Redensarten können nicht alleine stehen, sondern benötigen einen Kontext, sowie den Einsatz eines Subjekts. So kann auch ein Sprichwort zu durch Weglassen des [[Subjekt]]s die Form einer sprichwörtlichen Redensart annehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd., S.24.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwar haben beide Bereiche oftmals ein aussagekräftiges Bild, so beinhaltet aber nur das Sprichwort eine lehrhafte Tendenz, sprichwörtliche Redensarten haben vielmehr einen [[kommunikativen]] Wert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
Burger, Harald: „Idiomatik des Deutschen.“ Niemeyer: Tübingen 1973.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Burger, Harald: „Phraseologie. Eine Einführung am Beispiel des Deutschen.“ Schmidt: Berlin 2010.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Haller, Joseph: „Altsprachliche Sprichwörter und sprichwörtliche Redensarten aus den Zeiten vor Cervantes. 1. Teil.“ Regensburg 1883.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Koller, Werner: Redensarten. linguistische Aspekte, Vorkommensanalysen, Sprachspiel. Tübingen: Niemeyer 1977.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peukes, Gerhard: „Untersuchungen zum Sprichwort des Deutschen. Semantik, Syntax, Typen.“ Schmidt: Berlin 1977.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pilz, Klaus Dieter: „Phraseologie. Redensartenforschung.“ Metzler: Stuttgart 1981.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Röhrich, Lutz: „Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1.“ Herder: Freiburg 1991.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Röhrich, Lutz und Mieder, Wolfgang: „Sprichwort.“ Metzler: Stuttgart 1977.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Seiler, Friedrich: „Deutsche Sprichwörterkunde.“ Beck : München 1967.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wander, Karl Friedrich Wilhelm: „Das Sprichwort. Betrachtet nach Form u. Wesen, für Schule u. Leben, als Einleitung zu einem großen volksthümlichen Sprichwörterschatz.“ Lang: Bern [u.a.] 1983.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>KHillgruber</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=Sprichwort&amp;diff=14790</id>
		<title>Sprichwort</title>
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		<updated>2013-08-28T12:29:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;KHillgruber: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Sprichwörter sind kurze, allgemein bekannte Sätze, die Weisheiten, Wahrheit und Tradition auf feste, aber metaphorische Art und Weise vermitteln. Durch ihre einprägsame Form und ihren volkstümlichen Erfahrungen sind sie im Munde des Volkes und so ein praktisches Ausdrucksmittel im Sprachgebrauch. &lt;br /&gt;
Allgemein zeichnen sich Sprichwörter besonders durch fünf Merkmale aus und werden dadurch definiert: sie sind in sich geschlossen, haben eine künstliche, aber einprägsame Form, sind dem Volk bekannt, enthalten eine lehrhafte Tendenz und sind meist bildhaft. Zudem sind sie polylexikalisch und unterschiedlich idiomatisch.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Burger: &amp;quot;Phraseologie. Eine Einführung am Beispiel des Deutschen&amp;quot;. 2010, S. 108.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Form und Merkmale ==&lt;br /&gt;
===Form===&lt;br /&gt;
Sprichwörter gelten als formal und inhaltlich abgeschlossene Sätze und stehen somit in einer festen und unveränderlichen Formulierung, die man „geschlossene Form“ nennen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Wander: &amp;quot;Das Sprichwort. Betrachtet nach Form u. Wesen, für Schule u. Leben, als Einleitung zu einem großen volksthümlichen Sprichwörterschatz&amp;quot;. 1983, S. 39 und Burger, Harald: &amp;quot;Phraseologie: Eine Einführung am Beispiel des Deutschen&amp;quot;. 2010, S. 106.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wesentliche Satzglieder können hier nicht einfach ausgetauscht werden.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Seiler: &amp;quot;Deutsche Sprichwörterkunde&amp;quot;. 1967, S. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt; Da sie nicht durch eine lexikalische Einheit komplettiert werden müssen, fungieren Sprichwörter als feste Einheit, die auch ohne [[Kontext]] eine sinnvolle Aussage vermitteln und so als „Mikrotexte“ bzw. „Phraseo-Texte“ definiert werden können.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Burger: &amp;quot;Phraseologie: Eine Einführung am Beispiel des Deutschen&amp;quot;. 2010, S. 106.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sowohl äußerlich, als auch innerlich sind Sprichwörter durch stark ausgeprägte, stilistische Elemente geformt.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Burger: &amp;quot;Idiomatik des Deutschen&amp;quot;. 1973, S. 54.&amp;lt;/ref&amp;gt; Äußerlich zeichnet sich ein Sprichwort durch rhetorische Merkmale wie Reime (Stab-, End-, Binnenreim), Sinnreime, Rhythmus und [[Parallelismus]] aus.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd. und Seiler: &amp;quot;Deutsche Sprichwörterkunde&amp;quot;. 1967, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Eile mit Weile.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerlich meinte die stilistische Formbildung vielmehr den Gehalt von Bildhaftigkeit und Beseelung, aber auch andere Aufmerksamkeit erregende Inhalte wie Groteske, Ironie etc.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Seiler: &amp;quot;Deutsche Sprichwörterkunde&amp;quot;. 1967, S. 4f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildlichkeit ===&lt;br /&gt;
Ein wesentliches Merkmal eines Sprichwortes ist also seine Bildhaftigkeit. So versucht ein Sprichwort durch einen allegorischen Ausdruck auf die Vorstellung einzuwirken und so die Wahrheit beziehungsweise die Absicht zu umschreiben, um die klare und offensichtliche Rede zu umgehen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd., S. 5f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Sprichwort kann bildhaft sein, muss es aber nicht. So existiert auch eine Reihe von Sprichwörtern, die ganz ohne Bildhaftigkeit und Übertragung auskommen, die sogenannten abstrakten Sprichwörter.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Röhrich: &amp;quot;Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1&amp;quot;. 1991, S. 31.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund dieser Eigenschaft lassen sich Sprichwörter zwei Kategorien zuordnen. Auf der einen Seite stehen die Sprichwörter, deren Bedeutung sich allein aus den Elementen des Satzes entnehmen lässt und auf der anderen Seite stehen solche Sprichwörter, deren Bedeutung durch das Bild vermittelt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Burger: &amp;quot;Idiomatik des Deutschen&amp;quot;. 1973, S. 55.&amp;lt;/ref&amp;gt; Daraus ergibt sich, dass es auch Sprichwörter gibt, die zwischen diesen beiden Kategorien schweben und somit keine eindeutige Leseart haben. Diese besitzen zwei unterschiedliche Lesearten, denn sie können sowohl wörtlich verstanden werden, als auch in ihrer übertragenen Bedeutung.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Burger: &amp;quot;Phraseologie: Eine Einführung am Beispiel des Deutschen&amp;quot;. 2010, S. 108.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Keine Rose ohne Dornen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Sprichwort kann somit durch seine praktische Form und die Aufbereitung der Inhalte einen wichtigen Gedankengang kurz und prägnant und damit leicht einprägsam komprimieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Volksläufigkeit ===&lt;br /&gt;
Sprichwörter sind als allgemeingültige Sätze anzusehen, die die Erfahrungen des Lebens auf verschiedenen Ebenen zusammenfassen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Röhrich: &amp;quot;Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1&amp;quot;. 1991, S. 23.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Erfahrungen bilden eine Art Volksweisheit, die man im gewöhnlichen Leben anwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Wander: &amp;quot;Das Sprichwort. Betrachtet nach Form u. Wesen, für Schule u. Leben, als Einleitung zu einem großen volksthümlichen Sprichwörterschatz&amp;quot;. 1983, S. 38.&amp;lt;/ref&amp;gt; Um in den Volksmund zu gelangen, haben Sprichwörter diese schlichte und einfältige Form und enthalten Wörter, die dem Volk bekannt sind.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Seiler: &amp;quot;Deutsche Sprichwörterkunde&amp;quot;. 1967, S. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt; Trotz der heutigen Eigenschaft der allgemeinen Volksläufigkeit gab es in der Vergangenheit die Einteilung ''proverbia de rustico/de trivio'', die Sprichwörter des einfachen Volkes, und die ''voces sapientum'', die Sprichwörter der gehobenen Gesellschaft.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd., S. 3.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Einteilung gilt heute nicht mehr: Sprichwörter sind in der breiten Masse der Bevölkerung bekannt und angewandt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktion und Gebrauch ==&lt;br /&gt;
=== Funktion ===&lt;br /&gt;
Sprichwörter erfüllen verschiedene Funktionen. So können sie einerseits eine soziale Funktion haben und andererseits im Kontext funktionieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezüglich der sozialen Funktion formulieren Sprichwörter Überzeugungen, Werte und Normen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Burger: &amp;quot;Phraseologie: Eine Einführung am Beispiel des Deutschen&amp;quot;. 2010, S. 107.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie besitzen somit einen lehrhaften Charakter, der sich auf die Lebensführung bezieht und Erkenntnisse zu vermitteln versucht, um so das Leben beziehungsweise die Auffassung davon zu gestalten.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Seiler: &amp;quot;Deutsche Sprichwörterkunde&amp;quot;. 1967, S. 2f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Wirkung ist von der kontextuellen Funktion abzugrenzen. Denn diese umfasst vielmehr eine allgemeine Aussage, mit der eine bestimmte Situation erklärt, eingeordnet oder auch beurteilt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Burger: &amp;quot;Idiomatik des Deutschen&amp;quot;. 1973, S. 54.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Aussage kann ganz verschiedene Formen annehmen: Warnung/Mahnung, Kritik, Belehrung, Vorschrift, Trost, Argument, Rechtfertigung, Bestätigung etc. Dabei muss das Sprichwort jene Absicht aber nicht immer direkt aussprechen, denn diese kann auch in Form eines Beobachtungs- oder Erfahrungssatzes stehen, so dass die Absicht nur indirekt deutlich wird beziehungsweise dem Sprichwort entnommen werden muss.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Seiler: &amp;quot;Deutsche Sprichwörterkunde&amp;quot;. 1967, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die soziale und kontextuelle Funktion sind dennoch als Verbindung anzusehen, denn nur, wenn das Sprichwort eine kontextuelle Funktion übernimmt, kann sich auch die soziale Funktion behaupten.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Burger: &amp;quot;Phraseologie: Eine Einführung am Beispiel des Deutschen&amp;quot;. 2010, S. 108.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wer zuerst kommt, malt zuerst.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Übermut tut selten gut.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allgemein gesehen kann ein Sprichwort während eines Sprechaktes eine Meinung stützen, hervorheben oder bestätigen und kennzeichnet so den Höhepunkt oder auch den Abschluss eines Gesprächs.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Koller: &amp;quot;Redensarten. Linguistische Aspekte, Vorkommensanalysen, Sprachspiel&amp;quot;. 1977, S. 52.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gebrauch ===&lt;br /&gt;
Aristoteles sah Sprichwörter als Überbleibsel alter Weltweisheiten, sie fassten das Nachdenken und die Erfahrung der Vorfahren zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Wander: &amp;quot;Das Sprichwort. Betrachtet nach Form u. Wesen, für Schule u. Leben, als Einleitung zu einem großen volksthümlichen Sprichwörterschatz&amp;quot;. 1983, S. 39.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Auffassung geht mit dem lehrhaften Charakter eines Sprichwortes einher. Noch heute wird das Sprichwort, gerade im alltäglichen Gebrauch , im traditionellen Sinn gebraucht und bleibt als Warnung, Urteil, Klugheitsregel, Haushaltsregel, Vorschrift fester Bestand.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Burger: &amp;quot;Phraseologie: Eine Einführung am Beispiel des Deutschen&amp;quot;. 2010, S. 123 und Röhrich: &amp;quot;Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1&amp;quot;. 1991, S. 23.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese wichtige Rolle, die ein Sprichwort übernimmt, zeigt, dass es kein vom Aussterben bedrohtes Sprachphänomen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Burger: &amp;quot;Phraseologie: Eine Einführung am Beispiel des Deutschen&amp;quot;. 2010, S. 120.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es zeigt sich aber eine allgemeine Entwicklung zur Entstehung von Verkürzungen und Schwundstufen, denn ein vielfacher Gebrauch führt zur allgemeinen Bekanntheit eines Sprichwortes, was zufolge hat, dass eine Andeutung genügt.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Röhrich: &amp;quot;Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1&amp;quot;. 1991, S. 27.&amp;lt;/ref&amp;gt; In den Medien und in der Werbung tritt dieser traditionelle Gebrauch des Sprichwortes in den Hintergrund, vielmehr nimmt der Gebrauch dort spielerische Züge an, so dass es auch hier zu Abwandlungen (Variantenbildung, Verfremdung, Verkürzung) allgemein bekannter Sprichwörter kommt.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Burger: &amp;quot;Phraseologie: Eine Einführung am Beispiel des Deutschen&amp;quot;. 2010, S. 122f.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung und Quellen ==&lt;br /&gt;
Wann genau Sprichwörter entstanden sind und wann genau der Gebrauch dieser zu datieren ist, ist nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch gilt gerade die Bibel als unerschöpfliche Quelle, denn viele Sprichwörter haben ihren Ursprung in biblischen Zitaten.&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach Röhrich: &amp;quot;Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1&amp;quot;. 1991, S. 30.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch andere Schriften des Altertums, wie die von Kirchvätern und Theologen, die Orakelsprüche des Heidentums gelten als Quelle von Sprichwörtern, sowie auch Dichtungen, Volksgesänge, Sinn- und Wahlsprüche aus der Zeit des Mittelalters.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Haller: &amp;quot;Altsprachliche Sprichwörter und sprichwörtliche Redensarten aus den Zeiten vor Cervantes. 1. Teil&amp;quot;. 1883, S. 8.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch die Neuzeit bietet eine Reihe literarischer Zitate, die als Sprichwort Einzug in den Volksmund gehalten haben. Das Interesse an den Sprichwörtern zeigt sich zudem an der Entstehung vieler Sprichwortsammlungen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Röhrich: &amp;quot;Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1&amp;quot;. 1991, S. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprichwörter entstehen allerdings nur selten durch literarische Nachweise, vielmehr entstehen sie durch Augenblickbildungen, wenn eine treffende Formulierung einer bestimmten Situation geäußert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd., S. 28.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser wird durch eine kontinuierliche Wiederholung von anderen aufgenommen und so entsteht ein Erfahrungssatz, der kurz und prägnant eine allgemeingültige Aussage enthält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzung zur sprichwörtlichen Redensart ==&lt;br /&gt;
Das Sprichwort und die [[sprichwörtliche Redensart]] sind miteinander verwandt und es existieren Übergänge zwischen ihnen, was eine deutliche Grenzziehung nicht ermöglicht, sie stehen aber dennoch nebeneinander.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Seiler: &amp;quot;Deutsche Sprichwörterkunde&amp;quot;. 1967, S. 11 und Röhrich: &amp;quot;Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1&amp;quot;. 1991, S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Unterschiede dieser beiden idiomatischen Wendungen liegen vor allem in Form, Struktur und Funktion.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Röhrich: &amp;quot;Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1&amp;quot;. 1991, S. 23.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sprichwörtliche Redensarten können nicht alleine stehen, sondern benötigen einen Kontext, sowie den Einsatz eines Subjekts. So kann auch ein Sprichwort zu durch Weglassen des [[Subjekt]]s die Form einer sprichwörtlichen Redensart annehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd., S.24.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwar haben beide Bereiche oftmals ein aussagekräftiges Bild, so beinhaltet aber nur das Sprichwort eine lehrhafte Tendenz, sprichwörtliche Redensarten haben vielmehr einen [[kommunikativen]] Wert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
Burger, Harald: „Idiomatik des Deutschen.“ Niemeyer: Tübingen 1973.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Burger, Harald: „Phraseologie. Eine Einführung am Beispiel des Deutschen.“ Schmidt: Berlin 2010.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Haller, Joseph: „Altsprachliche Sprichwörter und sprichwörtliche Redensarten aus den Zeiten vor Cervantes. 1. Teil.“ Regensburg 1883.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Koller, Werner: Redensarten. linguistische Aspekte, Vorkommensanalysen, Sprachspiel. Tübingen: Niemeyer 1977.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peukes, Gerhard: „Untersuchungen zum Sprichwort des Deutschen. Semantik, Syntax, Typen.“ Schmidt: Berlin 1977.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pilz, Klaus Dieter: „Phraseologie. Redensartenforschung.“ Metzler: Stuttgart 1981.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Röhrich, Lutz: „Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1.“ Herder: Freiburg 1991.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Röhrich, Lutz und Mieder, Wolfgang: „Sprichwort.“ Metzler: Stuttgart 1977.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Seiler, Friedrich: „Deutsche Sprichwörterkunde.“ Beck : München 1967.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wander, Karl Friedrich Wilhelm: „Das Sprichwort. Betrachtet nach Form u. Wesen, für Schule u. Leben, als Einleitung zu einem großen volksthümlichen Sprichwörterschatz.“ Lang: Bern [u.a.] 1983.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>KHillgruber</name></author>
		
	</entry>
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		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=Sprichw%C3%B6rtliche_Redensart&amp;diff=14789</id>
		<title>Sprichwörtliche Redensart</title>
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		<updated>2013-08-28T12:13:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;KHillgruber: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Sprichwörtliche Redensarten gehören, neben Wortverbindungen, Redewendungen und [[Sprichwörtern]], zu den Großkategorien im Phraseologismus. Sie sind verbale, bildhafte Ausdrücke, die durch Einfügung in einen [[Satz]] und durch die Formulierung einer Satzkonstruktion verwendet werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Form und Merkmale ==&lt;br /&gt;
Sprichwörtliche Redensarten sind feste phraseologische Verbindungen, die formelhaft erstarrt sind,&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Koller: &amp;quot;Redensarten. Linguistische Aspekte, Vorkommensanalysen, Sprachspiel&amp;quot;. 1977, S. 52.&amp;lt;/ref&amp;gt; sie bilden als zusammengesetzter Ausdruck einen konstanten Wortlaut.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Röhrich: &amp;quot;Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1&amp;quot;. 1991, S. 24f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch sind sie keine unveränderlichen Fügungen wie Sprichwörter. Sprichwörtliche Redensarten haben an sich keinen Eigenwert und wirken erst einmal inhaltslos, sie bilden einen ungeformten sprachlichen Stoff (Wortgruppen-Lexeme).&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd., S. 23.&amp;lt;/ref&amp;gt; Um sinnvoll zu wirken, muss eine Konstruktion erschaffen werden. Das heißt, es muss einerseits ein Satzglied ([[Subjekt]]) eingefügt werden, damit ein vollständiger Satz entsteht und sich die sprichwörtliche Redensart auf jemanden oder etwas beziehen kann,&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Seiler: &amp;quot;Deutsche Sprichwörterkunde&amp;quot;. 1967, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt; andererseits muss dieser dann in einen anderen Satz beziehungsweise in einen Kontext gesetzt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Röhrich: &amp;quot;Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1&amp;quot;. 1991, S. 23.&amp;lt;/ref&amp;gt; Erst dadurch erhält eine sprichwörtliche Redensart einen Inhalt und Sinn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''jemanden '''ins Bockshorn''' jagen''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''jemanden '''Brief und Siegel''' geben''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprichwörtliche Redensarten sind somit auch veränderlich nach Zeit und Person, das Subjekt ist austausch- und wandelbar.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd., S. 24 und Seiler: &amp;quot;Deutsche Sprichwörterkunde&amp;quot;. 1967, S. 12&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu diesen veränderlichen Redensarten existieren feste sprichwörtliche Redensarten, so genannte starre Redensarten. Sie bilden zwar einen eigenständigen Satz, haben aber ebenfalls keinen Eigenwert, denn diesen Wert erhalten auch sie erst durch die Einfügung in einen [[Kontext]].&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Röhrich: &amp;quot;Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1&amp;quot;. 1991, S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Hals und Beinbruch''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprichwörtliche Redensarten können bildlich sein. „In ihrer Bildlichkeit sind [sie] das Gegenteil der Abstraktion“,&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd., S. 31.&amp;lt;/ref&amp;gt; dadurch erhalten sie einen eindrucksvollen und starken Ausdruck.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Seiler: &amp;quot;Deutsche Sprichwörterkunde&amp;quot;. 1967, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gedankenfolgen können durch eine sinnbildliche Wendung in einer sprichwörtlichen Redensart zusammengefasst werden.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Koller: &amp;quot;Redensarten. Linguistische Aspekte, Vorkommensanalysen, Sprachspiel&amp;quot;. 1977, S. 52.&amp;lt;/ref&amp;gt; Allerdings sind diese Bilder nur noch im übertragenen Sinn zu verstehen, die Bedeutung der einzelnen Wörter ist nicht mehr vorrangig, stattdessen nimmt man eine sprichwörtliche Redensart als gesamten Ausdruck mit feststehender Bedeutung wahr.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Röhrich: &amp;quot;Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1&amp;quot;. 1991, S. 31.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''am '''Hungertuch''' nagen''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprichwörtliche Redensarten ohne Bild sind seltener, sie bedürfen eines besonders kräftigen Ausdrucks, um wirken zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Seiler: &amp;quot;Deutsche Sprichwörterkunde&amp;quot;. 1967, S. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders als die Sprichwörter streben die sprichwörtlichen Redensarten keine allgemeingültige Erkenntnis an.&amp;lt;ref&amp;gt; vgl. Koller: &amp;quot;Redensarten. Linguistische Aspekte, Vorkommensanalysen, Sprachspiel&amp;quot;. 1977, S. 52.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie sind keine generalisierende Sätze, die eine Lehre formulieren oder sonstige Regeln vorschreiben, vielmehr sind sie wertfrei und ohne einen festen Inhalt, so dass sie beliebig einsetzbar sind.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Röhrich: &amp;quot;Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1&amp;quot;. 1991, S. 23.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sprichwörtliche Redensarten zeichnen sich eher durch einen kommunikativen Wert aus, da sie einer Aussage besonderen Ausdruck verleihen können (positiv: vereinfachen, verstärken, veranschaulichen; negativ: verschleiern, werten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung und Entwicklung ==&lt;br /&gt;
Für sprichwörtliche Redensarten gibt es sowohl schriftliche, als auch mündliche Quelle und somit zwei Entstehungskontexte. Der Terminus „sprichwörtliche Redensart“ an sich geht auf Justus Georg Schottel zurück, der ihn 1683 in „Ausführliche Arbeit von der Teutschen Hauptsprache“ erstmals verwendete.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd., S. 31.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprichwörtliche Redensarten gelten als „gesunkenes Kulturgut“ und entstammen der Literatur, denn dieser wurden Wendungen beziehungsweise Zitate entnommen, die letztendlich Einzug in den Alltag erhielten und zu sprichwörtliche Redensarten wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd., S. 28.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Ursprung kann dabei auch mal in längeren Sprüchen und Vierzeilern liegen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd., S. 27.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese entstehen aber erst dann, wenn der literarische Urheber und das Zitat vergessen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd., S.28.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz dazu steht die Entstehung aus mündlichen Quellen. Aussagen aus der volkstümlichen Sprache und treffende Formulierungen, als Augenblicksbildungen, in bestimmten Situationen haben ich zu Redensarten entwickelt.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Koller: &amp;quot;Redensarten. Linguistische Aspekte, Vorkommensanalysen, Sprachspiel&amp;quot;. 1977, S. 52.&amp;lt;/ref&amp;gt; So ist auch hier die Quelle unbekannt, da man den ursprünglichen Sprecher einer solchen Aussage nicht ausfindig machen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sinn und die damalige Intention der Worte ist für den heutigen Sprecher oder Nutzer einer sprichwörtlichen Redensart nicht mehr nachvollziehbar. Die ursprüngliche Bedeutung der Wörter ist längst verloren gegangen, so dass man die Ausdrücke nur noch im übertragenen Sinn nutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt; Daher sind die sprichwörtlichen Redensarten, die wir heute kennen, meist so genannte „survivals“, nämlich Überbleibsel mit anderem neuen Sinn.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Röhrich: &amp;quot;Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1&amp;quot;. 1991, S. 32.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verlust der einstigen Bedeutung einer sprichwörtlichen Redensart geht unter anderem auch darauf zurück, dass uns das vermittelte Bild nicht mehr bekannt und bewusst ist, vielmehr erscheint es unverständlich und überholt.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd., S. 33.&amp;lt;/ref&amp;gt; Damals hatte es einen Realsinn, heute können wir es nur noch übertragen verwenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwar sind sprichwörtliche Redensarten im Laufe ihrer Entwicklung immer mehr erstarrt, nachdem es in der Vergangenheit deutlich mehr variable Formen gab, dennoch zeigen sich auch heute Tendenzen veränderbarer Formen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd., S.25.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf der einen Seite neigen sie zur Verkürzung und auf der anderen Seite zur Erweiterung durch Ausschmückung, Parodien- oder Variantenbildung.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.  ebd., S. 27.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzung zu Sprichwörtern ==&lt;br /&gt;
Obwohl sprichwörtliche Redensarten und Sprichwörter verwandt sind, stehen sie vielmehr nebeneinander und unterscheide sich vor allem auf den Ebenen der Form, Struktur und Funktion.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Seiler: &amp;quot;Deutsche Sprichwörterkunde&amp;quot;. 1967, S. 11 und Röhrich: &amp;quot;Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1&amp;quot;. 1991, S. 23.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwar kann man sagen, dass eine sprichwörtliche Redensart in einem sprichwörtlichen Kleid agiert, trotzdem sind diese nicht etwa durch Kürzung eines Sprichwortes entstanden.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Wander: &amp;quot;Das Sprichwort. Betrachtet nach Form u. Wesen, für Schule u. Leben, als Einleitung zu einem großen volksthümlichen Sprichwörterschatz&amp;quot;. 1983, S. 49 und Seiler: &amp;quot;Deutsche Sprichwörterkunde&amp;quot;. 1967, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nichtsdestotrotz können die Grenzen der beiden Sprachphänomene nur unscharf gezogen werden, wenn sie beide in einem Text eingeknüpft sind und nebeneinander stehen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Röhrich: &amp;quot;Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1&amp;quot;. 1991, S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies zeigt, dass eine exakte Grenzziehung nicht immer möglich ist, zumal es Übergänge zum Sprichwort gibt und Redensarten sogar in die Form von Sprichwörtern gebracht werden können (durch Hinzufügen eines Subjekts), wodurch sie zu einer allgemeinen Lehre oder Warnung werden können.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd. und Seiler: &amp;quot;Deutsche Sprichwörterkunde&amp;quot;. 1967, S. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
Burger, Harald: „Idiomatik des Deutschen.“ Niemeyer: Tübingen 1973.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Burger, Harald: „Phraseologie. Eine Einführung am Beispiel des Deutschen.“ Schmidt: Berlin 2010.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Haller, Joseph: „Altsprachliche Sprichwörter und sprichwörtliche Redensarten aus den Zeiten vor Cervantes. 1. Teil.“ Regensburg 1883.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Koller, Werner: Redensarten. linguistische Aspekte, Vorkommensanalysen, Sprachspiel. Tübingen: Niemeyer 1977.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peukes, Gerhard: „Untersuchungen zum Sprichwort des Deutschen. Semantik, Syntax, Typen.“ Schmidt: Berlin 1977.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pilz, Klaus Dieter: „Phraseologie. Redensartenforschung.“ Metzler: Stuttgart 1981.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Röhrich, Lutz: „Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1.“ Herder: Freiburg 1991.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Röhrich, Lutz und Mieder, Wolfgang: „Sprichwort.“ Metzler: Stuttgart 1977.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Seiler, Friedrich: „Deutsche Sprichwörterkunde.“ Beck : München 1967.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wander, Karl Friedrich Wilhelm: „Das Sprichwort. Betrachtet nach Form u. Wesen, für Schule u. Leben, als Einleitung zu einem großen volksthümlichen Sprichwörterschatz.“ Lang: Bern [u.a.] 1983.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>KHillgruber</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=Sprichw%C3%B6rtliche_Redensart&amp;diff=14788</id>
		<title>Sprichwörtliche Redensart</title>
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		<updated>2013-08-28T12:03:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;KHillgruber: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Sprichwörtliche Redensarten gehören, neben Wortverbindungen, Redewendungen und [[Sprichwörtern]], zu den Großkategorien im Phraseologismus. Sie sind verbale, bildhafte Ausdrücke, die durch Einfügung in einen Satz und durch die Formulierung einer Satzkonstruktion verwendet werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Form und Merkmale ==&lt;br /&gt;
Sprichwörtliche Redensarten sind feste phraseologische Verbindungen, die formelhaft erstarrt sind,&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Koller: &amp;quot;Redensarten. Linguistische Aspekte, Vorkommensanalysen, Sprachspiel&amp;quot;. 1977, S. 52.&amp;lt;/ref&amp;gt; sie bilden als zusammengesetzter Ausdruck einen konstanten Wortlaut.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Röhrich: &amp;quot;Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1&amp;quot;. 1991, S. 24f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch sind sie keine unveränderlichen Fügungen wie Sprichwörter. Sprichwörtliche Redensarten haben an sich keinen Eigenwert und wirken erst einmal inhaltslos, sie bilden einen ungeformten sprachlichen Stoff (Wortgruppen-Lexeme).&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd., S. 23.&amp;lt;/ref&amp;gt; Um sinnvoll zu wirken, muss eine Konstruktion erschaffen werden. Das heißt, es muss einerseits ein Satzglied ([[Subjekt]]) eingefügt werden, damit ein vollständiger Satz entsteht und sich die sprichwörtliche Redensart auf jemanden oder etwas beziehen kann,&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Seiler: &amp;quot;Deutsche Sprichwörterkunde&amp;quot;. 1967, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt; andererseits muss dieser dann in einen anderen Satz beziehungsweise in einen Kontext gesetzt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Röhrich: &amp;quot;Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1&amp;quot;. 1991, S. 23.&amp;lt;/ref&amp;gt; Erst dadurch erhält eine sprichwörtliche Redensart einen Inhalt und Sinn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''jemanden '''ins Bockshorn''' jagen''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''jemanden '''Brief und Siegel''' geben''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprichwörtliche Redensarten sind somit auch veränderlich nach Zeit und Person, das Subjekt ist austausch- und wandelbar.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd., S. 24 und Seiler: &amp;quot;Deutsche Sprichwörterkunde&amp;quot;. 1967, S. 12&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu diesen veränderlichen Redensarten existieren feste sprichwörtliche Redensarten, so genannte starre Redensarten. Sie bilden zwar einen eigenständigen Satz, haben aber ebenfalls keinen Eigenwert, denn diesen Wert erhalten auch sie erst durch die Einfügung in einen Kontext.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Röhrich: &amp;quot;Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1&amp;quot;. 1991, S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Hals und Beinbruch''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprichwörtliche Redensarten können bildlich sein. „In ihrer Bildlichkeit sind [sie] das Gegenteil der Abstraktion“,&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd., S. 31.&amp;lt;/ref&amp;gt; dadurch erhalten sie einen eindrucksvollen und starken Ausdruck.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Seiler: &amp;quot;Deutsche Sprichwörterkunde&amp;quot;. 1967, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gedankenfolgen können durch eine sinnbildliche Wendung in einer sprichwörtlichen Redensart zusammengefasst werden.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Koller: &amp;quot;Redensarten. Linguistische Aspekte, Vorkommensanalysen, Sprachspiel&amp;quot;. 1977, S. 52.&amp;lt;/ref&amp;gt; Allerdings sind diese Bilder nur noch im übertragenen Sinn zu verstehen, die Bedeutung der einzelnen Wörter ist nicht mehr vorrangig, stattdessen nimmt man eine sprichwörtliche Redensart als gesamten Ausdruck mit feststehender Bedeutung wahr.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Röhrich: &amp;quot;Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1&amp;quot;. 1991, S. 31.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''am '''Hungertuch''' nagen''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprichwörtliche Redensarten ohne Bild sind seltener, sie bedürfen eines besonders kräftigen Ausdrucks, um wirken zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Seiler: &amp;quot;Deutsche Sprichwörterkunde&amp;quot;. 1967, S. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders als die Sprichwörter streben die sprichwörtlichen Redensarten keine allgemeingültige Erkenntnis an.&amp;lt;ref&amp;gt; vgl. Koller: &amp;quot;Redensarten. Linguistische Aspekte, Vorkommensanalysen, Sprachspiel&amp;quot;. 1977, S. 52.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie sind keine generalisierende Sätze, die eine Lehre formulieren oder sonstige Regeln vorschreiben, vielmehr sind sie wertfrei und ohne einen festen Inhalt, so dass sie beliebig einsetzbar sind.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Röhrich: &amp;quot;Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1&amp;quot;. 1991, S. 23.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sprichwörtliche Redensarten zeichnen sich eher durch einen kommunikativen Wert aus, da sie einer Aussage besonderen Ausdruck verleihen können (positiv: vereinfachen, verstärken, veranschaulichen; negativ: verschleiern, werten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung und Entwicklung ==&lt;br /&gt;
Für sprichwörtliche Redensarten gibt es sowohl schriftliche, als auch mündliche Quelle und somit zwei Entstehungskontexte. Der Terminus „sprichwörtliche Redensart“ an sich geht auf Justus Georg Schottel zurück, der ihn 1683 in „Ausführliche Arbeit von der Teutschen Hauptsprache“ erstmals verwendete.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd., S. 31.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprichwörtliche Redensarten gelten als „gesunkenes Kulturgut“ und entstammen der Literatur, denn dieser wurden Wendungen beziehungsweise Zitate entnommen, die letztendlich Einzug in den Alltag erhielten und zu sprichwörtliche Redensarten wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd., S. 28.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Ursprung kann dabei auch mal in längeren Sprüchen und Vierzeilern liegen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd., S. 27.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese entstehen aber erst dann, wenn der literarische Urheber und das Zitat vergessen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd., S.28.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz dazu steht die Entstehung aus mündlichen Quellen. Aussagen aus der volkstümlichen Sprache und treffende Formulierungen, als Augenblicksbildungen, in bestimmten Situationen haben ich zu Redensarten entwickelt.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Koller: &amp;quot;Redensarten. Linguistische Aspekte, Vorkommensanalysen, Sprachspiel&amp;quot;. 1977, S. 52.&amp;lt;/ref&amp;gt; So ist auch hier die Quelle unbekannt, da man den ursprünglichen Sprecher einer solchen Aussage nicht ausfindig machen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sinn und die damalige Intention der Worte ist für den heutigen Sprecher oder Nutzer einer sprichwörtlichen Redensart nicht mehr nachvollziehbar. Die ursprüngliche Bedeutung der Wörter ist längst verloren gegangen, so dass man die Ausdrücke nur noch im übertragenen Sinn nutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt; Daher sind die sprichwörtlichen Redensarten, die wir heute kennen, meist so genannte „survivals“, nämlich Überbleibsel mit anderem neuen Sinn.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Röhrich: &amp;quot;Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1&amp;quot;. 1991, S. 32.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verlust der einstigen Bedeutung einer sprichwörtlichen Redensart geht unter anderem auch darauf zurück, dass uns das vermittelte Bild nicht mehr bekannt und bewusst ist, vielmehr erscheint es unverständlich und überholt.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd., S. 33.&amp;lt;/ref&amp;gt; Damals hatte es einen Realsinn, heute können wir es nur noch übertragen verwenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwar sind sprichwörtliche Redensarten im Laufe ihrer Entwicklung immer mehr erstarrt, nachdem es in der Vergangenheit deutlich mehr variable Formen gab, dennoch zeigen sich auch heute Tendenzen veränderbarer Formen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd., S.25.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf der einen Seite neigen sie zur Verkürzung und auf der anderen Seite zur Erweiterung durch Ausschmückung, Parodien- oder Variantenbildung.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.  ebd., S. 27.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzung zu Sprichwörtern ==&lt;br /&gt;
Obwohl sprichwörtliche Redensarten und Sprichwörter verwandt sind, stehen sie vielmehr nebeneinander und unterscheide sich vor allem auf den Ebenen der Form, Struktur und Funktion.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Seiler: &amp;quot;Deutsche Sprichwörterkunde&amp;quot;. 1967, S. 11 und Röhrich: &amp;quot;Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1&amp;quot;. 1991, S. 23.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwar kann man sagen, dass eine sprichwörtliche Redensart in einem sprichwörtlichen Kleid agiert, trotzdem sind diese nicht etwa durch Kürzung eines Sprichwortes entstanden.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Wander: &amp;quot;Das Sprichwort. Betrachtet nach Form u. Wesen, für Schule u. Leben, als Einleitung zu einem großen volksthümlichen Sprichwörterschatz&amp;quot;. 1983, S. 49 und Seiler: &amp;quot;Deutsche Sprichwörterkunde&amp;quot;. 1967, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nichtsdestotrotz können die Grenzen der beiden Sprachphänomene nur unscharf gezogen werden, wenn sie beide in einem Text eingeknüpft sind und nebeneinander stehen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Röhrich: &amp;quot;Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1&amp;quot;. 1991, S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies zeigt, dass eine exakte Grenzziehung nicht immer möglich ist, zumal es Übergänge zum Sprichwort gibt und Redensarten sogar in die Form von Sprichwörtern gebracht werden können (durch Hinzufügen eines Subjekts), wodurch sie zu einer allgemeinen Lehre oder Warnung werden können.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd. und Seiler: &amp;quot;Deutsche Sprichwörterkunde&amp;quot;. 1967, S. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
Burger, Harald: „Idiomatik des Deutschen.“ Niemeyer: Tübingen 1973.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Burger, Harald: „Phraseologie. Eine Einführung am Beispiel des Deutschen.“ Schmidt: Berlin 2010.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Haller, Joseph: „Altsprachliche Sprichwörter und sprichwörtliche Redensarten aus den Zeiten vor Cervantes. 1. Teil.“ Regensburg 1883.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Koller, Werner: Redensarten. linguistische Aspekte, Vorkommensanalysen, Sprachspiel. Tübingen: Niemeyer 1977.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peukes, Gerhard: „Untersuchungen zum Sprichwort des Deutschen. Semantik, Syntax, Typen.“ Schmidt: Berlin 1977.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pilz, Klaus Dieter: „Phraseologie. Redensartenforschung.“ Metzler: Stuttgart 1981.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Röhrich, Lutz: „Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1.“ Herder: Freiburg 1991.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Röhrich, Lutz und Mieder, Wolfgang: „Sprichwort.“ Metzler: Stuttgart 1977.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Seiler, Friedrich: „Deutsche Sprichwörterkunde.“ Beck : München 1967.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wander, Karl Friedrich Wilhelm: „Das Sprichwort. Betrachtet nach Form u. Wesen, für Schule u. Leben, als Einleitung zu einem großen volksthümlichen Sprichwörterschatz.“ Lang: Bern [u.a.] 1983.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>KHillgruber</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=Sprichwort&amp;diff=14787</id>
		<title>Sprichwort</title>
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		<updated>2013-08-28T12:03:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;KHillgruber: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Sprichwörter sind kurze, allgemein bekannte Sätze, die Weisheiten, Wahrheit und Tradition auf feste, aber metaphorische Art und Weise vermitteln. Durch ihre einprägsame Form und ihren volkstümlichen Erfahrungen sind sie im Munde des Volkes und so ein praktisches Ausdrucksmittel im Sprachgebrauch. &lt;br /&gt;
Allgemein zeichnen sich Sprichwörter besonders durch fünf Merkmale aus und werden dadurch definiert: sie sind in sich geschlossen, haben eine künstliche, aber einprägsame Form, sind dem Volk bekannt, enthalten eine lehrhafte Tendenz und sind meist bildhaft. Zudem sind sie polylexikalisch und unterschiedlich idiomatisch.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Burger: &amp;quot;Phraseologie. Eine Einführung am Beispiel des Deutschen&amp;quot;. 2010, S. 108.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Form und Merkmale ==&lt;br /&gt;
===Form===&lt;br /&gt;
Sprichwörter gelten als formal und inhaltlich abgeschlossene Sätze und stehen somit in einer festen und unveränderlichen Formulierung, die man „geschlossene Form“ nennen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Wander: &amp;quot;Das Sprichwort. Betrachtet nach Form u. Wesen, für Schule u. Leben, als Einleitung zu einem großen volksthümlichen Sprichwörterschatz&amp;quot;. 1983, S. 39 und Burger, Harald: &amp;quot;Phraseologie: Eine Einführung am Beispiel des Deutschen&amp;quot;. 2010, S. 106.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wesentliche Satzglieder können hier nicht einfach ausgetauscht werden.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Seiler: &amp;quot;Deutsche Sprichwörterkunde&amp;quot;. 1967, S. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt; Da sie nicht durch eine lexikalische Einheit komplettiert werden müssen, fungieren Sprichwörter als feste Einheit, die auch ohne Kontext eine sinnvolle Aussage vermitteln und so als „Mikrotexte“ bzw. „Phraseo-Texte“ definiert werden können.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Burger: &amp;quot;Phraseologie: Eine Einführung am Beispiel des Deutschen&amp;quot;. 2010, S. 106.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sowohl äußerlich, als auch innerlich sind Sprichwörter durch stark ausgeprägte, stilistische Elemente geformt.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Burger: &amp;quot;Idiomatik des Deutschen&amp;quot;. 1973, S. 54.&amp;lt;/ref&amp;gt; Äußerlich zeichnet sich ein Sprichwort durch rhetorische Merkmale wie Reime (Stab-, End-, Binnenreim), Sinnreime, Rhythmus und [[Parallelismus]] aus.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd. und Seiler: &amp;quot;Deutsche Sprichwörterkunde&amp;quot;. 1967, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Eile mit Weile.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerlich meinte die stilistische Formbildung vielmehr den Gehalt von Bildhaftigkeit und Beseelung, aber auch andere Aufmerksamkeit erregende Inhalte wie Groteske, Ironie etc.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Seiler: &amp;quot;Deutsche Sprichwörterkunde&amp;quot;. 1967, S. 4f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildlichkeit ===&lt;br /&gt;
Ein wesentliches Merkmal eines Sprichwortes ist also seine Bildhaftigkeit. So versucht ein Sprichwort durch einen allegorischen Ausdruck auf die Vorstellung einzuwirken und so die Wahrheit beziehungsweise die Absicht zu umschreiben, um die klare und offensichtliche Rede zu umgehen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd., S. 5f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Sprichwort kann bildhaft sein, muss es aber nicht. So existiert auch eine Reihe von Sprichwörtern, die ganz ohne Bildhaftigkeit und Übertragung auskommen, die sogenannten abstrakten Sprichwörter.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Röhrich: &amp;quot;Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1&amp;quot;. 1991, S. 31.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund dieser Eigenschaft lassen sich Sprichwörter zwei Kategorien zuordnen. Auf der einen Seite stehen die Sprichwörter, deren Bedeutung sich allein aus den Elementen des Satzes entnehmen lässt und auf der anderen Seite stehen solche Sprichwörter, deren Bedeutung durch das Bild vermittelt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Burger: &amp;quot;Idiomatik des Deutschen&amp;quot;. 1973, S. 55.&amp;lt;/ref&amp;gt; Daraus ergibt sich, dass es auch Sprichwörter gibt, die zwischen diesen beiden Kategorien schweben und somit keine eindeutige Leseart haben. Diese besitzen zwei unterschiedliche Lesearten, denn sie können sowohl wörtlich verstanden werden, als auch in ihrer übertragenen Bedeutung.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Burger: &amp;quot;Phraseologie: Eine Einführung am Beispiel des Deutschen&amp;quot;. 2010, S. 108.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Keine Rose ohne Dornen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Sprichwort kann somit durch seine praktische Form und die Aufbereitung der Inhalte einen wichtigen Gedankengang kurz und prägnant und damit leicht einprägsam komprimieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Volksläufigkeit ===&lt;br /&gt;
Sprichwörter sind als allgemeingültige Sätze anzusehen, die die Erfahrungen des Lebens auf verschiedenen Ebenen zusammenfassen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Röhrich: &amp;quot;Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1&amp;quot;. 1991, S. 23.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Erfahrungen bilden eine Art Volksweisheit, die man im gewöhnlichen Leben anwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Wander: &amp;quot;Das Sprichwort. Betrachtet nach Form u. Wesen, für Schule u. Leben, als Einleitung zu einem großen volksthümlichen Sprichwörterschatz&amp;quot;. 1983, S. 38.&amp;lt;/ref&amp;gt; Um in den Volksmund zu gelangen, haben Sprichwörter diese schlichte und einfältige Form und enthalten Wörter, die dem Volk bekannt sind.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Seiler: &amp;quot;Deutsche Sprichwörterkunde&amp;quot;. 1967, S. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt; Trotz der heutigen Eigenschaft der allgemeinen Volksläufigkeit gab es in der Vergangenheit die Einteilung ''proverbia de rustico/de trivio'', die Sprichwörter des einfachen Volkes, und die ''voces sapientum'', die Sprichwörter der gehobenen Gesellschaft.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd., S. 3.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Einteilung gilt heute nicht mehr: Sprichwörter sind in der breiten Masse der Bevölkerung bekannt und angewandt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktion und Gebrauch ==&lt;br /&gt;
=== Funktion ===&lt;br /&gt;
Sprichwörter erfüllen verschiedene Funktionen. So können sie einerseits eine soziale Funktion haben und andererseits im Kontext funktionieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezüglich der sozialen Funktion formulieren Sprichwörter Überzeugungen, Werte und Normen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Burger: &amp;quot;Phraseologie: Eine Einführung am Beispiel des Deutschen&amp;quot;. 2010, S. 107.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie besitzen somit einen lehrhaften Charakter, der sich auf die Lebensführung bezieht und Erkenntnisse zu vermitteln versucht, um so das Leben beziehungsweise die Auffassung davon zu gestalten.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Seiler: &amp;quot;Deutsche Sprichwörterkunde&amp;quot;. 1967, S. 2f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Wirkung ist von der kontextuellen Funktion abzugrenzen. Denn diese umfasst vielmehr eine allgemeine Aussage, mit der eine bestimmte Situation erklärt, eingeordnet oder auch beurteilt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Burger: &amp;quot;Idiomatik des Deutschen&amp;quot;. 1973, S. 54.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Aussage kann ganz verschiedene Formen annehmen: Warnung/Mahnung, Kritik, Belehrung, Vorschrift, Trost, Argument, Rechtfertigung, Bestätigung etc. Dabei muss das Sprichwort jene Absicht aber nicht immer direkt aussprechen, denn diese kann auch in Form eines Beobachtungs- oder Erfahrungssatzes stehen, so dass die Absicht nur indirekt deutlich wird beziehungsweise dem Sprichwort entnommen werden muss.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Seiler: &amp;quot;Deutsche Sprichwörterkunde&amp;quot;. 1967, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die soziale und kontextuelle Funktion sind dennoch als Verbindung anzusehen, denn nur, wenn das Sprichwort eine kontextuelle Funktion übernimmt, kann sich auch die soziale Funktion behaupten.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Burger: &amp;quot;Phraseologie: Eine Einführung am Beispiel des Deutschen&amp;quot;. 2010, S. 108.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wer zuerst kommt, malt zuerst.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Übermut tut selten gut.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allgemein gesehen kann ein Sprichwort während eines Sprechaktes eine Meinung stützen, hervorheben oder bestätigen und kennzeichnet so den Höhepunkt oder auch den Abschluss eines Gesprächs.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Koller: &amp;quot;Redensarten. Linguistische Aspekte, Vorkommensanalysen, Sprachspiel&amp;quot;. 1977, S. 52.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gebrauch ===&lt;br /&gt;
Aristoteles sah Sprichwörter als Überbleibsel alter Weltweisheiten, sie fassten das Nachdenken und die Erfahrung der Vorfahren zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Wander: &amp;quot;Das Sprichwort. Betrachtet nach Form u. Wesen, für Schule u. Leben, als Einleitung zu einem großen volksthümlichen Sprichwörterschatz&amp;quot;. 1983, S. 39.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Auffassung geht mit dem lehrhaften Charakter eines Sprichwortes einher. Noch heute wird das Sprichwort, gerade im alltäglichen Gebrauch , im traditionellen Sinn gebraucht und bleibt als Warnung, Urteil, Klugheitsregel, Haushaltsregel, Vorschrift fester Bestand.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Burger: &amp;quot;Phraseologie: Eine Einführung am Beispiel des Deutschen&amp;quot;. 2010, S. 123 und Röhrich: &amp;quot;Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1&amp;quot;. 1991, S. 23.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese wichtige Rolle, die ein Sprichwort übernimmt, zeigt, dass es kein vom Aussterben bedrohtes Sprachphänomen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Burger: &amp;quot;Phraseologie: Eine Einführung am Beispiel des Deutschen&amp;quot;. 2010, S. 120.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es zeigt sich aber eine allgemeine Entwicklung zur Entstehung von Verkürzungen und Schwundstufen, denn ein vielfacher Gebrauch führt zur allgemeinen Bekanntheit eines Sprichwortes, was zufolge hat, dass eine Andeutung genügt.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Röhrich: &amp;quot;Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1&amp;quot;. 1991, S. 27.&amp;lt;/ref&amp;gt; In den Medien und in der Werbung tritt dieser traditionelle Gebrauch des Sprichwortes in den Hintergrund, vielmehr nimmt der Gebrauch dort spielerische Züge an, so dass es auch hier zu Abwandlungen (Variantenbildung, Verfremdung, Verkürzung) allgemein bekannter Sprichwörter kommt.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Burger: &amp;quot;Phraseologie: Eine Einführung am Beispiel des Deutschen&amp;quot;. 2010, S. 122f.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung und Quellen ==&lt;br /&gt;
Wann genau Sprichwörter entstanden sind und wann genau der Gebrauch dieser zu datieren ist, ist nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch gilt gerade die Bibel als unerschöpfliche Quelle, denn viele Sprichwörter haben ihren Ursprung in biblischen Zitaten.&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach Röhrich: &amp;quot;Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1&amp;quot;. 1991, S. 30.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch andere Schriften des Altertums, wie die von Kirchvätern und Theologen, die Orakelsprüche des Heidentums gelten als Quelle von Sprichwörtern, sowie auch Dichtungen, Volksgesänge, Sinn- und Wahlsprüche aus der Zeit des Mittelalters.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Haller: &amp;quot;Altsprachliche Sprichwörter und sprichwörtliche Redensarten aus den Zeiten vor Cervantes. 1. Teil&amp;quot;. 1883, S. 8.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch die Neuzeit bietet eine Reihe literarischer Zitate, die als Sprichwort Einzug in den Volksmund gehalten haben. Das Interesse an den Sprichwörtern zeigt sich zudem an der Entstehung vieler Sprichwortsammlungen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Röhrich: &amp;quot;Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1&amp;quot;. 1991, S. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprichwörter entstehen allerdings nur selten durch literarische Nachweise, vielmehr entstehen sie durch Augenblickbildungen, wenn eine treffende Formulierung einer bestimmten Situation geäußert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd., S. 28.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser wird durch eine kontinuierliche Wiederholung von anderen aufgenommen und so entsteht ein Erfahrungssatz, der kurz und prägnant eine allgemeingültige Aussage enthält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzung zur sprichwörtlichen Redensart ==&lt;br /&gt;
Das Sprichwort und die sprichwörtliche Redensart sind miteinander verwandt und es existieren Übergänge zwischen ihnen, was eine deutliche Grenzziehung nicht ermöglicht, sie stehen aber dennoch nebeneinander.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Seiler: &amp;quot;Deutsche Sprichwörterkunde&amp;quot;. 1967, S. 11 und Röhrich: &amp;quot;Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1&amp;quot;. 1991, S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Unterschiede dieser beiden idiomatischen Wendungen liegen vor allem in Form, Struktur und Funktion.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Röhrich: &amp;quot;Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1&amp;quot;. 1991, S. 23.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sprichwörtliche Redensarten können nicht alleine stehen, sondern benötigen einen Kontext, sowie den Einsatz eines Subjekts. So kann auch ein Sprichwort zu durch Weglassen des Subjekts die Form einer sprichwörtlichen Redensart annehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd., S.24.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwar haben beide Bereiche oftmals ein aussagekräftiges Bild, so beinhaltet aber nur das Sprichwort eine lehrhafte Tendenz, sprichwörtliche Redensarten haben vielmehr einen kommunikativen Wert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
Burger, Harald: „Idiomatik des Deutschen.“ Niemeyer: Tübingen 1973.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Burger, Harald: „Phraseologie. Eine Einführung am Beispiel des Deutschen.“ Schmidt: Berlin 2010.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Haller, Joseph: „Altsprachliche Sprichwörter und sprichwörtliche Redensarten aus den Zeiten vor Cervantes. 1. Teil.“ Regensburg 1883.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Koller, Werner: Redensarten. linguistische Aspekte, Vorkommensanalysen, Sprachspiel. Tübingen: Niemeyer 1977.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peukes, Gerhard: „Untersuchungen zum Sprichwort des Deutschen. Semantik, Syntax, Typen.“ Schmidt: Berlin 1977.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pilz, Klaus Dieter: „Phraseologie. Redensartenforschung.“ Metzler: Stuttgart 1981.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Röhrich, Lutz: „Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1.“ Herder: Freiburg 1991.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Röhrich, Lutz und Mieder, Wolfgang: „Sprichwort.“ Metzler: Stuttgart 1977.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Seiler, Friedrich: „Deutsche Sprichwörterkunde.“ Beck : München 1967.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wander, Karl Friedrich Wilhelm: „Das Sprichwort. Betrachtet nach Form u. Wesen, für Schule u. Leben, als Einleitung zu einem großen volksthümlichen Sprichwörterschatz.“ Lang: Bern [u.a.] 1983.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>KHillgruber</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
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		<title>Sprichwort</title>
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		<updated>2013-08-28T11:11:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;KHillgruber: Created page with &amp;quot;Sprichwörter sind kurze, allgemein bekannte Sätze, die Weisheiten, Wahrheit und Tradition auf feste, aber metaphorische Art und Weise vermitteln. Durch ihre einprägsame For...&amp;quot;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Sprichwörter sind kurze, allgemein bekannte Sätze, die Weisheiten, Wahrheit und Tradition auf feste, aber metaphorische Art und Weise vermitteln. Durch ihre einprägsame Form und ihren volkstümlichen Erfahrungen sind sie im Munde des Volkes und so ein praktisches Ausdrucksmittel im Sprachgebrauch. &lt;br /&gt;
Allgemein zeichnen sich Sprichwörter besonders durch fünf Merkmale aus und werden dadurch definiert: sie sind in sich geschlossen, haben eine künstliche, aber einprägsame Form, sind dem Volk bekannt, enthalten eine lehrhafte Tendenz und sind meist bildhaft. Zudem sind sie polylexikalisch und unterschiedlich idiomatisch.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Burger: &amp;quot;Phraseologie. Eine Einführung am Beispiel des Deutschen&amp;quot;. 2010, S. 108.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Form und Merkmale ==&lt;br /&gt;
===Form===&lt;br /&gt;
Sprichwörter gelten als formal und inhaltlich abgeschlossene Sätze und stehen somit in einer festen und unveränderlichen Formulierung, die man „geschlossene Form“ nennen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Wander: &amp;quot;Das Sprichwort. Betrachtet nach Form u. Wesen, für Schule u. Leben, als Einleitung zu einem großen volksthümlichen Sprichwörterschatz&amp;quot;. 1983, S. 39 und Burger, Harald: &amp;quot;Phraseologie: Eine Einführung am Beispiel des Deutschen&amp;quot;. 2010, S. 106.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wesentliche Satzglieder können hier nicht einfach ausgetauscht werden.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Seiler: &amp;quot;Deutsche Sprichwörterkunde&amp;quot;. 1967, S. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt; Da sie nicht durch eine lexikalische Einheit komplettiert werden müssen, fungieren Sprichwörter als feste Einheit, die auch ohne Kontext eine sinnvolle Aussage vermitteln und so als „Mikrotexte“ bzw. „Phraseo-Texte“ definiert werden können.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Burger: &amp;quot;Phraseologie: Eine Einführung am Beispiel des Deutschen&amp;quot;. 2010, S. 106.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sowohl äußerlich, als auch innerlich sind Sprichwörter durch stark ausgeprägte, stilistische Elemente geformt.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Burger: &amp;quot;Idiomatik des Deutschen&amp;quot;. 1973, S. 54.&amp;lt;/ref&amp;gt; Äußerlich zeichnet sich ein Sprichwort durch rhetorische Merkmale wie Reime (Stab-, End-, Binnenreim), Sinnreime, Rhythmus und [[Parallelismus]] aus.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd. und Seiler: &amp;quot;Deutsche Sprichwörterkunde&amp;quot;. 1967, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eile mit Weile.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerlich meinte die stilistische Formbildung vielmehr den Gehalt von Bildhaftigkeit und Beseelung, aber auch andere Aufmerksamkeit erregende Inhalte wie Groteske, Ironie etc.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Seiler: &amp;quot;Deutsche Sprichwörterkunde&amp;quot;. 1967, S. 4f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildlichkeit ===&lt;br /&gt;
Ein wesentliches Merkmal eines Sprichwortes ist also seine Bildhaftigkeit. So versucht ein Sprichwort durch einen allegorischen Ausdruck auf die Vorstellung einzuwirken und so die Wahrheit beziehungsweise die Absicht zu umschreiben, um die klare und offensichtliche Rede zu umgehen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd., S. 5f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Sprichwort kann bildhaft sein, muss es aber nicht. So existiert auch eine Reihe von Sprichwörtern, die ganz ohne Bildhaftigkeit und Übertragung auskommen, die sogenannten abstrakten Sprichwörter.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Röhrich: &amp;quot;Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1&amp;quot;. 1991, S. 31.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund dieser Eigenschaft lassen sich Sprichwörter zwei Kategorien zuordnen. Auf der einen Seite stehen die Sprichwörter, deren Bedeutung sich allein aus den Elementen des Satzes entnehmen lässt und auf der anderen Seite stehen solche Sprichwörter, deren Bedeutung durch das Bild vermittelt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Burger: &amp;quot;Idiomatik des Deutschen&amp;quot;. 1973, S. 55.&amp;lt;/ref&amp;gt; Daraus ergibt sich, dass es auch Sprichwörter gibt, die zwischen diesen beiden Kategorien schweben und somit keine eindeutige Leseart haben. Diese besitzen zwei unterschiedliche Lesearten, denn sie können sowohl wörtlich verstanden werden, als auch in ihrer übertragenen Bedeutung.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Burger: &amp;quot;Phraseologie: Eine Einführung am Beispiel des Deutschen&amp;quot;. 2010, S. 108.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Keine Rose ohne Dornen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Sprichwort kann somit durch seine praktische Form und die Aufbereitung der Inhalte einen wichtigen Gedankengang kurz und prägnant und damit leicht einprägsam komprimieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Volksläufigkeit ===&lt;br /&gt;
Sprichwörter sind als allgemeingültige Sätze anzusehen, die die Erfahrungen des Lebens auf verschiedenen Ebenen zusammenfassen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Röhrich: &amp;quot;Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1&amp;quot;. 1991, S. 23.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Erfahrungen bilden eine Art Volksweisheit, die man im gewöhnlichen Leben anwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Wander: &amp;quot;Das Sprichwort. Betrachtet nach Form u. Wesen, für Schule u. Leben, als Einleitung zu einem großen volksthümlichen Sprichwörterschatz&amp;quot;. 1983, S. 38.&amp;lt;/ref&amp;gt; Um in den Volksmund zu gelangen, haben Sprichwörter diese schlichte und einfältige Form und enthalten Wörter, die dem Volk bekannt sind.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Seiler: &amp;quot;Deutsche Sprichwörterkunde&amp;quot;. 1967, S. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt; Trotz der heutigen Eigenschaft der allgemeinen Volksläufigkeit gab es in der Vergangenheit die Einteilung ''proverbia de rustico/de trivio'', die Sprichwörter des einfachen Volkes, und die ''voces sapientum'', die Sprichwörter der gehobenen Gesellschaft.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd., S. 3.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Einteilung gilt heute nicht mehr: Sprichwörter sind in der breiten Masse der Bevölkerung bekannt und angewandt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktion und Gebrauch ==&lt;br /&gt;
=== Funktion ===&lt;br /&gt;
Sprichwörter erfüllen verschiedene Funktionen. So können sie einerseits eine soziale Funktion haben und andererseits im Kontext funktionieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezüglich der sozialen Funktion formulieren Sprichwörter Überzeugungen, Werte und Normen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Burger: &amp;quot;Phraseologie: Eine Einführung am Beispiel des Deutschen&amp;quot;. 2010, S. 107.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie besitzen somit einen lehrhaften Charakter, der sich auf die Lebensführung bezieht und Erkenntnisse zu vermitteln versucht, um so das Leben beziehungsweise die Auffassung davon zu gestalten.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Seiler: &amp;quot;Deutsche Sprichwörterkunde&amp;quot;. 1967, S. 2f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Wirkung ist von der kontextuellen Funktion abzugrenzen. Denn diese umfasst vielmehr eine allgemeine Aussage, mit der eine bestimmte Situation erklärt, eingeordnet oder auch beurteilt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Burger: &amp;quot;Idiomatik des Deutschen&amp;quot;. 1973, S. 54.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Aussage kann ganz verschiedene Formen annehmen: Warnung/Mahnung, Kritik, Belehrung, Vorschrift, Trost, Argument, Rechtfertigung, Bestätigung etc. Dabei muss das Sprichwort jene Absicht aber nicht immer direkt aussprechen, denn diese kann auch in Form eines Beobachtungs- oder Erfahrungssatzes stehen, so dass die Absicht nur indirekt deutlich wird beziehungsweise dem Sprichwort entnommen werden muss.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Seiler: &amp;quot;Deutsche Sprichwörterkunde&amp;quot;. 1967, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die soziale und kontextuelle Funktion sind dennoch als Verbindung anzusehen, denn nur, wenn das Sprichwort eine kontextuelle Funktion übernimmt, kann sich auch die soziale Funktion behaupten.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Burger: &amp;quot;Phraseologie: Eine Einführung am Beispiel des Deutschen&amp;quot;. 2010, S. 108.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer zuerst kommt, malt zuerst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übermut tut selten gut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allgemein gesehen kann ein Sprichwort während eines Sprechaktes eine Meinung stützen, hervorheben oder bestätigen und kennzeichnet so den Höhepunkt oder auch den Abschluss eines Gesprächs.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Koller: &amp;quot;Redensarten. Linguistische Aspekte, Vorkommensanalysen, Sprachspiel&amp;quot;. 1977, S. 52.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gebrauch ===&lt;br /&gt;
Aristoteles sah Sprichwörter als Überbleibsel alter Weltweisheiten, sie fassten das Nachdenken und die Erfahrung der Vorfahren zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Wander: &amp;quot;Das Sprichwort. Betrachtet nach Form u. Wesen, für Schule u. Leben, als Einleitung zu einem großen volksthümlichen Sprichwörterschatz&amp;quot;. 1983, S. 39.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Auffassung geht mit dem lehrhaften Charakter eines Sprichwortes einher. Noch heute wird das Sprichwort, gerade im alltäglichen Gebrauch , im traditionellen Sinn gebraucht und bleibt als Warnung, Urteil, Klugheitsregel, Haushaltsregel, Vorschrift fester Bestand.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Burger: &amp;quot;Phraseologie: Eine Einführung am Beispiel des Deutschen&amp;quot;. 2010, S. 123 und Röhrich: &amp;quot;Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1&amp;quot;. 1991, S. 23.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese wichtige Rolle, die ein Sprichwort übernimmt, zeigt, dass es kein vom Aussterben bedrohtes Sprachphänomen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Burger: &amp;quot;Phraseologie: Eine Einführung am Beispiel des Deutschen&amp;quot;. 2010, S. 120.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es zeigt sich aber eine allgemeine Entwicklung zur Entstehung von Verkürzungen und Schwundstufen, denn ein vielfacher Gebrauch führt zur allgemeinen Bekanntheit eines Sprichwortes, was zufolge hat, dass eine Andeutung genügt.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Röhrich: &amp;quot;Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1&amp;quot;. 1991, S. 27.&amp;lt;/ref&amp;gt; In den Medien und in der Werbung tritt dieser traditionelle Gebrauch des Sprichwortes in den Hintergrund, vielmehr nimmt der Gebrauch dort spielerische Züge an, so dass es auch hier zu Abwandlungen (Variantenbildung, Verfremdung, Verkürzung) allgemein bekannter Sprichwörter kommt.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Burger: &amp;quot;Phraseologie: Eine Einführung am Beispiel des Deutschen&amp;quot;. 2010, S. 122f.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung und Quellen ==&lt;br /&gt;
Wann genau Sprichwörter entstanden sind und wann genau der Gebrauch dieser zu datieren ist, ist nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch gilt gerade die Bibel als unerschöpfliche Quelle, denn viele Sprichwörter haben ihren Ursprung in biblischen Zitaten.&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach Röhrich: &amp;quot;Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1&amp;quot;. 1991, S. 30.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch andere Schriften des Altertums, wie die von Kirchvätern und Theologen, die Orakelsprüche des Heidentums gelten als Quelle von Sprichwörtern, sowie auch Dichtungen, Volksgesänge, Sinn- und Wahlsprüche aus der Zeit des Mittelalters.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Haller: &amp;quot;Altsprachliche Sprichwörter und sprichwörtliche Redensarten aus den Zeiten vor Cervantes. 1. Teil&amp;quot;. 1883, S. 8.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch die Neuzeit bietet eine Reihe literarischer Zitate, die als Sprichwort Einzug in den Volksmund gehalten haben. Das Interesse an den Sprichwörtern zeigt sich zudem an der Entstehung vieler Sprichwortsammlungen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Röhrich: &amp;quot;Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1&amp;quot;. 1991, S. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprichwörter entstehen allerdings nur selten durch literarische Nachweise, vielmehr entstehen sie durch Augenblickbildungen, wenn eine treffende Formulierung einer bestimmten Situation geäußert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd., S. 28.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser wird durch eine kontinuierliche Wiederholung von anderen aufgenommen und so entsteht ein Erfahrungssatz, der kurz und prägnant eine allgemeingültige Aussage enthält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzung zur sprichwörtlichen Redensart ==&lt;br /&gt;
Das Sprichwort und die sprichwörtliche Redensart sind miteinander verwandt und es existieren Übergänge zwischen ihnen, was eine deutliche Grenzziehung nicht ermöglicht, sie stehen aber dennoch nebeneinander.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Seiler: &amp;quot;Deutsche Sprichwörterkunde&amp;quot;. 1967, S. 11 und Röhrich: &amp;quot;Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1&amp;quot;. 1991, S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Unterschiede dieser beiden idiomatischen Wendungen liegen vor allem in Form, Struktur und Funktion.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Röhrich: &amp;quot;Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1&amp;quot;. 1991, S. 23.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sprichwörtliche Redensarten können nicht alleine stehen, sondern benötigen einen Kontext, sowie den Einsatz eines Subjekts. So kann auch ein Sprichwort zu durch Weglassen des Subjekts die Form einer sprichwörtlichen Redensart annehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd., S.24.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwar haben beide Bereiche oftmals ein aussagekräftiges Bild, so beinhaltet aber nur das Sprichwort eine lehrhafte Tendenz, sprichwörtliche Redensarten haben vielmehr einen kommunikativen Wert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
Burger, Harald: „Idiomatik des Deutschen.“ Niemeyer: Tübingen 1973.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Burger, Harald: „Phraseologie. Eine Einführung am Beispiel des Deutschen.“ Schmidt: Berlin 2010.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Haller, Joseph: „Altsprachliche Sprichwörter und sprichwörtliche Redensarten aus den Zeiten vor Cervantes. 1. Teil.“ Regensburg 1883.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Koller, Werner: Redensarten. linguistische Aspekte, Vorkommensanalysen, Sprachspiel. Tübingen: Niemeyer 1977.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peukes, Gerhard: „Untersuchungen zum Sprichwort des Deutschen. Semantik, Syntax, Typen.“ Schmidt: Berlin 1977.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pilz, Klaus Dieter: „Phraseologie. Redensartenforschung.“ Metzler: Stuttgart 1981.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Röhrich, Lutz: „Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1.“ Herder: Freiburg 1991.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Röhrich, Lutz und Mieder, Wolfgang: „Sprichwort.“ Metzler: Stuttgart 1977.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Seiler, Friedrich: „Deutsche Sprichwörterkunde.“ Beck : München 1967.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wander, Karl Friedrich Wilhelm: „Das Sprichwort. Betrachtet nach Form u. Wesen, für Schule u. Leben, als Einleitung zu einem großen volksthümlichen Sprichwörterschatz.“ Lang: Bern [u.a.] 1983.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>KHillgruber</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=Sprichw%C3%B6rtliche_Redensart&amp;diff=14785</id>
		<title>Sprichwörtliche Redensart</title>
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		<updated>2013-08-28T11:11:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;KHillgruber: Created page with &amp;quot;Sprichwörtliche Redensarten gehören, neben Wortverbindungen, Redewendungen und Sprichwörtern, zu den Großkategorien im Phraseologismus. Sie sind verbale, bildhafte Aus...&amp;quot;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Sprichwörtliche Redensarten gehören, neben Wortverbindungen, Redewendungen und [[Sprichwörtern]], zu den Großkategorien im Phraseologismus. Sie sind verbale, bildhafte Ausdrücke, die durch Einfügung in einen Satz und durch die Formulierung einer Satzkonstruktion verwendet werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Form und Merkmale ==&lt;br /&gt;
Sprichwörtliche Redensarten sind feste phraseologische Verbindungen, die formelhaft erstarrt sind,&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Koller: &amp;quot;Redensarten. Linguistische Aspekte, Vorkommensanalysen, Sprachspiel&amp;quot;. 1977, S. 52.&amp;lt;/ref&amp;gt; sie bilden als zusammengesetzter Ausdruck einen konstanten Wortlaut.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Röhrich: &amp;quot;Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1&amp;quot;. 1991, S. 24f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch sind sie keine unveränderlichen Fügungen wie Sprichwörter. Sprichwörtliche Redensarten haben an sich keinen Eigenwert und wirken erst einmal inhaltslos, sie bilden einen ungeformten sprachlichen Stoff (Wortgruppen-Lexeme).&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd., S. 23.&amp;lt;/ref&amp;gt; Um sinnvoll zu wirken, muss eine Konstruktion erschaffen werden. Das heißt, es muss einerseits ein Satzglied ([[Subjekt]]) eingefügt werden, damit ein vollständiger Satz entsteht und sich die sprichwörtliche Redensart auf jemanden oder etwas beziehen kann,&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Seiler: &amp;quot;Deutsche Sprichwörterkunde&amp;quot;. 1967, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt; andererseits muss dieser dann in einen anderen Satz beziehungsweise in einen Kontext gesetzt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Röhrich: &amp;quot;Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1&amp;quot;. 1991, S. 23.&amp;lt;/ref&amp;gt; Erst dadurch erhält eine sprichwörtliche Redensart einen Inhalt und Sinn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jemanden '''ins Bockshorn''' jagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jemanden '''Brief und Siegel''' geben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprichwörtliche Redensarten sind somit auch veränderlich nach Zeit und Person, das Subjekt ist austausch- und wandelbar.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd., S. 24 und Seiler: &amp;quot;Deutsche Sprichwörterkunde&amp;quot;. 1967, S. 12&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu diesen veränderlichen Redensarten existieren feste sprichwörtliche Redensarten, so genannte starre Redensarten. Sie bilden zwar einen eigenständigen Satz, haben aber ebenfalls keinen Eigenwert, denn diesen Wert erhalten auch sie erst durch die Einfügung in einen Kontext.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Röhrich: &amp;quot;Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1&amp;quot;. 1991, S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hals und Beinbruch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprichwörtliche Redensarten können bildlich sein. „In ihrer Bildlichkeit sind [sie] das Gegenteil der Abstraktion“,&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd., S. 31.&amp;lt;/ref&amp;gt; dadurch erhalten sie einen eindrucksvollen und starken Ausdruck.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Seiler: &amp;quot;Deutsche Sprichwörterkunde&amp;quot;. 1967, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gedankenfolgen können durch eine sinnbildliche Wendung in einer sprichwörtlichen Redensart zusammengefasst werden.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Koller: &amp;quot;Redensarten. Linguistische Aspekte, Vorkommensanalysen, Sprachspiel&amp;quot;. 1977, S. 52.&amp;lt;/ref&amp;gt; Allerdings sind diese Bilder nur noch im übertragenen Sinn zu verstehen, die Bedeutung der einzelnen Wörter ist nicht mehr vorrangig, stattdessen nimmt man eine sprichwörtliche Redensart als gesamten Ausdruck mit feststehender Bedeutung wahr.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Röhrich: &amp;quot;Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1&amp;quot;. 1991, S. 31.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
am '''Hungertuch''' nagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprichwörtliche Redensarten ohne Bild sind seltener, sie bedürfen eines besonders kräftigen Ausdrucks, um wirken zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Seiler: &amp;quot;Deutsche Sprichwörterkunde&amp;quot;. 1967, S. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders als die Sprichwörter streben die sprichwörtlichen Redensarten keine allgemeingültige Erkenntnis an.&amp;lt;ref&amp;gt; vgl. Koller: &amp;quot;Redensarten. Linguistische Aspekte, Vorkommensanalysen, Sprachspiel&amp;quot;. 1977, S. 52.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie sind keine generalisierende Sätze, die eine Lehre formulieren oder sonstige Regeln vorschreiben, vielmehr sind sie wertfrei und ohne einen festen Inhalt, so dass sie beliebig einsetzbar sind.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Röhrich: &amp;quot;Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1&amp;quot;. 1991, S. 23.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sprichwörtliche Redensarten zeichnen sich eher durch einen kommunikativen Wert aus, da sie einer Aussage besonderen Ausdruck verleihen können (positiv: vereinfachen, verstärken, veranschaulichen; negativ: verschleiern, werten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung und Entwicklung ==&lt;br /&gt;
Für sprichwörtliche Redensarten gibt es sowohl schriftliche, als auch mündliche Quelle und somit zwei Entstehungskontexte. Der Terminus „sprichwörtliche Redensart“ an sich geht auf Justus Georg Schottel zurück, der ihn 1683 in „Ausführliche Arbeit von der Teutschen Hauptsprache“ erstmals verwendete.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd., S. 31.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprichwörtliche Redensarten gelten als „gesunkenes Kulturgut“ und entstammen der Literatur, denn dieser wurden Wendungen beziehungsweise Zitate entnommen, die letztendlich Einzug in den Alltag erhielten und zu sprichwörtliche Redensarten wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd., S. 28.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Ursprung kann dabei auch mal in längeren Sprüchen und Vierzeilern liegen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd., S. 27.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese entstehen aber erst dann, wenn der literarische Urheber und das Zitat vergessen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd., S.28.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz dazu steht die Entstehung aus mündlichen Quellen. Aussagen aus der volkstümlichen Sprache und treffende Formulierungen, als Augenblicksbildungen, in bestimmten Situationen haben ich zu Redensarten entwickelt.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Koller: &amp;quot;Redensarten. Linguistische Aspekte, Vorkommensanalysen, Sprachspiel&amp;quot;. 1977, S. 52.&amp;lt;/ref&amp;gt; So ist auch hier die Quelle unbekannt, da man den ursprünglichen Sprecher einer solchen Aussage nicht ausfindig machen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sinn und die damalige Intention der Worte ist für den heutigen Sprecher oder Nutzer einer sprichwörtlichen Redensart nicht mehr nachvollziehbar. Die ursprüngliche Bedeutung der Wörter ist längst verloren gegangen, so dass man die Ausdrücke nur noch im übertragenen Sinn nutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt; Daher sind die sprichwörtlichen Redensarten, die wir heute kennen, meist so genannte „survivals“, nämlich Überbleibsel mit anderem neuen Sinn.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Röhrich: &amp;quot;Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1&amp;quot;. 1991, S. 32.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verlust der einstigen Bedeutung einer sprichwörtlichen Redensart geht unter anderem auch darauf zurück, dass uns das vermittelte Bild nicht mehr bekannt und bewusst ist, vielmehr erscheint es unverständlich und überholt.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd., S. 33.&amp;lt;/ref&amp;gt; Damals hatte es einen Realsinn, heute können wir es nur noch übertragen verwenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwar sind sprichwörtliche Redensarten im Laufe ihrer Entwicklung immer mehr erstarrt, nachdem es in der Vergangenheit deutlich mehr variable Formen gab, dennoch zeigen sich auch heute Tendenzen veränderbarer Formen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd., S.25.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf der einen Seite neigen sie zur Verkürzung und auf der anderen Seite zur Erweiterung durch Ausschmückung, Parodien- oder Variantenbildung.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.  ebd., S. 27.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzung zu Sprichwörtern ==&lt;br /&gt;
Obwohl sprichwörtliche Redensarten und Sprichwörter verwandt sind, stehen sie vielmehr nebeneinander und unterscheide sich vor allem auf den Ebenen der Form, Struktur und Funktion.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Seiler: &amp;quot;Deutsche Sprichwörterkunde&amp;quot;. 1967, S. 11 und Röhrich: &amp;quot;Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1&amp;quot;. 1991, S. 23.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwar kann man sagen, dass eine sprichwörtliche Redensart in einem sprichwörtlichen Kleid agiert, trotzdem sind diese nicht etwa durch Kürzung eines Sprichwortes entstanden.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Wander: &amp;quot;Das Sprichwort. Betrachtet nach Form u. Wesen, für Schule u. Leben, als Einleitung zu einem großen volksthümlichen Sprichwörterschatz&amp;quot;. 1983, S. 49 und Seiler: &amp;quot;Deutsche Sprichwörterkunde&amp;quot;. 1967, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nichtsdestotrotz können die Grenzen der beiden Sprachphänomene nur unscharf gezogen werden, wenn sie beide in einem Text eingeknüpft sind und nebeneinander stehen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Röhrich: &amp;quot;Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1&amp;quot;. 1991, S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies zeigt, dass eine exakte Grenzziehung nicht immer möglich ist, zumal es Übergänge zum Sprichwort gibt und Redensarten sogar in die Form von Sprichwörtern gebracht werden können (durch Hinzufügen eines Subjekts), wodurch sie zu einer allgemeinen Lehre oder Warnung werden können.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd. und Seiler: &amp;quot;Deutsche Sprichwörterkunde&amp;quot;. 1967, S. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
Burger, Harald: „Idiomatik des Deutschen.“ Niemeyer: Tübingen 1973.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Burger, Harald: „Phraseologie. Eine Einführung am Beispiel des Deutschen.“ Schmidt: Berlin 2010.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Haller, Joseph: „Altsprachliche Sprichwörter und sprichwörtliche Redensarten aus den Zeiten vor Cervantes. 1. Teil.“ Regensburg 1883.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Koller, Werner: Redensarten. linguistische Aspekte, Vorkommensanalysen, Sprachspiel. Tübingen: Niemeyer 1977.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peukes, Gerhard: „Untersuchungen zum Sprichwort des Deutschen. Semantik, Syntax, Typen.“ Schmidt: Berlin 1977.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pilz, Klaus Dieter: „Phraseologie. Redensartenforschung.“ Metzler: Stuttgart 1981.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Röhrich, Lutz: „Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 1.“ Herder: Freiburg 1991.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Röhrich, Lutz und Mieder, Wolfgang: „Sprichwort.“ Metzler: Stuttgart 1977.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Seiler, Friedrich: „Deutsche Sprichwörterkunde.“ Beck : München 1967.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wander, Karl Friedrich Wilhelm: „Das Sprichwort. Betrachtet nach Form u. Wesen, für Schule u. Leben, als Einleitung zu einem großen volksthümlichen Sprichwörterschatz.“ Lang: Bern [u.a.] 1983.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>KHillgruber</name></author>
		
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