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	<title>Glottopedia - User contributions [en]</title>
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		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=Epistemische_Modalit%C3%A4t&amp;diff=15374</id>
		<title>Epistemische Modalität</title>
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		<updated>2014-05-27T11:46:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lisa.Engelbrecht: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{TOCright}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemein == &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diewald/Smirnova (2010) bezeichnen epistemische [[Modalität]] als „Faktizitätsbewertung eines Sachverhalts“. Dabei wird das Augenmerk auf das „Tatsache-Sein“ einer [[Proposition]] gelegt, allerdings geht es nicht um die objektive Wahrheitsbewertung, sondern um die „sprecherbasierte Einschätzung des dargestellten Sachverhalts bezüglich seines Grades an Realität, Aktualität, Wirklichkeit“&amp;lt;ref name=&amp;quot;die&amp;quot;/&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Palmer (1986) unterteilt den Bereich der epistemischen Modalität folgendermaßen: &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;There are at least four ways in which a speaker may indicate that he is not presenting what he is saying as a fact, but rather: That he is speculating about it, that he is presenting it as a deduction, that he has been told about it, that it is a matter only of appearance, based on the evidence of (possibily fallible) senses.&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;pal1&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Epistemische Modalität steht in Verbindung mit den Bereichen der Möglichkeit (''possibility'') und der Notwendigkeit (''necessity''), die entweder zu einer starken oder schwachen epistemischen Modalität führen. Schwache epistemische Modalität wird beispielsweise in [[Germanic|germanischen Sprachen]] durch [[Verb|Verben]] wie ''may'' und ''can'' grammatikalisiert. Starke epistemische Modalität wird durch Verben wie ''must'' oder ''shall'' realisiert. Wie bereits erwähnt, verweist epistemische Modalität auf die Einstellung des Sprechers zum Wahrheitsgehalt seiner Äußerung. Verwendet er nun Ausdrücke von schwacher epistemischer Modalität, ist seine Bereitschaft zum Wahrheitsgehalt seiner Äußerung niedriger, als wenn er starke epistemische Ausdrücke nutzt&amp;lt;ref name=&amp;quot;deha1&amp;quot;/&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Epistemische Modalität und Evidentialität ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor allem in den germanischen Sprachen scheint die Beziehung bzw. die Unterscheidung zwischen epistemischer Modalität und [[Evidentialität]] kompliziert zu sein. Die Schnittstelle liegt dabei meist zwischen epistemischer Modalität und indirekter Evidentialität ([[Inferenz]]). Starke epistemische [[modal verb|Modalverben]] werden oftmals auch dafür verwendet, diese indirekte Evidentialität auszudrücken&amp;lt;ref name=&amp;quot;deha2&amp;quot;/&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
     (1) Er '''soll''' steinreich sein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;pal&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso können Evidentialität und epistemische Modalität durch ein und dasselbe Element ausgedrückt werden, wie das niederländische ''moeten'' verdeutlicht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
     (2) Het '''moet''' een goede film zijn.&lt;br /&gt;
         Epistemische Übersetzung: „It must be a good movie.“&lt;br /&gt;
         Evidentielle Übersetzung: „It is said to be a good movie.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;deha&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Literatur herrscht weitestgehend Uneinigkeit über die Beziehung zwischen epistemischer Modalität und Evidentialität. Einige Autoren sehen die beiden Phänomene als streng voneinander getrennte Kategorien an&amp;lt;ref name=&amp;quot;aik&amp;quot;/&amp;gt;, für andere Sprachwissenschaftler wiederum stellt Evidentialität einen Teil der Modalitäts-Kategorie dar&amp;lt;ref name=&amp;quot;wil&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Da ein Zusammenhang zwischen epistemischer Modalität und Evidentialität allerdings nur im Bereich der inferentiellen Evidentialität (Schlussfolgerungen) erscheint, sollte es nicht allgemein als Unterkategorie von Modalität angenommen werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprachbeispiele für die verschiedenen Arten von epistemischer Modalität ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt auch in diesem Bereich verschiedene Möglichkeiten, wie Sprachen epistemische Modalität ausdrücken. Im ''World Atlas of Language Structures'' werden drei Strategien vorgestellt, die in Sprachen vorkommen können. Demnach gibt es Sprachtypen, die epistemische Modalität durch verbale Konstruktionen markieren, Sprachtypen, die durch Affixe am Verb markieren oder Sprachen, in denen epistemische Modalität durch anderweitige Konstruktionen realisiert wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Harar Oromo]], eine Sprache in Äthiopien, dient als Beispiel für den ersten Sprachtyp, in dem verbale Konstruktionen epistemische Modalität als eine von mehreren Bedeutungen inne haben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
   (3) Ní   d’uf-t-i     '''taa-t-i'''.&lt;br /&gt;
       FOC  come-F-IMPF  become-F-IMPF&lt;br /&gt;
       „She may come.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;auam&amp;quot;/&amp;gt;                                           &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie das Beispiel zeigt, muss die Verbal-Konstruktion nicht zwangsläufig nur eine epistemische Bedeutung haben. Das Verb, das in diesem Fall eine epistemische Bedeutung übernommen hat, kann ebenso die Bedeutung ''to become'' oder ''to be'' tragen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Sprachtyp drückt epistemische Modalität nicht durch Verbal-Konstruktionen, sondern durch [[Affix|Affixe]] am Verb aus. Als Beispiel dient das [[Koasati]], eine Sprache im Südosten der vereinigten Staaten. Die Sprache kann das verbale Suffix ''–sahá:wa'' verwenden, das ''might be'' bedeutet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
     (4) Á:t-ok          hó:pa:-'''sahá:w'''-ok   oh-hí:c-á:hi-k     amá:k.&lt;br /&gt;
         person-NOM.FOC  be.sick-POS-SS.FOC go-see-INTENT-SS   go.PL.IMP&lt;br /&gt;
         „Someone might be sick, go over and look, you all!“&amp;lt;ref name=&amp;quot;auam&amp;quot;/&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der dritte Sprachtyp besitzt weder Verbal-Konstruktionen noch verbale Affixe, um epistemische Modalität zu markieren. Die Realisierung erfolgt durch andere, lexikalische Marker, wie [[Adjektiv|Adjektive]] (''uncertain'', ''possible'') oder anderen [[Partikel|Partikeln]] und [[Adverb|Adverbien]], wie dem Englischen ''maybe'' oder dem Element ''yilama'' aus dem [[Wardaman]], eine Sprache in Australien:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
    (5) '''Yilama''' ya-yinyja    ma-yinyja   wurrugu    ngarlg-ba.&lt;br /&gt;
        Maybe  IRR.3SG-go   HAB.3SG-go  3N.SG.DAT  call-PCL&lt;br /&gt;
        „Maybe he’ll go, he always goes to call them.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;auam&amp;quot;/&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographische Verteilung von epistemischer Modalität ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den meisten europäischen Sprachen wird epistemische Modalität durch verbale Konstruktionen kodiert. In Nordeurasien weisen nur das [[Russisch|Russische]], [[Tuvan]] und das [[Mandarin]] verbale Konstruktionen zum Ausdruck von epistemischer Modalität auf. Andere Sprachen dieses Gebiets verwenden verbale Affixe oder andere Möglichkeiten. In Südasien tauchen sowohl verbale [[Auxiliary verb|Auxiliare]] als auch verbale Affixe auf. In Ostasien hingegen gibt es kaum einen Ausdruck von epistemischer Modalität. In Australien und Neuguinea sind nur wenige Sprachen mit verbalen Konstruktionen zu finden, die Sprachen in Neuguinea bevorzugen Affixe zur Markierung von epistemischer Modalität. Auf dem afrikanischen Kontinent erfolgt im Zentrum die Markierung epistemischer Modalität auf andere Weise, z.B. durch lexikalische Marker. In den semitischen Sprachen und in den Sprachen Westafrikas überwiegt die Markierung durch verbale Konstruktionen&amp;lt;ref name=&amp;quot;auam&amp;quot;/&amp;gt;. In folgender Karte ist die weltweite Verteilung von Sprachen mit epistemischer Modalität dargestellt:&amp;lt;ref name=&amp;quot;auam&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Wals epistem.png|thumb|450px|none|Verteilung von epistemischer Modalität (van der Auwera/Ammann 2013)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Andere Sprachen==&lt;br /&gt;
English [[epistemic modality]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verweise == &lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;pal1&amp;quot;&amp;gt;Palmer 1986:51&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;die&amp;quot;&amp;gt;Diewald/Smirnova 2010:115f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;deha1&amp;quot;&amp;gt;vgl. De Haan 2001:203&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;deha2&amp;quot;&amp;gt; vgl. ebd., 207&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;aik&amp;quot;&amp;gt; vgl. Aikhenvald 2004:3f.; Diewald/Smirnova 2010:113&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;wil&amp;quot;&amp;gt; vgl. Willet 1988:54f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;auam&amp;quot;&amp;gt;van der Auwera/Ammann 2013, WALS http://wals.info/chapter/75&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;pal&amp;quot;&amp;gt;Palmer 1986:72&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;deha&amp;quot;&amp;gt;De Haan 2001:202&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturverzeichnis == &lt;br /&gt;
*Bußmann, H. 2002. ''Lexikon der Sprachwissenschaft''. Stuttgart: Kröner.&lt;br /&gt;
*Bybee, J. L. 1985. ''Morphology. A Study of the Relation between Meaning and Form''. Amsterdam/Philadelphia: Benjamins.&lt;br /&gt;
*De Haan, F. 2001. The Relation between Modality and Evidentiality. In: Müller, R. &amp;amp; M. Reis (eds.). 2001. ''Modalität und Modalverben im Deutschen. Linguistische Berichte, Sonderheft 9/2001''. Hamburg: Buske, 201-216.&lt;br /&gt;
*Diewald, G. &amp;amp; Smirnova, E. 2010. Abgrenzung von Modalität und Evidentialität im heutigen Deutsch. In: Katny, A. &amp;amp; Socka, A. (eds.). 2010. ''Modalität/Temporalität in kontrastiver und typologischer Sicht''. Frankfurt am Main: Internationaler Verlag der Wissenschaften, 113-132.&lt;br /&gt;
*Palmer, R. 1986. ''Mood and Modality''. Cambridge: Cambridge University Press.&lt;br /&gt;
*Sipova, I. A. 2010. Epistemische Modalität im Deutschen und Russischen in kontrastiver Sicht. In: Katny, A. &amp;amp; Socka, A. (eds.). 2010. ''Modalität/Temporalität in kontrastiver und typologischer Sicht''. Frankfurt am Main: Internationaler Verlag der Wissenschaften, 211-221.&lt;br /&gt;
*van der Auwera, J.&amp;amp; Ammann, A. 2013. Epistemic Possibility. In: Dryer, M. S. &amp;amp; Haspelmath, M. (eds.). 2013. ''The World Atlas of Language Structures Online''. Leipzig: Max Planck Institute for Evolutionary Anthropology. (Available online at http://wals.info/chapter/75, Accessed on 2014-05-13.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{wb}}&lt;br /&gt;
[[Category:Semantics]]&lt;br /&gt;
[[Category:Modality]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lisa.Engelbrecht</name></author>
		
	</entry>
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		<title>Evidentialität</title>
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		<updated>2014-05-27T11:45:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lisa.Engelbrecht: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{TOCright}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Evidentialität''' ist eine linguistische Kategorie, die ausdrückt, von welcher Quelle eine Information stammt. Sie gilt in den Grammatikbeschreibungen der [[Germanic|germanischen Sprachen]] als bisher keine geläufige Kategorie&amp;lt;ref name=&amp;quot;die&amp;quot;/&amp;gt;. Dies könnte zum einen daran liegen, dass Evidentialität in den meisten germanischen Sprachen nicht im traditionellen Sinn erscheint und keinen obligatorischen Aspekt darstellt. Zum anderen ist die Forschung an Evidentialität noch sehr jung, denn erst in den vergangenen dreißig Jahren ist das Interesse an der Erforschung von Evidentialität gestiegen. Die erste Annahme zu diesem Themengebiet stammt von [[Boas]] aus dem Jahre 1938. Er sagte zu diesem Zeitpunkt bereits, dass Evidentialität Aufschluss über die Quelle der Information geben könnte&amp;lt;ref name=&amp;quot;aik&amp;quot;/&amp;gt;. Der Hauptbegriff ''source of information'' (''Informationsquelle'') wurde allerdings erst von [[Jakobson]] im Jahre 1957 geprägt&amp;lt;ref name=&amp;quot;plu&amp;quot;/&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Definition == &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einigen Sprachen stellt Evidentialität einen obligatorischen Aspekt dar und wird u.a. durch grammatische [[Morphem|Morpheme]] am [[Verb]] markiert. Wiederum andere Sprachen drücken Evidentialität fakultativ aus. Die verschiedenen Sprachsysteme, die dieses sprachliche Phänomen beinhalten, unterscheiden sich jedoch stark in ihrer Komplexität&amp;lt;ref name=&amp;quot;aik2&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Bußmann (2002) definiert in ihrem Lexikon der Sprachwissenschaft Evidentialität als &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;strukturelle Dimension der [[Grammatik]], deren Werte von Konstruktionstypen ausgedrückt werden, die die Quelle der Information kodieren, die ein Sprecher weitergibt. Als primäre Informationsquelle gilt im Allgemeinen die eigene Anschauung (direkte Evidenz); weitere wichtige Informationsquellen sind das Hörensagen ([[Quotativ]]) und die Deduktionsfähigkeiten des Sprechers (inferential) (indirekte Evidenz).&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;buss&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evidentialitätsmarker geben also nicht nur an, dass einem Sprecher Evidenzen über seine Aussage vorliegen, sondern in der Regel auch die Art der Evidenzen, also ob es sich um direkte oder indirekte Evidentialität handelt&amp;lt;ref name=&amp;quot;die2&amp;quot;/&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine erste einschlägige Arbeit zum Thema Evidentialität stammt von Willett aus dem Jahre 1988. Die bisher herrschende Annahme, dass Evidentialität zweigeteilt (direkt, indirekt) ist, wird durch ihn erweitert, indem er innerhalb der indirekten Evidentialität zwischen ''reported'' (berichtet) und ''inferring'' (geschlussfolgert) unterscheidet:&amp;lt;ref name=&amp;quot;will&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:EvidenceWillett1988.png|thumb|450px|none|&amp;quot;Types of evidence&amp;quot; Willett 1988:57]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Plungian (2001) stellt in seinen Ausführungen ebenfalls ein mögliches Modell vor, um die verschiedenen evidentiellen Ausdrücke den Evidentialitätstypen zuordnen zu können. Sein Modell stellt eine Modifizierung von Willetts Modell dar:&amp;lt;ref name=&amp;quot;plu2&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:EvidencePlungian2001.png|thumb|450px|none|&amp;quot;Different types of evidential oppositions&amp;quot; Plungian 2001:353]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Plungian unterscheidet zwischen ''direkter Evidenz'' (der Sprecher hat die Situation direkt wahrgenommen: visuell oder nicht-visuell), ''reflektierter Evidenz'' (Schlussfolgerungen und Vermutungen) und ''vermittelter Evidenz'' (Hörensagen), um an die Informationsquelle einer gegebenen Situation zu kommen. Dabei werden direkte und reflektierte Evidenz unter persönlicher Evidenz zusammengefasst. Reflektierte und vermittelte Evidenz gehören zur indirekten Evidenz. Bei den Schlussfolgerungen und Vermutungen (reflektierte Evidenz) kommt es somit zu einer Überschneidung von persönlicher und indirekter Evidenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es treten immer wieder Uneinigkeiten bei der Definition von Evidentialität auf. Es stellt sich beispielsweise die Frage, ob auch lexikalische Ausdrücke Formen von Evidentialität darstellen können oder ob es obligatorisch ist, dass Evidenzmorpheme in einer Sprache vorhanden sein müssen&amp;lt;ref name=&amp;quot;squ&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Eindeutig ist, dass alle Sprachen die Möglichkeit besitzen, die Herkunft einer Information auszudrücken. Mindestens lexikalische Ausdrücke sind für diesen Zweck in einer Sprache vorhanden (z.B. [[Adverb|Adverbien]] im Deutschen wie ''offensichtlich'', ''angeblich'' oder ganze Satzteile wie ''ich habe gehört, dass…''). &lt;br /&gt;
Bei vielen Sprachwissenschaftlern wird Evidentialität jedoch nur dann als linguistische Kategorie angesehen, wenn eine Sprache die Herkunft einer Information auch grammatisch markiert&amp;lt;ref name=&amp;quot;aik3&amp;quot;/&amp;gt;. Lexikalische Ausdrucksformen werden von Vielen meist nicht zum Phänomen gezählt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Überschneidungen mit anderen linguistischen Kategorien == &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oftmals wird Evidentialität mit anderen Kategorien, wie z.B. [[Modalität]], [[Mirativität]], [[Tempus]] oder [[Aspekt]], in Verbindung gebracht, da zum Teil Zusammenhänge festzustellen sind. Besonders die Verbindung zur [[epistemische Modalität|epistemischen Modalität]] stellt in der Literatur ein viel diskutiertes Thema dar. Einige sehen die beiden Phänomene als streng voneinander getrennte Kategorien an&amp;lt;ref name=&amp;quot;aidi&amp;quot;/&amp;gt;, für andere Wissenschaftler wiederum stellt Evidentialität einen Teil der Modalitäts-Kategorie dar&amp;lt;ref name=&amp;quot;will2&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Wenn Evidentialität nicht ganz klar in grammatischer Form, wie z.B. durch [[Morphem|Morpheme]], die eindeutig nur eine evidentielle Bedeutungen tragen, ausgedrückt wird, stellt sich die Betrachtung von Evidentialität und epistemischer Modalität als schwierig heraus.&lt;br /&gt;
Vor allem in den germanischen Sprachen scheint die Beziehung bzw. die Unterscheidung zwischen Evidentialität und [[epistemische Modalität|Epistemizität]] kompliziert zu sein. Die Schnittstelle liegt dabei meist zwischen epistemischer Modalität und [[indirekter]] Evidentialität ([[Inferenz]]). Starke epistemische Modalverben werden oftmals auch dafür verwendet, diese indirekte Evidentialität auszudrücken&amp;lt;ref name=&amp;quot;deha&amp;quot;/&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
     (1) ''Er '''soll''' steinreich sein.''&amp;lt;ref name=&amp;quot;pal&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso können Evidentialität und epistemische Modalität durch ein und dasselbe Element ausgedrückt werden, wie das niederländische ''moeten'' verdeutlicht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
     (2) Het '''moet''' een goede film zijn.&lt;br /&gt;
         Epistemische Übersetzung: „It must be a good movie.“&lt;br /&gt;
         Evidentielle Übersetzung: „It is said to be a good movie.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;deha2&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Epistemische Modalität und Evidentialität zeigen also einige Gemeinsamkeiten, aber ebenso Unterschiede. Deshalb soll eine Unterscheidung zwischen diesen beiden Kategorien zunächst die beste Lösung sein. Vor allem in den germanischen Sprachen können sowohl Evidentialität als auch [[Modalität]] durch ein und dasselbe Element ausgedrückt werden, dennoch können die Äußerungen entweder evidentiell oder modal interpretiert werden. Ein weiteres Argument, das gegen Evidentialität und Modalität als eine Kategorie spricht, ist, dass Evidentialität nicht zwangsläufig auf modale Elemente angewiesen ist. Es gibt auch andere Möglichkeiten (z.B. durch [[Tempus]]), Evidentialität zu realisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprachbeispiele für die Realisierung von grammatischer Evidentialität == &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grammatische Evidentialität kann auf unterschiedliche Weise realisiert werden: Die Markierung kann mit dem [[Tempus]] zusammenfallen oder durch [[Affix|Affixe]], [[Klitikon|Klitika]], [[Portmanteau-Morpheme]] bzw. fakultative Morpheme ausgedrückt werden. Außerdem kann Evidentialität in jedem Sprachtyp, d.h. egal ob [[Agglutinating language|agglutinierend]], [[Isolating language|isolierend]], [[Polysynthetic language|polysynthetisch]] oder [[Fusional language|fusionierend]], realisiert werden. Des Weiteren wird zwischen ''direkter'' und ''indirekter'' Evidentialität unterschieden.&lt;br /&gt;
Um die verschiedenen Typen der grammatischen Evidentialität zu zeigen, werden im Folgenden einige Sprachbeispiele aufgeführt. Die Beispiele stellen allerdings nur eine kleine Auswahl zur Veranschaulichung der Thematik dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Beispiel für direkte Evidentialität, die der Sprecher durch sensorische Evidenz erfährt, dient das [[Tariana]], eine bedrohte Sprache im Amazonas-Gebiet. Markiert wird diese visuelle Evidentialität durch das Suffix ''–ka'', das gleichzeitig eine Form der Vergangenheit ausdrückt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
     (3) ''Juse   irida    di-manika-'''ka''' ''&lt;br /&gt;
         José   football 3sgnf-play-REC.P.VIS&lt;br /&gt;
         &amp;quot;José has played football (we saw it)&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;aik4&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die auditive Wahrnehmung gehört zum Typ der direkten Evidentialität. Ein Beispiel hierfür liefert das [[Koasati]], eine muskogeanische Sprache, die in Texas und Louisiana gesprochen wird:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
      (4) ''nipó-k       aksóhka'''-ha'''''&lt;br /&gt;
          meat-SUBJ    char - AUD&lt;br /&gt;
          „It souds like the meat is charring.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;wals&amp;quot;/&amp;gt;    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur indirekten Evidentialität gehören u.a. die [[Deduktion|Deduktionsfähigkeiten]] eines Sprechers, auch [[Inferenz]] genannt. Der Sprecher verwendet inferentielle Evidentiale bei einer Schlussfolgerung, die auf physikalischen Beweisen beruht, wie ein Beispiel aus dem [[Khalkha]], einer mongolischen Sprache, verdeutlicht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
       (5) ''ter     irsen     '''biz'''''&lt;br /&gt;
           he      come    INFER&lt;br /&gt;
           „He must have come.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;wals&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reportative Evidentialität (auch [[Quotativ]]) wird realisiert, wenn dem Sprecher von einer anderen Person über eine Handlung oder ein Ereignis berichtet wurde. Als Beispiel dient das [[Lesgisch|Lesgische]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
        (6) ''Qe       sobranie       že-da'''-Ida'''''&lt;br /&gt;
            Today    meeting        be-FUT-QUOT&lt;br /&gt;
            „They say that there will be a meeting today.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;wals&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographische Verteilung von Evidentiatlität == &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt markieren etwa 25% aller Sprachen Evidentialität obligatorisch. Evidentiale tauchen auf fast allen Kontinenten der Erde auf: &lt;br /&gt;
In Afrika kommen [[Evidentiale]] jedoch nur selten vor. Die einzigen Sprachen, die dieses Phänomen in dieser Region aufweisen, sind [[Afrikaans]] (germanische Sprache in Südafrika) und [[Lega]] ([[Bantusprache]] in Zentralafrika).&lt;br /&gt;
In den Sprachen Europas (germanische Sprachen außer Englisch) herrscht vor allem indirekte Evidentialität vor. Romanische Sprachen, bis auf das Französische, scheinen nach De Haan keine Evidentiale zu beinhalten. &lt;br /&gt;
In Asien gibt es zwei Gebiete, in denen evidentielle Systeme hoch frequentiert auftauchen: Das Kaukasus- und Himalaya-Gebiet. In Kaukasussprachen kann Evidentialität mit [[Tempus]]- und [[Aspekt]]-[[Morphem|Morphemen]], zum Teil auch durch separate [[Suffix|Suffixe]], kodiert werden. Auch im Himalaya-Gebiet gibt es Sprachen, die sowohl direkte als auch indirekte Evidentialität markieren.&lt;br /&gt;
In der Pazifik-Region tendieren die Sprachen eher dazu, keine Evidentiale aufzuweisen. Anders sieht es hingegen auf dem amerikanischen Kontinent aus. In Nordamerika können evidentielle Systeme besonders in Kalifornien (Pomo-Sprachen) und im Südwesten (z.B. Uto-Aztekische Sprachen) gefunden werden. Ebenso tauchen in Südamerika vielseitige Systeme mit indirekter Evidentialität (z.B. in West-Brasilien) auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;wals&amp;quot;/&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:WALSevidence.png|thumb|450px|none|Verteilung von grammatischer Evidentiatlität auf der Welt (De Haan 2013)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;die&amp;quot;&amp;gt;vgl. Diewald/Smirnova 2010:114&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;aik&amp;quot;&amp;gt;zitiert in Aikhenvald 2004:1&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;plu&amp;quot;&amp;gt;vgl. Plugian 2010:25&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;aik2&amp;quot;&amp;gt;vgl. Aikhenvald 2004:3&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;buss&amp;quot;&amp;gt;Bußmann 2002:206&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;die2&amp;quot;&amp;gt;vgl. Diewald/Smirnova 2010:115&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;will&amp;quot;&amp;gt;Willett 1988:57&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;plu2&amp;quot;&amp;gt;Plungian 2001:353&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;squ&amp;quot;&amp;gt;vgl. Squartini 2008:918&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;aik3&amp;quot;&amp;gt;vgl. Aikhenvald 2004:6&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;aidi&amp;quot;&amp;gt;vgl. Aikhenvald 2004:3f.; Diewald/Smirnova 2010:113&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;will2&amp;quot;&amp;gt;vgl. Willet 1988:54f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;deha&amp;quot;&amp;gt;vgl. De Haan 2001:207&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;pal&amp;quot;&amp;gt;Palmer 1986:72&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;deha2&amp;quot;&amp;gt;De Haan 2001:202&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;aik4&amp;quot;&amp;gt;Aikhenvald 2004:2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;wals&amp;quot;&amp;gt;De Haan 2013, http://wals.info/chapter/77&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturverzeichnis == &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Aikhenvald, A. 2004. ''Evidentiality''. Oxford: Oxford University Press. &lt;br /&gt;
*Bußmann, H. 2002. ''Lexikon der Sprachwissenschaft''. Stuttgart: Kröner Verlag.&lt;br /&gt;
*De Haan, F. 2001. The Relation between Modality and Evidentiality. In: Müller, R. &amp;amp; Reis, M. (eds.). 2001. ''Modalität und Modalverben im Deutschen''. Linguistische Berichte, Sonderheft 9/2001. Hamburg: Helmut Buske Verlag. 201-216.&lt;br /&gt;
*De Haan, F. 2013. Semantic Distinctions of Evidentiality. In: Dryer, M. S. &amp;amp; Haspelmath, M. (eds.). 2013. The World Atlas of Language Structures Online. Leipzig: Max Planck Institute for Evolutionary Anthropology. (Available online at http://wals.info/chapter/77, Accessed on 2014-05-12.)&lt;br /&gt;
*Diewald, G. &amp;amp; Smirnova, E. 2010. Abgrenzung von Modalität und Evidentialität im heutigen Deutsch. In: Katny, A. &amp;amp; Socka, A. (eds.). 2010. ''Modalität/Temporalität in kontrastiver und typologischer Sicht''. Frankfurt am Main: Internationaler Verlag der Wissenschaften. 113-132.&lt;br /&gt;
*Palmer, F. R. 1986. Mood and Modality. Cambridge: Cambridge University Press.&lt;br /&gt;
*Plungian, V. 2001. The place of evidentiality within the universal grammatical space. ''Journal of Pragmatics'' 33. 349-357.&lt;br /&gt;
*Plungian, V. 2010. Types of verbal evidentiality marking: an overview. In: Diewald, G. &amp;amp; Smirnova, E. (eds.). 2010. ''Linguistic realization of evidentiality in European languages''. Berlin/New York: Walter de Gruyter. 15-58.&lt;br /&gt;
*Squartini, M. 2008. Lexical vs. grammatical evidentiality in French and Italian. ''Linguistics'', 917-947.&lt;br /&gt;
*Willett, T. 1988. A cross-linguistic survey of the grammaticization of evidentiality. ''Studies in Language'' 12. 51–97&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere Sprachen == &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
English: [[Evidentiality]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{wb}}&lt;br /&gt;
[[Category:Semantics]]&lt;br /&gt;
[[Category:Modality]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lisa.Engelbrecht</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=Evidentialit%C3%A4t&amp;diff=15372</id>
		<title>Evidentialität</title>
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		<updated>2014-05-27T11:44:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lisa.Engelbrecht: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{TOCright}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Evidentialität''' ist eine linguistische Kategorie, die ausdrückt, von welcher Quelle eine Information stammt. Sie gilt in den Grammatikbeschreibungen der [[Germanic|germanischen Sprachen]] als bisher keine geläufige Kategorie&amp;lt;ref name=&amp;quot;die&amp;quot;/&amp;gt;. Dies könnte zum einen daran liegen, dass Evidentialität in den meisten germanischen Sprachen nicht im traditionellen Sinn erscheint und keinen obligatorischen Aspekt darstellt. Zum anderen ist die Forschung an Evidentialität noch sehr jung, denn erst in den vergangenen dreißig Jahren ist das Interesse an der Erforschung von Evidentialität gestiegen. Die erste Annahme zu diesem Themengebiet stammt von [[Boas]] aus dem Jahre 1938. Er sagte zu diesem Zeitpunkt bereits, dass Evidentialität Aufschluss über die Quelle der Information geben könnte&amp;lt;ref name=&amp;quot;aik&amp;quot;/&amp;gt;. Der Hauptbegriff ''source of information'' (''Informationsquelle'') wurde allerdings erst von [[Jakobson]] im Jahre 1957 geprägt&amp;lt;ref name=&amp;quot;plu&amp;quot;/&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Definition == &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einigen Sprachen stellt Evidentialität einen obligatorischen Aspekt dar und wird u.a. durch grammatische [[Morphem|Morpheme]] am [[Verb]] markiert. Wiederum andere Sprachen drücken Evidentialität fakultativ aus. Die verschiedenen Sprachsysteme, die dieses sprachliche Phänomen beinhalten, unterscheiden sich jedoch stark in ihrer Komplexität&amp;lt;ref name=&amp;quot;aik2&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Bußmann (2002) definiert in ihrem Lexikon der Sprachwissenschaft Evidentialität als &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;strukturelle Dimension der [[Grammatik]], deren Werte von Konstruktionstypen ausgedrückt werden, die die Quelle der Information kodieren, die ein Sprecher weitergibt. Als primäre Informationsquelle gilt im Allgemeinen die eigene Anschauung (direkte Evidenz); weitere wichtige Informationsquellen sind das Hörensagen ([[Quotativ]]) und die Deduktionsfähigkeiten des Sprechers (inferential) (indirekte Evidenz).&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;buss&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evidentialitätsmarker geben also nicht nur an, dass einem Sprecher Evidenzen über seine Aussage vorliegen, sondern in der Regel auch die Art der Evidenzen, also ob es sich um direkte oder indirekte Evidentialität handelt&amp;lt;ref name=&amp;quot;die2&amp;quot;/&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine erste einschlägige Arbeit zum Thema Evidentialität stammt von Willett aus dem Jahre 1988. Die bisher herrschende Annahme, dass Evidentialität zweigeteilt (direkt, indirekt) ist, wird durch ihn erweitert, indem er innerhalb der indirekten Evidentialität zwischen ''reported'' (berichtet) und ''inferring'' (geschlussfolgert) unterscheidet:&amp;lt;ref name=&amp;quot;will&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:EvidenceWillett1988.png|thumb|450px|none|&amp;quot;Types of evidence&amp;quot; Willett 1988:57]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Plungian (2001) stellt in seinen Ausführungen ebenfalls ein mögliches Modell vor, um die verschiedenen evidentiellen Ausdrücke den Evidentialitätstypen zuordnen zu können. Sein Modell stellt eine Modifizierung von Willetts Modell dar:&amp;lt;ref name=&amp;quot;plu2&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:EvidencePlungian2001.png|thumb|450px|none|&amp;quot;Different types of evidential oppositions&amp;quot; Plungian 2001:353]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Plungian unterscheidet zwischen ''direkter Evidenz'' (der Sprecher hat die Situation direkt wahrgenommen: visuell oder nicht-visuell), ''reflektierter Evidenz'' (Schlussfolgerungen und Vermutungen) und ''vermittelter Evidenz'' (Hörensagen), um an die Informationsquelle einer gegebenen Situation zu kommen. Dabei werden direkte und reflektierte Evidenz unter persönlicher Evidenz zusammengefasst. Reflektierte und vermittelte Evidenz gehören zur indirekten Evidenz. Bei den Schlussfolgerungen und Vermutungen (reflektierte Evidenz) kommt es somit zu einer Überschneidung von persönlicher und indirekter Evidenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es treten immer wieder Uneinigkeiten bei der Definition von Evidentialität auf. Es stellt sich beispielsweise die Frage, ob auch lexikalische Ausdrücke Formen von Evidentialität darstellen können oder ob es obligatorisch ist, dass Evidenzmorpheme in einer Sprache vorhanden sein müssen&amp;lt;ref name=&amp;quot;squ&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Eindeutig ist, dass alle Sprachen die Möglichkeit besitzen, die Herkunft einer Information auszudrücken. Mindestens lexikalische Ausdrücke sind für diesen Zweck in einer Sprache vorhanden (z.B. [[Adverb|Adverbien]] im Deutschen wie ''offensichtlich'', ''angeblich'' oder ganze Satzteile wie ''ich habe gehört, dass…''). &lt;br /&gt;
Bei vielen Sprachwissenschaftlern wird Evidentialität jedoch nur dann als linguistische Kategorie angesehen, wenn eine Sprache die Herkunft einer Information auch grammatisch markiert&amp;lt;ref name=&amp;quot;aik3&amp;quot;/&amp;gt;. Lexikalische Ausdrucksformen werden von Vielen meist nicht zum Phänomen gezählt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Überschneidungen mit anderen linguistischen Kategorien == &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oftmals wird Evidentialität mit anderen Kategorien, wie z.B. [[Modalität]], [[Mirativität]], [[Tempus]] oder [[Aspekt]], in Verbindung gebracht, da zum Teil Zusammenhänge festzustellen sind. Besonders die Verbindung zur [[epistemische Modalität|epistemischen Modalität]] stellt in der Literatur ein viel diskutiertes Thema dar. Einige sehen die beiden Phänomene als streng voneinander getrennte Kategorien an&amp;lt;ref name=&amp;quot;aidi&amp;quot;/&amp;gt;, für andere Wissenschaftler wiederum stellt Evidentialität einen Teil der Modalitäts-Kategorie dar&amp;lt;ref name=&amp;quot;will2&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Wenn Evidentialität nicht ganz klar in grammatischer Form, wie z.B. durch [[Morphem|Morpheme]], die eindeutig nur eine evidentielle Bedeutungen tragen, ausgedrückt wird, stellt sich die Betrachtung von Evidentialität und epistemischer Modalität als schwierig heraus.&lt;br /&gt;
Vor allem in den germanischen Sprachen scheint die Beziehung bzw. die Unterscheidung zwischen Evidentialität und [[epistemische Modalität|Epistemizität]] kompliziert zu sein. Die Schnittstelle liegt dabei meist zwischen epistemischer Modalität und [[indirekter]] Evidentialität ([[Inferenz]]). Starke epistemische Modalverben werden oftmals auch dafür verwendet, diese indirekte Evidentialität auszudrücken&amp;lt;ref name=&amp;quot;deha&amp;quot;/&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
     (1) ''Er '''soll''' steinreich sein.''&amp;lt;ref name=&amp;quot;pal&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso können Evidentialität und epistemische Modalität durch ein und dasselbe Element ausgedrückt werden, wie das niederländische ''moeten'' verdeutlicht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
     (2) Het '''moet''' een goede film zijn.&lt;br /&gt;
         Epistemische Übersetzung: „It must be a good movie.“&lt;br /&gt;
         Evidentielle Übersetzung: „It is said to be a good movie.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;deha2&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Epistemische Modalität und Evidentialität zeigen also einige Gemeinsamkeiten, aber ebenso Unterschiede. Deshalb soll eine Unterscheidung zwischen diesen beiden Kategorien zunächst die beste Lösung sein. Vor allem in den germanischen Sprachen können sowohl Evidentialität als auch [[Modalität]] durch ein und dasselbe Element ausgedrückt werden, dennoch können die Äußerungen entweder evidentiell oder modal interpretiert werden. Ein weiteres Argument, das gegen Evidentialität und Modalität als eine Kategorie spricht, ist, dass Evidentialität nicht zwangsläufig auf modale Elemente angewiesen ist. Es gibt auch andere Möglichkeiten (z.B. durch [[Tempus]]), Evidentialität zu realisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprachbeispiele für die Realisierung von grammatischer Evidentialität == &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grammatische Evidentialität kann auf unterschiedliche Weise realisiert werden: Die Markierung kann mit dem [[Tempus]] zusammenfallen oder durch [[Affix|Affixe]], [[Klitikon|Klitika]], [[Portmanteau-Morpheme]] bzw. fakultative Morpheme ausgedrückt werden. Außerdem kann Evidentialität in jedem Sprachtyp, d.h. egal ob [[Agglutinating language|agglutinierend]], [[Isolating language|isolierend]], [[Polysynthetic language|polysynthetisch]] oder [[Fusional language|fusionierend]], realisiert werden. Des Weiteren wird zwischen ''direkter'' und ''indirekter'' Evidentialität unterschieden.&lt;br /&gt;
Um die verschiedenen Typen der grammatischen Evidentialität zu zeigen, werden im Folgenden einige Sprachbeispiele aufgeführt. Die Beispiele stellen allerdings nur eine kleine Auswahl zur Veranschaulichung der Thematik dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Beispiel für direkte Evidentialität, die der Sprecher durch sensorische Evidenz erfährt, dient das [[Tariana]], eine bedrohte Sprache im Amazonas-Gebiet. Markiert wird diese visuelle Evidentialität durch das Suffix ''–ka'', das gleichzeitig eine Form der Vergangenheit ausdrückt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
     (3) ''Juse   irida    di-manika-'''ka''' ''&lt;br /&gt;
         José   football 3sgnf-play-REC.P.VIS&lt;br /&gt;
         &amp;quot;José has played football (we saw it)&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;aik4&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die auditive Wahrnehmung gehört zum Typ der direkten Evidentialität. Ein Beispiel hierfür liefert das [[Koasati]], eine muskogeanische Sprache, die in Texas und Louisiana gesprochen wird:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
      (4) ''nipó-k       aksóhka'''-ha'''''&lt;br /&gt;
          meat-SUBJ    char - AUD&lt;br /&gt;
          „It souds like the meat is charring.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;wals&amp;quot;/&amp;gt;    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur indirekten Evidentialität gehören u.a. die [[Deduktion|Deduktionsfähigkeiten]] eines Sprechers, auch [[Inferenz]] genannt. Der Sprecher verwendet inferentielle Evidentiale bei einer Schlussfolgerung, die auf physikalischen Beweisen beruht, wie ein Beispiel aus dem [[Khalkha]], einer mongolischen Sprache, verdeutlicht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
       (5) ''ter     irsen     '''biz'''''&lt;br /&gt;
           he      come    INFER&lt;br /&gt;
           „He must have come.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;wals&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reportative Evidentialität (auch [[Quotativ]]) wird realisiert, wenn dem Sprecher von einer anderen Person über eine Handlung oder ein Ereignis berichtet wurde. Als Beispiel dient das [[Lesgisch|Lesgische]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
        (6) ''Qe       sobranie       že-da'''-Ida'''''&lt;br /&gt;
            Today    meeting        be-FUT-QUOT&lt;br /&gt;
            „They say that there will be a meeting today.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;wals&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographische Verteilung von Evidentiatlität == &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt markieren etwa 25% aller Sprachen Evidentialität obligatorisch. Evidentiale tauchen auf fast allen Kontinenten der Erde auf: &lt;br /&gt;
In Afrika kommen [[Evidentiale]] jedoch nur selten vor. Die einzigen Sprachen, die dieses Phänomen in dieser Region aufweisen, sind [[Afrikaans]] (germanische Sprache in Südafrika) und [[Lega]] ([[Bantusprache]] in Zentralafrika).&lt;br /&gt;
In den Sprachen Europas (germanische Sprachen außer Englisch) herrscht vor allem indirekte Evidentialität vor. Romanische Sprachen, bis auf das Französische, scheinen nach De Haan keine Evidentiale zu beinhalten. &lt;br /&gt;
In Asien gibt es zwei Gebiete, in denen evidentielle Systeme hoch frequentiert auftauchen: Das Kaukasus- und Himalaya-Gebiet. In Kaukasussprachen kann Evidentialität mit [[Tempus]]- und [[Aspekt]]-[[Morphem|Morphemen]], zum Teil auch durch separate [[Suffix|Suffixe]], kodiert werden. Auch im Himalaya-Gebiet gibt es Sprachen, die sowohl direkte als auch indirekte Evidentialität markieren.&lt;br /&gt;
In der Pazifik-Region tendieren die Sprachen eher dazu, keine Evidentiale aufzuweisen. Anders sieht es hingegen auf dem amerikanischen Kontinent aus. In Nordamerika können evidentielle Systeme besonders in Kalifornien (Pomo-Sprachen) und im Südwesten (z.B. Uto-Aztekische Sprachen) gefunden werden. Ebenso tauchen in Südamerika vielseitige Systeme mit indirekter Evidentialität (z.B. in West-Brasilien) auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;wals&amp;quot;/&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:WALSevidence.png|thumb|450px|none|Verteilung von grammatischer Evidentiatlität auf der Welt (De Haan 2013)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;die&amp;quot;&amp;gt;vgl. Diewald/Smirnova 2010:114&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;aik&amp;quot;&amp;gt;zitiert in Aikhenvald 2004:1&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;plu&amp;quot;&amp;gt;vgl. Plugian 2010:25&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;aik2&amp;quot;&amp;gt;vgl. Aikhenvald 2004:3&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;buss&amp;quot;&amp;gt;Bußmann 2002:206&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;die2&amp;quot;&amp;gt;vgl. Diewald/Smirnova 2010:115&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;will&amp;quot;&amp;gt;Willett 1988:57&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;plu2&amp;quot;&amp;gt;Plungian 2001:353&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;squ&amp;quot;&amp;gt;vgl. Squartini 2008:918&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;aik3&amp;quot;&amp;gt;vgl. Aikhenvald 2004:6&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;aidi&amp;quot;&amp;gt;vgl. Aikhenvald 2004:3f.; Diewald/Smirnova 2010:113&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;will2&amp;quot;&amp;gt;vgl. Willet 1988:54f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;deha&amp;quot;&amp;gt;vgl. De Haan 2001:207&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;pal&amp;quot;&amp;gt;Palmer 1986:72&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;deha2&amp;quot;&amp;gt;De Haan 2001:202&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;aik4&amp;quot;&amp;gt;Aikhenvald 2004:2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;wals&amp;quot;&amp;gt;De Haan 2013, http://wals.info/chapter/77&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturverzeichnis == &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Aikhenvald, A. 2004. ''Evidentiality''. Oxford: Oxford University Press. &lt;br /&gt;
*Bußmann, H. 2002. ''Lexikon der Sprachwissenschaft''. Stuttgart: Kröner Verlag.&lt;br /&gt;
*De Haan, F. 2001. The Relation between Modality and Evidentiality. In: Müller, R. &amp;amp; Reis, M. (eds.). 2001. ''Modalität und Modalverben im Deutschen''. Linguistische Berichte, Sonderheft 9/2001. Hamburg: Helmut Buske Verlag. 201-216.&lt;br /&gt;
*De Haan, F. 2013. Semantic Distinctions of Evidentiality. In: Dryer, M. S. &amp;amp; Haspelmath, M. (eds.). 2013. The World Atlas of Language Structures Online. Leipzig: Max Planck Institute for Evolutionary Anthropology. (Available online at http://wals.info/chapter/77, Accessed on 2014-05-12.)&lt;br /&gt;
*Diewald, G. &amp;amp; Smirnova, E. 2010. Abgrenzung von Modalität und Evidentialität im heutigen Deutsch. In: Katny, A. &amp;amp; Socka, A. (eds.). 2010. ''Modalität/Temporalität in kontrastiver und typologischer Sicht''. Frankfurt am Main: Internationaler Verlag der Wissenschaften. 113-132.&lt;br /&gt;
*Palmer, F. R. 1986. Mood and Modality. Cambridge: Cambridge University Press.&lt;br /&gt;
*Plungian, V. 2001. The place of evidentiality within the universal grammatical space. ''Journal of Pragmatics'' 33. 349-357.&lt;br /&gt;
*Plungian, V. 2010. Types of verbal evidentiality marking: an overview. In: Diewald, G. &amp;amp; Smirnova, E. (eds.). 2010. ''Linguistic realization of evidentiality in European languages''. Berlin/New York: Walter de Gruyter. 15-58.&lt;br /&gt;
*Squartini, M. 2008. Lexical vs. grammatical evidentiality in French and Italian. ''Linguistics'', 917-947.&lt;br /&gt;
*Willett, T. 1988. A cross-linguistic survey of the grammaticization of evidentiality. ''Studies in Language'' 12. 51–97&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{wb}}&lt;br /&gt;
[[Category:Semantics]]&lt;br /&gt;
[[Category:Modality]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lisa.Engelbrecht</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=File:WALSevidence.png&amp;diff=15371</id>
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		<updated>2014-05-27T11:40:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lisa.Engelbrecht: Verteilung von grammatischer Evidentiatlität auf der Welt, De Haan 2013, http://wals.info/chapter/77&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Verteilung von grammatischer Evidentiatlität auf der Welt, De Haan 2013, http://wals.info/chapter/77&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lisa.Engelbrecht</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=Evidentialit%C3%A4t&amp;diff=15370</id>
		<title>Evidentialität</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://glottopedia.org/index.php?title=Evidentialit%C3%A4t&amp;diff=15370"/>
		<updated>2014-05-27T11:35:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lisa.Engelbrecht: Created page with &amp;quot;{{TOCright}}  '''Evidentialität''' ist eine linguistische Kategorie, die ausdrückt, von welcher Quelle eine Information stammt. Sie gilt in den Grammatikbeschreibungen der [...&amp;quot;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{TOCright}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Evidentialität''' ist eine linguistische Kategorie, die ausdrückt, von welcher Quelle eine Information stammt. Sie gilt in den Grammatikbeschreibungen der [[Germanic|germanischen Sprachen]] als bisher keine geläufige Kategorie&amp;lt;ref name=&amp;quot;die&amp;quot;/&amp;gt;. Dies könnte zum einen daran liegen, dass Evidentialität in den meisten germanischen Sprachen nicht im traditionellen Sinn erscheint und keinen obligatorischen Aspekt darstellt. Zum anderen ist die Forschung an Evidentialität noch sehr jung, denn erst in den vergangenen dreißig Jahren ist das Interesse an der Erforschung von Evidentialität gestiegen. Die erste Annahme zu diesem Themengebiet stammt von [[Boas]] aus dem Jahre 1938. Er sagte zu diesem Zeitpunkt bereits, dass Evidentialität Aufschluss über die Quelle der Information geben könnte&amp;lt;ref name=&amp;quot;aik&amp;quot;/&amp;gt;. Der Hauptbegriff ''source of information'' (''Informationsquelle'') wurde allerdings erst von [[Jakobson]] im Jahre 1957 geprägt&amp;lt;ref name=&amp;quot;plu&amp;quot;/&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Definition == &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einigen Sprachen stellt Evidentialität einen obligatorischen Aspekt dar und wird u.a. durch grammatische [[Morphem|Morpheme]] am [[Verb]] markiert. Wiederum andere Sprachen drücken Evidentialität fakultativ aus. Die verschiedenen Sprachsysteme, die dieses sprachliche Phänomen beinhalten, unterscheiden sich jedoch stark in ihrer Komplexität&amp;lt;ref name=&amp;quot;aik2&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Bußmann (2002) definiert in ihrem Lexikon der Sprachwissenschaft Evidentialität als &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;strukturelle Dimension der [[Grammatik]], deren Werte von Konstruktionstypen ausgedrückt werden, die die Quelle der Information kodieren, die ein Sprecher weitergibt. Als primäre Informationsquelle gilt im Allgemeinen die eigene Anschauung (direkte Evidenz); weitere wichtige Informationsquellen sind das Hörensagen ([[Quotativ]]) und die Deduktionsfähigkeiten des Sprechers (inferential) (indirekte Evidenz).&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;buss&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evidentialitätsmarker geben also nicht nur an, dass einem Sprecher Evidenzen über seine Aussage vorliegen, sondern in der Regel auch die Art der Evidenzen, also ob es sich um direkte oder indirekte Evidentialität handelt&amp;lt;ref name=&amp;quot;die2&amp;quot;/&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine erste einschlägige Arbeit zum Thema Evidentialität stammt von Willett aus dem Jahre 1988. Die bisher herrschende Annahme, dass Evidentialität zweigeteilt (direkt, indirekt) ist, wird durch ihn erweitert, indem er innerhalb der indirekten Evidentialität zwischen ''reported'' (berichtet) und ''inferring'' (geschlussfolgert) unterscheidet:&amp;lt;ref name=&amp;quot;will&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:EvidenceWillett1988.png|thumb|450px|none|&amp;quot;Types of evidence&amp;quot; Willett 1988:57]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Plungian (2001) stellt in seinen Ausführungen ebenfalls ein mögliches Modell vor, um die verschiedenen evidentiellen Ausdrücke den Evidentialitätstypen zuordnen zu können. Sein Modell stellt eine Modifizierung von Willetts Modell dar:&amp;lt;ref name=&amp;quot;plu2&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:EvidencePlungian2001.png|thumb|450px|none|&amp;quot;Different types of evidential oppositions&amp;quot; Plungian 2001:353]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Plungian unterscheidet zwischen ''direkter Evidenz'' (der Sprecher hat die Situation direkt wahrgenommen: visuell oder nicht-visuell), ''reflektierter Evidenz'' (Schlussfolgerungen und Vermutungen) und ''vermittelter Evidenz'' (Hörensagen), um an die Informationsquelle einer gegebenen Situation zu kommen. Dabei werden direkte und reflektierte Evidenz unter persönlicher Evidenz zusammengefasst. Reflektierte und vermittelte Evidenz gehören zur indirekten Evidenz. Bei den Schlussfolgerungen und Vermutungen (reflektierte Evidenz) kommt es somit zu einer Überschneidung von persönlicher und indirekter Evidenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es treten immer wieder Uneinigkeiten bei der Definition von Evidentialität auf. Es stellt sich beispielsweise die Frage, ob auch lexikalische Ausdrücke Formen von Evidentialität darstellen können oder ob es obligatorisch ist, dass Evidenzmorpheme in einer Sprache vorhanden sein müssen&amp;lt;ref name=&amp;quot;squ&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Eindeutig ist, dass alle Sprachen die Möglichkeit besitzen, die Herkunft einer Information auszudrücken. Mindestens lexikalische Ausdrücke sind für diesen Zweck in einer Sprache vorhanden (z.B. [[Adverb|Adverbien]] im Deutschen wie ''offensichtlich'', ''angeblich'' oder ganze Satzteile wie ''ich habe gehört, dass…''). &lt;br /&gt;
Bei vielen Sprachwissenschaftlern wird Evidentialität jedoch nur dann als linguistische Kategorie angesehen, wenn eine Sprache die Herkunft einer Information auch grammatisch markiert&amp;lt;ref name=&amp;quot;aik3&amp;quot;/&amp;gt;. Lexikalische Ausdrucksformen werden von Vielen meist nicht zum Phänomen gezählt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Überschneidungen mit anderen linguistischen Kategorien == &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oftmals wird Evidentialität mit anderen Kategorien, wie z.B. [[Modalität]], [[Mirativität]], [[Tempus]] oder [[Aspekt]], in Verbindung gebracht, da zum Teil Zusammenhänge festzustellen sind. Besonders die Verbindung zur [[epistemische Modalität|epistemischen Modalität]] stellt in der Literatur ein viel diskutiertes Thema dar. Einige sehen die beiden Phänomene als streng voneinander getrennte Kategorien an&amp;lt;ref name=&amp;quot;aidi&amp;quot;/&amp;gt;, für andere Wissenschaftler wiederum stellt Evidentialität einen Teil der Modalitäts-Kategorie dar&amp;lt;ref name=&amp;quot;will2&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Wenn Evidentialität nicht ganz klar in grammatischer Form, wie z.B. durch [[Morphem|Morpheme]], die eindeutig nur eine evidentielle Bedeutungen tragen, ausgedrückt wird, stellt sich die Betrachtung von Evidentialität und epistemischer Modalität als schwierig heraus.&lt;br /&gt;
Vor allem in den germanischen Sprachen scheint die Beziehung bzw. die Unterscheidung zwischen Evidentialität und [[epistemische Modalität|Epistemizität]] kompliziert zu sein. Die Schnittstelle liegt dabei meist zwischen epistemischer Modalität und [[indirekter]] Evidentialität ([[Inferenz]]). Starke epistemische Modalverben werden oftmals auch dafür verwendet, diese indirekte Evidentialität auszudrücken&amp;lt;ref name=&amp;quot;deha&amp;quot;/&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
     (1) ''Er '''soll''' steinreich sein.''&amp;lt;ref name=&amp;quot;pal&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso können Evidentialität und epistemische Modalität durch ein und dasselbe Element ausgedrückt werden, wie das niederländische ''moeten'' verdeutlicht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
     (2) Het '''moet''' een goede film zijn.&lt;br /&gt;
         Epistemische Übersetzung: „It must be a good movie.“&lt;br /&gt;
         Evidentielle Übersetzung: „It is said to be a good movie.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;deha2&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Epistemische Modalität und Evidentialität zeigen also einige Gemeinsamkeiten, aber ebenso Unterschiede. Deshalb soll eine Unterscheidung zwischen diesen beiden Kategorien zunächst die beste Lösung sein. Vor allem in den germanischen Sprachen können sowohl Evidentialität als auch [[Modalität]] durch ein und dasselbe Element ausgedrückt werden, dennoch können die Äußerungen entweder evidentiell oder modal interpretiert werden. Ein weiteres Argument, das gegen Evidentialität und Modalität als eine Kategorie spricht, ist, dass Evidentialität nicht zwangsläufig auf modale Elemente angewiesen ist. Es gibt auch andere Möglichkeiten (z.B. durch [[Tempus]]), Evidentialität zu realisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprachbeispiele für die Realisierung von grammatischer Evidentialität == &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grammatische Evidentialität kann auf unterschiedliche Weise realisiert werden: Die Markierung kann mit dem [[Tempus]] zusammenfallen oder durch [[Affix|Affixe]], [[Klitikon|Klitika]], [[Portmanteau-Morpheme]] bzw. fakultative Morpheme ausgedrückt werden. Außerdem kann Evidentialität in jedem Sprachtyp, d.h. egal ob [[Agglutinating language|agglutinierend]], [[Isolating language|isolierend]], [[Polysynthetic language|polysynthetisch]] oder [[Fusional language|fusionierend]], realisiert werden. Des Weiteren wird zwischen ''direkter'' und ''indirekter'' Evidentialität unterschieden.&lt;br /&gt;
Um die verschiedenen Typen der grammatischen Evidentialität zu zeigen, werden im Folgenden einige Sprachbeispiele aufgeführt. Die Beispiele stellen allerdings nur eine kleine Auswahl zur Veranschaulichung der Thematik dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Beispiel für direkte Evidentialität, die der Sprecher durch sensorische Evidenz erfährt, dient das [[Tariana]], eine bedrohte Sprache im Amazonas-Gebiet. Markiert wird diese visuelle Evidentialität durch das Suffix ''–ka'', das gleichzeitig eine Form der Vergangenheit ausdrückt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
     (3) ''Juse   irida    di-manika-'''ka''' ''&lt;br /&gt;
         José   football 3sgnf-play-REC.P.VIS&lt;br /&gt;
         &amp;quot;José has played football (we saw it)&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;aik4&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die auditive Wahrnehmung gehört zum Typ der direkten Evidentialität. Ein Beispiel hierfür liefert das [[Koasati]], eine muskogeanische Sprache, die in Texas und Louisiana gesprochen wird:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
      (4) ''nipó-k       aksóhka'''-ha'''''&lt;br /&gt;
          meat-SUBJ    char - AUD&lt;br /&gt;
          „It souds like the meat is charring.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;wals&amp;quot;/&amp;gt;    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur indirekten Evidentialität gehören u.a. die [[Deduktion|Deduktionsfähigkeiten]] eines Sprechers, auch [[Inferenz]] genannt. Der Sprecher verwendet inferentielle Evidentiale bei einer Schlussfolgerung, die auf physikalischen Beweisen beruht, wie ein Beispiel aus dem [[Khalkha]], einer mongolischen Sprache, verdeutlicht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
       (5) ''ter     irsen     '''biz'''''&lt;br /&gt;
           he      come    INFER&lt;br /&gt;
           „He must have come.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;wals&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reportative Evidentialität (auch [[Quotativ]]) wird realisiert, wenn dem Sprecher von einer anderen Person über eine Handlung oder ein Ereignis berichtet wurde. Als Beispiel dient das [[Lesgisch|Lesgische]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
        (6) ''Qe       sobranie        že-da'''-Ida'''''&lt;br /&gt;
            Today    meeting       be-FUT-QUOT&lt;br /&gt;
            „They say that there will be a meeting today.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;wals&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographische Verteilung von Evidentiatlität == &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;die&amp;quot;&amp;gt;vgl. Diewald/Smirnova 2010:114&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;aik&amp;quot;&amp;gt;zitiert in Aikhenvald 2004:1&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;plu&amp;quot;&amp;gt;vgl. Plugian 2010:25&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;aik2&amp;quot;&amp;gt;vgl. Aikhenvald 2004:3&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;buss&amp;quot;&amp;gt;Bußmann 2002:206&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;die2&amp;quot;&amp;gt;vgl. Diewald/Smirnova 2010:115&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;will&amp;quot;&amp;gt;Willett 1988:57&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;plu2&amp;quot;&amp;gt;Plungian 2001:353&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;squ&amp;quot;&amp;gt;vgl. Squartini 2008:918&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;aik3&amp;quot;&amp;gt;vgl. Aikhenvald 2004:6&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;aidi&amp;quot;&amp;gt;vgl. Aikhenvald 2004:3f.; Diewald/Smirnova 2010:113&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;will2&amp;quot;&amp;gt;vgl. Willet 1988:54f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;deha&amp;quot;&amp;gt;vgl. De Haan 2001:207&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;pal&amp;quot;&amp;gt;Palmer 1986:72&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;deha2&amp;quot;&amp;gt;De Haan 2001:202&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;aik4&amp;quot;&amp;gt;Aikhenvald 2004:2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;wals&amp;quot;&amp;gt;De Haan 2013, http://wals.info/chapter/77&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{wb}}&lt;br /&gt;
[[Category:Semantics]]&lt;br /&gt;
[[Category:Modality]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lisa.Engelbrecht</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=File:EvidencePlungian2001.png&amp;diff=15369</id>
		<title>File:EvidencePlungian2001.png</title>
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		<updated>2014-05-27T11:03:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lisa.Engelbrecht: &amp;quot;Different types of evidential oppositions&amp;quot; Plungian 2001:353&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;quot;Different types of evidential oppositions&amp;quot; Plungian 2001:353&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lisa.Engelbrecht</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=Epistemische_Modalit%C3%A4t&amp;diff=15368</id>
		<title>Epistemische Modalität</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://glottopedia.org/index.php?title=Epistemische_Modalit%C3%A4t&amp;diff=15368"/>
		<updated>2014-05-27T11:03:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lisa.Engelbrecht: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{TOCright}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemein == &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diewald/Smirnova (2010) bezeichnen epistemische [[Modalität]] als „Faktizitätsbewertung eines Sachverhalts“. Dabei wird das Augenmerk auf das „Tatsache-Sein“ einer [[Proposition]] gelegt, allerdings geht es nicht um die objektive Wahrheitsbewertung, sondern um die „sprecherbasierte Einschätzung des dargestellten Sachverhalts bezüglich seines Grades an Realität, Aktualität, Wirklichkeit“&amp;lt;ref name=&amp;quot;die&amp;quot;/&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Palmer (1986) unterteilt den Bereich der epistemischen Modalität folgendermaßen: &amp;quot;There are at least four ways in which a speaker may indicate that he is not presenting what he is saying as a fact, but rather: That he is speculating about it, that he is presenting it as a deduction, that he has been told about it, that it is a matter only of appearance, based on the evidence of (possibily fallible) senses.&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;pal1&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Epistemische Modalität steht in Verbindung mit den Bereichen der Möglichkeit (''possibility'') und der Notwendigkeit (''necessity''), die entweder zu einer starken oder schwachen epistemischen Modalität führen. Schwache epistemische Modalität wird beispielsweise in [[Germanic|germanischen Sprachen]] durch [[Verb|Verben]] wie ''may'' und ''can'' grammatikalisiert. Starke epistemische Modalität wird durch Verben wie ''must'' oder ''shall'' realisiert. Wie bereits erwähnt, verweist epistemische Modalität auf die Einstellung des Sprechers zum Wahrheitsgehalt seiner Äußerung. Verwendet er nun Ausdrücke von schwacher epistemischer Modalität, ist seine Bereitschaft zum Wahrheitsgehalt seiner Äußerung niedriger, als wenn er starke epistemische Ausdrücke nutzt&amp;lt;ref name=&amp;quot;deha1&amp;quot;/&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Epistemische Modalität und Evidentialität ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor allem in den germanischen Sprachen scheint die Beziehung bzw. die Unterscheidung zwischen epistemischer Modalität und [[Evidentialität]] kompliziert zu sein. Die Schnittstelle liegt dabei meist zwischen epistemischer Modalität und indirekter Evidentialität ([[Inferenz]]). Starke epistemische [[modal verb|Modalverben]] werden oftmals auch dafür verwendet, diese indirekte Evidentialität auszudrücken&amp;lt;ref name=&amp;quot;deha2&amp;quot;/&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
     (1) Er '''soll''' steinreich sein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;pal&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso können Evidentialität und epistemische Modalität durch ein und dasselbe Element ausgedrückt werden, wie das niederländische ''moeten'' verdeutlicht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
     (2) Het '''moet''' een goede film zijn.&lt;br /&gt;
         Epistemische Übersetzung: „It must be a good movie.“&lt;br /&gt;
         Evidentielle Übersetzung: „It is said to be a good movie.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;deha&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Literatur herrscht weitestgehend Uneinigkeit über die Beziehung zwischen epistemischer Modalität und Evidentialität. Einige Autoren sehen die beiden Phänomene als streng voneinander getrennte Kategorien an&amp;lt;ref name=&amp;quot;aik&amp;quot;/&amp;gt;, für andere Sprachwissenschaftler wiederum stellt Evidentialität einen Teil der Modalitäts-Kategorie dar&amp;lt;ref name=&amp;quot;wil&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Da ein Zusammenhang zwischen epistemischer Modalität und Evidentialität allerdings nur im Bereich der inferentiellen Evidentialität (Schlussfolgerungen) erscheint, sollte es nicht allgemein als Unterkategorie von Modalität angenommen werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprachbeispiele für die verschiedenen Arten von epistemischer Modalität ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt auch in diesem Bereich verschiedene Möglichkeiten, wie Sprachen epistemische Modalität ausdrücken. Im ''World Atlas of Language Structures'' werden drei Strategien vorgestellt, die in Sprachen vorkommen können. Demnach gibt es Sprachtypen, die epistemische Modalität durch verbale Konstruktionen markieren, Sprachtypen, die durch Affixe am Verb markieren oder Sprachen, in denen epistemische Modalität durch anderweitige Konstruktionen realisiert wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Harar Oromo]], eine Sprache in Äthiopien, dient als Beispiel für den ersten Sprachtyp, in dem verbale Konstruktionen epistemische Modalität als eine von mehreren Bedeutungen inne haben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
   (3) Ní   d’uf-t-i     '''taa-t-i'''.&lt;br /&gt;
       FOC  come-F-IMPF  become-F-IMPF&lt;br /&gt;
       „She may come.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;auam&amp;quot;/&amp;gt;                                           &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie das Beispiel zeigt, muss die Verbal-Konstruktion nicht zwangsläufig nur eine epistemische Bedeutung haben. Das Verb, das in diesem Fall eine epistemische Bedeutung übernommen hat, kann ebenso die Bedeutung ''to become'' oder ''to be'' tragen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Sprachtyp drückt epistemische Modalität nicht durch Verbal-Konstruktionen, sondern durch [[Affix|Affixe]] am Verb aus. Als Beispiel dient das [[Koasati]], eine Sprache im Südosten der vereinigten Staaten. Die Sprache kann das verbale Suffix ''–sahá:wa'' verwenden, das ''might be'' bedeutet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
     (4) Á:t-ok          hó:pa:-'''sahá:w'''-ok   oh-hí:c-á:hi-k     amá:k.&lt;br /&gt;
         person-NOM.FOC  be.sick-POS-SS.FOC go-see-INTENT-SS   go.PL.IMP&lt;br /&gt;
         „Someone might be sick, go over and look, you all!“&amp;lt;ref name=&amp;quot;auam&amp;quot;/&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der dritte Sprachtyp besitzt weder Verbal-Konstruktionen noch verbale Affixe, um epistemische Modalität zu markieren. Die Realisierung erfolgt durch andere, lexikalische Marker, wie [[Adjektiv|Adjektive]] (''uncertain'', ''possible'') oder anderen [[Partikel|Partikeln]] und [[Adverb|Adverbien]], wie dem Englischen ''maybe'' oder dem Element ''yilama'' aus dem [[Wardaman]], eine Sprache in Australien:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
    (5) '''Yilama''' ya-yinyja    ma-yinyja   wurrugu    ngarlg-ba.&lt;br /&gt;
        Maybe  IRR.3SG-go   HAB.3SG-go  3N.SG.DAT  call-PCL&lt;br /&gt;
        „Maybe he’ll go, he always goes to call them.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;auam&amp;quot;/&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographische Verteilung von epistemischer Modalität ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den meisten europäischen Sprachen wird epistemische Modalität durch verbale Konstruktionen kodiert. In Nordeurasien weisen nur das [[Russisch|Russische]], [[Tuvan]] und das [[Mandarin]] verbale Konstruktionen zum Ausdruck von epistemischer Modalität auf. Andere Sprachen dieses Gebiets verwenden verbale Affixe oder andere Möglichkeiten. In Südasien tauchen sowohl verbale [[Auxiliary verb|Auxiliare]] als auch verbale Affixe auf. In Ostasien hingegen gibt es kaum einen Ausdruck von epistemischer Modalität. In Australien und Neuguinea sind nur wenige Sprachen mit verbalen Konstruktionen zu finden, die Sprachen in Neuguinea bevorzugen Affixe zur Markierung von epistemischer Modalität. Auf dem afrikanischen Kontinent erfolgt im Zentrum die Markierung epistemischer Modalität auf andere Weise, z.B. durch lexikalische Marker. In den semitischen Sprachen und in den Sprachen Westafrikas überwiegt die Markierung durch verbale Konstruktionen&amp;lt;ref name=&amp;quot;auam&amp;quot;/&amp;gt;. In folgender Karte ist die weltweite Verteilung von Sprachen mit epistemischer Modalität dargestellt:&amp;lt;ref name=&amp;quot;auam&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Wals epistem.png|thumb|450px|none|Verteilung von epistemischer Modalität (van der Auwera/Ammann 2013)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Andere Sprachen==&lt;br /&gt;
English [[epistemic modality]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verweise == &lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;pal1&amp;quot;&amp;gt;Palmer 1986:51&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;die&amp;quot;&amp;gt;Diewald/Smirnova 2010:115f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;deha1&amp;quot;&amp;gt;vgl. De Haan 2001:203&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;deha2&amp;quot;&amp;gt; vgl. ebd., 207&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;aik&amp;quot;&amp;gt; vgl. Aikhenvald 2004:3f.; Diewald/Smirnova 2010:113&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;wil&amp;quot;&amp;gt; vgl. Willet 1988:54f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;auam&amp;quot;&amp;gt;van der Auwera/Ammann 2013, WALS http://wals.info/chapter/75&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;pal&amp;quot;&amp;gt;Palmer 1986:72&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;deha&amp;quot;&amp;gt;De Haan 2001:202&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturverzeichnis == &lt;br /&gt;
*Bußmann, H. 2002. ''Lexikon der Sprachwissenschaft''. Stuttgart: Kröner.&lt;br /&gt;
*Bybee, J. L. 1985. ''Morphology. A Study of the Relation between Meaning and Form''. Amsterdam/Philadelphia: Benjamins.&lt;br /&gt;
*De Haan, F. 2001. The Relation between Modality and Evidentiality. In: Müller, R. &amp;amp; M. Reis (eds.). 2001. ''Modalität und Modalverben im Deutschen. Linguistische Berichte, Sonderheft 9/2001''. Hamburg: Buske, 201-216.&lt;br /&gt;
*Diewald, G. &amp;amp; Smirnova, E. 2010. Abgrenzung von Modalität und Evidentialität im heutigen Deutsch. In: Katny, A. &amp;amp; Socka, A. (eds.). 2010. ''Modalität/Temporalität in kontrastiver und typologischer Sicht''. Frankfurt am Main: Internationaler Verlag der Wissenschaften, 113-132.&lt;br /&gt;
*Palmer, R. 1986. ''Mood and Modality''. Cambridge: Cambridge University Press.&lt;br /&gt;
*Sipova, I. A. 2010. Epistemische Modalität im Deutschen und Russischen in kontrastiver Sicht. In: Katny, A. &amp;amp; Socka, A. (eds.). 2010. ''Modalität/Temporalität in kontrastiver und typologischer Sicht''. Frankfurt am Main: Internationaler Verlag der Wissenschaften, 211-221.&lt;br /&gt;
*van der Auwera, J.&amp;amp; Ammann, A. 2013. Epistemic Possibility. In: Dryer, M. S. &amp;amp; Haspelmath, M. (eds.). 2013. ''The World Atlas of Language Structures Online''. Leipzig: Max Planck Institute for Evolutionary Anthropology. (Available online at http://wals.info/chapter/75, Accessed on 2014-05-13.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{wb}}&lt;br /&gt;
[[Category:Semantics]]&lt;br /&gt;
[[Category:Modality]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lisa.Engelbrecht</name></author>
		
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Lisa.Engelbrecht: &amp;quot;Types of evidence&amp;quot; nach Willett 1988:57&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;quot;Types of evidence&amp;quot; nach Willett 1988:57&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lisa.Engelbrecht</name></author>
		
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		<title>Evidentiality</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Lisa.Engelbrecht: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{stub}}{{cats}}&lt;br /&gt;
'''Evidentiality''' is a way of marking [[epistemic modality]], i.e. how we know something is true. Some languages grammaticise evidentiality (mark it in their verb system).&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
===Example===&lt;br /&gt;
Turkmen, for example, has four levels of evidentiality - direct, inferred, assumed, and reported. These are marked in the following way:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''al-dy'' 's/he took'; &lt;br /&gt;
''al-ypdyr'' 's/he took (but I didn't see it)'; &lt;br /&gt;
''alan eken'' 's/he apparently took'; &lt;br /&gt;
''al-anmyş'' 'it is rumoured that s/he took'. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
It is important to use these correctly, otherwise the wrong impression can be conveyed.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Other languages===&lt;br /&gt;
German [[Evidentialität]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{dc}}&lt;br /&gt;
[[Category:Modality]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lisa.Engelbrecht</name></author>
		
	</entry>
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		<title>Epistemische Modalität</title>
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		<updated>2014-05-27T10:33:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lisa.Engelbrecht: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{TOCright}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemein == &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diewald/Smirnova (2010) bezeichnen epistemische [[Modalität]] als „Faktizitätsbewertung eines Sachverhalts“. Dabei wird das Augenmerk auf das „Tatsache-Sein“ einer [[Proposition]] gelegt, allerdings geht es nicht um die objektive Wahrheitsbewertung, sondern um die „sprecherbasierte Einschätzung des dargestellten Sachverhalts bezüglich seines Grades an Realität, Aktualität, Wirklichkeit“&amp;lt;ref name=&amp;quot;die&amp;quot;/&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Palmer (1986) unterteilt den Bereich der epistemischen Modalität folgendermaßen: &amp;quot;There are at least four ways in which a speaker may indicate that he is not presenting what he is saying as a fact, but rather: That he is speculating about it, that he is presenting it as a deduction, that he has been told about it, that it is a matter only of appearance, based on the evidence of (possibily fallible) senses.&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;pal1&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Epistemische Modalität steht in Verbindung mit den Bereichen der Möglichkeit (''possibility'') und der Notwendigkeit (''necessity''), die entweder zu einer starken oder schwachen epistemischen Modalität führen. Schwache epistemische Modalität wird beispielsweise in [[Germanic|germanischen Sprachen]] durch [[Verb|Verben]] wie ''may'' und ''can'' grammatikalisiert. Starke epistemische Modalität wird durch Verben wie ''must'' oder ''shall'' realisiert. Wie bereits erwähnt, verweist epistemische Modalität auf die Einstellung des Sprechers zum Wahrheitsgehalt seiner Äußerung. Verwendet er nun Ausdrücke von schwacher epistemischer Modalität, ist seine Bereitschaft zum Wahrheitsgehalt seiner Äußerung niedriger, als wenn er starke epistemische Ausdrücke nutzt&amp;lt;ref name=&amp;quot;deha1&amp;quot;/&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Epistemische Modalität und Evidentialität ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor allem in den germanischen Sprachen scheint die Beziehung bzw. die Unterscheidung zwischen epistemischer Modalität und [[Evidentialität]] kompliziert zu sein. Die Schnittstelle liegt dabei meist zwischen epistemischer Modalität und indirekter Evidentialität ([[Inferenz]]). Starke epistemische [[modal verb|Modalverben]] werden oftmals auch dafür verwendet, diese indirekte Evidentialität auszudrücken&amp;lt;ref name=&amp;quot;deha2&amp;quot;/&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
     (1) Er '''soll''' steinreich sein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;pal&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso können Evidentialität und epistemische Modalität durch ein und dasselbe Element ausgedrückt werden, wie das niederländische ''moeten'' verdeutlicht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
     (2) Het '''moet''' een goede film zijn.&lt;br /&gt;
         Epistemische Übersetzung: „It must be a good movie.“&lt;br /&gt;
         Evidentielle Übersetzung: „It is said to be a good movie.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;deha&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Literatur herrscht weitestgehend Uneinigkeit über die Beziehung zwischen epistemischer Modalität und Evidentialität. Einige Autoren sehen die beiden Phänomene als streng voneinander getrennte Kategorien an&amp;lt;ref name=&amp;quot;aik&amp;quot;/&amp;gt;, für andere Sprachwissenschaftler wiederum stellt Evidentialität einen Teil der Modalitäts-Kategorie dar&amp;lt;ref name=&amp;quot;wil&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Da ein Zusammenhang zwischen epistemischer Modalität und Evidentialität allerdings nur im Bereich der inferentiellen Evidentialität (Schlussfolgerungen) erscheint, sollte es nicht allgemein als Unterkategorie von Modalität angenommen werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprachbeispiele für die verschiedenen Arten von epistemischer Modalität ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt auch in diesem Bereich verschiedene Möglichkeiten, wie Sprachen epistemische Modalität ausdrücken. Im ''World Atlas of Language Structures'' werden drei Strategien vorgestellt, die in Sprachen vorkommen können. Demnach gibt es Sprachtypen, die epistemische Modalität durch verbale Konstruktionen markieren, Sprachtypen, die durch Affixe am Verb markieren oder Sprachen, in denen epistemische Modalität durch anderweitige Konstruktionen realisiert wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Harar Oromo]], eine Sprache in Äthiopien, dient als Beispiel für den ersten Sprachtyp, in dem verbale Konstruktionen epistemische Modalität als eine von mehreren Bedeutungen inne haben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
   (3) Ní   d’uf-t-i     '''taa-t-i'''.&lt;br /&gt;
       FOC  come-F-IMPF  become-F-IMPF&lt;br /&gt;
       „She may come.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;auam&amp;quot;/&amp;gt;                                           &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie das Beispiel zeigt, muss die Verbal-Konstruktion nicht zwangsläufig nur eine epistemische Bedeutung haben. Das Verb, das in diesem Fall eine epistemische Bedeutung übernommen hat, kann ebenso die Bedeutung ''to become'' oder ''to be'' tragen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Sprachtyp drückt epistemische Modalität nicht durch Verbal-Konstruktionen, sondern durch [[Affix|Affixe]] am Verb aus. Als Beispiel dient das [[Koasati]], eine Sprache im Südosten der vereinigten Staaten. Die Sprache kann das verbale Suffix ''–sahá:wa'' verwenden, das ''might be'' bedeutet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
     (4) Á:t-ok          hó:pa:-'''sahá:w'''-ok   oh-hí:c-á:hi-k     amá:k.&lt;br /&gt;
         person-NOM.FOC  be.sick-POS-SS.FOC go-see-INTENT-SS   go.PL.IMP&lt;br /&gt;
         „Someone might be sick, go over and look, you all!“&amp;lt;ref name=&amp;quot;auam&amp;quot;/&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der dritte Sprachtyp besitzt weder Verbal-Konstruktionen noch verbale Affixe, um epistemische Modalität zu markieren. Die Realisierung erfolgt durch andere, lexikalische Marker, wie [[Adjektiv|Adjektive]] (''uncertain'', ''possible'') oder anderen [[Partikel|Partikeln]] und [[Adverb|Adverbien]], wie dem Englischen ''maybe'' oder dem Element ''yilama'' aus dem [[Wardaman]], eine Sprache in Australien:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
    (5) '''Yilama''' ya-yinyja    ma-yinyja   wurrugu    ngarlg-ba.&lt;br /&gt;
        Maybe  IRR.3SG-go   HAB.3SG-go  3N.SG.DAT  call-PCL&lt;br /&gt;
        „Maybe he’ll go, he always goes to call them.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;auam&amp;quot;/&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographische Verteilung von epistemischer Modalität ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den meisten europäischen Sprachen wird epistemische Modalität durch verbale Konstruktionen kodiert. In Nordeurasien weisen nur das [[Russisch|Russische]], [[Tuvan]] und das [[Mandarin]] verbale Konstruktionen zum Ausdruck von epistemischer Modalität auf. Andere Sprachen dieses Gebiets verwenden verbale Affixe oder andere Möglichkeiten. In Südasien tauchen sowohl verbale [[Auxiliary verb|Auxiliare]] als auch verbale Affixe auf. In Ostasien hingegen gibt es kaum einen Ausdruck von epistemischer Modalität. In Australien und Neuguinea sind nur wenige Sprachen mit verbalen Konstruktionen zu finden, die Sprachen in Neuguinea bevorzugen Affixe zur Markierung von epistemischer Modalität. Auf dem afrikanischen Kontinent erfolgt im Zentrum die Markierung epistemischer Modalität auf andere Weise, z.B. durch lexikalische Marker. In den semitischen Sprachen und in den Sprachen Westafrikas überwiegt die Markierung durch verbale Konstruktionen&amp;lt;ref name=&amp;quot;auam&amp;quot;/&amp;gt;. In folgender Karte ist die weltweite Verteilung von Sprachen mit epistemischer Modalität dargestellt:&amp;lt;ref name=&amp;quot;auam&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Wals epistem.png]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Andere Sprachen==&lt;br /&gt;
English [[epistemic modality]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verweise == &lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;pal1&amp;quot;&amp;gt;Palmer 1986:51&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;die&amp;quot;&amp;gt;Diewald/Smirnova 2010:115f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;deha1&amp;quot;&amp;gt;vgl. De Haan 2001:203&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;deha2&amp;quot;&amp;gt; vgl. ebd., 207&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;aik&amp;quot;&amp;gt; vgl. Aikhenvald 2004:3f.; Diewald/Smirnova 2010:113&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;wil&amp;quot;&amp;gt; vgl. Willet 1988:54f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;auam&amp;quot;&amp;gt;van der Auwera/Ammann 2013, WALS http://wals.info/chapter/75&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;pal&amp;quot;&amp;gt;Palmer 1986:72&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;deha&amp;quot;&amp;gt;De Haan 2001:202&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturverzeichnis == &lt;br /&gt;
*Bußmann, H. 2002. ''Lexikon der Sprachwissenschaft''. Stuttgart: Kröner.&lt;br /&gt;
*Bybee, J. L. 1985. ''Morphology. A Study of the Relation between Meaning and Form''. Amsterdam/Philadelphia: Benjamins.&lt;br /&gt;
*De Haan, F. 2001. The Relation between Modality and Evidentiality. In: Müller, R. &amp;amp; M. Reis (eds.). 2001. ''Modalität und Modalverben im Deutschen. Linguistische Berichte, Sonderheft 9/2001''. Hamburg: Buske, 201-216.&lt;br /&gt;
*Diewald, G. &amp;amp; Smirnova, E. 2010. Abgrenzung von Modalität und Evidentialität im heutigen Deutsch. In: Katny, A. &amp;amp; Socka, A. (eds.). 2010. ''Modalität/Temporalität in kontrastiver und typologischer Sicht''. Frankfurt am Main: Internationaler Verlag der Wissenschaften, 113-132.&lt;br /&gt;
*Palmer, R. 1986. ''Mood and Modality''. Cambridge: Cambridge University Press.&lt;br /&gt;
*Sipova, I. A. 2010. Epistemische Modalität im Deutschen und Russischen in kontrastiver Sicht. In: Katny, A. &amp;amp; Socka, A. (eds.). 2010. ''Modalität/Temporalität in kontrastiver und typologischer Sicht''. Frankfurt am Main: Internationaler Verlag der Wissenschaften, 211-221.&lt;br /&gt;
*van der Auwera, J.&amp;amp; Ammann, A. 2013. Epistemic Possibility. In: Dryer, M. S. &amp;amp; Haspelmath, M. (eds.). 2013. ''The World Atlas of Language Structures Online''. Leipzig: Max Planck Institute for Evolutionary Anthropology. (Available online at http://wals.info/chapter/75, Accessed on 2014-05-13.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{wb}}&lt;br /&gt;
[[Category:Semantics]]&lt;br /&gt;
[[Category:Modality]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lisa.Engelbrecht</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=File:Wals_epistem.png&amp;diff=15364</id>
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		<updated>2014-05-27T10:24:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lisa.Engelbrecht: Lisa.Engelbrecht uploaded a new version of &amp;amp;quot;File:Wals epistem.png&amp;amp;quot;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Verteilung epistemischer Modalität: http://wals.info/chapter/75&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lisa.Engelbrecht</name></author>
		
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		<title>File:Wals epistem.png</title>
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		<updated>2014-05-27T10:21:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lisa.Engelbrecht: Verteilung epistemischer Modalität: http://wals.info/chapter/75&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Verteilung epistemischer Modalität: http://wals.info/chapter/75&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lisa.Engelbrecht</name></author>
		
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	<entry>
		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=Modalit%C3%A4t&amp;diff=15362</id>
		<title>Modalität</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://glottopedia.org/index.php?title=Modalit%C3%A4t&amp;diff=15362"/>
		<updated>2014-05-27T10:14:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lisa.Engelbrecht: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{TOCright}}&lt;br /&gt;
'''Modalität''' bezeichnet eine semantisch-pragmatische Beschreibungsperspektive, welche sich im weiteren Sinne auf die Art und Weise der Stellungnahme des Sprechers zur Geltung des durch eine Äußerung ausgedrückten Sachverhaltes in der aktuellen Welt bezieht: Modalitätsunterschiede in der Bedeutung von Sätzen beziehen sich auf alternative Möglichkeiten, zu den in der aktuellen Welt bestehenden Gegebenheiten Stellung zu nehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Definition ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit anderen Worten verdeutlicht der Sprecher mit sprachlichen Mitteln sein Verhältnis zur Handlung bzw. zu seiner Aussage&amp;lt;ref name=&amp;quot;sip&amp;quot;/&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Modalität kann auf verschiedene Weise ausgedrückt werden. Zum einen kann es durch morphologische Mittel – z.B. die unterschiedlichen Modi des Verbs - realisiert werden. Des Weiteren können lexikalische Mittel, wie z.B. Satzadverbien (''hoffentlich, vielleicht''), Modalverben (''können, mögen, müssen'') oder aber auch syntaktische Mittel, wie Umschreibungen mit ''würde'' oder Konstruktionen mit ''haben'' und ''sein'' + Infinitiv (''Ich habe zu arbeiten, Die Arbeit ist zu erledigen'') Modalität ausdrücken&amp;lt;ref name=&amp;quot;buss&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem kann man zwischen verschiedenen Typen von Modalität unterscheiden. Zu den drei Haupttypen gehören u.a.:&lt;br /&gt;
*[[deontische Modalität]] (griech. ''deon'' „Pflicht“; bezogen auf Gebote und Verbote: ''Hans muss um 18 Uhr zu Hause sein''&amp;lt;ref name=&amp;quot;byb&amp;quot;/&amp;gt;), &lt;br /&gt;
*[[dynamische Modalität]] (dem Subjekt wird eine Fähigkeit zugeschrieben: ''Hans kann schreiben''&amp;lt;ref name=&amp;quot;palm&amp;quot;/&amp;gt;) und &lt;br /&gt;
*[[epistemische Modalität]] (griech. ''episteme'' „Wissen“; bezogen auf den Wissensstand des Sprechers: ''Das Licht brennt, Hans muss zu Hause sein''&amp;lt;ref name=&amp;quot;palm2&amp;quot;/&amp;gt;). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als weitere Modalitätstypen gelten:&lt;br /&gt;
*[[alethische Modalität]] (griech. ''alethia'' „Wahrheit“; bezogen auf logische Schlussfolgerungen über die Wahrheit von Beziehungen: ''Wenn Eva weint oder schreit, muss auch gelten, dass sie weint oder schreit''&amp;lt;ref name=&amp;quot;eva&amp;quot;/&amp;gt;), &lt;br /&gt;
*[[physische Modalität]] (bezogen auf die physischen Fähigkeiten: ''Eva kann einem auf die Nerven gehen''&amp;lt;ref name=&amp;quot;eva&amp;quot;/&amp;gt;) und &lt;br /&gt;
*[[bulethische Modalität]] (bezogen darauf, ob in einer möglichen Welt etwas gewünscht wird: ''Eva will einem auf die Nerven gehen''&amp;lt;ref name=&amp;quot;eva&amp;quot;/&amp;gt;). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Literatur gibt es oftmals Überschneidungen zwischen der Kategorie der [[epistemische Modalität|epistemischen Modalität]] und der [[Evidentialität]]. Viele Sprachwissenschaftler sehen Evidentialität als Unterkategorie von Modalität an (dann auch [[evidentielle Modalität]] genannt). Für wiederum andere Wissenschaftler stellt Evidentialität eine eigene und unabhängige Kategorie dar, die lediglich einige Gemeinsamkeiten mit der Modalität aufweist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
[[epistemisches Verb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Link ==&lt;br /&gt;
[http://www2.rz.hu-berlin.de/linguistik/institut/syntax/onlinelexikon/M/modalitaet.htm Modalität] in Norbert Fries, Online Lexikon Linguistik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sip&amp;quot;&amp;gt;vgl. Sipova 2010:212&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;buss&amp;quot;&amp;gt;vgl. Bußmann 2002:438&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;byb&amp;quot;&amp;gt;vgl. Bybee 1985:166&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;palm&amp;quot;&amp;gt;vgl. Palmer 1986:12&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;palm2&amp;quot;&amp;gt;vgl. ebd., 18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;eva&amp;quot;&amp;gt;http://www2.rz.hu-berlin.de/linguistik/institut/syntax/onlinelexikon/M/modalitaet.htm&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*Alanen, L.K. 1999. Logical Modality and Attitudes to Propositions. In: Meggle, G. (Hg.), Actions, Norms, Values: Discussions with Georg Henrik von Wright. Berlin 1999, 211-226.&lt;br /&gt;
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*Diewald, G. &amp;amp; Smirnova, E. 2010. Abgrenzung von Modalität und Evidentialität im heutigen Deutsch. In: Katny, A. &amp;amp; Socka, A. (eds.). 2010. ''Modalität/Temporalität in kontrastiver und typologischer Sicht''. Frankfurt am Main: Internationaler Verlag der Wissenschaften, 113-132.&lt;br /&gt;
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*N. Fries, Syntaktische und semantische Studien zum frei verwendeten Infinitiv und zu verwandten Erscheinungen im Deutschen. Tübingen 1983.&lt;br /&gt;
*– Ders., Flexionsmorphologie und Syntax des Imperativs im Deutschen und im Neugriechischen. Mit einer Skizze der Flexionsmorphologie für beide Sprachen. [= S&amp;amp;P - Veröffentlichung des Lunder Projektes Sprache &amp;amp; Pragmatik].&lt;br /&gt;
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*Z. Zvolenszky, Is a Possible-Worlds Semantics of Modality Possible? A Problem for Kratzer’s Semantics. Linguistics in the Big Apple (LIBA) 2002.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere Sprachen ==&lt;br /&gt;
*Chinesisch [[情态]] &lt;br /&gt;
*Englisch [[modality]] &lt;br /&gt;
*Französisch [[modalité]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{wb}}&lt;br /&gt;
[[Category:Semantics]]&lt;br /&gt;
[[Category:Modality]]&lt;br /&gt;
[[Category:Morphology]]&lt;br /&gt;
[[Category:Grammar]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lisa.Engelbrecht</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=Epistemische_Modalit%C3%A4t&amp;diff=15273</id>
		<title>Epistemische Modalität</title>
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		<updated>2014-05-20T12:32:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lisa.Engelbrecht: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{WIP}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Allgemein === &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diewald/Smirnova (2010:115f.) bezeichnen epistemische [[Modalität]] als „Faktizitätsbewertung eines Sachverhalts“. Dabei wird das Augenmerk auf das „Tatsache-Sein“ einer [[Proposition]] gelegt, allerdings geht es nicht um die objektive Wahrheitsbewertung, sondern um die „sprecherbasierte Einschätzung des dargestellten Sachverhalts bezüglich seines Grades an Realität, Aktualität, Wirklichkeit“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Palmer (1986:51) unterteilt den Bereich der epistemischen Modalität folgendermaßen: &amp;quot;There are at least four ways in which a speaker may indicate that he is not presenting what he is saying as a fact, but rather: That he is speculating about it, that he is presenting it as a deduction, that he has been told about it, that it is a matter only of appearance, based on the evidence of (possibily fallible) senses.&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Epistemische Modalität steht in Verbindung mit den Bereichen der Möglichkeit (''possibility'') und der Notwendigkeit (''necessity''), die entweder zu einer starken oder schwachen epistemischen Modalität führen. Schwache epistemische Modalität wird beispielsweise in [[Germanic|germanischen Sprachen]] durch [[Verb|Verben]] wie ''may'' und ''can'' grammatikalisiert. Starke epistemische Modalität wird durch Verben wie ''must'' oder ''shall'' realisiert. Wie bereits erwähnt, verweist epistemische Modalität auf die Einstellung des Sprechers zum Wahrheitsgehalt seiner Äußerung. Verwendet er nun Ausdrücke von schwacher epistemischer Modalität, ist seine Bereitschaft zum Wahrheitsgehalt seiner Äußerung niedriger, als wenn er starke epistemische Ausdrücke nutzt&amp;lt;ref name=&amp;quot;deha1&amp;quot;/&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Epistemische Modalität und Evidentialität ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor allem in den germanischen Sprachen scheint die Beziehung bzw. die Unterscheidung zwischen epistemischer Modalität und [[Evidentialität]] kompliziert zu sein. Die Schnittstelle liegt dabei meist zwischen epistemischer Modalität und indirekter Evidentialität ([[Inferenz]]). Starke epistemische [[modal verb|Modalverben]] werden oftmals auch dafür verwendet, diese indirekte Evidentialität auszudrücken&amp;lt;ref name=&amp;quot;deha2&amp;quot;/&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
     (1) Er '''soll''' steinreich sein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;pal&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso können Evidentialität und epistemische Modalität durch ein und dasselbe Element ausgedrückt werden, wie das niederländische ''moeten'' verdeutlicht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
     (2) Het '''moet''' een goede film zijn.&lt;br /&gt;
         Epistemische Übersetzung: „It must be a good movie.“&lt;br /&gt;
         Evidentielle Übersetzung: „It is said to be a good movie.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;deha&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Literatur herrscht weitestgehend Uneinigkeit über die Beziehung zwischen epistemischer Modalität und Evidentialität. Einige Autoren sehen die beiden Phänomene als streng voneinander getrennte Kategorien an&amp;lt;ref name=&amp;quot;aik&amp;quot;/&amp;gt;, für andere Sprachwissenschaftler wiederum stellt Evidentialität einen Teil der Modalitäts-Kategorie dar&amp;lt;ref name=&amp;quot;wil&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Da ein Zusammenhang zwischen epistemischer Modalität und Evidentialität allerdings nur im Bereich der inferentiellen Evidentialität (Schlussfolgerungen) erscheint, sollte es nicht allgemein als Unterkategorie von Modalität angenommen werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprachbeispiele für die verschiedenen Arten von epistemischer Modalität ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt auch in diesem Bereich verschiedene Möglichkeiten, wie Sprachen epistemische Modalität ausdrücken. Im ''World Atlas of Language Structures'' werden drei Strategien vorgestellt, die in Sprachen vorkommen können. Demnach gibt es Sprachtypen, die epistemische Modalität durch verbale Konstruktionen markieren, Sprachtypen, die durch Affixe am Verb markieren oder Sprachen, in denen epistemische Modalität durch anderweitige Konstruktionen realisiert wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Harar Oromo]], eine Sprache in Äthiopien, dient als Beispiel für den ersten Sprachtyp, in dem verbale Konstruktionen epistemische Modalität als eine von mehreren Bedeutungen inne haben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
   (3) Ní   d’uf-t-i     '''taa-t-i'''.&lt;br /&gt;
       FOC  come-F-IMPF  become-F-IMPF&lt;br /&gt;
       „She may come.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;auam&amp;quot;/&amp;gt;                                           &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie das Beispiel zeigt, muss die Verbal-Konstruktion nicht zwangsläufig nur eine epistemische Bedeutung haben. Das Verb, das in diesem Fall eine epistemische Bedeutung übernommen hat, kann ebenso die Bedeutung ''to become'' oder ''to be'' tragen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Sprachtyp drückt epistemische Modalität nicht durch Verbal-Konstruktionen, sondern durch [[Affix|Affixe]] am Verb aus. Als Beispiel dient das [[Koasati]], eine Sprache im Südosten der vereinigten Staaten. Die Sprache kann das verbale Suffix ''–sahá:wa'' verwenden, das ''might be'' bedeutet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
     (4) Á:t-ok          hó:pa:-'''sahá:w'''-ok   oh-hí:c-á:hi-k     amá:k.&lt;br /&gt;
         person-NOM.FOC  be.sick-POS-SS.FOC go-see-INTENT-SS   go.PL.IMP&lt;br /&gt;
         „Someone might be sick, go over and look, you all!“&amp;lt;ref name=&amp;quot;auam&amp;quot;/&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der dritte Sprachtyp besitzt weder Verbal-Konstruktionen noch verbale Affixe, um epistemische Modalität zu markieren. Die Realisierung erfolgt durch andere, lexikalische Marker, wie Adjektive (''uncertain'', ''possible'') oder anderen [[Partikel|Partikeln]] und [[Adverb|Adverbien]], wie dem Englischen ''maybe'' oder dem Element ''yilama'' aus dem [[Wardaman]], eine Sprache in Australien:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
    (5) '''Yilama''' ya-yinyja    ma-yinyja   wurrugu    ngarlg-ba.&lt;br /&gt;
        Maybe  IRR.3SG-go   HAB.3SG-go  3N.SG.DAT  call-PCL&lt;br /&gt;
        „Maybe he’ll go, he always goes to call them.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;auam&amp;quot;/&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geographische Verteilung von epistemischer Modalität ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den meisten europäischen Sprachen wird epistemische Modalität durch verbale Konstruktionen kodiert. In Nordeurasien weisen nur das [[Russisch|Russische]], [[Tuvan]] und das [[Mandarin]] verbale Konstruktionen zum Ausdruck von epistemischer Modalität auf. Andere Sprachen dieses Gebiets verwenden verbale Affixe oder andere Möglichkeiten. In Südasien tauchen sowohl verbale [[Auxiliary verb|Auxiliare]] als auch verbale Affixe auf. In Ostasien hingegen gibt es kaum einen Ausdruck von epistemischer Modalität. In Australien und Neuguinea sind nur wenige Sprachen mit verbalen Konstruktionen zu finden, die Sprachen in Neuguinea bevorzugen Affixe zur Markierung von epistemischer Modalität. Auf dem afrikanischen Kontinent erfolgt im Zentrum die Markierung epistemischer Modalität auf andere Weise, z.B. durch lexikalische Marker. In den semitischen Sprachen und in den Sprachen Westafrikas überwiegt die Markierung durch verbale Konstruktionen&amp;lt;ref name=&amp;quot;auam&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Andere Sprachen===&lt;br /&gt;
English [[epistemic modality]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verweise === &lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;deha1&amp;quot;&amp;gt;vgl. De Haan 2001:203&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;deha2&amp;quot;&amp;gt; vgl. ebd., 207&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;aik&amp;quot;&amp;gt; vgl. Aikhenvald 2004:3f.; Diewald/Smirnova 2010:113&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;wil&amp;quot;&amp;gt; vgl. Willet 1988:54f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;auam&amp;quot;&amp;gt;van der Auwera/Ammann 2013, WALS http://wals.info/chapter/75&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;pal&amp;quot;&amp;gt;Palmer 1986:72&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;deha&amp;quot;&amp;gt;De Haan 2001:202&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literaturverzeichnis === &lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{wb}}&lt;br /&gt;
[[Category:Semantics]]&lt;br /&gt;
[[Category:Modality]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lisa.Engelbrecht</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=Modalit%C3%A4t&amp;diff=15272</id>
		<title>Modalität</title>
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		<updated>2014-05-20T12:31:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lisa.Engelbrecht: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{WIP}}&lt;br /&gt;
'''Modalität''' bezeichnet eine semantisch-pragmatische Beschreibungsperspektive, welche sich im weiteren Sinne auf die Art und Weise der Stellungnahme des Sprechers zur Geltung des durch eine Äußerung ausgedrückten Sachverhaltes in der aktuellen Welt bezieht: Modalitätsunterschiede in der Bedeutung von Sätzen beziehen sich auf alternative Möglichkeiten, zu den in der aktuellen Welt bestehenden Gegebenheiten Stellung zu nehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Definition ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit anderen Worten verdeutlicht der Sprecher mit sprachlichen Mitteln sein Verhältnis zur Handlung bzw. zu seiner Aussage&amp;lt;ref name=&amp;quot;sip&amp;quot;/&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Modalität kann auf verschiedene Weise ausgedrückt werden. Zum einen kann es durch morphologische Mittel – z.B. die unterschiedlichen Modi des Verbs - realisiert werden. Des Weiteren können lexikalische Mittel, wie z.B. Satzadverbien (''hoffentlich, vielleicht''), Modalverben (''können, mögen, müssen'') oder aber auch syntaktische Mittel, wie Umschreibungen mit ''würde'' oder Konstruktionen mit ''haben'' und ''sein'' + Infinitiv (''Ich habe zu arbeiten, Die Arbeit ist zu erledigen'') Modalität ausdrücken&amp;lt;ref name=&amp;quot;buss&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Zudem kann man zwischen verschiedenen Typen von Modalität unterscheiden: Zu den drei Haupttypen gehören u.a. die sogenannte [[deontische Modalität]] (griech. ''deon'' „Pflicht“; bezogen auf Gebote und Verbote: ''Hans muss um 18 Uhr zu Hause sein''&amp;lt;ref name=&amp;quot;byb&amp;quot;/&amp;gt;), die [[dynamische Modalität]] (dem Subjekt wird eine Fähigkeit zugeschrieben: ''Hans kann schreiben''&amp;lt;ref name=&amp;quot;palm&amp;quot;/&amp;gt;) und die [[epistemische Modalität]] (griech. ''episteme'' „Wissen“; bezogen auf den Wissensstand des Sprechers: ''Das Licht brennt, Hans muss zu Hause sein''&amp;lt;ref name=&amp;quot;palm2&amp;quot;/&amp;gt;). Als weitere Modalitätstypen werden die [[alethische Modalität]] (griech. ''alethia'' „Wahrheit“; bezogen auf logische Schlussfolgerungen über die Wahrheit von Beziehungen: ''Wenn Eva weint oder schreit, muss auch gelten, dass sie weint oder schreit''&amp;lt;ref name=&amp;quot;eva&amp;quot;/&amp;gt;), [[physische Modalität]] (bezogen auf die physischen Fähigkeiten: ''Eva kann einem auf die Nerven gehen''&amp;lt;ref name=&amp;quot;eva&amp;quot;/&amp;gt;) und [[bulethische Modalität]] (bezogen darauf, ob in einer möglichen Welt etwas gewünscht wird: ''Eva will einem auf die Nerven gehen''&amp;lt;ref name=&amp;quot;eva&amp;quot;/&amp;gt;) genannt. &lt;br /&gt;
In der Literatur gibt es oftmals Überschneidungen zwischen der Kategorie der [[epistemische Modalität|epistemischen Modalität]] und der [[Evidentialität]]. Viele Sprachwissenschaftler sehen Evidentialität als Unterkategorie von Modalität an (dann auch [[evidentielle Modalität]] genannt). Für wiederum andere Wissenschaftler stellt Evidentialität eine eigene und unabhängige Kategorie dar, die lediglich einige Gemeinsamkeiten mit der Modalität aufweist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Siehe auch ===&lt;br /&gt;
[[epistemisches Verb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Link ===&lt;br /&gt;
[http://www2.rz.hu-berlin.de/linguistik/institut/syntax/onlinelexikon/M/modalitaet.htm Modalität] in Norbert Fries, Online Lexikon Linguistik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== References ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sip&amp;quot;&amp;gt;vgl. Sipova 2010:212&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;buss&amp;quot;&amp;gt;vgl. Bußmann 2002:438&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;byb&amp;quot;&amp;gt;vgl. Bybee 1985:166&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;palm&amp;quot;&amp;gt;vgl. Palmer 1986:12&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;palm2&amp;quot;&amp;gt;vgl. ebd., 18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;eva&amp;quot;&amp;gt;http://www2.rz.hu-berlin.de/linguistik/institut/syntax/onlinelexikon/M/modalitaet.htm&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur ===&lt;br /&gt;
*Alanen, L.K. 1999. Logical Modality and Attitudes to Propositions. In: Meggle, G. (Hg.), Actions, Norms, Values: Discussions with Georg Henrik von Wright. Berlin 1999, 211-226.&lt;br /&gt;
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*R. Dietrich, Modalität im Deutschen. Zur Theorie der relativen Modalität. Opladen 1992.&lt;br /&gt;
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*– Ders., Flexionsmorphologie und Syntax des Imperativs im Deutschen und im Neugriechischen. Mit einer Skizze der Flexionsmorphologie für beide Sprachen. [= S&amp;amp;P - Veröffentlichung des Lunder Projektes Sprache &amp;amp; Pragmatik].&lt;br /&gt;
*T. A. Fritz, Wahr-Sagen. Futur, Modalität und Sprecherbezug im Deutschen. Hamburg 2000.&lt;br /&gt;
*M. Ippolito, The Time of Possibilities: Truth and Felicity of Subjunctive Conditionals Diss. MIT Cambridge, Mass. 2002.&lt;br /&gt;
*H. H. Jachnow et al. (Hg.), Modalität und Modus. Wiesbaden 1994.&lt;br /&gt;
*M. Jary, Mood in Relevance Rheory: A Re-analysis Focusing on the Spanish Subjunctive. UCLWPL 2002/157–188.&lt;br /&gt;
*A. Kratzer, Modality. HSK 1991/6, 639–650.&lt;br /&gt;
*O. Leirbukt (Hg.), Tempus/Temporalität und Modus/Modalität im Deutschen - auch in konstrastiver Perspektive. Tübingen 2004.&lt;br /&gt;
*O. Letnes &amp;amp; H. Vater (Hg.), Modalität und Übersetzung. Trier 2005.&lt;br /&gt;
*R. Ludwig, Modalität und Modus im gesprochenen Französisch. Tübingen 1988.&lt;br /&gt;
*M. McShane, Mood and Modality: Out of Theory and Into the Fray. Natural Language Engineering 2004/19(1), 57–89.&lt;br /&gt;
*C. Meier, Konsekutive Konstruktionen und relative Modalität. Diss. Tübingen 2000.&lt;br /&gt;
*Palmer, R. 1986. ''Mood and Modality''. Cambridge: Cambridge University Press.&lt;br /&gt;
*N. Rescher, Studies in Modality. Oxford 1974.&lt;br /&gt;
*K. J. Sæbø, Necessary Conditions in a Natural Language. In: C. Féry &amp;amp; W. Sternefeld (Hg.), Audiatur Vox Sapientiae. Berlin 2001, 427–449.&lt;br /&gt;
*J. Sanfhöfer-Sixel, Modalität und gesprochene Sprache. Ausdrucksformen subjektiver Bewertung in einem lokalen Substandard des Westmitteldeutschen. Mainz 1988.&lt;br /&gt;
*Sipova, I. A. 2010. Epistemische Modalität im Deutschen und Russischen in kontrastiver Sicht. In: Katny, A. &amp;amp; Socka, A. (eds.). 2010. ''Modalität/Temporalität in kontrastiver und typologischer Sicht''. Frankfurt am Main: Internationaler Verlag der Wissenschaften, 211-221.&lt;br /&gt;
*P. Schlenker, A Plea For Monsters. LP 2003/26, 29–120.&lt;br /&gt;
*A. v. Stechow, Modalität. Ms. Tübingen 2004.&lt;br /&gt;
*T. Swan &amp;amp; O. J. Westvik (Hg.), Modality in Germanic Languages: Historical and Comparative Perspectives. Berlin 1997.&lt;br /&gt;
*van der Auwera, J.&amp;amp; Ammann, A. 2013. Epistemic Possibility. In: Dryer, M. S. &amp;amp; Haspelmath, M. (eds.). 2013. ''The World Atlas of Language Structures Online''. Leipzig: Max Planck Institute for Evolutionary Anthropology. (Available online at http://wals.info/chapter/75, Accessed on 2014-05-13.).&lt;br /&gt;
*H. Vater &amp;amp; O. Letnes (Hg.), Modalität und mehr. Trier 2001.&lt;br /&gt;
*D. Wilson &amp;amp; D. Sperber, Mood and the Analysis of Non-Declarative Sentences. In: A. Kasher (Hg.), Pragmatics: Critical Concepts, Vol. II. London 1998, 262–289.&lt;br /&gt;
*D. Zaefferer, Modale Kategorien. HSK 2001/20.1, 784–816.&lt;br /&gt;
*Z. Zvolenszky, Is a Possible-Worlds Semantics of Modality Possible? A Problem for Kratzer’s Semantics. Linguistics in the Big Apple (LIBA) 2002.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere Sprachen ===&lt;br /&gt;
*Chinesisch [[情态]] &lt;br /&gt;
*Englisch [[modality]] &lt;br /&gt;
*Französisch [[modalité]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{wb}}&lt;br /&gt;
[[Category:Semantics]]&lt;br /&gt;
[[Category:Modality]]&lt;br /&gt;
[[Category:Morphology]]&lt;br /&gt;
[[Category:Grammar]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lisa.Engelbrecht</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=Modalit%C3%A4t&amp;diff=15271</id>
		<title>Modalität</title>
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		<updated>2014-05-20T11:47:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lisa.Engelbrecht: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Incomplete|Literaturangaben}}&lt;br /&gt;
'''Modalität''' bezeichnet eine semantisch-pragmatische Beschreibungsperspektive, welche sich im weiteren Sinne auf die Art und Weise der Stellungnahme des Sprechers zur Geltung des durch eine Äußerung ausgedrückten Sachverhaltes in der aktuellen Welt bezieht: Modalitätsunterschiede in der Bedeutung von Sätzen beziehen sich auf alternative Möglichkeiten, zu den in der aktuellen Welt bestehenden Gegebenheiten Stellung zu nehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Definition ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit anderen Worten verdeutlicht der Sprecher mit sprachlichen Mitteln sein Verhältnis zur Handlung bzw. zu seiner Aussage&amp;lt;ref name=&amp;quot;sip&amp;quot;/&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Modalität kann auf verschiedene Weise ausgedrückt werden. Zum einen kann es durch morphologische Mittel – z.B. die unterschiedlichen Modi des Verbs - realisiert werden. Des Weiteren können lexikalische Mittel, wie z.B. Satzadverbien (''hoffentlich, vielleicht''), Modalverben (''können, mögen, müssen'') oder aber auch syntaktische Mittel, wie Umschreibungen mit ''würde'' oder Konstruktionen mit ''haben'' und ''sein'' + Infinitiv (''Ich habe zu arbeiten, Die Arbeit ist zu erledigen'') Modalität ausdrücken&amp;lt;ref name=&amp;quot;buss&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Zudem kann man zwischen verschiedenen Typen von Modalität unterscheiden: Zu den drei Haupttypen gehören u.a. die sogenannte [[deontische Modalität]] (griech. ''deon'' „Pflicht“; bezogen auf Gebote und Verbote: ''Hans muss um 18 Uhr zu Hause sein''&amp;lt;ref name=&amp;quot;byb&amp;quot;/&amp;gt;), die [[dynamische Modalität]] (dem Subjekt wird eine Fähigkeit zugeschrieben: ''Hans kann schreiben''&amp;lt;ref name=&amp;quot;palm&amp;quot;/&amp;gt;) und die [[epistemische Modalität]] (griech. ''episteme'' „Wissen“; bezogen auf den Wissensstand des Sprechers: ''Das Licht brennt, Hans muss zu Hause sein''&amp;lt;ref name=&amp;quot;palm2&amp;quot;/&amp;gt;). Als weitere Modalitätstypen werden die [[alethische Modalität]] (griech. ''alethia'' „Wahrheit“; bezogen auf logische Schlussfolgerungen über die Wahrheit von Beziehungen: ''Wenn Eva weint oder schreit, muss auch gelten, dass sie weint oder schreit''&amp;lt;ref name=&amp;quot;eva&amp;quot;/&amp;gt;), [[physische Modalität]] (bezogen auf die physischen Fähigkeiten: ''Eva kann einem auf die Nerven gehen''&amp;lt;ref name=&amp;quot;eva&amp;quot;/&amp;gt;) und [[bulethische Modalität]] (bezogen darauf, ob in einer möglichen Welt etwas gewünscht wird: ''Eva will einem auf die Nerven gehen''&amp;lt;ref name=&amp;quot;eva&amp;quot;/&amp;gt;) genannt. &lt;br /&gt;
In der Literatur gibt es oftmals Überschneidungen zwischen der Kategorie der [[epistemische Modalität|epistemischen Modalität]] und der [[Evidentialität]]. Viele Sprachwissenschaftler sehen Evidentialität als Unterkategorie von Modalität an (dann auch [[evidentielle Modalität]] genannt). Für wiederum andere Wissenschaftler stellt Evidentialität eine eigene und unabhängige Kategorie dar, die lediglich einige Gemeinsamkeiten mit der Modalität aufweist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Siehe auch ===&lt;br /&gt;
[[epistemisches Verb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Link ===&lt;br /&gt;
[http://www2.rz.hu-berlin.de/linguistik/institut/syntax/onlinelexikon/M/modalitaet.htm Modalität] in Norbert Fries, Online Lexikon Linguistik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== References ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sip&amp;quot;&amp;gt;vgl. Sipova 2010:212&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;buss&amp;quot;&amp;gt;vgl. Bußmann 2002:438&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;byb&amp;quot;&amp;gt;vgl. Bybee 1985:166&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;palm&amp;quot;&amp;gt;vgl. Palmer 1986:12&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;palm2&amp;quot;&amp;gt;vgl. ebd., 18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;eva&amp;quot;&amp;gt;http://www2.rz.hu-berlin.de/linguistik/institut/syntax/onlinelexikon/M/modalitaet.htm&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur ===&lt;br /&gt;
*Alanen, L.K. 1999. Logical Modality and Attitudes to Propositions. In: Meggle, G. (Hg.), Actions, Norms, Values: Discussions with Georg Henrik von Wright. Berlin 1999, 211-226.&lt;br /&gt;
*K. H. Bausch, Modalität und Konjunktivgebrauch in der gesprochenen deutschen Standardsprache. München 1979.&lt;br /&gt;
*R. Bhatt, Covert Modality in Non-finite Contexts. Berlin 2006.&lt;br /&gt;
*Bußmann, H. 2002. ''Lexikon der Sprachwissenschaft''. Stuttgart: Kröner.&lt;br /&gt;
*Bybee, J. L. 1985. ''Morphology. A Study of the Relation between Meaning and Form''. Amsterdam/Philadelphia: Benjamins. &lt;br /&gt;
*J. Bybee et al. (Hg.), The Evolution of Grammar: Tense, Aspect and Modality in the Languages of the World. Chicago 1994.&lt;br /&gt;
*– Ders. &amp;amp; S. Fleischman (Hg.), Modality in Grammar and Discourse. Amsterdam 1995.&lt;br /&gt;
*C. Chihara, The Worlds of Possibility. Modal Realism and the Semantics of Modal Logic. Oxford 1998.&lt;br /&gt;
*De Haan, F. 2001. The Relation between Modality and Evidentiality. In: Müller, R. &amp;amp; M. Reis (eds.). 2001. ''Modalität und Modalverben im Deutschen. Linguistische Berichte, Sonderheft 9/2001''. Hamburg: Buske, 201-216.&lt;br /&gt;
*R. Dietrich, Modalität im Deutschen. Zur Theorie der relativen Modalität. Opladen 1992.&lt;br /&gt;
*Diewald, G. &amp;amp; Smirnova, E. 2010. Abgrenzung von Modalität und Evidentialität im heutigen Deutsch. In: Katny, A. &amp;amp; Socka, A. (eds.). 2010. ''Modalität/Temporalität in kontrastiver und typologischer Sicht''. Frankfurt am Main: Internationaler Verlag der Wissenschaften, 113-132.&lt;br /&gt;
*W. Frawley (Hg.), The Expression of Modality. Berlin 2005.&lt;br /&gt;
*N. Fries, Syntaktische und semantische Studien zum frei verwendeten Infinitiv und zu verwandten Erscheinungen im Deutschen. Tübingen 1983.&lt;br /&gt;
*– Ders., Flexionsmorphologie und Syntax des Imperativs im Deutschen und im Neugriechischen. Mit einer Skizze der Flexionsmorphologie für beide Sprachen. [= S&amp;amp;P - Veröffentlichung des Lunder Projektes Sprache &amp;amp; Pragmatik].&lt;br /&gt;
*T. A. Fritz, Wahr-Sagen. Futur, Modalität und Sprecherbezug im Deutschen. Hamburg 2000.&lt;br /&gt;
*M. Ippolito, The Time of Possibilities: Truth and Felicity of Subjunctive Conditionals Diss. MIT Cambridge, Mass. 2002.&lt;br /&gt;
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*M. Jary, Mood in Relevance Rheory: A Re-analysis Focusing on the Spanish Subjunctive. UCLWPL 2002/157–188.&lt;br /&gt;
*A. Kratzer, Modality. HSK 1991/6, 639–650.&lt;br /&gt;
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*O. Letnes &amp;amp; H. Vater (Hg.), Modalität und Übersetzung. Trier 2005.&lt;br /&gt;
*R. Ludwig, Modalität und Modus im gesprochenen Französisch. Tübingen 1988.&lt;br /&gt;
*M. McShane, Mood and Modality: Out of Theory and Into the Fray. Natural Language Engineering 2004/19(1), 57–89.&lt;br /&gt;
*C. Meier, Konsekutive Konstruktionen und relative Modalität. Diss. Tübingen 2000.&lt;br /&gt;
*Palmer, R. 1986. ''Mood and Modality''. Cambridge: Cambridge University Press.&lt;br /&gt;
*N. Rescher, Studies in Modality. Oxford 1974.&lt;br /&gt;
*K. J. Sæbø, Necessary Conditions in a Natural Language. In: C. Féry &amp;amp; W. Sternefeld (Hg.), Audiatur Vox Sapientiae. Berlin 2001, 427–449.&lt;br /&gt;
*J. Sanfhöfer-Sixel, Modalität und gesprochene Sprache. Ausdrucksformen subjektiver Bewertung in einem lokalen Substandard des Westmitteldeutschen. Mainz 1988.&lt;br /&gt;
*Sipova, I. A. 2010. Epistemische Modalität im Deutschen und Russischen in kontrastiver Sicht. In: Katny, A. &amp;amp; Socka, A. (eds.). 2010. ''Modalität/Temporalität in kontrastiver und typologischer Sicht''. Frankfurt am Main: Internationaler Verlag der Wissenschaften, 211-221.&lt;br /&gt;
*P. Schlenker, A Plea For Monsters. LP 2003/26, 29–120.&lt;br /&gt;
*A. v. Stechow, Modalität. Ms. Tübingen 2004.&lt;br /&gt;
*T. Swan &amp;amp; O. J. Westvik (Hg.), Modality in Germanic Languages: Historical and Comparative Perspectives. Berlin 1997.&lt;br /&gt;
*van der Auwera, J.&amp;amp; Ammann, A. 2013. Epistemic Possibility. In: Dryer, M. S. &amp;amp; Haspelmath, M. (eds.). 2013. ''The World Atlas of Language Structures Online''. Leipzig: Max Planck Institute for Evolutionary Anthropology. (Available online at http://wals.info/chapter/75, Accessed on 2014-05-13.).&lt;br /&gt;
*H. Vater &amp;amp; O. Letnes (Hg.), Modalität und mehr. Trier 2001.&lt;br /&gt;
*D. Wilson &amp;amp; D. Sperber, Mood and the Analysis of Non-Declarative Sentences. In: A. Kasher (Hg.), Pragmatics: Critical Concepts, Vol. II. London 1998, 262–289.&lt;br /&gt;
*D. Zaefferer, Modale Kategorien. HSK 2001/20.1, 784–816.&lt;br /&gt;
*Z. Zvolenszky, Is a Possible-Worlds Semantics of Modality Possible? A Problem for Kratzer’s Semantics. Linguistics in the Big Apple (LIBA) 2002.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere Sprachen ===&lt;br /&gt;
*Chinesisch [[情态]] &lt;br /&gt;
*Englisch [[modality]] &lt;br /&gt;
*Französisch [[modalité]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{wb}}&lt;br /&gt;
[[Category:Semantics]]&lt;br /&gt;
[[Category:Modality]]&lt;br /&gt;
[[Category:Morphology]]&lt;br /&gt;
[[Category:Grammar]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lisa.Engelbrecht</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
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		<title>Modalität</title>
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		<updated>2014-05-20T11:44:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lisa.Engelbrecht: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Incomplete|Literaturangaben}}&lt;br /&gt;
'''Modalität''' bezeichnet eine semantisch-pragmatische Beschreibungsperspektive, welche sich im weiteren Sinne auf die Art und Weise der Stellungnahme des Sprechers zur Geltung des durch eine Äußerung ausgedrückten Sachverhaltes in der aktuellen Welt bezieht: Modalitätsunterschiede in der Bedeutung von Sätzen beziehen sich auf alternative Möglichkeiten, zu den in der aktuellen Welt bestehenden Gegebenheiten Stellung zu nehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Definition ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit anderen Worten verdeutlicht der Sprecher mit sprachlichen Mitteln sein Verhältnis zur Handlung bzw. zu seiner Aussage&amp;lt;ref name=&amp;quot;sip&amp;quot;/&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Modalität kann auf verschiedene Weise ausgedrückt werden. Zum einen kann es durch morphologische Mittel – z.B. die unterschiedlichen Modi des Verbs - realisiert werden. Des Weiteren können lexikalische Mittel, wie z.B. Satzadverbien (''hoffentlich, vielleicht''), Modalverben (''können, mögen, müssen'') oder aber auch syntaktische Mittel, wie Umschreibungen mit ''würde'' oder Konstruktionen mit ''haben'' und ''sein'' + Infinitiv (''Ich habe zu arbeiten, Die Arbeit ist zu erledigen'') Modalität ausdrücken&amp;lt;ref name=&amp;quot;buss&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Zudem kann man zwischen verschiedenen Typen von Modalität unterscheiden: Zu den drei Haupttypen gehören u.a. die sogenannte [[deontische Modalität]] (griech. ''deon'' „Pflicht“; bezogen auf Gebote und Verbote: ''Hans muss um 18 Uhr zu Hause sein''&amp;lt;ref name=&amp;quot;byb&amp;quot;/&amp;gt;), die [[dynamische Modalität]] (dem Subjekt wird eine Fähigkeit zugeschrieben: ''Hans kann schreiben''&amp;lt;ref name=&amp;quot;palm&amp;quot;/&amp;gt;) und die [[epistemische Modalität]] (griech. ''episteme'' „Wissen“; bezogen auf den Wissensstand des Sprechers: ''Das Licht brennt, Hans muss zu Hause sein''&amp;lt;ref name=&amp;quot;palm2&amp;quot;/&amp;gt;). Als weitere Modalitätstypen werden die [[alethische Modalität]] (griech. ''alethia'' „Wahrheit“; bezogen auf logische Schlussfolgerungen über die Wahrheit von Beziehungen: ''Wenn Eva weint oder schreit, muss auch gelten, dass sie weint oder schreit''&amp;lt;ref name=&amp;quot;eva&amp;quot;/&amp;gt;), [[physische Modalität]] (bezogen auf die physischen Fähigkeiten: ''Eva kann einem auf die Nerven gehen''&amp;lt;ref name=&amp;quot;eva&amp;quot;/&amp;gt;) und [[bulethische Modalität]] (bezogen darauf, ob in einer möglichen Welt etwas gewünscht wird: ''Eva will einem auf die Nerven gehen''&amp;lt;ref name=&amp;quot;eva&amp;quot;/&amp;gt;) genannt. &lt;br /&gt;
In der Literatur gibt es oftmals Überschneidungen zwischen der Kategorie der [[epistemische Modalität|epistemischen Modalität]] und der [[Evidentialität]]. Viele Sprachwissenschaftler sehen Evidentialität als Unterkategorie von Modalität an (dann auch [[evidentielle Modalität]] genannt). Für wiederum andere Wissenschaftler stellt Evidentialität eine eigene und unabhängige Kategorie dar, die lediglich einige Gemeinsamkeiten mit der Modalität aufweist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Siehe auch ===&lt;br /&gt;
[[epistemisches Verb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Link ===&lt;br /&gt;
[http://www2.rz.hu-berlin.de/linguistik/institut/syntax/onlinelexikon/M/modalitaet.htm Modalität] in Norbert Fries, Online Lexikon Linguistik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== References ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sip&amp;quot;&amp;gt;vgl. Sipova 2010:212&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;buss&amp;quot;&amp;gt;vgl. Bußmann 2002:438&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;byb&amp;quot;&amp;gt;vgl. Bybee 1985:166&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;palm&amp;quot;&amp;gt;vgl. Palmer 1986:12&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;palm2&amp;quot;&amp;gt;vgl. ebd., 18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;eva&amp;quot;&amp;gt;http://www2.rz.hu-berlin.de/linguistik/institut/syntax/onlinelexikon/M/modalitaet.htm&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur ===&lt;br /&gt;
*Alanen, L.K. 1999. Logical Modality and Attitudes to Propositions. In: Meggle, G. (Hg.), Actions, Norms, Values: Discussions with Georg Henrik von Wright. Berlin 1999, 211-226.&lt;br /&gt;
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*R. Bhatt, Covert Modality in Non-finite Contexts. Berlin 2006.&lt;br /&gt;
*Bußmann, H. 2002. ''Lexikon der Sprachwissenschaft''. Stuttgart: Kröner.&lt;br /&gt;
*Bybee, J. L. 1985. ''Morphology. A Study of the Relation between Meaning and Form''. Amsterdam/Philadelphia: Benjamins. &lt;br /&gt;
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*– Ders. &amp;amp; S. Fleischman (Hg.), Modality in Grammar and Discourse. Amsterdam 1995.&lt;br /&gt;
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*De Haan, F. 2001. The Relation between Modality and Evidentiality. In: Müller, R. &amp;amp; M. Reis (eds.). 2001. ''Modalität und Modalverben im Deutschen. Linguistische Berichte, Sonderheft 9/2001''. Hamburg: Buske, 201-216.&lt;br /&gt;
*R. Dietrich, Modalität im Deutschen. Zur Theorie der relativen Modalität. Opladen 1992.&lt;br /&gt;
*Diewald, G. &amp;amp; Smirnova, E. 2010. Abgrenzung von Modalität und Evidentialität im heutigen Deutsch. In: Katny, A. &amp;amp; Socka, A. (eds.). 2010. ''Modalität/Temporalität in kontrastiver und typologischer Sicht''. Frankfurt am Main: Internationaler Verlag der Wissenschaften, 113-132.&lt;br /&gt;
*W. Frawley (Hg.), The Expression of Modality. Berlin 2005.&lt;br /&gt;
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*– Ders., Flexionsmorphologie und Syntax des Imperativs im Deutschen und im Neugriechischen. Mit einer Skizze der Flexionsmorphologie für beide Sprachen. [= S&amp;amp;P - Veröffentlichung des Lunder Projektes Sprache &amp;amp; Pragmatik].&lt;br /&gt;
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*O. Letnes &amp;amp; H. Vater (Hg.), Modalität und Übersetzung. Trier 2005.&lt;br /&gt;
*R. Ludwig, Modalität und Modus im gesprochenen Französisch. Tübingen 1988.&lt;br /&gt;
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*C. Meier, Konsekutive Konstruktionen und relative Modalität. Diss. Tübingen 2000.&lt;br /&gt;
*Palmer, R. 1986. ''Mood and Modality''. Cambridge: Cambridge University Press.&lt;br /&gt;
*N. Rescher, Studies in Modality. Oxford 1974.&lt;br /&gt;
*K. J. Sæbø, Necessary Conditions in a Natural Language. In: C. Féry &amp;amp; W. Sternefeld (Hg.), Audiatur Vox Sapientiae. Berlin 2001, 427–449.&lt;br /&gt;
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*Sipova, I. A. 2010. Epistemische Modalität im Deutschen und Russischen in kontrastiver Sicht. In: Katny, A. &amp;amp; Socka, A. (eds.). 2010. ''Modalität/Temporalität in kontrastiver und typologischer Sicht''. Frankfurt am Main: Internationaler Verlag der Wissenschaften, 211-221.&lt;br /&gt;
*P. Schlenker, A Plea For Monsters. LP 2003/26, 29–120.&lt;br /&gt;
*A. v. Stechow, Modalität. Ms. Tübingen 2004.&lt;br /&gt;
*T. Swan &amp;amp; O. J. Westvik (Hg.), Modality in Germanic Languages: Historical and Comparative Perspectives. Berlin 1997.&lt;br /&gt;
*van der Auwera, J.&amp;amp; Ammann, A. 2013. Epistemic Possibility. In: Dryer, M. S. &amp;amp; Haspelmath, M. (eds.). 2013. ''The World Atlas of Language Structures Online''. Leipzig: Max Planck Institute for Evolutionary Anthropology. (Available online at http://wals.info/chapter/75, Accessed on 2014-05-13.).&lt;br /&gt;
*H. Vater &amp;amp; O. Letnes (Hg.), Modalität und mehr. Trier 2001.&lt;br /&gt;
*D. Wilson &amp;amp; D. Sperber, Mood and the Analysis of Non-Declarative Sentences. In: A. Kasher (Hg.), Pragmatics: Critical Concepts, Vol. II. London 1998, 262–289.&lt;br /&gt;
*D. Zaefferer, Modale Kategorien. HSK 2001/20.1, 784–816.&lt;br /&gt;
*Z. Zvolenszky, Is a Possible-Worlds Semantics of Modality Possible? A Problem for Kratzer’s Semantics. Linguistics in the Big Apple (LIBA) 2002.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere Sprachen ===&lt;br /&gt;
*Chinesisch [[情态]] &lt;br /&gt;
*Englisch [[modality]] &lt;br /&gt;
*Französisch [[modalité]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{wb}}&lt;br /&gt;
[[Category:Semantics]]&lt;br /&gt;
[[Category:Morphology]]&lt;br /&gt;
[[Category:Grammar]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lisa.Engelbrecht</name></author>
		
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		<title>Optimalitätstheorie</title>
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		<updated>2014-05-20T11:31:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lisa.Engelbrecht: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Optimalitätstheorie==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Optimalitätstheorie geht davon aus, dass mehrere mögliche Formen miteinander konkurieren, wobei sich diejenige Form durchsetzt, welche am optimalisten die einer Sprache zugrundeliegenden Regeln (bzw. Strukturen &amp;amp; Präferenzen) befolgt. &lt;br /&gt;
Entwickelt wurde die Theorie zu Beginn der Neunziger Jahre von Alan Prince und Paul Smolensky, zunächst noch exklusiv für den Bereich der Phonologie. Seit Mitte der Neunziger spielt sie auch unter anderem im Bereich der Syntax eine Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders als in anderen Theorien werden Generalisierungen in der OT durch sogenannte '''Constraints''' beschrieben.  Dabei handelt es sich um sprachübergreifendes, universelles Set von Aussagen (bzw. Beschränkungen) über einen bestimmten Aspekt der Oberflächenrepräsentation. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Beispiele aus der Phonologie===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Beispiel für die OT stellt die Auslautverhärtung im Deutschen dar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
===Literatur===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hall, T. Alan. 2011. Phonologie. Eine Einführung. de Gruyter: Berlin/New York.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{wb}}&lt;br /&gt;
[[Category:Morphology]]&lt;br /&gt;
[[Category:Phonetics and Phonology]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lisa.Engelbrecht</name></author>
		
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