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	<title>Glottopedia - User contributions [en]</title>
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		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=Denotation&amp;diff=10370</id>
		<title>Denotation</title>
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		<updated>2009-10-27T14:08:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Okolowski: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{stub}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
The '''denotation''' of an expression (a word, phrase or sentence) is the thing to which that expression [[reference|refers]]. The denotation of the proper name ''Julius Caesar'' is the person with that name; the denotation of the common noun ''horse'' is the set of horses, etc. The term ''denotation'' (or ''denotatum'') is roughly synonymous with the terms [[extension]] and [[reference]], although these terms have acquired more specific content in particular frameworks. The term denotation is sometimes used in opposition to the term [[connotation]] to indicate that we abstract away from emotional and sociocultural aspects of meaning, restricting ourselves to what an expression refers to.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Link ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www2.let.uu.nl/UiL-OTS/Lexicon/zoek.pl?lemma=Denotation&amp;amp;lemmacode=1072 Utrecht Lexicon of Linguistics]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Other Languages===&lt;br /&gt;
German [[Denotation (de)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{dc}}&lt;br /&gt;
[[Category:Semantics]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Okolowski</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=User:Okolowski&amp;diff=10369</id>
		<title>User:Okolowski</title>
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		<updated>2009-10-27T14:04:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Okolowski: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;My name is Stefanie Okolowski. I am an undergraduate student in computational linguistics, phonetics and English at the University of Trier, Germany. Moreover I am student assistant of Prof. Dr. Reinhard Köhler (computational linguistics, Trier).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Name ist Stefanie Okolowski. Ich bin Studentin (Computerlinguistik, Phonetik, Anglistik) an der Universität Trier, Deutschland. Außerdem bin ich studentische Hilfskraft bei Prof. Dr. Reinhard Köhler (Computerlinguistik Trier).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Okolowski</name></author>
		
	</entry>
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		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=Regul%C3%A4re_Grammatik&amp;diff=6928</id>
		<title>Reguläre Grammatik</title>
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		<updated>2008-10-25T14:47:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Okolowski: New page: Formale Grammatiken vom Typ 3 der Chomsky-Hierarchie werden reguläre Grammatiken genannt. Die durch sie spezifizierten formalen Sprachen werden als &amp;lt;i&amp;gt;reguläre Sprachen&amp;lt;/i&amp;gt; bezeichnet.  ...&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Formale Grammatiken vom Typ 3 der Chomsky-Hierarchie werden reguläre Grammatiken genannt. Die durch sie spezifizierten formalen Sprachen werden als &amp;lt;i&amp;gt;reguläre Sprachen&amp;lt;/i&amp;gt; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kommentare==&lt;br /&gt;
Es gibt rechtsreguläre und linksreguläre Grammatiken. Auf der rechten Seite einer Produktion &amp;lt;math&amp;gt;w_2&amp;lt;/math&amp;gt; darf für rechtsreguläre Sprachen nur ein Terminalsymbol oder ein Terminalsymbol gefolgt von einem Nichtterminalsymbol sein. Für linksreguläre Sprachen ist es genau umgekehrt, die rechte Seite &amp;lt;math&amp;gt;w_2&amp;lt;/math&amp;gt; darf nur ein Terminalsymbol oder ein Nichtterminal- gefolgt von einem Terminalsymbol sein darf.&lt;br /&gt;
Reguläre Grammatiken gelten - was die Beschreibung natürlicher Sprachen betrifft – als nicht [[beschreibungsadäquat]], da es in natürlichen Sprachen syntaktische Phänomene gibt, die sich mit Regeln dieser Form nicht erfassen lassen (z.B. nicht-lokale Abhängigkeiten, Einbettungen beliebiger Tiefe).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{wb}}&lt;br /&gt;
[[Category:Computerlinguistik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Okolowski</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=Regul%C3%A4re_Sprachen&amp;diff=6927</id>
		<title>Reguläre Sprachen</title>
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		<updated>2008-10-25T14:46:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Okolowski: New page: Die Klasse der regulären Sprachen besteht aus den Formale Sprache, die sich durch einen regulären Ausdruck oder eine reguläre Syntax beschreiben lassen bzw. die vo...&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Klasse der regulären Sprachen besteht aus den [[formalen Sprachen|Formale Sprache]], die sich durch einen regulären Ausdruck oder eine reguläre Syntax beschreiben lassen bzw. die von einem endlichen Automaten akzeptiert werden.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Kommentare==&lt;br /&gt;
Zu jeder regulären Sprache kann ein endlicher Automat konstruiert werden. Umgekehrt gibt es auch zu jedem endlichen Automaten eine reguläre Sprache, die der Automat erkennt. Reguläre Sprachen können durch [[reguläre Ausdrücke|Regulärer Ausdruck]] und durch [[reguläre Grammatiken|Reguläre Grammatik]] beschrieben werden.&lt;br /&gt;
In einer Phrasenstruktur-Regel der regulären Sprachen steht auf der linken Regelseite genau ein Nonterminal. Auf der rechten Seite steht genau ein Terminal, gefolgt von höchstens einer Variable. Dies ist die Definition von rechtslinearen Phrasenstruktur-Grammatiken. PS-Grammatiken, bei denen höchstens eine Variable vorausgehen darf, heißen linkslinear.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{wb}}&lt;br /&gt;
[[Category:Computerlinguistik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Okolowski</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=Linear_beschr%C3%A4nkte_Automaten&amp;diff=6926</id>
		<title>Linear beschränkte Automaten</title>
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		<updated>2008-10-25T14:46:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Okolowski: New page: Ein linear beschränkter Automat ist eine Turingmaschine, die mit einem endlichen Band auskommt.   ==Kommentare==  Linear beschränkte Automaten sind in der Praxis von Bedeutung, da Comput...&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ein linear beschränkter Automat ist eine Turingmaschine, die mit einem endlichen Band auskommt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kommentare== &lt;br /&gt;
Linear beschränkte Automaten sind in der Praxis von Bedeutung, da Computer im allgemeinen nur über endlich viel Speicher verfügen. Das Band dieser Automaten ist links und rechts jeweils durch zwei unterschiedliche Steuerzeichen begrenzt, die nicht überfahren und auch nicht überschrieben werden können. Linear beschränkte Automaten akzeptieren kontextsensitive Sprachen Sprachen, d.h. linear beschränkte Automaten sind äquivalent mit den Typ-1-Grammatiken der [[Chomsky-Hierarchie]] sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ursprung==&lt;br /&gt;
griech. automatos - sich von selbst bewegend&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{wb}}&lt;br /&gt;
[[Category:Computerlinguistik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Okolowski</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=Kellerautomat&amp;diff=6914</id>
		<title>Kellerautomat</title>
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		<updated>2008-10-21T16:20:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Okolowski: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ein Kellerautomat ist ein endlicher Automat, der um einen [[Kellerspeicher]] erweitert wurde. Ein Kellerautomat mit zwei Kellerspeichern ist gleichmächtig zur [[Turingmaschine]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kommentare== &lt;br /&gt;
Die Leistungsfähigkeit [[Endlicher Automat|Endlicher Automaten]] hat Grenzen: Es fehlt ein Gedächtnis, um sich beliebig tief geschachtelte Konstruktionen zu merken. Sprachen mit derartigen geschachtelten Strukturen sind kontextfrei und können demnach mit [[Akzeptor]]en nicht erkannt werden. Aufgabe des Kellerautomaten ist es, den Anfang und das Ende von geschachtelten Konstruktionen zu erkennen. Dazu braucht er ein Gedächtnis. Als Gedächtnis dient dem Automat ein Kellerspeicher oder Stapel (stack). Ausgehend vom Startzustand endet der Automat nach endlich vielen Schritten entweder im Endzustand oder nicht. In Abhängigkeit vom Eingabezeichen, vom aktuellen Zustand und vom obersten Kellersymbol wird ein Zustandswechsel ausgelöst und die Kellerspitze verändert. Im Keller können beliebig viele Symbole abgelegt werden. Im Kellerspeicher kann aber nur das oberste Zeichen verändert werden. Es stehen dafür drei Speicheroperationen zur Verfügung: Push (legt ein Zeichen zuoberst in den Speicher), Pop (entfernt das oberste Kellerzeichen) und # (ändert den Keller nicht). Es gilt somit das Prinzip: Last In First Out (LIFO). Das neue Zeichen wird zuoberst in den Speicher gelegt. Es können in einem Schritt auch mehrere Zeichen hinterlegt werden. Das zuletzt hinterlegte Zeichen wird wieder zuerst entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{wb}}&lt;br /&gt;
[[Category:Computerlinguistik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Okolowski</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=Kellerautomat&amp;diff=6913</id>
		<title>Kellerautomat</title>
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		<updated>2008-10-21T16:20:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Okolowski: New page: Ein Kellerautomat ist ein endlicher Automat, der um einen Kellerspeicher erweitert wurde. Ein Kellerautomat mit zwei Kellerspeichern ist gleichmächtig zur Turingmaschine.  ==Komme...&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ein Kellerautomat ist ein endlicher Automat, der um einen [[Kellerspeicher]] erweitert wurde. Ein Kellerautomat mit zwei Kellerspeichern ist gleichmächtig zur [[Turingmaschine]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kommentare==  =&amp;gt; aus Wikilingua übernommen, kann man das so lassen?&lt;br /&gt;
Die Leistungsfähigkeit [[Endlicher Automat|Endlicher Automaten]] hat Grenzen: Es fehlt ein Gedächtnis, um sich beliebig tief geschachtelte Konstruktionen zu merken. Sprachen mit derartigen geschachtelten Strukturen sind kontextfrei und können demnach mit [[Akzeptor]]en nicht erkannt werden. Aufgabe des Kellerautomaten ist es, den Anfang und das Ende von geschachtelten Konstruktionen zu erkennen. Dazu braucht er ein Gedächtnis. Als Gedächtnis dient dem Automat ein Kellerspeicher oder Stapel (stack). Ausgehend vom Startzustand endet der Automat nach endlich vielen Schritten entweder im Endzustand oder nicht. In Abhängigkeit vom Eingabezeichen, vom aktuellen Zustand und vom obersten Kellersymbol wird ein Zustandswechsel ausgelöst und die Kellerspitze verändert. Im Keller können beliebig viele Symbole abgelegt werden. Im Kellerspeicher kann aber nur das oberste Zeichen verändert werden. Es stehen dafür drei Speicheroperationen zur Verfügung: Push (legt ein Zeichen zuoberst in den Speicher), Pop (entfernt das oberste Kellerzeichen) und # (ändert den Keller nicht). Es gilt somit das Prinzip: Last In First Out (LIFO). Das neue Zeichen wird zuoberst in den Speicher gelegt. Es können in einem Schritt auch mehrere Zeichen hinterlegt werden. Das zuletzt hinterlegte Zeichen wird wieder zuerst entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{wb}}&lt;br /&gt;
[[Category:Computerlinguistik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Okolowski</name></author>
		
	</entry>
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		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=Nichtdeterministischer_Automat&amp;diff=6912</id>
		<title>Nichtdeterministischer Automat</title>
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		<updated>2008-10-21T16:19:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Okolowski: New page: Im Unterschied zu deterministischen Automaten können nichtdeterministische Automaten bei einem Eingabezeichen willkürlich in verschiedene Folgezustände üb...&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Im Unterschied zu [[Deterministischer Automat|deterministischen Automaten]] können nichtdeterministische Automaten bei einem Eingabezeichen willkürlich in verschiedene Folgezustände übergehen. Es kann außerdem auch noch spontane Zustandsübergänge geben, welche ohne Eingabezeichen stattfinden (ε-Übergänge).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ursprung==&lt;br /&gt;
lat. determinare - bestimmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{wb}}&lt;br /&gt;
[[Category:Computerlinguistik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Okolowski</name></author>
		
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		<title>Deterministischer Automat</title>
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		<updated>2008-10-21T16:19:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Okolowski: New page: Bei deterministischen Automaten existiert für jeden Zustand genau ein Übergang für jede mögliche Eingabe.  ==Ursprung== lat. determinare - bestimmen  {{wb}} [[Category:Computerlinguist...&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Bei deterministischen Automaten existiert für jeden Zustand genau ein Übergang für jede mögliche Eingabe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ursprung==&lt;br /&gt;
lat. determinare - bestimmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{wb}}&lt;br /&gt;
[[Category:Computerlinguistik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Okolowski</name></author>
		
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		<title>Endlicher Automat</title>
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		<updated>2008-10-21T16:16:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Okolowski: New page: Ein endlicher Automat (EA, auch Zustandsmaschine, englisch finite state machine (FSM)) ist ein Automatenmodell, bei dem die Menge der Zustände, die er annehmen kann, endlich ist.  ==K...&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ein endlicher Automat (EA, auch Zustandsmaschine, englisch finite state machine (FSM)) ist ein [[Automat]]enmodell, bei dem die Menge der Zustände, die er annehmen kann, endlich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kommentare==&lt;br /&gt;
Generell werden zwei Gruppen von EA unterschieden: Akzeptoren und Transduktoren.&lt;br /&gt;
Akzeptoren akzeptieren und erkennen die Eingabe und geben durch ihren Zustand das Ergebnis an. Normalerweise werden Symbole als Eingabe benutzt. Akzeptoren werden vorwiegend in der Wort- und Spracherkennung eingesetzt.&lt;br /&gt;
Transduktoren generieren Ausgaben in Abhängigkeit von Zustand und Eingabe mit Hilfe von Aktionen. Sie werden vorwiegend für Steuerungsaufgaben eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin können EA durch die Unterscheidung zwischen deterministischen (DEA) und nicht-deterministischen (NEA) Automaten klassifiziert werden. Bei deterministischen Automaten existiert für jeden Zustand genau ein Übergang für jede mögliche Eingabe. Bei den nicht-deterministischen Automaten kann es keinen oder auch mehr als einen Übergang für die mögliche Eingabe geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Sprachverarbeitung werden Endliche Automaten (Aduktoren) für die Morphologieanalyse verwendet, für das Identifizieren von Benannten Einheiten (named entitites) oder auch für die Syntaxanalyse, wenn eine Annäherung einer korrekten grammatischen Beschreibung ausreicht, um die geforderten Ergebnisse zu erzielen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{wb}}&lt;br /&gt;
[[Category:Computerlinguistik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Okolowski</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=Akzeptor&amp;diff=6909</id>
		<title>Akzeptor</title>
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		<updated>2008-10-21T16:16:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Okolowski: New page: Ein Akzeptor ist ein endlicher Automat ohne Ausgabe, welcher die syntaktische Korrektheit einer Eingabekette testen kann (also ermittelt, ob die Eingabekette ein Satz der Sprache des A...&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ein Akzeptor ist ein [[endlicher Automat]] ohne Ausgabe, welcher die syntaktische Korrektheit einer Eingabekette testen kann (also ermittelt, ob die Eingabekette ein Satz der Sprache des Akzeptors L(A) ist).  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kommentare==&lt;br /&gt;
Ein Akzeptor ist formal definiert durch ein 5-Tupel mit &amp;lt;math&amp;gt;A = (Z,\Sigma,\delta,z_0,F)&amp;lt;/math&amp;gt;, wobei&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;Z\,&amp;lt;/math&amp;gt; eine endliche von Zuständen,&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;\Sigma\,&amp;lt;/math&amp;gt; ein Eingabealphabet,&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;\delta\,&amp;lt;/math&amp;gt; die Zustandsübergangsrelation,&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;z_0\in Z&amp;lt;/math&amp;gt; der Startzustand,&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;F \subseteq Z&amp;lt;/math&amp;gt; eine [[Menge (Mathematik)|Menge]] von finalen Zuständen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ist.&lt;br /&gt;
Ein Akzeptor kommt ohne Ausgabefunktion und Ausgabe aus.&lt;br /&gt;
Der Akzeptor wechselt durch Eingabezeichen und Überführungsfunktion ausgehend vom aktuellen Zustand in einen anderen Zustand (oder verbleibt im aktuellen).&lt;br /&gt;
Ist der Akzeptor nach Abarbeiten des Eingabewortes im definierten Endzustand, dann ist das Eingabewort akzeptiert; wenn nicht, dann ist es nicht akzeptiert. Das heißt, dass der Akzeptor das Eingabewort akzeptiert, wenn das letzte Eingabezeichen zum einem Endzustand führt. Die Menge aller akzeptierten Eingabewörter wird als Sprache des Automaten L(A) bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{wb}}&lt;br /&gt;
[[Category:Computerlinguistik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Okolowski</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=Turingmaschine&amp;diff=6908</id>
		<title>Turingmaschine</title>
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		<updated>2008-10-21T16:15:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Okolowski: New page: Eine Turingmaschine (Universeller Automat) ist ein von Alan M. Turing (1912-1954) entworfenes (und nach ihm benanntes) Gedankenmodell einer universellen Rechenmaschine mit einem unendlich ...&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Eine Turingmaschine (Universeller Automat) ist ein von Alan M. Turing (1912-1954) entworfenes (und nach ihm benanntes) Gedankenmodell einer universellen Rechenmaschine mit einem unendlich grossen Speicher. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kommentare==&lt;br /&gt;
Die Steuereinheit der Turingmaschine besteht wie bei den Kellerautomaten aus endlich vielen Zuständen. Der Kellerspeicher wird ersetzt durch ein beidseitig unbegrenztes Arbeitsband, welches als Eingabe-, Ausgabe- und Speichermedium benutzt wird. Das Arbeitsband ist unterteilt in Felder, die jeweils ein Zeichen eines Bandalphabets aufnehmen können. Der Lese-Schreib-Kopf (LS-Kopf) kann sich beliebig über das Band bewegen und ein Feld lesen oder neu beschreiben. Arbeitsweise der Turing-Maschine:&lt;br /&gt;
ein Symbol auf dem Arbeitsfeld wird gelesen,&lt;br /&gt;
abhängig vom gelesenen Symbol und dem aktuellen Zustand schreibt der LS-Kopf ein Symbol auf das Arbeitsfeld, läuft entweder ein Feld nach links oder rechts oder verharrt auf dem Feld, und die Maschine bleibt in demselben Zustand oder geht in einen anderen über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinsichtlich der Äquivalenz zwischen Automaten und Grammatiken von natürlichen Sprachen entspricht die Turing-Maschine den allgemeinen Sprachen (Typ 0 der Chomsky-Hierarchie) und ist somit die mächtigste Maschine aller Automaten, da sie eine rekursiv aufzählbare Menge von Ketten (Sätzen) zu erzeugen vermag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{wb}}&lt;br /&gt;
[[Category:Computerlinguistik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Okolowski</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=Automat&amp;diff=6907</id>
		<title>Automat</title>
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		<updated>2008-10-21T16:15:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Okolowski: New page: In der Mathematik, Kybernetik, Linguistik, Informatik und Informationstechnologie ist ein Automat ein abstrakte Maschine, welche sich gemäß bestimmten Regeln bzw. nach einem Programm ver...&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In der Mathematik, Kybernetik, Linguistik, Informatik und Informationstechnologie ist ein Automat ein abstrakte Maschine, welche sich gemäß bestimmten Regeln bzw. nach einem Programm verhält. &lt;br /&gt;
Ein Automat geht in Abhängigkeit vom aktuellen Zustand und der aktuellen Eingabe von einem in einen neuen Zustand über. Die Menge der möglichen Zustandsübergänge (Transitionen), die das Verhalten des Automaten definiert, kann als das Programm des Automaten verstanden werden. Ein Automat ist definiert durch die Menge der Zustände, die möglichen Eingabezeichen (das sog. Eingabealphabet), die Übergangsfunktion (d.h. wann der Automat in welchen Zustand übergeht), den Startzustand und die Menge der Endzustände. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beispiel==&lt;br /&gt;
Ein gutes Beispiel für einen Automaten aus dem alltäglichen Leben  ist ein Getränkeautomat. Bei Einwurf des passenden Geldbetrags geht dieser Automat vom passiven Zustand in den Zustand der Getränkeausgabe über. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Deterministische und nichtdeterministische Automaten==&lt;br /&gt;
Wenn durch den aktuellen Zustand des Automaten und das jeweilige Eingabezeichen der Folgezustand eindeutig gegeben ist, dann handelt es sich um einen deterministischen Automaten. Es ist aber auch möglich dem Automaten verschiedene Freiheitsgrade bei den Zustandsübergängen zu geben. Solch ein nicht deterministischer Automat kann dann von einem bestimmten Zustand und einem Eingabezeichen willkürlich in verschiedene Folgezustände übergehen. Es kann außerdem auch noch spontane Zustandsübergänge geben, welche ohne Eingabezeichen stattfinden (ε-Übergänge).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kommentare ==&lt;br /&gt;
Es gibt verschiedene Klassen oder Typen von Automaten, die nach den Mitteln, die ihnen zur Verfügung stehen, unterschieden werden. Jeder Klasse von Automaten entspricht eine Klasse Formaler Sprachen.&lt;br /&gt;
Zu den bekanntesten Typen von Automaten gehören die [[deterministischer Automat| deterministischen Automaten]] und die [[nicht-deterministischer Automat| nicht-deterministischen Automaten]]. &lt;br /&gt;
Eine wichtige Rolle spielen außerdem [[Stochastischer Automat | stochastische Automaten]], die den Zustandsübergängen Wahrscheinlichkeiten zuordnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Endlicher Automat|Endliche Automaten]] (DFA/NFA)&lt;br /&gt;
* [[Kellerautomat]]en (DPDA/PDA)&lt;br /&gt;
* [[Turingmaschine]]n (DTM/NTM)&lt;br /&gt;
* [[Linear beschränkter Automat|Linear beschränkte Automaten]] (DLBA/LBA)&lt;br /&gt;
* [[Zweikellerautomat]]&lt;br /&gt;
* [[Registermaschine]]n&lt;br /&gt;
* [[Turingmaschine]]&lt;br /&gt;
* [[Zellulärer Automat|Zelluläre Automaten]]&lt;br /&gt;
* [[Künstliches neuronales Netz|Neuronale Netze]]&lt;br /&gt;
* [[Petri-Netz]]e&lt;br /&gt;
* [[Markov Modell]]e&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{wb}}&lt;br /&gt;
[[Category:Computerlinguistik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Okolowski</name></author>
		
	</entry>
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		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=Parser_(de)&amp;diff=6712</id>
		<title>Parser (de)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://glottopedia.org/index.php?title=Parser_(de)&amp;diff=6712"/>
		<updated>2008-08-04T18:56:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Okolowski: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ein Parser ist eine abstrakte Machine, die dazu dient, die strukturelle Wohlgeformtheit sprachlicher Einheiten zu prüfen. Im Gegensatz zu einem [[Glottopedia:Recognizer|Recognizer]] gibt eine Parser für alle wohlgeformten Einheiten eine Strukturbeschreibung aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Psycholinguistik wird Parser auch benutzt, um die kognitive Verarbeitungsebene zu bezeichnen, welche aus (optischem oder akustischem) Input die syntaktische Struktur &amp;quot;errechnet&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kommentare===&lt;br /&gt;
Das Verhalten eines Parsers wird bestimmt (a) durch den ihm zugrundeliegenden (Parsing)Algorithmus und (b) bestimmte linguistische Informationen (in der Regel eine Grammatik und ein Lexikon). Die meisten Parser werden zur syntaktischen Analyse von Sätzen entwickelt. Aber grundsätzlich lassen sich Parser zur Untersuchung beliebiger sprachlicher Einheiten (z.B. ein einzelnes Wort, eine beliebige Phrase oder ein ganzer Text) entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Subtypen==&lt;br /&gt;
*Chart Parser&lt;br /&gt;
*Deterministische Parser&lt;br /&gt;
*Left-corner Parser&lt;br /&gt;
*Stochastische  Parser&lt;br /&gt;
*Tomita Parser&lt;br /&gt;
*[[Top-down Parser]]&lt;br /&gt;
*[[Bottom-up Parser]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Literatur===&lt;br /&gt;
* Langer, H. und Naumann, S. 2000. Parsing natürlicher Sprache. In: Görz, G., Rollinger, C.-R. und Schneeberger, J. (Hrsg.). 2000. Handbuch der künstlichen Intelligenz. München: Oldenbourg, 711-738.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sikkel, K. 1998. ''Parsing Schemata. A Framework for Specification and Analysis of Parsing Algorithms.'' EATCS Monographs. Berlin: Springer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Andere Sprachen===&lt;br /&gt;
* Englisch [[parser]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{wb}}&lt;br /&gt;
[[Category:Computational Linguistics]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Okolowski</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=Top-down-Parser&amp;diff=6711</id>
		<title>Top-down-Parser</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://glottopedia.org/index.php?title=Top-down-Parser&amp;diff=6711"/>
		<updated>2008-08-04T18:55:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Okolowski: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ein top-down [[Parser]] ist ein Parser, der zielorientiert arbeitet; d.h. er sucht beginnend mit dem Startsymbol der Syntax nach einer Ableitung für den zu analysierenden Satz: In jedem Ableitungsschritt wird dabei nach einer Regel gesucht, deren linke Seite mit einem [[nicht-terminalen Symbol]] des bislang abgeleiteten Ausdrucks übereinstimmt. Dieses Symbol wird dann durch die rechte Regelseite ersetzt. Dieser Prozess terminiert, sobald eine Ableitung für den zu analysierenden Satz gefunden wurde oder es keine weitere anwendbare Regel in der Syntax gibt. &lt;br /&gt;
Ein Nachteil einfacher top-down Parsern ist, dass sie abhängig von der verwendeten [[Verarbeitungsrichtung]] links-bzw. rechts-[[rekursive Regeln]] (z.B. NP &amp;lt;math&amp;gt;\Rightarrow&amp;lt;/math&amp;gt; NP Conj NP) nicht korrekt verarbeiten können, da Regeln dieser Form zu nicht-terminierenden Berechnungen (Endlosschleife) führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
*''engl. top-down'' - von oben nach unten&lt;br /&gt;
*''engl. parse'' - grammatisch zerlegen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verweise ==&lt;br /&gt;
*Hyperonym: [[Parser (de)]]&lt;br /&gt;
*Cohyponym: [[Bottom-up Parser]]&lt;br /&gt;
*Cohyponym: [[Chart-Parser]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{wb}}&lt;br /&gt;
[[Category:Computerlinguistik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Okolowski</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=Top-down-Parser&amp;diff=6710</id>
		<title>Top-down-Parser</title>
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		<updated>2008-08-04T18:54:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Okolowski: New page: Ein top-down Parser ist ein Parser, der zielorientiert arbeitet; d.h. er sucht beginnend mit dem Startsymbol der Syntax nach einer Ableitung für den zu analysierenden Satz: In jedem A...&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ein top-down [[Parser]] ist ein Parser, der zielorientiert arbeitet; d.h. er sucht beginnend mit dem Startsymbol der Syntax nach einer Ableitung für den zu analysierenden Satz: In jedem Ableitungsschritt wird dabei nach einer Regel gesucht, deren linke Seite mit einem [[nicht-terminalen Symbol]] des bislang abgeleiteten Ausdrucks übereinstimmt. Dieses Symbol wird dann durch die rechte Regelseite ersetzt. Dieser Prozess terminiert, sobald eine Ableitung für den zu analysierenden Satz gefunden wurde oder es keine weitere anwendbare Regel in der Syntax gibt. &lt;br /&gt;
Ein Nachteil einfacher top-down Parsern ist, dass sie abhängig von der verwendeten [[Verarbeitungsrichtung]] links-bzw. rechts-[[rekursive Regeln]] (z.B. NP &amp;lt;math&amp;gt;\Rightarrow&amp;lt;/math&amp;gt; NP Conj NP) nicht korrekt verarbeiten können, da Regeln dieser Form zu nicht-terminierenden Berechnungen (Endlosschleife) führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
*''engl. top-down'' - von oben nach unten&lt;br /&gt;
*''engl. parse'' - grammatisch zerlegen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verweise ==&lt;br /&gt;
*Hyperonym: [[Parser]]&lt;br /&gt;
*Cohyponym: [[Bottom-up Parser]]&lt;br /&gt;
*Cohyponym: [[Chart-Parser]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{wb}}&lt;br /&gt;
[[Category:Computerlinguistik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Okolowski</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=Bottom-up-Parser&amp;diff=6709</id>
		<title>Bottom-up-Parser</title>
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		<updated>2008-08-04T18:54:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Okolowski: New page: Ein bottom-up Parser ist ein Parser der datenorientiert verfährt; d.h. ausgehend vom Satz kombiniert er auf Grundlage der verfügbaren Syntax Wörter und bereits identifizierte Konsti...&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ein bottom-up [[Parser]] ist ein Parser der datenorientiert verfährt; d.h. ausgehend vom Satz kombiniert er auf Grundlage der verfügbaren Syntax Wörter und bereits identifizierte Konstituenten zu neuen Konstituenten bis schließlich eine Strukturbeschreibung für den vollständigen Satz gebildet wurde.&lt;br /&gt;
Die wichtigste Klasse von bottom-up Parser bilden die [[shift-reduce Parser]]. Ein gravierender Nachteil einfacher bottom-up Parsern besteht darin, dass sie Tilgungsregeln (z.B. [det] &amp;lt;math&amp;gt;\Rightarrow&amp;lt;/math&amp;gt; empty) und zyklische Regeln (z.B. A &amp;lt;math&amp;gt;\Rightarrow&amp;lt;/math&amp;gt; B, B &amp;lt;math&amp;gt;\Rightarrow&amp;lt;/math&amp;gt; A) nicht korrekt verarbeiten können: Wenn die Syntax derartige Regeln enthält, terminiert die Analyse eines Satzes nicht (Endlosschleife), da sie beliebig oft angewendet werden können, ohne dass weitere Wörter des Satzes in die bereits gebildete Strukturbeschreibung integriert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
*''engl. bottom-up'' - von unten nach oben &lt;br /&gt;
*''engl. parse'' - grammatisch zerlegen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verweise ==&lt;br /&gt;
*Cohyponym: [[Top-down Parser]]&lt;br /&gt;
*Cohyponym: [[Chart-Parser]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{wb}}&lt;br /&gt;
[[Category:Computerlinguistik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Okolowski</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=Trierer_Kolloquium_zur_QL&amp;diff=6610</id>
		<title>Trierer Kolloquium zur QL</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://glottopedia.org/index.php?title=Trierer_Kolloquium_zur_QL&amp;diff=6610"/>
		<updated>2008-07-16T17:29:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Okolowski: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dieses Symposium wird auf unregelmäßiger Basis (ungefähr alle drei Jahre) an der Universität Trier, Deutschland, gehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:De]]&lt;br /&gt;
[[Category:Quantitative Linguistik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Okolowski</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=Morphologie&amp;diff=6607</id>
		<title>Morphologie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://glottopedia.org/index.php?title=Morphologie&amp;diff=6607"/>
		<updated>2008-07-16T13:39:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Okolowski: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Morphologie untersucht die Struktur von Wörtern und die Prinzipien &lt;br /&gt;
der Wortbildung. Traditionell wird dabei zwischen Derivation (LINK) und &lt;br /&gt;
Flexion (LINK) unterschieden.&lt;br /&gt;
Zu den Grundbegriffen der Morphologie zählen vor allem die Begriffe Morph, &lt;br /&gt;
Morphem und Allomorph. Die kleinste bedeutungstragende Einheit der Sprache&lt;br /&gt;
wird &lt;br /&gt;
[[Morphem]] genannt. Das Morphem ist ein linguistisches Konstrukt und kann &lt;br /&gt;
nicht direkt beobachtet werden. Segmentiert man einen sprachlichen &lt;br /&gt;
Ausdruck in seine kleinsten bedeutungstragenden Einheiten, so erhält man &lt;br /&gt;
[[Morph|Morphe]]. Morpheme sind also das Ergebnis einer Klassifikation aller &lt;br /&gt;
Morphe nach ihrer Bedeutung. Diejenigen Morphe, die zu ein und demselben &lt;br /&gt;
Morphem gehören, nennt man [[Allomorphe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Ursprung==&lt;br /&gt;
/griech. morphe/ - Form&lt;br /&gt;
/griech. logos/ - Wort, Lehrsatz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quelle:==&lt;br /&gt;
http://www.ifi.uzh.ch/CL/Glossar/Morphologie.html&lt;br /&gt;
http://www-alt.uni-trier.de/uni/fb2/ldv/ldv_wiki/index.php/Morphologie&lt;br /&gt;
http://coral.lili.uni-bielefeld.de/Classes/Winter95/Grundkurs/grundkur/node24.html#SECTION00071000000000000000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Andere Sprachen===&lt;br /&gt;
Englisch [[Morphology]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{wb}}&lt;br /&gt;
[[Category:Morphologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Okolowski</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=Morphologie&amp;diff=6606</id>
		<title>Morphologie</title>
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		<updated>2008-07-16T13:37:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Okolowski: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Morphologie untersucht die Struktur von Wörtern und die Prinzipien &lt;br /&gt;
der Wortbildung. Traditionell wird dabei zwischen Derivation (LINK) und &lt;br /&gt;
Flexion (LINK) unterschieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Grundbegriffen der Morphologie zählen vor allem die Begriffe Morph, &lt;br /&gt;
Morphem und Allomorph. Die kleinste bedeutungstragende Einheit der Sprache&lt;br /&gt;
wird &lt;br /&gt;
*Morphem* genannt. Das Morphem ist ein linguistisches Konstrukt und kann &lt;br /&gt;
nicht direkt beobachtet werden. Segmentiert man einen sprachlichen &lt;br /&gt;
Ausdruck in seine kleinsten bedeutungstragenden Einheiten, so erhält man &lt;br /&gt;
*Morphe*. Morpheme sind also das Ergebnis einer Klassifikation aller &lt;br /&gt;
Morphe nach ihrer Bedeutung. Diejenigen Morphe, die zu ein und demselben &lt;br /&gt;
Morphem gehören, nennt man *Allomorphe*.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Ursprung==&lt;br /&gt;
/griech. morphe/ - Form&lt;br /&gt;
/griech. logos/ - Wort, Lehrsatz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quelle:==&lt;br /&gt;
http://www.ifi.uzh.ch/CL/Glossar/Morphologie.html&lt;br /&gt;
http://www-alt.uni-trier.de/uni/fb2/ldv/ldv_wiki/index.php/Morphologie&lt;br /&gt;
http://coral.lili.uni-bielefeld.de/Classes/Winter95/Grundkurs/grundkur/node24.html#SECTION00071000000000000000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Andere Sprachen===&lt;br /&gt;
English [[Morphology]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{wb}}&lt;br /&gt;
[[Category:Morphologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Okolowski</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=Lexikalisches_Morphem&amp;diff=6605</id>
		<title>Lexikalisches Morphem</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://glottopedia.org/index.php?title=Lexikalisches_Morphem&amp;diff=6605"/>
		<updated>2008-07-16T13:36:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Okolowski: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Im Gegensatz zu grammatischen Morphemen, die bestimmte morpho-syntaktische&lt;br /&gt;
Eigenschaften ausdrücken&lt;br /&gt;
und so nie isoliert vorkommen können, besitzen lexikalische Morpheme ein&lt;br /&gt;
referentielles Potential und&lt;br /&gt;
werden zur Wortbildung genutzt. Daher werden die lexikalischen Morphemen im&lt;br /&gt;
Gegensatz zu den grammatischen &lt;br /&gt;
Morphemen als eine offene Klasse (offenes Inventar) behandelt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein freies lexikalisches Morphem kann nominal, verbal oder adjektivisch&lt;br /&gt;
sein. Es &lt;br /&gt;
ist der Stamm eines Wortes, zu dem gebundene (lexikalische oder &lt;br /&gt;
grammatische) Morpheme hinzugefügt werden können, wodurch sich die &lt;br /&gt;
Bedeutung des lexikalischen Morphems verändert. Es kann jedoch auch &lt;br /&gt;
alleine stehen. Gebundene lexikalische Morpheme tragen zwar ebenfalls &lt;br /&gt;
selbst einen Inhalt, können jedoch nicht ohne ein freies Morphem &lt;br /&gt;
verwendet werden.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Quelle:==&lt;br /&gt;
http://www.ifi.uzh.ch/CL/Glossar/lexikalischesMorphem.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
http://coral.lili.uni-bielefeld.de/Classes/Winter95/Grundkurs/grundkur/node25.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
http://www-alt.uni-trier.de/uni/fb2/ldv/ldv_wiki/index.php/Lexikalisches_Morphem&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Okolowski</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=Lexikalisches_Morphem&amp;diff=6604</id>
		<title>Lexikalisches Morphem</title>
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		<updated>2008-07-16T13:36:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Okolowski: New page: Im Gegensatz zu grammatischen Morphemen, die bestimmte morpho-syntaktische Eigenschaften ausdrücken und so nie isoliert vorkommen können, besitzen lexikalische Morpheme ein referentielle...&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Im Gegensatz zu grammatischen Morphemen, die bestimmte morpho-syntaktische&lt;br /&gt;
Eigenschaften ausdrücken&lt;br /&gt;
und so nie isoliert vorkommen können, besitzen lexikalische Morpheme ein&lt;br /&gt;
referentielles Potential und&lt;br /&gt;
werden zur Wortbildung genutzt. Daher werden die lexikalischen Morphemen im&lt;br /&gt;
Gegensatz zu den grammatischen &lt;br /&gt;
Morphemen als eine offene Klasse (offenes Inventar) behandelt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein freies lexikalisches Morphem kann nominal, verbal oder adjektivisch&lt;br /&gt;
sein. Es &lt;br /&gt;
ist der Stamm eines Wortes, zu dem gebundene (lexikalische oder &lt;br /&gt;
grammatische) Morpheme hinzugefügt werden können, wodurch sich die &lt;br /&gt;
Bedeutung des lexikalischen Morphems verändert. Es kann jedoch auch &lt;br /&gt;
alleine stehen. Gebundene lexikalische Morpheme tragen zwar ebenfalls &lt;br /&gt;
selbst einen Inhalt, können jedoch nicht ohne ein freies Morphem &lt;br /&gt;
verwendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Quelle:==&lt;br /&gt;
http://www.ifi.uzh.ch/CL/Glossar/lexikalischesMorphem.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
http://coral.lili.uni-bielefeld.de/Classes/Winter95/Grundkurs/grundkur/node25.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
http://www-alt.uni-trier.de/uni/fb2/ldv/ldv_wiki/index.php/Lexikalisches_Morphem&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Okolowski</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=Axiom&amp;diff=6603</id>
		<title>Axiom</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://glottopedia.org/index.php?title=Axiom&amp;diff=6603"/>
		<updated>2008-07-16T13:33:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Okolowski: New page: Ein Satz oder ein allgemeines Prinzip, das als wahr angenommen wird und daher nicht bewiesen werden muss, bezeichnet man als Axiom. Seit Euklid werden Axiome und [[axiomatische Systeme|Axi...&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ein Satz oder ein allgemeines Prinzip, das als wahr angenommen wird und daher nicht bewiesen werden muss, bezeichnet man als Axiom. Seit Euklid werden Axiome und [[axiomatische Systeme|Axiomensystem]] verwendet, um eine kompakte und logisch stringente Modellierung von Wissensbereichen zu erzielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
*''griech. axioma'' - Wert, Forderung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{wb}}&lt;br /&gt;
[[Category:Semantics]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Okolowski</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=Automatentheorie&amp;diff=6602</id>
		<title>Automatentheorie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://glottopedia.org/index.php?title=Automatentheorie&amp;diff=6602"/>
		<updated>2008-07-16T13:32:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Okolowski: New page: == Ursprung == *''griech. automatos'' - sich von selbst bewegend   == Definition == Die Automatentheorie befasst sich mit der formalen mathematischen Beschreibung und Untersuchung von [[Au...&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Ursprung ==&lt;br /&gt;
*''griech. automatos'' - sich von selbst bewegend &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Definition ==&lt;br /&gt;
Die Automatentheorie befasst sich mit der formalen mathematischen Beschreibung und Untersuchung von [[Automaten]], d.h. von Modellen diskreter sequentieller informationsverarbeitender Systeme. Die Automatentheorie befasst sich weniger mit der internen Struktur als mit dem Verhalten solcher Systeme; dies wird wiederum darauf reduziert, welche Folgen von Eingaben in das System welche Ausgaben erzeugen können. Bei unendlichen (wachsenden) Automaten spielt jedoch auch die Art und Weise des Wachstums eine wichtige Rolle. Bei Automaten mit potentiell unendlichem Speicher ist die Art des Speicherzugriffs und die Folge der Speicherinhalte wichtig. &lt;br /&gt;
Oft werden akzeptierende Automaten ([[Akzeptor]]) betrachtet, bei denen nur ihre akzeptierte Wortmenge interessiert, d.h. die Menge endlicher Eingabefolgen (Wörter), die den Automat von einem (oder mehreren) Anfangszuständen in einen von (im allgemeinen) mehreren Endzuständen überführen; die Ausgabe besteht also jeweils nur aus einem ''Ja'' oder ''Nein'' nach Ende der Eingabe. Symmetrisch dazu werden auch erzeugende Automaten ([[Generator]]) betrachtet. &lt;br /&gt;
Ferner behandelt man nicht nur [[deterministisch]] arbeitende Automaten (bei denen die Änderung des jeweiligen Zustands und die jeweilige Ausgabe funktional nur von der momentanen Eingabe und dem aktuellen Zustand abhängt), sondern auch [[Nicht-Determinismus|nicht-deterministische Automaten]], bei denen Relationen anstelle von Funktionen die mögliche Arbeitsweise beschreiben. &lt;br /&gt;
Bei der Beschreibung nicht-deterministischer Automaten ist es erlaubt, dass zu einem Paar aus momentaner Eingabe und aktuellem Zustand mehrere mögliche Nachfolgezustände und Angaben angegeben werden, wobei im konkreten Ablauf jeweils nicht-deterministisch eine Wahl getroffen werden muss. So wird also von einem nicht-deterministischen Akzeptor eine Eingabefolge genau dann akzeptiert, wenn sie bei geschickter Auswahl aus den jeweils erlaubten Folgezuständen von einem der Anfangs- zu einem der Endzustände führen kann. &lt;br /&gt;
Klassen von Akzeptoren entsprechen Klassen von Wortmengen (d.h. [[formale Sprachen]]). Die bekannteste Klasseneinteilung bei Akzeptoren erfolgt über die Art der Speicher:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Endliche Akzeptoren ([[endlicher Automat|endliche Automaten]]) haben endliche Speicherkapazität, die von ihnen akzeptierbaren Wortmengen sind die [[reguläre Sprachen|regulären Sprachen]];&lt;br /&gt;
* Akzeptoren mit Kellerspeicher ([[Kellerautomat|Kellerautomaten]]) entsprechen [[kontextfreie Sprachen|kontextfreien Sprachen]];&lt;br /&gt;
* Akzeptoren mit linear beschränktem Speicher ([[Linear Beschränkte Automaten]]) entsprechen [[kontextsensitive Sprachen|kontextsensitiven Sprachen]];&lt;br /&gt;
* [[Turing-Maschine|Turing-Maschinen]] charakterisieren die allgemeinsten mit endlichen Mitteln erzeugbaren formalen Sprachen, die aufzählbaren (oder Typ-0-)Sprachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{wb}}&lt;br /&gt;
[[Category:Computerlinguistik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Okolowski</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=Pr%C3%A4dikatenlogik&amp;diff=6601</id>
		<title>Prädikatenlogik</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://glottopedia.org/index.php?title=Pr%C3%A4dikatenlogik&amp;diff=6601"/>
		<updated>2008-07-16T13:32:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Okolowski: New page: Die Prädikatenlogik behandelt  im Gegensatz zur Aussagenlogik Aussagen nicht als atomare Einheiten, sondern untersucht auch ihre innere Struktur.  == Kommentare == In der Prädikatenl...&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Prädikatenlogik behandelt  im Gegensatz zur [[Aussagenlogik]] Aussagen nicht als atomare Einheiten, sondern untersucht auch ihre innere Struktur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kommentare ==&lt;br /&gt;
In der Prädikatenlogik ist es erlaubt, allgemeine Aussagen über Individuen und Beziehungen zwischen Individuen zu machen. Dazu verwendet werden neben [[logische Operatoren]], Variablen und Prädikaten auch die beiden [[Quantifikation|Quantoren]] &amp;lt;math&amp;gt;\mathsf \exists&amp;lt;/math&amp;gt; (Existenzquantor) und &amp;lt;math&amp;gt;\mathsf \forall&amp;lt;/math&amp;gt; (Allquantor).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statt ''Prädikatenlogik'' findet man oft den Ausdruck ''Prädikatenlogik erster Stufe''. Damit wird betont, dass Variablen nur für Individuen einer Struktur stehen können. In der Prädikatenlogik zweiter Stufe sind (im Gegensatz zur Prädikatenlogik erster Stufe) Aussagen über Objekte höherer Stufe möglich (also nicht nur über individuelle Objekte). So sind zum Beispiel auch Aussagen über Prädikate erlaubt. Anders als die Aussagenlogik ist die Prädikatenlogik nur semi-entscheidbar. Der entscheidbare Teil der Prädikatenlogik wird auch als [[Hornklausel-Logik]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
*''lat. praedicare'' - aussagen&lt;br /&gt;
*''griech. logike'' - Vernunftlehre&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{wb}}&lt;br /&gt;
[[Category:Semantics]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Okolowski</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=Boolesche_Anfrage&amp;diff=6600</id>
		<title>Boolesche Anfrage</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://glottopedia.org/index.php?title=Boolesche_Anfrage&amp;diff=6600"/>
		<updated>2008-07-16T13:26:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Okolowski: New page: Eine Kombination von Suchtermen in einer Anfrage, die mit booleschen Operatoren verknüpft sind.  == Herkunft == Bezeichnung nach dem englischen Math...&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Eine Kombination von Suchtermen in einer [[Anfrage I|Anfrage]], die mit [[boolesche Operatoren|booleschen Operatoren]] verknüpft sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
Bezeichnung nach dem englischen Mathematiker ''G. Boole'' (1815-1869)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiel ==&lt;br /&gt;
Eine Person ist an den Fächern Computerlinguistik und Informatik an den Universitäten in der Schweiz (aber nicht in Genf und Lausanne) interessiert. Ihre Anfrage kann so aussehen: ''Computerlinguistik AND Informatik AND Universität AND Schweiz AND NOT (Genf OR Lausanne)''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verweise ==&lt;br /&gt;
*Hyponym: [[Boolesche Operatoren]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{wb}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Okolowski</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=Boolesche_Operatoren&amp;diff=6599</id>
		<title>Boolesche Operatoren</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://glottopedia.org/index.php?title=Boolesche_Operatoren&amp;diff=6599"/>
		<updated>2008-07-16T13:25:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Okolowski: New page: Boolesche Operatoren sind logische Operatoren, die in der Booleschen Algebra Verwendung finden. Die wichtigsten Booleschen Operatoren sind: AND, OR, NOT.   == Herkunft == Bezeichnung nach ...&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Boolesche Operatoren sind logische Operatoren, die in der Booleschen Algebra Verwendung finden. Die wichtigsten Booleschen Operatoren sind: AND, OR, NOT. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
Bezeichnung nach dem englischen Mathematiker ''G. Boole'' (1815-1869)&lt;br /&gt;
*''lat. operator'' - Arbeitender&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiel ==&lt;br /&gt;
In sog. [[Dokumentenretrieval-Systeme|Dokumentenretrieval-Systemen]] soll z.B. auf eine Anfrage, in der zwei Ausdrücke mit AND miteinander verknüpft werden, in der [[Datenbasis]] nach [[Dokument|Dokumenten]] gesucht werden, in denen beide Ausdrücke vorhanden sind. Bei einer Anfrage mit OR muss in einem gefundenen Dokument mindestens einer der Suchbegriffe vorhanden sein, bei einer Anfrage mit NOT darf ein Begriff in einem Dokument nicht vorhanden sein. Die Operatoren können in einer Anfrage auch kombiniert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verweise ==&lt;br /&gt;
*Hyperonym: [[Boolesche Anfrage]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Okolowski</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=Aussagenlogik&amp;diff=6598</id>
		<title>Aussagenlogik</title>
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		<updated>2008-07-16T13:25:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Okolowski: New page: Die Aussagenlogik ist ein Bereich der Logik, der sich mit Aussagen und ihrer Verknüpfung durch Junktoren befasst.   == Kommentare == Die Sprache der Aussagenlogik besteht aus Aussagenvari...&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Aussagenlogik ist ein Bereich der Logik, der sich mit Aussagen und ihrer Verknüpfung durch Junktoren befasst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kommentare ==&lt;br /&gt;
Die Sprache der Aussagenlogik besteht aus Aussagenvariablen und Junktoren. Die Aussagenvariablen abstrahieren von der syntaktischen Form der Aussagen; die beiden Aussagen ''es regnet'' und ''die Strasse ist nass'' können durch A und B dargestellt werden. Durch Junktoren wie &amp;lt;math&amp;gt;\and&amp;lt;/math&amp;gt; &amp;lt;math&amp;gt;\or&amp;lt;/math&amp;gt;, &amp;lt;math&amp;gt;\neg&amp;lt;/math&amp;gt;,&amp;lt;math&amp;gt;\Rightarrow&amp;lt;/math&amp;gt; werden zusammengesetzte Formeln der Aussagenlogik gebildet. &lt;br /&gt;
Die Aussage ''wenn es regnet, ist die Strasse nass'' kann durch die Formel A &amp;lt;math&amp;gt;\Rightarrow&amp;lt;/math&amp;gt; B formalisiert werden. Belegt man die Variable mit [[Wahrheitswert|Wahrheitswerten]], kann der Wahrheitswert der gesamten Formel berechnet werden. Wenn z.B. A und B wahr sind, ist die [[Implikation I|Implikation]] A &amp;lt;math&amp;gt;\Rightarrow&amp;lt;/math&amp;gt; B auch wahr. Interessante Fragestellungen sind dabei, ob eine gegebene Formel tautologisch, also wahr unter jeder möglichen Belegung der Aussagevariablen, oder unerfüllbar, also falsch unter jeder möglichen Belegung ist. Die Formel A &amp;lt;math&amp;gt;\Rightarrow&amp;lt;/math&amp;gt; A ist offensichtlich tautologisch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Kalkül|Kalkülen]] für die Aussagenlogik werden mit Hilfe von [[Inferenzregel|Inferenzregeln]] Formeln aus gegebenen Formeln hergeleitet. Aus A und A &amp;lt;math&amp;gt;\Rightarrow&amp;lt;/math&amp;gt; B kann z.B. mit der Regel [[Modus ponens]] auf B geschlossen werden. Die Aussagenlogik ist entscheidbar; es existieren [[Algorithmus|Algorithmen]], die feststellen, ob eine beliebige gegebene Formel tautologisch oder unerfüllbar ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz dazu steht die [[Prädikatenlogik]], welche sich mit den Strukturen von Aussagen befasst ohne die inhaltliche Bedeutung der vorkommenden Mengen, Funktionen und Prädikate in Betracht zu ziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{wb}}&lt;br /&gt;
[[Category:Semantics]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Okolowski</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=Anaphernresolution&amp;diff=6597</id>
		<title>Anaphernresolution</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://glottopedia.org/index.php?title=Anaphernresolution&amp;diff=6597"/>
		<updated>2008-07-16T13:24:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Okolowski: New page: Auflösung des Bezugs einer Anapher, d.h. Finden ihres Antezedens. Zur Anaphernresolution können Informationen im linguistischen ebenso wie im nicht-linguistischen Kontext ver...&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Auflösung des Bezugs einer [[Anapher]], d.h. Finden ihres [[Antezedens]]. Zur Anaphernresolution können Informationen im linguistischen ebenso wie im nicht-linguistischen [[Kontext]] verwendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
Peter nahm die Süßigkeiten, die auf dem Tisch lagen.&lt;br /&gt;
Um den Inhalt des Relativsatzes erschließen zu können ist die Interpretation des Relativpronomens notwendig, d.h. die Zuordnung zu seinem Antezedens „Süßigkeiten“. Ohne diese Interpretation wäre unklar, was auf dem Tisch lag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
*Cohyponym: [[Deixis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
*''griech. anaphora'' - das (im Text) Hinauftragende &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{wb}}&lt;br /&gt;
[[Category: Pragmatik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Okolowski</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=Portal:Quantitative_linguistics&amp;diff=6547</id>
		<title>Portal:Quantitative linguistics</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://glottopedia.org/index.php?title=Portal:Quantitative_linguistics&amp;diff=6547"/>
		<updated>2008-07-09T14:02:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Okolowski: /* '''Laws and Hypotheses''' */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| border=&amp;quot;0&amp;quot; style=&amp;quot;padding: 5px; border:solid 1px #000080; background-color:#66ccff;&amp;quot; width=&amp;quot;100%&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;10&amp;quot;&lt;br /&gt;
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This portal presents the most central topics in the fields Quantitative Linguistics and Systems Theoretical (Synergetic) Linguistics. &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
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=='''Fundamental Issues'''==&lt;br /&gt;
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[[aims and methods of quantitative linguistics]]&amp;amp;nbsp;– [[history of quantitative linguistics]]&amp;amp;nbsp;– [[law]]&amp;amp;nbsp;– [[theory]]&amp;amp;nbsp;– [[explanation in linguistics]]&amp;amp;nbsp;– [[unit]]&amp;amp;nbsp;– [[property]]&amp;amp;nbsp;– [[the role of statistics in quantitative linguistics]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;font-size:80%;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== '''Concepts and Terms''' ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[frequency]]&amp;amp;nbsp;– [[distribution]]&amp;amp;nbsp;– [[system]]&amp;amp;nbsp;– [[structure]]&amp;amp;nbsp;– [[function]]&amp;amp;nbsp;– [[process]]&amp;amp;nbsp;– [[polysemy]]&amp;amp;nbsp;– [[polytextuality]]&amp;amp;nbsp;– [[Ngram frequency]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
== '''Models and Methods''' ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[diversification processes]]&amp;amp;nbsp;– &lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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=='''Laws and Hypotheses''' ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
== '''Information Sources and Conferences''' ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
Journals: [[Journal of Quantitative Linguistics]]&amp;amp;nbsp;- [[Glottometrics]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Book series: [[book series Quantitative Linguistics|Quantitative Linguistics]]&amp;amp;nbsp;– [[bibliographical works on quantitative linguistics]]&amp;amp;nbsp;– [[Bibliographien]]&amp;amp;nbsp;– [[links]]&amp;amp;nbsp;– [[International Handbook of Quantitative Linguistics]]&amp;amp;nbsp;– [[QUALICO conference]]&amp;amp;nbsp;– [[Trier symposium on quantitative linguistics]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;font-size:80%;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== '''Biographical Articles''' ==&lt;br /&gt;
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[[Hans Arens]]&amp;amp;nbsp;- [[Adolf Lucas Bacmeister]]&amp;amp;nbsp;- [[Siegfried Behn (de)]]&amp;amp;nbsp;- [[Anton Semënovič Budilovič]]&amp;amp;nbsp;- [[Viktor Jakovlevič Bunjakovskij]]&amp;amp;nbsp;- [[Sergej Grigor'evič Čebanov]]&amp;amp;nbsp;- [[Nikolaj Gavrilovič Černyševskij]]&amp;amp;nbsp;- [[Jan Czekanowski]]&amp;amp;nbsp;- [[Ernst Wilhelm Förstemann]]&amp;amp;nbsp;- [[Georg von der Gabelentz]]&amp;amp;nbsp;- [[Georg Philipp Harsdörffer]]&amp;amp;nbsp;- [[Gustav Herdan (engl.)]]&amp;amp;nbsp;- [[Gustav Herdan]]&amp;amp;nbsp;- [[Jean Paul]]&amp;amp;nbsp;- [[Boris Isaakovič Jarcho]]&amp;amp;nbsp;- [[Karl Knauer (de)]]&amp;amp;nbsp;- [[Reinhard Köhler]]&amp;amp;nbsp;- [[Jiří Krámský]]&amp;amp;nbsp;- [[Dmitrij Nikolaevič Kudrjavskij]]&amp;amp;nbsp;- [[Gottfried Wilhelm Leibniz]]&amp;amp;nbsp;- [[Wincenty Lutosławski]]&amp;amp;nbsp;- [[Andrei Andrejewitsch Markow]]&amp;amp;nbsp;- [[August Friedrich Pott]]&amp;amp;nbsp;- [[August Schleicher]]&amp;amp;nbsp;- [[Albert Thumb (de)]]&amp;amp;nbsp;- [[Bohumil Trnka]]&amp;amp;nbsp; &amp;lt;div style=&amp;quot;font-size:80%;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== ''' Associations''' ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[International Quantitative Linguistics Association (IQLA)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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[[Category:Portal|Quantitative Linguistics]]&lt;br /&gt;
[[Category:Quantitative Linguistics|!]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Okolowski</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=Portal:Quantitative_Linguistik&amp;diff=6546</id>
		<title>Portal:Quantitative Linguistik</title>
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		<updated>2008-07-09T13:56:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Okolowski: /* '''Gesetze und Hypothesen''' */&lt;/p&gt;
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Zeitschriften: [[Journal of Quantitative Linguistics (de)]],&amp;amp;nbsp; [[Glottometrics (de)]]&amp;amp;nbsp;– Buchreihen: [[Buchreihe Quantitative Linguistics]]&amp;amp;nbsp;– [[Bibliographien]]&amp;amp;nbsp;– [[Links]]&amp;amp;nbsp;– [[Internationales Handbuch]]&amp;amp;nbsp;– [[QUALICO-Konferenzen]]&amp;amp;nbsp;– [[Trierer Kolloquium zur QL]]&lt;br /&gt;
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		<author><name>Okolowski</name></author>
		
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Okolowski: /* '''Concepts and Terms''' */&lt;/p&gt;
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		<author><name>Okolowski</name></author>
		
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	<entry>
		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=Adolf_Busemann_(de)&amp;diff=6186</id>
		<title>Adolf Busemann (de)</title>
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		<updated>2008-05-22T12:01:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Okolowski: /* Bedeutung für die Quantitative Linguistik */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Adolf Busemann''' (vollständiger Name: '''Adolf Hermann Heinrich Busemann''', Dr. phil. (Göttingen), Dr. med. h. c. (Marburg), 15.5.1887-5.6.1967) war Psychologe und Lehrer und beschäftigte sich mit dem Aktionsquotient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Leben===&lt;br /&gt;
Adolf Hermann Heinrich Busemann, Dr. phil. (Göttingen), Dr. med. h. c. (Marburg), korrespondierendes Mitglied der Deutschen Vereinigung für Jugendpsychiatrie. Geb. 15.5.1887 (Emden), gest. 5.6.1967 (Marburg). Gymnasium Northeim 1897-1906, Studium der Psychologie in Göttingen 1906-1910 (Religion, Hebräisch, phil. Propädeutik). 1910 Prüfung für das höhere Lehramt. Lehrtätigkeit in Essen, Frankenberg und Bederkesa. Dazwischen 1917/18 Kriegsteilnahme im Landsturm. 1922-1925 zunächst als Oberlehrer, dann als Seminarstudienrat in Einbeck, 1925 wegen Auflösung des Lehrerseminars in den einstweiligen Ruhestand versetzt. 1924 Promotion in Göttingen, ab 1925 Greifswald, 1926 Habilitation in Greifswald. Bis 1928 Privatdozent (Medizinische Fakultät), danach beurlaubt, um an anderen Institutionen zu unterrichten (Prof. an den Pädagogischen Akademien Rostock, Breslau und Kiel). Ab 1932 wieder Privatdozent in Greifswald; danach „auf Grund des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums 1934 in das Amt eines Volksschullehrers versetzt“ (Mail v. Barbara Peters, Archiv der Universität Greifswald, 18.6.2007). WS 1934/35 und SS 1935 beurlaubt. 1937 aus gesundheitlichen Gründen in den dauernden Ruhestand versetzt. Übersiedelung nach Marburg; Personalgutachter beim Heer, 1942 aus dem aktiven Wehrdienst entlassen. 1943-1945 Psychologe am Hirnverletztenlazarett in Marburg. WS 1946/46 – SS 1948 Lehrveranstaltungen in Psychologie an der Universität Marburg. Bis 1954 Unterricht im Rahmen der „Lehrgänge zur Ausbildung von Sonderschullehrern“ in Marburg. (Quellen: s. „Über Busemann“.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bedeutung für die Quantitative Linguistik===&lt;br /&gt;
Das in der Quantitativen Linguistik am meisten beachtete Thema Busemanns ist der Aktionsquotient (Busemann 1925; 1948: 116, 139), der die Zahl der Verben und der Adjektive eines Textes zueinander in Relation setzt; dabei gilt ein Text, bei dem die Verben überwiegen, als aktiv und ein Text mit mehr Adjektiven als Verben als deskriptiv. Busemanns Daten beruhen hauptsächlich auf Niederschriften, das sind „provozierte schriftliche Selbstdarstellungen von rund 4000 Kindern und Jugendlichen“ (Busemann 1926: 28); hinzu kommen einige spontansprachliche Quellen. Eine Diskussion der Probleme des Aktionsquotienten und Vorschläge für eine Verbesserung findet sich in Altmann (1978; 1988: 18ff.), eine weitere Behandlung in Altmann &amp;amp; Altmann (2005: 86-88). Tuldava (2005: 371, 376f.) reiht Busemanns Arbeit in die Forschungsgeschichte ein und geht auf die Arbeiten der Nachfolger ein.&lt;br /&gt;
Man findet bei Busemann aber noch weitere Themen, die für die Quantitative Linguistik von Bedeutung sind. So betrachtet er in (Busemann 1925: 90ff.) die Entwicklung der Wortlänge, indem er die relativen Anteile der Ein-, Zwei-, Drei- und Mehrsilber an der Sprachproduktion von Kindern bis zum Alter von 20 Jahren untersucht. Meist bleiben die Beobachtungen getrennt für die einzelnen Wortlängen. Aber für einen Datensatz zu den 10- bis 15-jährigen Jugendlichen nennt er Werte für die Entwicklung der durchschnittlichen Wortlänge. Seine Angaben beruhen auf 163 Niederschriften einer Mädchenschule in Oldesloe mit 16000 Wörtern; die festgestellten Schwankungen sind bei nur sechs Messwerten zu groß. Ergänzt man die Messungen jedoch um eines realistischen Wert für Erwachsene, lässt sich das logistische Modell &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1) &amp;lt;math&amp;gt;p=\frac{c}{1+ae^{-bt}}&amp;lt;/math&amp;gt;				&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Altmann 1983: 61) mit sehr gutem Erfolg anpassen (Best 2006: 43).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres Thema ist Busemanns Untersuchung zur Entwicklung des Adjektiv-Wortschatzes, den Jugendliche benutzen, um sich selbst zu charakterisieren (Busemann 1926, 1948: 150). Diese Untersuchung des Ausbaus eines Wortschatzsegments lässt sich ebenfalls sehr gut mit dem Wachstumsgesetz (1) modellieren, wie die folgende Tabelle 1 und die Graphik dazu zeigen. Dabei sind a, b und c die Parameter des Modells; D ist der Determinationskoeffizient, der mit D ≥ 0.80 eine gute Übereinstimmung des Modells mit den Beobachtungen bestätigt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tabelle 1&lt;br /&gt;
Zuwachs neuer, vorher nicht benutzter Adjektive zur Selbstcharakterisierung von Jugendlichen (n. Busemann 1948: 150)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:busemanntabelle.jpg|500px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:busemann.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Graphik: Zuwachs neuer, vorher nicht benutzter Adjektive zur Selbstcharakterisierung von Jugendlichen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Busemann hat noch eine Reihe weiterer Themen statistisch bearbeitet; so kommt vor allem zur Sprache, welche Themen die Kinder und Jugendlichen in den Niederschriften ansprechen und wie sich das mit dem Alter ändert (Busemann 1926). Auch in der Milieukunde findet man statistische Charakterisierungen, wobei Sprachliches aber nur am Rande auftaucht (Busemann 1927: 182). Sprachliche Daten werden dabei nicht immer so dargeboten, dass man sie für eine Modellierung der Erwerbsprozesse gut nutzen könnte. In Krisenjahre etwa stellt die Beobachtungen der Scupins zum Wortschatzzuwachs ihres Sohnes mit dem arithmetischen Mittel für Vierteljahreszeiträume in ganzzahligen Werten zusammen (Busemann 1953: 38); der tatsächliche Wortschatz ist daher nur näherungsweise zu bestimmen. &lt;br /&gt;
Busemanns Werk ist von statistischen Erhebungen zur Entwicklung von Kindern und Jugendlichen geprägt, wobei speziell sprachliche Themen außer ganz zu Anfang nicht dominieren. Charakteristisch für Busemanns spätere Einstellung sind aber resignative Bemerkungen. So wendet er sich gegen die Experimentelle Psychologie, die „nunmehr behauptet, die ganze Psychologie zu sein, und der nicht exklusiv experimentell bzw. statistisch arbeitenden den Namen der Psychologie abstreitet und das, was so ausgeschlossen wird, der Philosophie zuweist“ und fährt fort: „Eine hervorragende Sachverständige der Psychologischen Statistik hatte wohl guten Grund, in ihrem bekannten Lehrbuch zu betonen, daß die Statistik das Denken nicht überflüssig mache“ (Busemann 1967: 7).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Literatur===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Altmann, Gabriel (1978). Zur Verwendung der Quotiente in der Textanalyse. Glottometrika 1, 91-106.&lt;br /&gt;
*Altmann, Gabriel (1983). Das Piotrowski-Gesetz und seine Verallgemeinerungen. In: Best, Karl-Heinz, &amp;amp; Kohlhase, Jörg (Hrsg.), Exakte Sprachwandelforschung:. 54-90. Göttingen: edition herodot. &lt;br /&gt;
*Altmann, Gabriel (1988). Wiederholungen in Texten. Bochum: Brockmeyer.&lt;br /&gt;
*Altmann, Vivien, &amp;amp; Altmann, Gabriel (2005). Erlkönig und Mathematik. [http://ubt.opus.hbz-nrw.de/volltexte/2005/325/]&lt;br /&gt;
*Best, Karl-Heinz (2006). Gesetzmäßigkeiten im Erstspracherwerb. Glottometrics 12, 39-54.&lt;br /&gt;
*Busemann, Adolf (1925). Die Sprache der Jugend als Ausdruck der Entwicklungsrhythmik. Sprachstatistische Untersuchungen. Jena: Verlag von Gustav Fischer. Teildruck in: Helmers, Hermann (Hrsg.) (1969), Zur Sprache des Kindes (S. 1-59). Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft. (Erweiterung der Diss.)&lt;br /&gt;
*Busemann, Adolf (1926). Die Jugend im eigenen Urteil: eine Untersuchung zur Jugendkunde. Langensalza: Beltz.&lt;br /&gt;
*Busemann, Adolf (1927). Pädagogische Milieukunde. I. Einführung in die Allgemeine Milieukunde und in die Pädagogische Milieutypologie. Halle, Saale: Schroedel.&lt;br /&gt;
*Busemann, Adolf (1948). Stil und Charakter. Untersuchungen zur Psychologie der individuellen Redeform. Meisenheim/ Glan: Westkulturverlag Anton Hain.&lt;br /&gt;
*Busemann, Adolf (1953). Krisenjahre im Ablauf der menschlichen Jugend. Ratingen: Aloys Henn Verlag.&lt;br /&gt;
*Busemann, Adolf (1967). Weltanschauung in psychologischer Sicht. Ein Beitrag zur Lehre vom Menschen. München/ Basel: Ernst Reinhardt Verlag.&lt;br /&gt;
*Tuldava, Juhan (2005). Stylistics, author identification. In: Köhler, R., Altmann, G. &amp;amp; Piotrowski, R.G. (2005) (Hrsg.), Quantitative Linguistik. Ein internationales Handbuch:. 368-387. Berlin/ N.Y.: de Gruyter.&lt;br /&gt;
*Welker, Meinrad (Bearb.) (2004). Lexikon Greifswalder Hochschullehrer 1907-1932. Bad Honnef: Bock. (= Buchholz, Werner (Hrsg.), Lexikon Greifswalder Hochschullehrer 1775-2006. Bd. 3.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anm.: Die Liste enthält nur die Arbeiten Busemanns, die hier zitiert wurden. Seine Bücher sind leicht zu bibliographieren und in vielen Bibliotheken vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Über Busemann''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Adolf Busemann 70 Jahre alt. Bildung und Erziehung 10, 1957, H. 6, 370-371.&lt;br /&gt;
*van Dieken, Jan (1968). Professor Adolf Busemann. Friesische Blätter, Folge 9, September 1968, 5. Jahrgang.&lt;br /&gt;
*Hetzer, Hildegard (1967). Zum 80. Geburtstag von Professor Dr. Adolf Busemann. Forscher und Lehrer im Dienst bedrohter und behinderter Kinder. Lebenshilfe 6, H. 3, 113-114.&lt;br /&gt;
*Lexikon Greifswalder Hochschullehrer 1775-2006. Hrsg. v. Werner Buchholz. Bd. 3: Lexikon Greifswalder Hochschullehrer 1907-1932. Bandbearbeiter: Meinrad Welker. Bad Honnef: Bock 2004.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quelle===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karl-Heinz Best: Glottometrics 16, 2008&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Okolowski</name></author>
		
	</entry>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Okolowski: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Okolowski</name></author>
		
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		<title>Adolf Busemann (de)</title>
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		<updated>2008-05-22T12:01:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Okolowski: /* Bedeutung für die Quantitative Linguistik */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Adolf Busemann''' (vollständiger Name: '''Adolf Hermann Heinrich Busemann''', Dr. phil. (Göttingen), Dr. med. h. c. (Marburg), 15.5.1887-5.6.1967) war Psychologe und Lehrer und beschäftigte sich mit dem Aktionsquotient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Leben===&lt;br /&gt;
Adolf Hermann Heinrich Busemann, Dr. phil. (Göttingen), Dr. med. h. c. (Marburg), korrespondierendes Mitglied der Deutschen Vereinigung für Jugendpsychiatrie. Geb. 15.5.1887 (Emden), gest. 5.6.1967 (Marburg). Gymnasium Northeim 1897-1906, Studium der Psychologie in Göttingen 1906-1910 (Religion, Hebräisch, phil. Propädeutik). 1910 Prüfung für das höhere Lehramt. Lehrtätigkeit in Essen, Frankenberg und Bederkesa. Dazwischen 1917/18 Kriegsteilnahme im Landsturm. 1922-1925 zunächst als Oberlehrer, dann als Seminarstudienrat in Einbeck, 1925 wegen Auflösung des Lehrerseminars in den einstweiligen Ruhestand versetzt. 1924 Promotion in Göttingen, ab 1925 Greifswald, 1926 Habilitation in Greifswald. Bis 1928 Privatdozent (Medizinische Fakultät), danach beurlaubt, um an anderen Institutionen zu unterrichten (Prof. an den Pädagogischen Akademien Rostock, Breslau und Kiel). Ab 1932 wieder Privatdozent in Greifswald; danach „auf Grund des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums 1934 in das Amt eines Volksschullehrers versetzt“ (Mail v. Barbara Peters, Archiv der Universität Greifswald, 18.6.2007). WS 1934/35 und SS 1935 beurlaubt. 1937 aus gesundheitlichen Gründen in den dauernden Ruhestand versetzt. Übersiedelung nach Marburg; Personalgutachter beim Heer, 1942 aus dem aktiven Wehrdienst entlassen. 1943-1945 Psychologe am Hirnverletztenlazarett in Marburg. WS 1946/46 – SS 1948 Lehrveranstaltungen in Psychologie an der Universität Marburg. Bis 1954 Unterricht im Rahmen der „Lehrgänge zur Ausbildung von Sonderschullehrern“ in Marburg. (Quellen: s. „Über Busemann“.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bedeutung für die Quantitative Linguistik===&lt;br /&gt;
Das in der Quantitativen Linguistik am meisten beachtete Thema Busemanns ist der Aktionsquotient (Busemann 1925; 1948: 116, 139), der die Zahl der Verben und der Adjektive eines Textes zueinander in Relation setzt; dabei gilt ein Text, bei dem die Verben überwiegen, als aktiv und ein Text mit mehr Adjektiven als Verben als deskriptiv. Busemanns Daten beruhen hauptsächlich auf Niederschriften, das sind „provozierte schriftliche Selbstdarstellungen von rund 4000 Kindern und Jugendlichen“ (Busemann 1926: 28); hinzu kommen einige spontansprachliche Quellen. Eine Diskussion der Probleme des Aktionsquotienten und Vorschläge für eine Verbesserung findet sich in Altmann (1978; 1988: 18ff.), eine weitere Behandlung in Altmann &amp;amp; Altmann (2005: 86-88). Tuldava (2005: 371, 376f.) reiht Busemanns Arbeit in die Forschungsgeschichte ein und geht auf die Arbeiten der Nachfolger ein.&lt;br /&gt;
Man findet bei Busemann aber noch weitere Themen, die für die Quantitative Linguistik von Bedeutung sind. So betrachtet er in (Busemann 1925: 90ff.) die Entwicklung der Wortlänge, indem er die relativen Anteile der Ein-, Zwei-, Drei- und Mehrsilber an der Sprachproduktion von Kindern bis zum Alter von 20 Jahren untersucht. Meist bleiben die Beobachtungen getrennt für die einzelnen Wortlängen. Aber für einen Datensatz zu den 10- bis 15-jährigen Jugendlichen nennt er Werte für die Entwicklung der durchschnittlichen Wortlänge. Seine Angaben beruhen auf 163 Niederschriften einer Mädchenschule in Oldesloe mit 16000 Wörtern; die festgestellten Schwankungen sind bei nur sechs Messwerten zu groß. Ergänzt man die Messungen jedoch um eines realistischen Wert für Erwachsene, lässt sich das logistische Modell &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1) &amp;lt;math&amp;gt;p=\frac{c}{1+ae^{-bt}}&amp;lt;/math&amp;gt;				&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Altmann 1983: 61) mit sehr gutem Erfolg anpassen (Best 2006: 43).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres Thema ist Busemanns Untersuchung zur Entwicklung des Adjektiv-Wortschatzes, den Jugendliche benutzen, um sich selbst zu charakterisieren (Busemann 1926, 1948: 150). Diese Untersuchung des Ausbaus eines Wortschatzsegments lässt sich ebenfalls sehr gut mit dem Wachstumsgesetz (1) modellieren, wie die folgende Tabelle 1 und die Graphik dazu zeigen. Dabei sind a, b und c die Parameter des Modells; D ist der Determinationskoeffizient, der mit D ≥ 0.80 eine gute Übereinstimmung des Modells mit den Beobachtungen bestätigt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tabelle 1&lt;br /&gt;
Zuwachs neuer, vorher nicht benutzter Adjektive zur Selbstcharakterisierung von Jugendlichen (n. Busemann 1948: 150)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:busemanntabelle.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:busemann.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Graphik: Zuwachs neuer, vorher nicht benutzter Adjektive zur Selbstcharakterisierung von Jugendlichen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Busemann hat noch eine Reihe weiterer Themen statistisch bearbeitet; so kommt vor allem zur Sprache, welche Themen die Kinder und Jugendlichen in den Niederschriften ansprechen und wie sich das mit dem Alter ändert (Busemann 1926). Auch in der Milieukunde findet man statistische Charakterisierungen, wobei Sprachliches aber nur am Rande auftaucht (Busemann 1927: 182). Sprachliche Daten werden dabei nicht immer so dargeboten, dass man sie für eine Modellierung der Erwerbsprozesse gut nutzen könnte. In Krisenjahre etwa stellt die Beobachtungen der Scupins zum Wortschatzzuwachs ihres Sohnes mit dem arithmetischen Mittel für Vierteljahreszeiträume in ganzzahligen Werten zusammen (Busemann 1953: 38); der tatsächliche Wortschatz ist daher nur näherungsweise zu bestimmen. &lt;br /&gt;
Busemanns Werk ist von statistischen Erhebungen zur Entwicklung von Kindern und Jugendlichen geprägt, wobei speziell sprachliche Themen außer ganz zu Anfang nicht dominieren. Charakteristisch für Busemanns spätere Einstellung sind aber resignative Bemerkungen. So wendet er sich gegen die Experimentelle Psychologie, die „nunmehr behauptet, die ganze Psychologie zu sein, und der nicht exklusiv experimentell bzw. statistisch arbeitenden den Namen der Psychologie abstreitet und das, was so ausgeschlossen wird, der Philosophie zuweist“ und fährt fort: „Eine hervorragende Sachverständige der Psychologischen Statistik hatte wohl guten Grund, in ihrem bekannten Lehrbuch zu betonen, daß die Statistik das Denken nicht überflüssig mache“ (Busemann 1967: 7).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Literatur===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Altmann, Gabriel (1978). Zur Verwendung der Quotiente in der Textanalyse. Glottometrika 1, 91-106.&lt;br /&gt;
*Altmann, Gabriel (1983). Das Piotrowski-Gesetz und seine Verallgemeinerungen. In: Best, Karl-Heinz, &amp;amp; Kohlhase, Jörg (Hrsg.), Exakte Sprachwandelforschung:. 54-90. Göttingen: edition herodot. &lt;br /&gt;
*Altmann, Gabriel (1988). Wiederholungen in Texten. Bochum: Brockmeyer.&lt;br /&gt;
*Altmann, Vivien, &amp;amp; Altmann, Gabriel (2005). Erlkönig und Mathematik. [http://ubt.opus.hbz-nrw.de/volltexte/2005/325/]&lt;br /&gt;
*Best, Karl-Heinz (2006). Gesetzmäßigkeiten im Erstspracherwerb. Glottometrics 12, 39-54.&lt;br /&gt;
*Busemann, Adolf (1925). Die Sprache der Jugend als Ausdruck der Entwicklungsrhythmik. Sprachstatistische Untersuchungen. Jena: Verlag von Gustav Fischer. Teildruck in: Helmers, Hermann (Hrsg.) (1969), Zur Sprache des Kindes (S. 1-59). Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft. (Erweiterung der Diss.)&lt;br /&gt;
*Busemann, Adolf (1926). Die Jugend im eigenen Urteil: eine Untersuchung zur Jugendkunde. Langensalza: Beltz.&lt;br /&gt;
*Busemann, Adolf (1927). Pädagogische Milieukunde. I. Einführung in die Allgemeine Milieukunde und in die Pädagogische Milieutypologie. Halle, Saale: Schroedel.&lt;br /&gt;
*Busemann, Adolf (1948). Stil und Charakter. Untersuchungen zur Psychologie der individuellen Redeform. Meisenheim/ Glan: Westkulturverlag Anton Hain.&lt;br /&gt;
*Busemann, Adolf (1953). Krisenjahre im Ablauf der menschlichen Jugend. Ratingen: Aloys Henn Verlag.&lt;br /&gt;
*Busemann, Adolf (1967). Weltanschauung in psychologischer Sicht. Ein Beitrag zur Lehre vom Menschen. München/ Basel: Ernst Reinhardt Verlag.&lt;br /&gt;
*Tuldava, Juhan (2005). Stylistics, author identification. In: Köhler, R., Altmann, G. &amp;amp; Piotrowski, R.G. (2005) (Hrsg.), Quantitative Linguistik. Ein internationales Handbuch:. 368-387. Berlin/ N.Y.: de Gruyter.&lt;br /&gt;
*Welker, Meinrad (Bearb.) (2004). Lexikon Greifswalder Hochschullehrer 1907-1932. Bad Honnef: Bock. (= Buchholz, Werner (Hrsg.), Lexikon Greifswalder Hochschullehrer 1775-2006. Bd. 3.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anm.: Die Liste enthält nur die Arbeiten Busemanns, die hier zitiert wurden. Seine Bücher sind leicht zu bibliographieren und in vielen Bibliotheken vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Über Busemann''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Adolf Busemann 70 Jahre alt. Bildung und Erziehung 10, 1957, H. 6, 370-371.&lt;br /&gt;
*van Dieken, Jan (1968). Professor Adolf Busemann. Friesische Blätter, Folge 9, September 1968, 5. Jahrgang.&lt;br /&gt;
*Hetzer, Hildegard (1967). Zum 80. Geburtstag von Professor Dr. Adolf Busemann. Forscher und Lehrer im Dienst bedrohter und behinderter Kinder. Lebenshilfe 6, H. 3, 113-114.&lt;br /&gt;
*Lexikon Greifswalder Hochschullehrer 1775-2006. Hrsg. v. Werner Buchholz. Bd. 3: Lexikon Greifswalder Hochschullehrer 1907-1932. Bandbearbeiter: Meinrad Welker. Bad Honnef: Bock 2004.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quelle===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karl-Heinz Best: Glottometrics 16, 2008&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Okolowski</name></author>
		
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		<title>Adolf Busemann (de)</title>
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		<updated>2008-05-22T11:58:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Okolowski: /* Bedeutung für die Quantitative Linguistik */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Adolf Busemann''' (vollständiger Name: '''Adolf Hermann Heinrich Busemann''', Dr. phil. (Göttingen), Dr. med. h. c. (Marburg), 15.5.1887-5.6.1967) war Psychologe und Lehrer und beschäftigte sich mit dem Aktionsquotient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Leben===&lt;br /&gt;
Adolf Hermann Heinrich Busemann, Dr. phil. (Göttingen), Dr. med. h. c. (Marburg), korrespondierendes Mitglied der Deutschen Vereinigung für Jugendpsychiatrie. Geb. 15.5.1887 (Emden), gest. 5.6.1967 (Marburg). Gymnasium Northeim 1897-1906, Studium der Psychologie in Göttingen 1906-1910 (Religion, Hebräisch, phil. Propädeutik). 1910 Prüfung für das höhere Lehramt. Lehrtätigkeit in Essen, Frankenberg und Bederkesa. Dazwischen 1917/18 Kriegsteilnahme im Landsturm. 1922-1925 zunächst als Oberlehrer, dann als Seminarstudienrat in Einbeck, 1925 wegen Auflösung des Lehrerseminars in den einstweiligen Ruhestand versetzt. 1924 Promotion in Göttingen, ab 1925 Greifswald, 1926 Habilitation in Greifswald. Bis 1928 Privatdozent (Medizinische Fakultät), danach beurlaubt, um an anderen Institutionen zu unterrichten (Prof. an den Pädagogischen Akademien Rostock, Breslau und Kiel). Ab 1932 wieder Privatdozent in Greifswald; danach „auf Grund des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums 1934 in das Amt eines Volksschullehrers versetzt“ (Mail v. Barbara Peters, Archiv der Universität Greifswald, 18.6.2007). WS 1934/35 und SS 1935 beurlaubt. 1937 aus gesundheitlichen Gründen in den dauernden Ruhestand versetzt. Übersiedelung nach Marburg; Personalgutachter beim Heer, 1942 aus dem aktiven Wehrdienst entlassen. 1943-1945 Psychologe am Hirnverletztenlazarett in Marburg. WS 1946/46 – SS 1948 Lehrveranstaltungen in Psychologie an der Universität Marburg. Bis 1954 Unterricht im Rahmen der „Lehrgänge zur Ausbildung von Sonderschullehrern“ in Marburg. (Quellen: s. „Über Busemann“.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bedeutung für die Quantitative Linguistik===&lt;br /&gt;
Das in der Quantitativen Linguistik am meisten beachtete Thema Busemanns ist der Aktionsquotient (Busemann 1925; 1948: 116, 139), der die Zahl der Verben und der Adjektive eines Textes zueinander in Relation setzt; dabei gilt ein Text, bei dem die Verben überwiegen, als aktiv und ein Text mit mehr Adjektiven als Verben als deskriptiv. Busemanns Daten beruhen hauptsächlich auf Niederschriften, das sind „provozierte schriftliche Selbstdarstellungen von rund 4000 Kindern und Jugendlichen“ (Busemann 1926: 28); hinzu kommen einige spontansprachliche Quellen. Eine Diskussion der Probleme des Aktionsquotienten und Vorschläge für eine Verbesserung findet sich in Altmann (1978; 1988: 18ff.), eine weitere Behandlung in Altmann &amp;amp; Altmann (2005: 86-88). Tuldava (2005: 371, 376f.) reiht Busemanns Arbeit in die Forschungsgeschichte ein und geht auf die Arbeiten der Nachfolger ein.&lt;br /&gt;
Man findet bei Busemann aber noch weitere Themen, die für die Quantitative Linguistik von Bedeutung sind. So betrachtet er in (Busemann 1925: 90ff.) die Entwicklung der Wortlänge, indem er die relativen Anteile der Ein-, Zwei-, Drei- und Mehrsilber an der Sprachproduktion von Kindern bis zum Alter von 20 Jahren untersucht. Meist bleiben die Beobachtungen getrennt für die einzelnen Wortlängen. Aber für einen Datensatz zu den 10- bis 15-jährigen Jugendlichen nennt er Werte für die Entwicklung der durchschnittlichen Wortlänge. Seine Angaben beruhen auf 163 Niederschriften einer Mädchenschule in Oldesloe mit 16000 Wörtern; die festgestellten Schwankungen sind bei nur sechs Messwerten zu groß. Ergänzt man die Messungen jedoch um eines realistischen Wert für Erwachsene, lässt sich das logistische Modell &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1) &amp;lt;math&amp;gt;p=\frac{c}{1+ae^{-bt}}&amp;lt;/math&amp;gt;				&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Altmann 1983: 61) mit sehr gutem Erfolg anpassen (Best 2006: 43).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres Thema ist Busemanns Untersuchung zur Entwicklung des Adjektiv-Wortschatzes, den Jugendliche benutzen, um sich selbst zu charakterisieren (Busemann 1926, 1948: 150). Diese Untersuchung des Ausbaus eines Wortschatzsegments lässt sich ebenfalls sehr gut mit dem Wachstumsgesetz (1) modellieren, wie die folgende Tabelle 1 und die Graphik dazu zeigen. Dabei sind a, b und c die Parameter des Modells; D ist der Determinationskoeffizient, der mit D ≥ 0.80 eine gute Übereinstimmung des Modells mit den Beobachtungen bestätigt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tabelle 1&lt;br /&gt;
Zuwachs neuer, vorher nicht benutzter Adjektive zur Selbstcharakterisierung von Jugendlichen (n. Busemann 1948: 150)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
t	Alter in Jahren	neue Adjektive	Adjektive kumulativ	Adjektive berechnet&lt;br /&gt;
1	8	12	12	23.94&lt;br /&gt;
2	9	15	27	38.45&lt;br /&gt;
3	10	31	58	59.00&lt;br /&gt;
4	11	46	104	85.17&lt;br /&gt;
5	12	18	122	114.32&lt;br /&gt;
6	13	18	140	142.33&lt;br /&gt;
7	14	15	155	165.66&lt;br /&gt;
8	15	14	169	183.00&lt;br /&gt;
9	16	25	194	194.53&lt;br /&gt;
10	17	23	217	201.91&lt;br /&gt;
a = 13.7263     b = 0.5536     c = 212.8358     D = 0.97&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:busemann.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Graphik: Zuwachs neuer, vorher nicht benutzter Adjektive zur Selbstcharakterisierung von Jugendlichen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Busemann hat noch eine Reihe weiterer Themen statistisch bearbeitet; so kommt vor allem zur Sprache, welche Themen die Kinder und Jugendlichen in den Niederschriften ansprechen und wie sich das mit dem Alter ändert (Busemann 1926). Auch in der Milieukunde findet man statistische Charakterisierungen, wobei Sprachliches aber nur am Rande auftaucht (Busemann 1927: 182). Sprachliche Daten werden dabei nicht immer so dargeboten, dass man sie für eine Modellierung der Erwerbsprozesse gut nutzen könnte. In Krisenjahre etwa stellt die Beobachtungen der Scupins zum Wortschatzzuwachs ihres Sohnes mit dem arithmetischen Mittel für Vierteljahreszeiträume in ganzzahligen Werten zusammen (Busemann 1953: 38); der tatsächliche Wortschatz ist daher nur näherungsweise zu bestimmen. &lt;br /&gt;
Busemanns Werk ist von statistischen Erhebungen zur Entwicklung von Kindern und Jugendlichen geprägt, wobei speziell sprachliche Themen außer ganz zu Anfang nicht dominieren. Charakteristisch für Busemanns spätere Einstellung sind aber resignative Bemerkungen. So wendet er sich gegen die Experimentelle Psychologie, die „nunmehr behauptet, die ganze Psychologie zu sein, und der nicht exklusiv experimentell bzw. statistisch arbeitenden den Namen der Psychologie abstreitet und das, was so ausgeschlossen wird, der Philosophie zuweist“ und fährt fort: „Eine hervorragende Sachverständige der Psychologischen Statistik hatte wohl guten Grund, in ihrem bekannten Lehrbuch zu betonen, daß die Statistik das Denken nicht überflüssig mache“ (Busemann 1967: 7).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Literatur===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Altmann, Gabriel (1978). Zur Verwendung der Quotiente in der Textanalyse. Glottometrika 1, 91-106.&lt;br /&gt;
*Altmann, Gabriel (1983). Das Piotrowski-Gesetz und seine Verallgemeinerungen. In: Best, Karl-Heinz, &amp;amp; Kohlhase, Jörg (Hrsg.), Exakte Sprachwandelforschung:. 54-90. Göttingen: edition herodot. &lt;br /&gt;
*Altmann, Gabriel (1988). Wiederholungen in Texten. Bochum: Brockmeyer.&lt;br /&gt;
*Altmann, Vivien, &amp;amp; Altmann, Gabriel (2005). Erlkönig und Mathematik. [http://ubt.opus.hbz-nrw.de/volltexte/2005/325/]&lt;br /&gt;
*Best, Karl-Heinz (2006). Gesetzmäßigkeiten im Erstspracherwerb. Glottometrics 12, 39-54.&lt;br /&gt;
*Busemann, Adolf (1925). Die Sprache der Jugend als Ausdruck der Entwicklungsrhythmik. Sprachstatistische Untersuchungen. Jena: Verlag von Gustav Fischer. Teildruck in: Helmers, Hermann (Hrsg.) (1969), Zur Sprache des Kindes (S. 1-59). Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft. (Erweiterung der Diss.)&lt;br /&gt;
*Busemann, Adolf (1926). Die Jugend im eigenen Urteil: eine Untersuchung zur Jugendkunde. Langensalza: Beltz.&lt;br /&gt;
*Busemann, Adolf (1927). Pädagogische Milieukunde. I. Einführung in die Allgemeine Milieukunde und in die Pädagogische Milieutypologie. Halle, Saale: Schroedel.&lt;br /&gt;
*Busemann, Adolf (1948). Stil und Charakter. Untersuchungen zur Psychologie der individuellen Redeform. Meisenheim/ Glan: Westkulturverlag Anton Hain.&lt;br /&gt;
*Busemann, Adolf (1953). Krisenjahre im Ablauf der menschlichen Jugend. Ratingen: Aloys Henn Verlag.&lt;br /&gt;
*Busemann, Adolf (1967). Weltanschauung in psychologischer Sicht. Ein Beitrag zur Lehre vom Menschen. München/ Basel: Ernst Reinhardt Verlag.&lt;br /&gt;
*Tuldava, Juhan (2005). Stylistics, author identification. In: Köhler, R., Altmann, G. &amp;amp; Piotrowski, R.G. (2005) (Hrsg.), Quantitative Linguistik. Ein internationales Handbuch:. 368-387. Berlin/ N.Y.: de Gruyter.&lt;br /&gt;
*Welker, Meinrad (Bearb.) (2004). Lexikon Greifswalder Hochschullehrer 1907-1932. Bad Honnef: Bock. (= Buchholz, Werner (Hrsg.), Lexikon Greifswalder Hochschullehrer 1775-2006. Bd. 3.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anm.: Die Liste enthält nur die Arbeiten Busemanns, die hier zitiert wurden. Seine Bücher sind leicht zu bibliographieren und in vielen Bibliotheken vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Über Busemann''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Adolf Busemann 70 Jahre alt. Bildung und Erziehung 10, 1957, H. 6, 370-371.&lt;br /&gt;
*van Dieken, Jan (1968). Professor Adolf Busemann. Friesische Blätter, Folge 9, September 1968, 5. Jahrgang.&lt;br /&gt;
*Hetzer, Hildegard (1967). Zum 80. Geburtstag von Professor Dr. Adolf Busemann. Forscher und Lehrer im Dienst bedrohter und behinderter Kinder. Lebenshilfe 6, H. 3, 113-114.&lt;br /&gt;
*Lexikon Greifswalder Hochschullehrer 1775-2006. Hrsg. v. Werner Buchholz. Bd. 3: Lexikon Greifswalder Hochschullehrer 1907-1932. Bandbearbeiter: Meinrad Welker. Bad Honnef: Bock 2004.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quelle===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karl-Heinz Best: Glottometrics 16, 2008&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Okolowski</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
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		<title>Adolf Busemann (de)</title>
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		<updated>2008-05-22T11:57:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Okolowski: New page: '''Adolf Busemann''' (vollständiger Name: '''Adolf Hermann Heinrich Busemann''', Dr. phil. (Göttingen), Dr. med. h. c. (Marburg), 15.5.1887-5.6.1967) war Psychologe und Lehrer und besch...&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Adolf Busemann''' (vollständiger Name: '''Adolf Hermann Heinrich Busemann''', Dr. phil. (Göttingen), Dr. med. h. c. (Marburg), 15.5.1887-5.6.1967) war Psychologe und Lehrer und beschäftigte sich mit dem Aktionsquotient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Leben===&lt;br /&gt;
Adolf Hermann Heinrich Busemann, Dr. phil. (Göttingen), Dr. med. h. c. (Marburg), korrespondierendes Mitglied der Deutschen Vereinigung für Jugendpsychiatrie. Geb. 15.5.1887 (Emden), gest. 5.6.1967 (Marburg). Gymnasium Northeim 1897-1906, Studium der Psychologie in Göttingen 1906-1910 (Religion, Hebräisch, phil. Propädeutik). 1910 Prüfung für das höhere Lehramt. Lehrtätigkeit in Essen, Frankenberg und Bederkesa. Dazwischen 1917/18 Kriegsteilnahme im Landsturm. 1922-1925 zunächst als Oberlehrer, dann als Seminarstudienrat in Einbeck, 1925 wegen Auflösung des Lehrerseminars in den einstweiligen Ruhestand versetzt. 1924 Promotion in Göttingen, ab 1925 Greifswald, 1926 Habilitation in Greifswald. Bis 1928 Privatdozent (Medizinische Fakultät), danach beurlaubt, um an anderen Institutionen zu unterrichten (Prof. an den Pädagogischen Akademien Rostock, Breslau und Kiel). Ab 1932 wieder Privatdozent in Greifswald; danach „auf Grund des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums 1934 in das Amt eines Volksschullehrers versetzt“ (Mail v. Barbara Peters, Archiv der Universität Greifswald, 18.6.2007). WS 1934/35 und SS 1935 beurlaubt. 1937 aus gesundheitlichen Gründen in den dauernden Ruhestand versetzt. Übersiedelung nach Marburg; Personalgutachter beim Heer, 1942 aus dem aktiven Wehrdienst entlassen. 1943-1945 Psychologe am Hirnverletztenlazarett in Marburg. WS 1946/46 – SS 1948 Lehrveranstaltungen in Psychologie an der Universität Marburg. Bis 1954 Unterricht im Rahmen der „Lehrgänge zur Ausbildung von Sonderschullehrern“ in Marburg. (Quellen: s. „Über Busemann“.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bedeutung für die Quantitative Linguistik===&lt;br /&gt;
Das in der Quantitativen Linguistik am meisten beachtete Thema Busemanns ist der Aktionsquotient (Busemann 1925; 1948: 116, 139), der die Zahl der Verben und der Adjektive eines Textes zueinander in Relation setzt; dabei gilt ein Text, bei dem die Verben überwiegen, als aktiv und ein Text mit mehr Adjektiven als Verben als deskriptiv. Busemanns Daten beruhen hauptsächlich auf Niederschriften, das sind „provozierte schriftliche Selbstdarstellungen von rund 4000 Kindern und Jugendlichen“ (Busemann 1926: 28); hinzu kommen einige spontansprachliche Quellen. Eine Diskussion der Probleme des Aktionsquotienten und Vorschläge für eine Verbesserung findet sich in Altmann (1978; 1988: 18ff.), eine weitere Behandlung in Altmann &amp;amp; Altmann (2005: 86-88). Tuldava (2005: 371, 376f.) reiht Busemanns Arbeit in die Forschungsgeschichte ein und geht auf die Arbeiten der Nachfolger ein.&lt;br /&gt;
Man findet bei Busemann aber noch weitere Themen, die für die Quantitative Linguistik von Bedeutung sind. So betrachtet er in (Busemann 1925: 90ff.) die Entwicklung der Wortlänge, indem er die relativen Anteile der Ein-, Zwei-, Drei- und Mehrsilber an der Sprachproduktion von Kindern bis zum Alter von 20 Jahren untersucht. Meist bleiben die Beobachtungen getrennt für die einzelnen Wortlängen. Aber für einen Datensatz zu den 10- bis 15-jährigen Jugendlichen nennt er Werte für die Entwicklung der durchschnittlichen Wortlänge. Seine Angaben beruhen auf 163 Niederschriften einer Mädchenschule in Oldesloe mit 16000 Wörtern; die festgestellten Schwankungen sind bei nur sechs Messwerten zu groß. Ergänzt man die Messungen jedoch um eines realistischen Wert für Erwachsene, lässt sich das logistische Modell &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1) &amp;lt;math&amp;gt;p=\frac{c}{1+ae^{-bt}}&amp;lt;/math&amp;gt;				&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Altmann 1983: 61) mit sehr gutem Erfolg anpassen (Best 2006: 43).&lt;br /&gt;
Ein weiteres Thema ist Busemanns Untersuchung zur Entwicklung des Adjektiv-Wortschatzes, den Jugendliche benutzen, um sich selbst zu charakterisieren (Busemann 1926, 1948: 150). Diese Untersuchung des Ausbaus eines Wortschatzsegments lässt sich ebenfalls sehr gut mit dem Wachstumsgesetz (1) modellieren, wie die folgende Tabelle 1 und die Graphik dazu zeigen. Dabei sind a, b und c die Parameter des Modells; D ist der Determinationskoeffizient, der mit D ≥ 0.80 eine gute Übereinstimmung des Modells mit den Beobachtungen bestätigt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tabelle 1&lt;br /&gt;
Zuwachs neuer, vorher nicht benutzter Adjektive zur Selbstcharakterisierung von Jugendlichen (n. Busemann 1948: 150)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
t	Alter in Jahren	neue Adjektive	Adjektive kumulativ	Adjektive berechnet&lt;br /&gt;
1	8	12	12	23.94&lt;br /&gt;
2	9	15	27	38.45&lt;br /&gt;
3	10	31	58	59.00&lt;br /&gt;
4	11	46	104	85.17&lt;br /&gt;
5	12	18	122	114.32&lt;br /&gt;
6	13	18	140	142.33&lt;br /&gt;
7	14	15	155	165.66&lt;br /&gt;
8	15	14	169	183.00&lt;br /&gt;
9	16	25	194	194.53&lt;br /&gt;
10	17	23	217	201.91&lt;br /&gt;
a = 13.7263     b = 0.5536     c = 212.8358     D = 0.97&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Graphik: Zuwachs neuer, vorher nicht benutzter Adjektive zur Selbstcharakterisierung von Jugendlichen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Busemann hat noch eine Reihe weiterer Themen statistisch bearbeitet; so kommt vor allem zur Sprache, welche Themen die Kinder und Jugendlichen in den Niederschriften ansprechen und wie sich das mit dem Alter ändert (Busemann 1926). Auch in der Milieukunde findet man statistische Charakterisierungen, wobei Sprachliches aber nur am Rande auftaucht (Busemann 1927: 182). Sprachliche Daten werden dabei nicht immer so dargeboten, dass man sie für eine Modellierung der Erwerbsprozesse gut nutzen könnte. In Krisenjahre etwa stellt die Beobachtungen der Scupins zum Wortschatzzuwachs ihres Sohnes mit dem arithmetischen Mittel für Vierteljahreszeiträume in ganzzahligen Werten zusammen (Busemann 1953: 38); der tatsächliche Wortschatz ist daher nur näherungsweise zu bestimmen. &lt;br /&gt;
Busemanns Werk ist von statistischen Erhebungen zur Entwicklung von Kindern und Jugendlichen geprägt, wobei speziell sprachliche Themen außer ganz zu Anfang nicht dominieren. Charakteristisch für Busemanns spätere Einstellung sind aber resignative Bemerkungen. So wendet er sich gegen die Experimentelle Psychologie, die „nunmehr behauptet, die ganze Psychologie zu sein, und der nicht exklusiv experimentell bzw. statistisch arbeitenden den Namen der Psychologie abstreitet und das, was so ausgeschlossen wird, der Philosophie zuweist“ und fährt fort: „Eine hervorragende Sachverständige der Psychologischen Statistik hatte wohl guten Grund, in ihrem bekannten Lehrbuch zu betonen, daß die Statistik das Denken nicht überflüssig mache“ (Busemann 1967: 7). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Literatur===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Altmann, Gabriel (1978). Zur Verwendung der Quotiente in der Textanalyse. Glottometrika 1, 91-106.&lt;br /&gt;
*Altmann, Gabriel (1983). Das Piotrowski-Gesetz und seine Verallgemeinerungen. In: Best, Karl-Heinz, &amp;amp; Kohlhase, Jörg (Hrsg.), Exakte Sprachwandelforschung:. 54-90. Göttingen: edition herodot. &lt;br /&gt;
*Altmann, Gabriel (1988). Wiederholungen in Texten. Bochum: Brockmeyer.&lt;br /&gt;
*Altmann, Vivien, &amp;amp; Altmann, Gabriel (2005). Erlkönig und Mathematik. [http://ubt.opus.hbz-nrw.de/volltexte/2005/325/]&lt;br /&gt;
*Best, Karl-Heinz (2006). Gesetzmäßigkeiten im Erstspracherwerb. Glottometrics 12, 39-54.&lt;br /&gt;
*Busemann, Adolf (1925). Die Sprache der Jugend als Ausdruck der Entwicklungsrhythmik. Sprachstatistische Untersuchungen. Jena: Verlag von Gustav Fischer. Teildruck in: Helmers, Hermann (Hrsg.) (1969), Zur Sprache des Kindes (S. 1-59). Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft. (Erweiterung der Diss.)&lt;br /&gt;
*Busemann, Adolf (1926). Die Jugend im eigenen Urteil: eine Untersuchung zur Jugendkunde. Langensalza: Beltz.&lt;br /&gt;
*Busemann, Adolf (1927). Pädagogische Milieukunde. I. Einführung in die Allgemeine Milieukunde und in die Pädagogische Milieutypologie. Halle, Saale: Schroedel.&lt;br /&gt;
*Busemann, Adolf (1948). Stil und Charakter. Untersuchungen zur Psychologie der individuellen Redeform. Meisenheim/ Glan: Westkulturverlag Anton Hain.&lt;br /&gt;
*Busemann, Adolf (1953). Krisenjahre im Ablauf der menschlichen Jugend. Ratingen: Aloys Henn Verlag.&lt;br /&gt;
*Busemann, Adolf (1967). Weltanschauung in psychologischer Sicht. Ein Beitrag zur Lehre vom Menschen. München/ Basel: Ernst Reinhardt Verlag.&lt;br /&gt;
*Tuldava, Juhan (2005). Stylistics, author identification. In: Köhler, R., Altmann, G. &amp;amp; Piotrowski, R.G. (2005) (Hrsg.), Quantitative Linguistik. Ein internationales Handbuch:. 368-387. Berlin/ N.Y.: de Gruyter.&lt;br /&gt;
*Welker, Meinrad (Bearb.) (2004). Lexikon Greifswalder Hochschullehrer 1907-1932. Bad Honnef: Bock. (= Buchholz, Werner (Hrsg.), Lexikon Greifswalder Hochschullehrer 1775-2006. Bd. 3.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anm.: Die Liste enthält nur die Arbeiten Busemanns, die hier zitiert wurden. Seine Bücher sind leicht zu bibliographieren und in vielen Bibliotheken vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Über Busemann''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Adolf Busemann 70 Jahre alt. Bildung und Erziehung 10, 1957, H. 6, 370-371.&lt;br /&gt;
*van Dieken, Jan (1968). Professor Adolf Busemann. Friesische Blätter, Folge 9, September 1968, 5. Jahrgang.&lt;br /&gt;
*Hetzer, Hildegard (1967). Zum 80. Geburtstag von Professor Dr. Adolf Busemann. Forscher und Lehrer im Dienst bedrohter und behinderter Kinder. Lebenshilfe 6, H. 3, 113-114.&lt;br /&gt;
*Lexikon Greifswalder Hochschullehrer 1775-2006. Hrsg. v. Werner Buchholz. Bd. 3: Lexikon Greifswalder Hochschullehrer 1907-1932. Bandbearbeiter: Meinrad Welker. Bad Honnef: Bock 2004.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quelle===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karl-Heinz Best: Glottometrics 16, 2008&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Okolowski</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=Kaj_Brynolf_Lindgren_(de)&amp;diff=6180</id>
		<title>Kaj Brynolf Lindgren (de)</title>
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		<updated>2008-05-22T11:54:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Okolowski: /* Bedeutung für die Quantitative Linguistik */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Kaj Brynolf Lindgren''' (4.12.1822-17.11.2007) war finnischer Professor für Germanistische Philologie und führte linguistische Untersuchungen durch, die zur Vorgeschichte des Piotrowski-Gesetzes zu zählen sind.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Leben===&lt;br /&gt;
Geb. 4.12.1922, Varkaus (Finnland). Studium der Germanistik, Nordistik und Psychologie ab 1944 in Helsinki und Zürich; Promotion 1953 in Helsinki, Habilitation 1957. Ab 1954 Lektor für Deutsch an der Wirtschaftshochschule Helsinki, ab 1962 Assoz. Prof. für Germanistik und 1964-1989 o. Prof.  für Germanische Philologie am Germanistischen Institut der Universität Helsinki. (Nach: Kürschner 1994, 550.) Gest. 17.11.2007 in Helsinki.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bedeutung für die Quantitative Linguistik===&lt;br /&gt;
Lindgren taucht in der Quantitativen Linguistik – soweit ich das übersehe – nur ein einziges Mal auf, in diesem Fall mit seiner Untersuchung zur e-Apokope im Deutschen, in der er am Rande auch auf die e-Epithese eingeht (Imsiepen 1983). Dies wird seiner Bedeutung nicht ganz gerecht, gehört er doch eindeutig in die Vorgeschichte des Sprachwandelgesetzes, das in der Quantitativen Linguistik seit Altmann (1983) auch unter dem Namen Piotrowski-Gesetz geläufig ist. Seine umfangreichen Datenerhebungen sowohl zur Apokope als auch zur Diphthtongierung in mittelhochdeutscher und anfangs der frühneuhochdeutschen Zeit gipfeln u.a.  darin, dass er die Entwicklungen in Graphiken darstellt und dabei erkennt, dass sie einen prinzipiell gleichen Verlauf nehmen; diesen Verlauf stellt er dann in einer „idealisierte(n)  Kurve“ (Lindgren 1961: 55) dar,  die genau dem abnehmenden (Lindgren 1953: 185) oder zunehmenden Verlauf (Lindgren 1961: 56) des Piotrowski-Gesetzes für den vollständigen Sprachwandel entspricht. Er ist sich auch bewusst, dass er damit in der Linguistik auf ein Phänomen gestoßen ist, das in der Mathematik allgemein bekannt ist und dort eine Interpretation erfährt, die sich leicht auf sprachliche Entwicklungen übertragen lässt (Lindgren 1961: 57). Nachdem Lindgren so weit gekommen ist, fehlt nur noch der Versuch, solche Phänomene mathematisch zu modellieren und das dann entwickelte Modell an seinen eigenen Daten zu überprüfen. Einen Ansatz dazu, aber ohne Durchführung, findet man bei Hakkarainen (1983), der auf Lindgrens idealisierte Kurven hinweist und in (Hakkarainen 1983, 29, Fußnote 17) auf eine mathematische Herleitung des Modells unter Einbeziehung speziell sozialer Bedingungen durch Dodd (1953) verweist. Auch Hakkarainen bedient sich des Modells mehr aus dem Wunsch heraus, seinen Vorstellungen, dass nämlich Diffusion und Sprachwandel prinzipiell gleich verlaufen, Anschaulichkeit zu verleihen; ein Test des Modells an Diffusionsdaten fehlt bei ihm jedoch ebenfalls.&lt;br /&gt;
Am Beispiel von Lindgrens Untersuchung zur neuhochdeutschen Diphthongierung soll gezeigt werden, dass das auch mit Erfolg geschehen kann. Dabei handelt es sich um die Ersetzung von [î] durch [ai], von [û] durch [au] und von [iu] durch [öu], Prozesse, die sich in der Zeit zwischen 1100 und 1500 abspielen. Die Daten dazu hat Lindgren durch Auszählen vieler Texte gewonnen; sie werden in einer umfangreichen Tabelle (Lindgren 1961: 15-17) in 50-Jahres-Schritten aufgeführt, getrennt nach Dialekten (Bairisch, Ostfränkisch, Schwäbisch, Böhmisch, Südfränkisch und Ostmitteldeutsch). Für die einzelnen 50-Jahres-Schritte werden für einen Dialekt Daten aus 1 – 6 Texten präsentiert. Speziell für das Bairische gibt Lindgren Ergebnisse aus 1 – 4 Texten an. Die Auswertung hat nun gezeigt, dass der Einfluss einzelner Texte mit vom Gesamtprozess stark abweichendem Sprachgebrauch zu sehr ins Gewicht fällt. Lindgren (1961: 24) bemerkt selbst, dass die beiden Texte der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts einen stark abweichenden Sprachgebrauch zeigen und vermutet daher für sie eine Herkunft von der Südseite der Alpen. Aus diesem Grund wurden alle Daten für ganze Jahrhunderte zusammengefasst. Es ergaben sich damit für das Bairische Tabellen mit Daten aus 5 Jahrhunderten, in allen anderen Fällen aus nur 3 Jahrhunderten oder noch weniger. Dies ist der Grund, weshalb hier nur bairische Daten berücksichtigt werden. &lt;br /&gt;
Das Modell, das hier zu prüfen ist, ist das Gesetz für den vollständigen Sprachwandel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1) &amp;lt;math&amp;gt;p=\frac{100}{1+ae^{-bt}}&amp;lt;/math&amp;gt;				&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Altmann 1983: 60). Die folgenden Tabellen enthalten Lindgrens Daten für das Bairische, auf Jahrhunderte umgerechnet, mit einer Anpassung von Modell (1). Die Anpassungen wurden mit der Software NLREG durchgeführt; die Ergebnisse zeigen, dass die Diphthongierung – wie viele andere Sprachwandel auch – gesetzmäßig verläuft. Die Graphiken zeigen, dass Lindgrens Annahme über den idealen Verlauf des Prozesses sich auch rechnerisch ergibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ergebnisse:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tabelle 1&lt;br /&gt;
Ausbreitung der Diphthongierung im Bairischen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:lindgrentabelle1.jpg|500px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erläuterung zu den Tabellen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ft:	beobachtete Vorkommen der betreffenden Einheit: relative Werte;&lt;br /&gt;
pt: 	aufgrund des Modells (1) für den vollständigen Sprachwandel berechnete Vorkommen;&lt;br /&gt;
t:	für die Berechnung festgelegter Zeitabschnitt, beginnend mit t = 1 für das 12. Jahrhundert;&lt;br /&gt;
a, b: 	Parameter; &lt;br /&gt;
D: 	Determinationskoeffizient. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Determinationskoeffizient soll das Testkriterium D ≥ 0.80 erfüllen; er kann höchstens den Wert D = 1.00 erreichen und ist umso besser, je näher er an diese Grenze herankommt. Die drei in Tabelle 1 angegebenen Anpassungen des Modells erweisen sich damit als sehr gut. &lt;br /&gt;
Die folgende Graphik zeigt den berechneten Verlauf der drei Diphthongierungsprozesse im Vergleich zueinander:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Lindgren1.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Graphik zu Tabelle 1: dünne, durchgezogene Linie: [û] → au]; starke durchgezogene Linie: [iu] → [öu]; Pluszeichenlinie: [î] → [ai]. Auf die beobachteten Werte wurde verzichtet, um die Graphik nicht zu überfrachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgende Tabelle fasst alle drei Diphthongierungsprozesse zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tabelle 2&lt;br /&gt;
Ausbreitung der Diphthongierung im Bairischen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:lingrentabelle2.jpg|300px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Lindgren2.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Graphik zu Tabelle 1: Gesamtprozess der Diphthongierung im Bairischen. Die Punkte stellen die beobachteten Werte dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann also abschließend feststellen, dass sowohl die einzelnen Diphthongierungen als auch der Gesamtprozess sich gesetzmäßig verhalten. &lt;br /&gt;
Es müsste deutlich geworden sein, dass Lindgren zu den Philologen gehört, die der Sprachstatistik und der Quantitativen Linguistik dadurch einen Dienst erwiesen haben, dass sie aufwendige Datenarbeit durchführten. Er gehört auf jeden Fall zu den Vorläufern derjenigen, die das Sprachwandelgesetz herleiteten; er war sich bewusst, dass seine Forschungen im Ergebnis mit dem logistischen Modell der Mathematik übereinstimmen und brachte dies früher und deutlicher als manche andere zum Ausdruck: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Es handelt sich um eine sog. regelmäßige Summenkurve, die in der Statistik eine grosse Rolle spielt. Sie ergibt sich prinzipiell in einem Fall folgender Art: Innerhalb einer Menge von Einzelgegenständen tritt an einem Punkt eine Änderung ein. Die Gegenstände stehen in Berührung mit ihren jeweiligen Nachbarn, so dass die an einem Einzelgegenstand vollzogene Änderung dieselbe Änderung an den benachbarten hervorruft. Diese wirken wiederum auf ihre Nachbarn ein usw., bis alle Gegenstände erfasst sind. Zuerst greift die Änderung nur langsam um sich, da sie von einem einzigen Punkt ausstrahlt, dann immer schneller, da immer mehr bewirkende Punkte vorhanden sind. Nachdem mehr als die Hälfte erfasst ist, wird die Entwicklung langsamer, weil jeweils auf einige Nachbarn schon früher von anderer Seite aus Einfluss wirkte, bis schließlich nur einige entlegene Punkte übrig bleiben, die ganz spät erfasst werden.&lt;br /&gt;
Wenn wir diese allgemeinen Überlegungen auf die Sprachentwicklung anwenden, kommen wir zu folgendem Bild: In einem begrenzten, einheitlichen Sprachraum tritt die Tendenz zu einer Änderung der Aussprache auf. Sie führt zunächst dazu, dass ein Wort oder eine eng zusammengehörende Wortgruppe in der neuen Weise ausgesprochen wird. Diese Wörter sind durch Analogie mit anderen verbunden, und das verursacht, dass dieselbe Änderung auch in diesen eintritt. Ausgehend von diesen breitet sich die neue Lautung weiter aus, bis schließlich alle Wörter mit den nämlichen phonetischen Bedingungen erfasst sind“ (Lindgren 1961: 57). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beschreibung des Sprachwandelvorgangs findet sich in ähnlicher Weise bereits in (Lindgren 1953: 181/185), verbunden mit dem „Idealbild“ des Verlaufs. Von Hakkarainen (1983) erfährt man, dass in der Soziologie bereits vor längerer Zeit ein solches Modell mathematisch hergeleitet und überprüft wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nächste, noch ausstehende und im Grunde abschließende Schritt, der Versuch einer mathematischen Modellierung sprachlicher Entwicklungsprozesse und einer Überprüfung des Modells unter Berücksichtigung speziell linguistischer Bedingungen, blieb Piotrovskaja &amp;amp; Piotrovskij (1974) und in Weiterführung dieses Ansatzes Altmann (1983) sowie Altmann u.a. (1983) vorbehalten. Besonders Altmann (1983) mit seinen drei Modellen für unterschiedliche Sprachwandeltypen war der Auslöser für eine Vielzahl entsprechender, erfolgreicher  Untersuchungen. Man darf jetzt konstatieren, dass innersprachlicher Wandel, Entlehnungen, Spracherwerb und Veränderungen im Sprachverhalten immer wieder diesen Sprachgesetzen folgen. Am Anfang dieser Entwicklung hin zum Sprachwandelgesetz stand allem Anschein nach Lindgren mit seinen Untersuchungen zum Deutschen – lange Zeit wenig bekannt für diese Pioniertat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Literatur===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Altmann, Gabriel (1983). Das Piotrowski-Gesetz und seine Verallgemeinerungen. In: Best, Karl-Heinz, &amp;amp; Kohlhase, Jörg (Hrsg.) (1983). Exakte Sprachwandelforschung: 54-90. Göttingen: edition herodot. &lt;br /&gt;
*Altmann, G.., von Buttlar, H., Rott, W., &amp;amp; Strauß, U. (1983). A law of change in language. In: Brainerd, B. (ed.), Historical linguistics: 104-115. Bochum: Brockmeyer. &lt;br /&gt;
*Dodd, Stuart C. (1953). Testing message diffusion in controlled experiments: charting the distance and time factors in the interactance hypothesis. American Sociological Review 18, 410-416.&lt;br /&gt;
*Hakkarainen, Heikki J. (1983). Sprachliche Veränderungen als Diffusion von Innovationen. Neuphilologische Mitteilungen 84, 25-35.&lt;br /&gt;
*Imsiepen, Ulrike (1983). Die e-Epithese bei starken Verben im Deutschen. In: Best, K.-H., Kohlhase, J. (Hrsg.), Exakte Sprachwandelforschung (S. 119-141). Göttingen: edition herodot. &lt;br /&gt;
*Lindgren, Kaj B. (1953). Die Apokope des mhd. –e in seinen verschiedenen Funktionen. Helsinki (= Suomalainen tiedeakatemian toimituksia/ Annales academiae scientiarum fennicae; Sarja/ Ser. B, Nide/ Tom. 78,2)&lt;br /&gt;
*Lindgren, Kaj B. (1961). Die Ausbreitung der nhd. Diphthongierung bis 1500. Helsinki (= Suomalainen tiedeakatemian toimituksia/ Annales academiae scientiarum fennicae; Sarja/ Ser. B, Nide/ Tom. 123,2)&lt;br /&gt;
*Piotrovskaja, A.A., &amp;amp; Piotrovskij, R.G. (1974). Matematičeskie modeli diachronii i tekstoobrazovanija. In: Statistika reči i avtomatičeskij analiz teksta (S. 361-400). Leningrad: Nauka. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu Lindgren''&lt;br /&gt;
*Kürschner, Wilfried (Hrsg.) (1994). Linguisten-Handbuch. Biographische und bibliographische Daten deutschsprachiger Sprachwissenschaftlerinnen und Sprachwissenschaftler der Gegenwart. Bd. 1: A-L. Tübingen: Gunter Narr Verlag.&lt;br /&gt;
*Verzeichnis der wissenschaftlichen Schriften von K.B. Lindgren. In: Neuphilologische Mitteilungen 84/ 1983: 1-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Software''&lt;br /&gt;
*NLREG. Nonlinear Regression Analysis Program. Ph. H. Sherrod. Copyright (c) 1991 - 2001.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für biographische Informationen danke ich Jouni Heikkinen, Germanistisches Institut der Universität Helsinki.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quelle===&lt;br /&gt;
Karl-Heinz Best: Glottometrics 16, 2008&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Okolowski</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=Kaj_Brynolf_Lindgren_(de)&amp;diff=6179</id>
		<title>Kaj Brynolf Lindgren (de)</title>
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		<updated>2008-05-22T11:54:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Okolowski: /* Bedeutung für die Quantitative Linguistik */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Kaj Brynolf Lindgren''' (4.12.1822-17.11.2007) war finnischer Professor für Germanistische Philologie und führte linguistische Untersuchungen durch, die zur Vorgeschichte des Piotrowski-Gesetzes zu zählen sind.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Leben===&lt;br /&gt;
Geb. 4.12.1922, Varkaus (Finnland). Studium der Germanistik, Nordistik und Psychologie ab 1944 in Helsinki und Zürich; Promotion 1953 in Helsinki, Habilitation 1957. Ab 1954 Lektor für Deutsch an der Wirtschaftshochschule Helsinki, ab 1962 Assoz. Prof. für Germanistik und 1964-1989 o. Prof.  für Germanische Philologie am Germanistischen Institut der Universität Helsinki. (Nach: Kürschner 1994, 550.) Gest. 17.11.2007 in Helsinki.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bedeutung für die Quantitative Linguistik===&lt;br /&gt;
Lindgren taucht in der Quantitativen Linguistik – soweit ich das übersehe – nur ein einziges Mal auf, in diesem Fall mit seiner Untersuchung zur e-Apokope im Deutschen, in der er am Rande auch auf die e-Epithese eingeht (Imsiepen 1983). Dies wird seiner Bedeutung nicht ganz gerecht, gehört er doch eindeutig in die Vorgeschichte des Sprachwandelgesetzes, das in der Quantitativen Linguistik seit Altmann (1983) auch unter dem Namen Piotrowski-Gesetz geläufig ist. Seine umfangreichen Datenerhebungen sowohl zur Apokope als auch zur Diphthtongierung in mittelhochdeutscher und anfangs der frühneuhochdeutschen Zeit gipfeln u.a.  darin, dass er die Entwicklungen in Graphiken darstellt und dabei erkennt, dass sie einen prinzipiell gleichen Verlauf nehmen; diesen Verlauf stellt er dann in einer „idealisierte(n)  Kurve“ (Lindgren 1961: 55) dar,  die genau dem abnehmenden (Lindgren 1953: 185) oder zunehmenden Verlauf (Lindgren 1961: 56) des Piotrowski-Gesetzes für den vollständigen Sprachwandel entspricht. Er ist sich auch bewusst, dass er damit in der Linguistik auf ein Phänomen gestoßen ist, das in der Mathematik allgemein bekannt ist und dort eine Interpretation erfährt, die sich leicht auf sprachliche Entwicklungen übertragen lässt (Lindgren 1961: 57). Nachdem Lindgren so weit gekommen ist, fehlt nur noch der Versuch, solche Phänomene mathematisch zu modellieren und das dann entwickelte Modell an seinen eigenen Daten zu überprüfen. Einen Ansatz dazu, aber ohne Durchführung, findet man bei Hakkarainen (1983), der auf Lindgrens idealisierte Kurven hinweist und in (Hakkarainen 1983, 29, Fußnote 17) auf eine mathematische Herleitung des Modells unter Einbeziehung speziell sozialer Bedingungen durch Dodd (1953) verweist. Auch Hakkarainen bedient sich des Modells mehr aus dem Wunsch heraus, seinen Vorstellungen, dass nämlich Diffusion und Sprachwandel prinzipiell gleich verlaufen, Anschaulichkeit zu verleihen; ein Test des Modells an Diffusionsdaten fehlt bei ihm jedoch ebenfalls.&lt;br /&gt;
Am Beispiel von Lindgrens Untersuchung zur neuhochdeutschen Diphthongierung soll gezeigt werden, dass das auch mit Erfolg geschehen kann. Dabei handelt es sich um die Ersetzung von [î] durch [ai], von [û] durch [au] und von [iu] durch [öu], Prozesse, die sich in der Zeit zwischen 1100 und 1500 abspielen. Die Daten dazu hat Lindgren durch Auszählen vieler Texte gewonnen; sie werden in einer umfangreichen Tabelle (Lindgren 1961: 15-17) in 50-Jahres-Schritten aufgeführt, getrennt nach Dialekten (Bairisch, Ostfränkisch, Schwäbisch, Böhmisch, Südfränkisch und Ostmitteldeutsch). Für die einzelnen 50-Jahres-Schritte werden für einen Dialekt Daten aus 1 – 6 Texten präsentiert. Speziell für das Bairische gibt Lindgren Ergebnisse aus 1 – 4 Texten an. Die Auswertung hat nun gezeigt, dass der Einfluss einzelner Texte mit vom Gesamtprozess stark abweichendem Sprachgebrauch zu sehr ins Gewicht fällt. Lindgren (1961: 24) bemerkt selbst, dass die beiden Texte der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts einen stark abweichenden Sprachgebrauch zeigen und vermutet daher für sie eine Herkunft von der Südseite der Alpen. Aus diesem Grund wurden alle Daten für ganze Jahrhunderte zusammengefasst. Es ergaben sich damit für das Bairische Tabellen mit Daten aus 5 Jahrhunderten, in allen anderen Fällen aus nur 3 Jahrhunderten oder noch weniger. Dies ist der Grund, weshalb hier nur bairische Daten berücksichtigt werden. &lt;br /&gt;
Das Modell, das hier zu prüfen ist, ist das Gesetz für den vollständigen Sprachwandel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1) &amp;lt;math&amp;gt;p=\frac{100}{1+ae^{-bt}}&amp;lt;/math&amp;gt;				&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Altmann 1983: 60). Die folgenden Tabellen enthalten Lindgrens Daten für das Bairische, auf Jahrhunderte umgerechnet, mit einer Anpassung von Modell (1). Die Anpassungen wurden mit der Software NLREG durchgeführt; die Ergebnisse zeigen, dass die Diphthongierung – wie viele andere Sprachwandel auch – gesetzmäßig verläuft. Die Graphiken zeigen, dass Lindgrens Annahme über den idealen Verlauf des Prozesses sich auch rechnerisch ergibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ergebnisse:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tabelle 1&lt;br /&gt;
Ausbreitung der Diphthongierung im Bairischen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:lindgrentabelle1.jpg|500px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erläuterung zu den Tabellen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ft:	beobachtete Vorkommen der betreffenden Einheit: relative Werte;&lt;br /&gt;
pt: 	aufgrund des Modells (1) für den vollständigen Sprachwandel berechnete Vorkommen;&lt;br /&gt;
t:	für die Berechnung festgelegter Zeitabschnitt, beginnend mit t = 1 für das 12. Jahrhundert;&lt;br /&gt;
a, b: 	Parameter; &lt;br /&gt;
D: 	Determinationskoeffizient. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Determinationskoeffizient soll das Testkriterium D ≥ 0.80 erfüllen; er kann höchstens den Wert D = 1.00 erreichen und ist umso besser, je näher er an diese Grenze herankommt. Die drei in Tabelle 1 angegebenen Anpassungen des Modells erweisen sich damit als sehr gut. &lt;br /&gt;
Die folgende Graphik zeigt den berechneten Verlauf der drei Diphthongierungsprozesse im Vergleich zueinander:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Lindgren1.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Graphik zu Tabelle 1: dünne, durchgezogene Linie: [û] → au]; starke durchgezogene Linie: [iu] → [öu]; Pluszeichenlinie: [î] → [ai]. Auf die beobachteten Werte wurde verzichtet, um die Graphik nicht zu überfrachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgende Tabelle fasst alle drei Diphthongierungsprozesse zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tabelle 2&lt;br /&gt;
Ausbreitung der Diphthongierung im Bairischen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:lingrentabelle2.jpg|500px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Lindgren2.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Graphik zu Tabelle 1: Gesamtprozess der Diphthongierung im Bairischen. Die Punkte stellen die beobachteten Werte dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann also abschließend feststellen, dass sowohl die einzelnen Diphthongierungen als auch der Gesamtprozess sich gesetzmäßig verhalten. &lt;br /&gt;
Es müsste deutlich geworden sein, dass Lindgren zu den Philologen gehört, die der Sprachstatistik und der Quantitativen Linguistik dadurch einen Dienst erwiesen haben, dass sie aufwendige Datenarbeit durchführten. Er gehört auf jeden Fall zu den Vorläufern derjenigen, die das Sprachwandelgesetz herleiteten; er war sich bewusst, dass seine Forschungen im Ergebnis mit dem logistischen Modell der Mathematik übereinstimmen und brachte dies früher und deutlicher als manche andere zum Ausdruck: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Es handelt sich um eine sog. regelmäßige Summenkurve, die in der Statistik eine grosse Rolle spielt. Sie ergibt sich prinzipiell in einem Fall folgender Art: Innerhalb einer Menge von Einzelgegenständen tritt an einem Punkt eine Änderung ein. Die Gegenstände stehen in Berührung mit ihren jeweiligen Nachbarn, so dass die an einem Einzelgegenstand vollzogene Änderung dieselbe Änderung an den benachbarten hervorruft. Diese wirken wiederum auf ihre Nachbarn ein usw., bis alle Gegenstände erfasst sind. Zuerst greift die Änderung nur langsam um sich, da sie von einem einzigen Punkt ausstrahlt, dann immer schneller, da immer mehr bewirkende Punkte vorhanden sind. Nachdem mehr als die Hälfte erfasst ist, wird die Entwicklung langsamer, weil jeweils auf einige Nachbarn schon früher von anderer Seite aus Einfluss wirkte, bis schließlich nur einige entlegene Punkte übrig bleiben, die ganz spät erfasst werden.&lt;br /&gt;
Wenn wir diese allgemeinen Überlegungen auf die Sprachentwicklung anwenden, kommen wir zu folgendem Bild: In einem begrenzten, einheitlichen Sprachraum tritt die Tendenz zu einer Änderung der Aussprache auf. Sie führt zunächst dazu, dass ein Wort oder eine eng zusammengehörende Wortgruppe in der neuen Weise ausgesprochen wird. Diese Wörter sind durch Analogie mit anderen verbunden, und das verursacht, dass dieselbe Änderung auch in diesen eintritt. Ausgehend von diesen breitet sich die neue Lautung weiter aus, bis schließlich alle Wörter mit den nämlichen phonetischen Bedingungen erfasst sind“ (Lindgren 1961: 57). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beschreibung des Sprachwandelvorgangs findet sich in ähnlicher Weise bereits in (Lindgren 1953: 181/185), verbunden mit dem „Idealbild“ des Verlaufs. Von Hakkarainen (1983) erfährt man, dass in der Soziologie bereits vor längerer Zeit ein solches Modell mathematisch hergeleitet und überprüft wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nächste, noch ausstehende und im Grunde abschließende Schritt, der Versuch einer mathematischen Modellierung sprachlicher Entwicklungsprozesse und einer Überprüfung des Modells unter Berücksichtigung speziell linguistischer Bedingungen, blieb Piotrovskaja &amp;amp; Piotrovskij (1974) und in Weiterführung dieses Ansatzes Altmann (1983) sowie Altmann u.a. (1983) vorbehalten. Besonders Altmann (1983) mit seinen drei Modellen für unterschiedliche Sprachwandeltypen war der Auslöser für eine Vielzahl entsprechender, erfolgreicher  Untersuchungen. Man darf jetzt konstatieren, dass innersprachlicher Wandel, Entlehnungen, Spracherwerb und Veränderungen im Sprachverhalten immer wieder diesen Sprachgesetzen folgen. Am Anfang dieser Entwicklung hin zum Sprachwandelgesetz stand allem Anschein nach Lindgren mit seinen Untersuchungen zum Deutschen – lange Zeit wenig bekannt für diese Pioniertat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Literatur===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Altmann, Gabriel (1983). Das Piotrowski-Gesetz und seine Verallgemeinerungen. In: Best, Karl-Heinz, &amp;amp; Kohlhase, Jörg (Hrsg.) (1983). Exakte Sprachwandelforschung: 54-90. Göttingen: edition herodot. &lt;br /&gt;
*Altmann, G.., von Buttlar, H., Rott, W., &amp;amp; Strauß, U. (1983). A law of change in language. In: Brainerd, B. (ed.), Historical linguistics: 104-115. Bochum: Brockmeyer. &lt;br /&gt;
*Dodd, Stuart C. (1953). Testing message diffusion in controlled experiments: charting the distance and time factors in the interactance hypothesis. American Sociological Review 18, 410-416.&lt;br /&gt;
*Hakkarainen, Heikki J. (1983). Sprachliche Veränderungen als Diffusion von Innovationen. Neuphilologische Mitteilungen 84, 25-35.&lt;br /&gt;
*Imsiepen, Ulrike (1983). Die e-Epithese bei starken Verben im Deutschen. In: Best, K.-H., Kohlhase, J. (Hrsg.), Exakte Sprachwandelforschung (S. 119-141). Göttingen: edition herodot. &lt;br /&gt;
*Lindgren, Kaj B. (1953). Die Apokope des mhd. –e in seinen verschiedenen Funktionen. Helsinki (= Suomalainen tiedeakatemian toimituksia/ Annales academiae scientiarum fennicae; Sarja/ Ser. B, Nide/ Tom. 78,2)&lt;br /&gt;
*Lindgren, Kaj B. (1961). Die Ausbreitung der nhd. Diphthongierung bis 1500. Helsinki (= Suomalainen tiedeakatemian toimituksia/ Annales academiae scientiarum fennicae; Sarja/ Ser. B, Nide/ Tom. 123,2)&lt;br /&gt;
*Piotrovskaja, A.A., &amp;amp; Piotrovskij, R.G. (1974). Matematičeskie modeli diachronii i tekstoobrazovanija. In: Statistika reči i avtomatičeskij analiz teksta (S. 361-400). Leningrad: Nauka. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu Lindgren''&lt;br /&gt;
*Kürschner, Wilfried (Hrsg.) (1994). Linguisten-Handbuch. Biographische und bibliographische Daten deutschsprachiger Sprachwissenschaftlerinnen und Sprachwissenschaftler der Gegenwart. Bd. 1: A-L. Tübingen: Gunter Narr Verlag.&lt;br /&gt;
*Verzeichnis der wissenschaftlichen Schriften von K.B. Lindgren. In: Neuphilologische Mitteilungen 84/ 1983: 1-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Software''&lt;br /&gt;
*NLREG. Nonlinear Regression Analysis Program. Ph. H. Sherrod. Copyright (c) 1991 - 2001.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für biographische Informationen danke ich Jouni Heikkinen, Germanistisches Institut der Universität Helsinki.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quelle===&lt;br /&gt;
Karl-Heinz Best: Glottometrics 16, 2008&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Okolowski</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=Kaj_Brynolf_Lindgren_(de)&amp;diff=6178</id>
		<title>Kaj Brynolf Lindgren (de)</title>
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		<updated>2008-05-22T11:53:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Okolowski: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Kaj Brynolf Lindgren''' (4.12.1822-17.11.2007) war finnischer Professor für Germanistische Philologie und führte linguistische Untersuchungen durch, die zur Vorgeschichte des Piotrowski-Gesetzes zu zählen sind.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Leben===&lt;br /&gt;
Geb. 4.12.1922, Varkaus (Finnland). Studium der Germanistik, Nordistik und Psychologie ab 1944 in Helsinki und Zürich; Promotion 1953 in Helsinki, Habilitation 1957. Ab 1954 Lektor für Deutsch an der Wirtschaftshochschule Helsinki, ab 1962 Assoz. Prof. für Germanistik und 1964-1989 o. Prof.  für Germanische Philologie am Germanistischen Institut der Universität Helsinki. (Nach: Kürschner 1994, 550.) Gest. 17.11.2007 in Helsinki.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bedeutung für die Quantitative Linguistik===&lt;br /&gt;
Lindgren taucht in der Quantitativen Linguistik – soweit ich das übersehe – nur ein einziges Mal auf, in diesem Fall mit seiner Untersuchung zur e-Apokope im Deutschen, in der er am Rande auch auf die e-Epithese eingeht (Imsiepen 1983). Dies wird seiner Bedeutung nicht ganz gerecht, gehört er doch eindeutig in die Vorgeschichte des Sprachwandelgesetzes, das in der Quantitativen Linguistik seit Altmann (1983) auch unter dem Namen Piotrowski-Gesetz geläufig ist. Seine umfangreichen Datenerhebungen sowohl zur Apokope als auch zur Diphthtongierung in mittelhochdeutscher und anfangs der frühneuhochdeutschen Zeit gipfeln u.a.  darin, dass er die Entwicklungen in Graphiken darstellt und dabei erkennt, dass sie einen prinzipiell gleichen Verlauf nehmen; diesen Verlauf stellt er dann in einer „idealisierte(n)  Kurve“ (Lindgren 1961: 55) dar,  die genau dem abnehmenden (Lindgren 1953: 185) oder zunehmenden Verlauf (Lindgren 1961: 56) des Piotrowski-Gesetzes für den vollständigen Sprachwandel entspricht. Er ist sich auch bewusst, dass er damit in der Linguistik auf ein Phänomen gestoßen ist, das in der Mathematik allgemein bekannt ist und dort eine Interpretation erfährt, die sich leicht auf sprachliche Entwicklungen übertragen lässt (Lindgren 1961: 57). Nachdem Lindgren so weit gekommen ist, fehlt nur noch der Versuch, solche Phänomene mathematisch zu modellieren und das dann entwickelte Modell an seinen eigenen Daten zu überprüfen. Einen Ansatz dazu, aber ohne Durchführung, findet man bei Hakkarainen (1983), der auf Lindgrens idealisierte Kurven hinweist und in (Hakkarainen 1983, 29, Fußnote 17) auf eine mathematische Herleitung des Modells unter Einbeziehung speziell sozialer Bedingungen durch Dodd (1953) verweist. Auch Hakkarainen bedient sich des Modells mehr aus dem Wunsch heraus, seinen Vorstellungen, dass nämlich Diffusion und Sprachwandel prinzipiell gleich verlaufen, Anschaulichkeit zu verleihen; ein Test des Modells an Diffusionsdaten fehlt bei ihm jedoch ebenfalls.&lt;br /&gt;
Am Beispiel von Lindgrens Untersuchung zur neuhochdeutschen Diphthongierung soll gezeigt werden, dass das auch mit Erfolg geschehen kann. Dabei handelt es sich um die Ersetzung von [î] durch [ai], von [û] durch [au] und von [iu] durch [öu], Prozesse, die sich in der Zeit zwischen 1100 und 1500 abspielen. Die Daten dazu hat Lindgren durch Auszählen vieler Texte gewonnen; sie werden in einer umfangreichen Tabelle (Lindgren 1961: 15-17) in 50-Jahres-Schritten aufgeführt, getrennt nach Dialekten (Bairisch, Ostfränkisch, Schwäbisch, Böhmisch, Südfränkisch und Ostmitteldeutsch). Für die einzelnen 50-Jahres-Schritte werden für einen Dialekt Daten aus 1 – 6 Texten präsentiert. Speziell für das Bairische gibt Lindgren Ergebnisse aus 1 – 4 Texten an. Die Auswertung hat nun gezeigt, dass der Einfluss einzelner Texte mit vom Gesamtprozess stark abweichendem Sprachgebrauch zu sehr ins Gewicht fällt. Lindgren (1961: 24) bemerkt selbst, dass die beiden Texte der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts einen stark abweichenden Sprachgebrauch zeigen und vermutet daher für sie eine Herkunft von der Südseite der Alpen. Aus diesem Grund wurden alle Daten für ganze Jahrhunderte zusammengefasst. Es ergaben sich damit für das Bairische Tabellen mit Daten aus 5 Jahrhunderten, in allen anderen Fällen aus nur 3 Jahrhunderten oder noch weniger. Dies ist der Grund, weshalb hier nur bairische Daten berücksichtigt werden. &lt;br /&gt;
Das Modell, das hier zu prüfen ist, ist das Gesetz für den vollständigen Sprachwandel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1) &amp;lt;math&amp;gt;p=\frac{100}{1+ae^{-bt}}&amp;lt;/math&amp;gt;				&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Altmann 1983: 60). Die folgenden Tabellen enthalten Lindgrens Daten für das Bairische, auf Jahrhunderte umgerechnet, mit einer Anpassung von Modell (1). Die Anpassungen wurden mit der Software NLREG durchgeführt; die Ergebnisse zeigen, dass die Diphthongierung – wie viele andere Sprachwandel auch – gesetzmäßig verläuft. Die Graphiken zeigen, dass Lindgrens Annahme über den idealen Verlauf des Prozesses sich auch rechnerisch ergibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ergebnisse:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tabelle 1&lt;br /&gt;
Ausbreitung der Diphthongierung im Bairischen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:lindgrentabelle1.jpg|500px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erläuterung zu den Tabellen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ft:	beobachtete Vorkommen der betreffenden Einheit: relative Werte;&lt;br /&gt;
pt: 	aufgrund des Modells (1) für den vollständigen Sprachwandel berechnete Vorkommen;&lt;br /&gt;
t:	für die Berechnung festgelegter Zeitabschnitt, beginnend mit t = 1 für das 12. Jahrhundert;&lt;br /&gt;
a, b: 	Parameter; &lt;br /&gt;
D: 	Determinationskoeffizient. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Determinationskoeffizient soll das Testkriterium D ≥ 0.80 erfüllen; er kann höchstens den Wert D = 1.00 erreichen und ist umso besser, je näher er an diese Grenze herankommt. Die drei in Tabelle 1 angegebenen Anpassungen des Modells erweisen sich damit als sehr gut. &lt;br /&gt;
Die folgende Graphik zeigt den berechneten Verlauf der drei Diphthongierungsprozesse im Vergleich zueinander:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Lindgren1.jpg|500px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Graphik zu Tabelle 1: dünne, durchgezogene Linie: [û] → au]; starke durchgezogene Linie: [iu] → [öu]; Pluszeichenlinie: [î] → [ai]. Auf die beobachteten Werte wurde verzichtet, um die Graphik nicht zu überfrachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgende Tabelle fasst alle drei Diphthongierungsprozesse zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tabelle 2&lt;br /&gt;
Ausbreitung der Diphthongierung im Bairischen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:lingrentabelle2.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Lindgren2.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Graphik zu Tabelle 1: Gesamtprozess der Diphthongierung im Bairischen. Die Punkte stellen die beobachteten Werte dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann also abschließend feststellen, dass sowohl die einzelnen Diphthongierungen als auch der Gesamtprozess sich gesetzmäßig verhalten. &lt;br /&gt;
Es müsste deutlich geworden sein, dass Lindgren zu den Philologen gehört, die der Sprachstatistik und der Quantitativen Linguistik dadurch einen Dienst erwiesen haben, dass sie aufwendige Datenarbeit durchführten. Er gehört auf jeden Fall zu den Vorläufern derjenigen, die das Sprachwandelgesetz herleiteten; er war sich bewusst, dass seine Forschungen im Ergebnis mit dem logistischen Modell der Mathematik übereinstimmen und brachte dies früher und deutlicher als manche andere zum Ausdruck: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Es handelt sich um eine sog. regelmäßige Summenkurve, die in der Statistik eine grosse Rolle spielt. Sie ergibt sich prinzipiell in einem Fall folgender Art: Innerhalb einer Menge von Einzelgegenständen tritt an einem Punkt eine Änderung ein. Die Gegenstände stehen in Berührung mit ihren jeweiligen Nachbarn, so dass die an einem Einzelgegenstand vollzogene Änderung dieselbe Änderung an den benachbarten hervorruft. Diese wirken wiederum auf ihre Nachbarn ein usw., bis alle Gegenstände erfasst sind. Zuerst greift die Änderung nur langsam um sich, da sie von einem einzigen Punkt ausstrahlt, dann immer schneller, da immer mehr bewirkende Punkte vorhanden sind. Nachdem mehr als die Hälfte erfasst ist, wird die Entwicklung langsamer, weil jeweils auf einige Nachbarn schon früher von anderer Seite aus Einfluss wirkte, bis schließlich nur einige entlegene Punkte übrig bleiben, die ganz spät erfasst werden.&lt;br /&gt;
Wenn wir diese allgemeinen Überlegungen auf die Sprachentwicklung anwenden, kommen wir zu folgendem Bild: In einem begrenzten, einheitlichen Sprachraum tritt die Tendenz zu einer Änderung der Aussprache auf. Sie führt zunächst dazu, dass ein Wort oder eine eng zusammengehörende Wortgruppe in der neuen Weise ausgesprochen wird. Diese Wörter sind durch Analogie mit anderen verbunden, und das verursacht, dass dieselbe Änderung auch in diesen eintritt. Ausgehend von diesen breitet sich die neue Lautung weiter aus, bis schließlich alle Wörter mit den nämlichen phonetischen Bedingungen erfasst sind“ (Lindgren 1961: 57). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beschreibung des Sprachwandelvorgangs findet sich in ähnlicher Weise bereits in (Lindgren 1953: 181/185), verbunden mit dem „Idealbild“ des Verlaufs. Von Hakkarainen (1983) erfährt man, dass in der Soziologie bereits vor längerer Zeit ein solches Modell mathematisch hergeleitet und überprüft wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nächste, noch ausstehende und im Grunde abschließende Schritt, der Versuch einer mathematischen Modellierung sprachlicher Entwicklungsprozesse und einer Überprüfung des Modells unter Berücksichtigung speziell linguistischer Bedingungen, blieb Piotrovskaja &amp;amp; Piotrovskij (1974) und in Weiterführung dieses Ansatzes Altmann (1983) sowie Altmann u.a. (1983) vorbehalten. Besonders Altmann (1983) mit seinen drei Modellen für unterschiedliche Sprachwandeltypen war der Auslöser für eine Vielzahl entsprechender, erfolgreicher  Untersuchungen. Man darf jetzt konstatieren, dass innersprachlicher Wandel, Entlehnungen, Spracherwerb und Veränderungen im Sprachverhalten immer wieder diesen Sprachgesetzen folgen. Am Anfang dieser Entwicklung hin zum Sprachwandelgesetz stand allem Anschein nach Lindgren mit seinen Untersuchungen zum Deutschen – lange Zeit wenig bekannt für diese Pioniertat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Literatur===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Altmann, Gabriel (1983). Das Piotrowski-Gesetz und seine Verallgemeinerungen. In: Best, Karl-Heinz, &amp;amp; Kohlhase, Jörg (Hrsg.) (1983). Exakte Sprachwandelforschung: 54-90. Göttingen: edition herodot. &lt;br /&gt;
*Altmann, G.., von Buttlar, H., Rott, W., &amp;amp; Strauß, U. (1983). A law of change in language. In: Brainerd, B. (ed.), Historical linguistics: 104-115. Bochum: Brockmeyer. &lt;br /&gt;
*Dodd, Stuart C. (1953). Testing message diffusion in controlled experiments: charting the distance and time factors in the interactance hypothesis. American Sociological Review 18, 410-416.&lt;br /&gt;
*Hakkarainen, Heikki J. (1983). Sprachliche Veränderungen als Diffusion von Innovationen. Neuphilologische Mitteilungen 84, 25-35.&lt;br /&gt;
*Imsiepen, Ulrike (1983). Die e-Epithese bei starken Verben im Deutschen. In: Best, K.-H., Kohlhase, J. (Hrsg.), Exakte Sprachwandelforschung (S. 119-141). Göttingen: edition herodot. &lt;br /&gt;
*Lindgren, Kaj B. (1953). Die Apokope des mhd. –e in seinen verschiedenen Funktionen. Helsinki (= Suomalainen tiedeakatemian toimituksia/ Annales academiae scientiarum fennicae; Sarja/ Ser. B, Nide/ Tom. 78,2)&lt;br /&gt;
*Lindgren, Kaj B. (1961). Die Ausbreitung der nhd. Diphthongierung bis 1500. Helsinki (= Suomalainen tiedeakatemian toimituksia/ Annales academiae scientiarum fennicae; Sarja/ Ser. B, Nide/ Tom. 123,2)&lt;br /&gt;
*Piotrovskaja, A.A., &amp;amp; Piotrovskij, R.G. (1974). Matematičeskie modeli diachronii i tekstoobrazovanija. In: Statistika reči i avtomatičeskij analiz teksta (S. 361-400). Leningrad: Nauka. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu Lindgren''&lt;br /&gt;
*Kürschner, Wilfried (Hrsg.) (1994). Linguisten-Handbuch. Biographische und bibliographische Daten deutschsprachiger Sprachwissenschaftlerinnen und Sprachwissenschaftler der Gegenwart. Bd. 1: A-L. Tübingen: Gunter Narr Verlag.&lt;br /&gt;
*Verzeichnis der wissenschaftlichen Schriften von K.B. Lindgren. In: Neuphilologische Mitteilungen 84/ 1983: 1-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Software''&lt;br /&gt;
*NLREG. Nonlinear Regression Analysis Program. Ph. H. Sherrod. Copyright (c) 1991 - 2001.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für biographische Informationen danke ich Jouni Heikkinen, Germanistisches Institut der Universität Helsinki.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quelle===&lt;br /&gt;
Karl-Heinz Best: Glottometrics 16, 2008&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Okolowski</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=Kaj_Brynolf_Lindgren_(de)&amp;diff=6177</id>
		<title>Kaj Brynolf Lindgren (de)</title>
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		<updated>2008-05-22T11:52:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Okolowski: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Kaj Brynolf Lindgren''' (4.12.1822-17.11.2007) war finnischer Professor für Germanistische Philologie und führte linguistische Untersuchungen durch, die zur Vorgeschichte des Piotrowski-Gesetzes zu zählen sind.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Leben===&lt;br /&gt;
Geb. 4.12.1922, Varkaus (Finnland). Studium der Germanistik, Nordistik und Psychologie ab 1944 in Helsinki und Zürich; Promotion 1953 in Helsinki, Habilitation 1957. Ab 1954 Lektor für Deutsch an der Wirtschaftshochschule Helsinki, ab 1962 Assoz. Prof. für Germanistik und 1964-1989 o. Prof.  für Germanische Philologie am Germanistischen Institut der Universität Helsinki. (Nach: Kürschner 1994, 550.) Gest. 17.11.2007 in Helsinki.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bedeutung für die Quantitative Linguistik===&lt;br /&gt;
Lindgren taucht in der Quantitativen Linguistik – soweit ich das übersehe – nur ein einziges Mal auf, in diesem Fall mit seiner Untersuchung zur e-Apokope im Deutschen, in der er am Rande auch auf die e-Epithese eingeht (Imsiepen 1983). Dies wird seiner Bedeutung nicht ganz gerecht, gehört er doch eindeutig in die Vorgeschichte des Sprachwandelgesetzes, das in der Quantitativen Linguistik seit Altmann (1983) auch unter dem Namen Piotrowski-Gesetz geläufig ist. Seine umfangreichen Datenerhebungen sowohl zur Apokope als auch zur Diphthtongierung in mittelhochdeutscher und anfangs der frühneuhochdeutschen Zeit gipfeln u.a.  darin, dass er die Entwicklungen in Graphiken darstellt und dabei erkennt, dass sie einen prinzipiell gleichen Verlauf nehmen; diesen Verlauf stellt er dann in einer „idealisierte(n)  Kurve“ (Lindgren 1961: 55) dar,  die genau dem abnehmenden (Lindgren 1953: 185) oder zunehmenden Verlauf (Lindgren 1961: 56) des Piotrowski-Gesetzes für den vollständigen Sprachwandel entspricht. Er ist sich auch bewusst, dass er damit in der Linguistik auf ein Phänomen gestoßen ist, das in der Mathematik allgemein bekannt ist und dort eine Interpretation erfährt, die sich leicht auf sprachliche Entwicklungen übertragen lässt (Lindgren 1961: 57). Nachdem Lindgren so weit gekommen ist, fehlt nur noch der Versuch, solche Phänomene mathematisch zu modellieren und das dann entwickelte Modell an seinen eigenen Daten zu überprüfen. Einen Ansatz dazu, aber ohne Durchführung, findet man bei Hakkarainen (1983), der auf Lindgrens idealisierte Kurven hinweist und in (Hakkarainen 1983, 29, Fußnote 17) auf eine mathematische Herleitung des Modells unter Einbeziehung speziell sozialer Bedingungen durch Dodd (1953) verweist. Auch Hakkarainen bedient sich des Modells mehr aus dem Wunsch heraus, seinen Vorstellungen, dass nämlich Diffusion und Sprachwandel prinzipiell gleich verlaufen, Anschaulichkeit zu verleihen; ein Test des Modells an Diffusionsdaten fehlt bei ihm jedoch ebenfalls.&lt;br /&gt;
Am Beispiel von Lindgrens Untersuchung zur neuhochdeutschen Diphthongierung soll gezeigt werden, dass das auch mit Erfolg geschehen kann. Dabei handelt es sich um die Ersetzung von [î] durch [ai], von [û] durch [au] und von [iu] durch [öu], Prozesse, die sich in der Zeit zwischen 1100 und 1500 abspielen. Die Daten dazu hat Lindgren durch Auszählen vieler Texte gewonnen; sie werden in einer umfangreichen Tabelle (Lindgren 1961: 15-17) in 50-Jahres-Schritten aufgeführt, getrennt nach Dialekten (Bairisch, Ostfränkisch, Schwäbisch, Böhmisch, Südfränkisch und Ostmitteldeutsch). Für die einzelnen 50-Jahres-Schritte werden für einen Dialekt Daten aus 1 – 6 Texten präsentiert. Speziell für das Bairische gibt Lindgren Ergebnisse aus 1 – 4 Texten an. Die Auswertung hat nun gezeigt, dass der Einfluss einzelner Texte mit vom Gesamtprozess stark abweichendem Sprachgebrauch zu sehr ins Gewicht fällt. Lindgren (1961: 24) bemerkt selbst, dass die beiden Texte der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts einen stark abweichenden Sprachgebrauch zeigen und vermutet daher für sie eine Herkunft von der Südseite der Alpen. Aus diesem Grund wurden alle Daten für ganze Jahrhunderte zusammengefasst. Es ergaben sich damit für das Bairische Tabellen mit Daten aus 5 Jahrhunderten, in allen anderen Fällen aus nur 3 Jahrhunderten oder noch weniger. Dies ist der Grund, weshalb hier nur bairische Daten berücksichtigt werden. &lt;br /&gt;
Das Modell, das hier zu prüfen ist, ist das Gesetz für den vollständigen Sprachwandel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1) &amp;lt;math&amp;gt;p=\frac{100}{1+ae^{-bt}}&amp;lt;/math&amp;gt;				&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Altmann 1983: 60). Die folgenden Tabellen enthalten Lindgrens Daten für das Bairische, auf Jahrhunderte umgerechnet, mit einer Anpassung von Modell (1). Die Anpassungen wurden mit der Software NLREG durchgeführt; die Ergebnisse zeigen, dass die Diphthongierung – wie viele andere Sprachwandel auch – gesetzmäßig verläuft. Die Graphiken zeigen, dass Lindgrens Annahme über den idealen Verlauf des Prozesses sich auch rechnerisch ergibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ergebnisse:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tabelle 1&lt;br /&gt;
Ausbreitung der Diphthongierung im Bairischen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:lindgrentabelle1.jpg|10px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erläuterung zu den Tabellen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ft:	beobachtete Vorkommen der betreffenden Einheit: relative Werte;&lt;br /&gt;
pt: 	aufgrund des Modells (1) für den vollständigen Sprachwandel berechnete Vorkommen;&lt;br /&gt;
t:	für die Berechnung festgelegter Zeitabschnitt, beginnend mit t = 1 für das 12. Jahrhundert;&lt;br /&gt;
a, b: 	Parameter; &lt;br /&gt;
D: 	Determinationskoeffizient. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Determinationskoeffizient soll das Testkriterium D ≥ 0.80 erfüllen; er kann höchstens den Wert D = 1.00 erreichen und ist umso besser, je näher er an diese Grenze herankommt. Die drei in Tabelle 1 angegebenen Anpassungen des Modells erweisen sich damit als sehr gut. &lt;br /&gt;
Die folgende Graphik zeigt den berechneten Verlauf der drei Diphthongierungsprozesse im Vergleich zueinander:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Lindgren1.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Graphik zu Tabelle 1: dünne, durchgezogene Linie: [û] → au]; starke durchgezogene Linie: [iu] → [öu]; Pluszeichenlinie: [î] → [ai]. Auf die beobachteten Werte wurde verzichtet, um die Graphik nicht zu überfrachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgende Tabelle fasst alle drei Diphthongierungsprozesse zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tabelle 2&lt;br /&gt;
Ausbreitung der Diphthongierung im Bairischen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:lingrentabelle2.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Lindgren2.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Graphik zu Tabelle 1: Gesamtprozess der Diphthongierung im Bairischen. Die Punkte stellen die beobachteten Werte dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann also abschließend feststellen, dass sowohl die einzelnen Diphthongierungen als auch der Gesamtprozess sich gesetzmäßig verhalten. &lt;br /&gt;
Es müsste deutlich geworden sein, dass Lindgren zu den Philologen gehört, die der Sprachstatistik und der Quantitativen Linguistik dadurch einen Dienst erwiesen haben, dass sie aufwendige Datenarbeit durchführten. Er gehört auf jeden Fall zu den Vorläufern derjenigen, die das Sprachwandelgesetz herleiteten; er war sich bewusst, dass seine Forschungen im Ergebnis mit dem logistischen Modell der Mathematik übereinstimmen und brachte dies früher und deutlicher als manche andere zum Ausdruck: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Es handelt sich um eine sog. regelmäßige Summenkurve, die in der Statistik eine grosse Rolle spielt. Sie ergibt sich prinzipiell in einem Fall folgender Art: Innerhalb einer Menge von Einzelgegenständen tritt an einem Punkt eine Änderung ein. Die Gegenstände stehen in Berührung mit ihren jeweiligen Nachbarn, so dass die an einem Einzelgegenstand vollzogene Änderung dieselbe Änderung an den benachbarten hervorruft. Diese wirken wiederum auf ihre Nachbarn ein usw., bis alle Gegenstände erfasst sind. Zuerst greift die Änderung nur langsam um sich, da sie von einem einzigen Punkt ausstrahlt, dann immer schneller, da immer mehr bewirkende Punkte vorhanden sind. Nachdem mehr als die Hälfte erfasst ist, wird die Entwicklung langsamer, weil jeweils auf einige Nachbarn schon früher von anderer Seite aus Einfluss wirkte, bis schließlich nur einige entlegene Punkte übrig bleiben, die ganz spät erfasst werden.&lt;br /&gt;
Wenn wir diese allgemeinen Überlegungen auf die Sprachentwicklung anwenden, kommen wir zu folgendem Bild: In einem begrenzten, einheitlichen Sprachraum tritt die Tendenz zu einer Änderung der Aussprache auf. Sie führt zunächst dazu, dass ein Wort oder eine eng zusammengehörende Wortgruppe in der neuen Weise ausgesprochen wird. Diese Wörter sind durch Analogie mit anderen verbunden, und das verursacht, dass dieselbe Änderung auch in diesen eintritt. Ausgehend von diesen breitet sich die neue Lautung weiter aus, bis schließlich alle Wörter mit den nämlichen phonetischen Bedingungen erfasst sind“ (Lindgren 1961: 57). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beschreibung des Sprachwandelvorgangs findet sich in ähnlicher Weise bereits in (Lindgren 1953: 181/185), verbunden mit dem „Idealbild“ des Verlaufs. Von Hakkarainen (1983) erfährt man, dass in der Soziologie bereits vor längerer Zeit ein solches Modell mathematisch hergeleitet und überprüft wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nächste, noch ausstehende und im Grunde abschließende Schritt, der Versuch einer mathematischen Modellierung sprachlicher Entwicklungsprozesse und einer Überprüfung des Modells unter Berücksichtigung speziell linguistischer Bedingungen, blieb Piotrovskaja &amp;amp; Piotrovskij (1974) und in Weiterführung dieses Ansatzes Altmann (1983) sowie Altmann u.a. (1983) vorbehalten. Besonders Altmann (1983) mit seinen drei Modellen für unterschiedliche Sprachwandeltypen war der Auslöser für eine Vielzahl entsprechender, erfolgreicher  Untersuchungen. Man darf jetzt konstatieren, dass innersprachlicher Wandel, Entlehnungen, Spracherwerb und Veränderungen im Sprachverhalten immer wieder diesen Sprachgesetzen folgen. Am Anfang dieser Entwicklung hin zum Sprachwandelgesetz stand allem Anschein nach Lindgren mit seinen Untersuchungen zum Deutschen – lange Zeit wenig bekannt für diese Pioniertat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Literatur===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Altmann, Gabriel (1983). Das Piotrowski-Gesetz und seine Verallgemeinerungen. In: Best, Karl-Heinz, &amp;amp; Kohlhase, Jörg (Hrsg.) (1983). Exakte Sprachwandelforschung: 54-90. Göttingen: edition herodot. &lt;br /&gt;
*Altmann, G.., von Buttlar, H., Rott, W., &amp;amp; Strauß, U. (1983). A law of change in language. In: Brainerd, B. (ed.), Historical linguistics: 104-115. Bochum: Brockmeyer. &lt;br /&gt;
*Dodd, Stuart C. (1953). Testing message diffusion in controlled experiments: charting the distance and time factors in the interactance hypothesis. American Sociological Review 18, 410-416.&lt;br /&gt;
*Hakkarainen, Heikki J. (1983). Sprachliche Veränderungen als Diffusion von Innovationen. Neuphilologische Mitteilungen 84, 25-35.&lt;br /&gt;
*Imsiepen, Ulrike (1983). Die e-Epithese bei starken Verben im Deutschen. In: Best, K.-H., Kohlhase, J. (Hrsg.), Exakte Sprachwandelforschung (S. 119-141). Göttingen: edition herodot. &lt;br /&gt;
*Lindgren, Kaj B. (1953). Die Apokope des mhd. –e in seinen verschiedenen Funktionen. Helsinki (= Suomalainen tiedeakatemian toimituksia/ Annales academiae scientiarum fennicae; Sarja/ Ser. B, Nide/ Tom. 78,2)&lt;br /&gt;
*Lindgren, Kaj B. (1961). Die Ausbreitung der nhd. Diphthongierung bis 1500. Helsinki (= Suomalainen tiedeakatemian toimituksia/ Annales academiae scientiarum fennicae; Sarja/ Ser. B, Nide/ Tom. 123,2)&lt;br /&gt;
*Piotrovskaja, A.A., &amp;amp; Piotrovskij, R.G. (1974). Matematičeskie modeli diachronii i tekstoobrazovanija. In: Statistika reči i avtomatičeskij analiz teksta (S. 361-400). Leningrad: Nauka. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu Lindgren''&lt;br /&gt;
*Kürschner, Wilfried (Hrsg.) (1994). Linguisten-Handbuch. Biographische und bibliographische Daten deutschsprachiger Sprachwissenschaftlerinnen und Sprachwissenschaftler der Gegenwart. Bd. 1: A-L. Tübingen: Gunter Narr Verlag.&lt;br /&gt;
*Verzeichnis der wissenschaftlichen Schriften von K.B. Lindgren. In: Neuphilologische Mitteilungen 84/ 1983: 1-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Software''&lt;br /&gt;
*NLREG. Nonlinear Regression Analysis Program. Ph. H. Sherrod. Copyright (c) 1991 - 2001.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für biographische Informationen danke ich Jouni Heikkinen, Germanistisches Institut der Universität Helsinki.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quelle===&lt;br /&gt;
Karl-Heinz Best: Glottometrics 16, 2008&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Okolowski</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=Kaj_Brynolf_Lindgren_(de)&amp;diff=6176</id>
		<title>Kaj Brynolf Lindgren (de)</title>
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		<updated>2008-05-22T11:50:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Okolowski: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Kaj Brynolf Lindgren''' (4.12.1822-17.11.2007) war finnischer Professor für Germanistische Philologie und führte linguistische Untersuchungen durch, die zur Vorgeschichte des Piotrowski-Gesetzes zu zählen sind.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Leben===&lt;br /&gt;
Geb. 4.12.1922, Varkaus (Finnland). Studium der Germanistik, Nordistik und Psychologie ab 1944 in Helsinki und Zürich; Promotion 1953 in Helsinki, Habilitation 1957. Ab 1954 Lektor für Deutsch an der Wirtschaftshochschule Helsinki, ab 1962 Assoz. Prof. für Germanistik und 1964-1989 o. Prof.  für Germanische Philologie am Germanistischen Institut der Universität Helsinki. (Nach: Kürschner 1994, 550.) Gest. 17.11.2007 in Helsinki.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bedeutung für die Quantitative Linguistik===&lt;br /&gt;
Lindgren taucht in der Quantitativen Linguistik – soweit ich das übersehe – nur ein einziges Mal auf, in diesem Fall mit seiner Untersuchung zur e-Apokope im Deutschen, in der er am Rande auch auf die e-Epithese eingeht (Imsiepen 1983). Dies wird seiner Bedeutung nicht ganz gerecht, gehört er doch eindeutig in die Vorgeschichte des Sprachwandelgesetzes, das in der Quantitativen Linguistik seit Altmann (1983) auch unter dem Namen Piotrowski-Gesetz geläufig ist. Seine umfangreichen Datenerhebungen sowohl zur Apokope als auch zur Diphthtongierung in mittelhochdeutscher und anfangs der frühneuhochdeutschen Zeit gipfeln u.a.  darin, dass er die Entwicklungen in Graphiken darstellt und dabei erkennt, dass sie einen prinzipiell gleichen Verlauf nehmen; diesen Verlauf stellt er dann in einer „idealisierte(n)  Kurve“ (Lindgren 1961: 55) dar,  die genau dem abnehmenden (Lindgren 1953: 185) oder zunehmenden Verlauf (Lindgren 1961: 56) des Piotrowski-Gesetzes für den vollständigen Sprachwandel entspricht. Er ist sich auch bewusst, dass er damit in der Linguistik auf ein Phänomen gestoßen ist, das in der Mathematik allgemein bekannt ist und dort eine Interpretation erfährt, die sich leicht auf sprachliche Entwicklungen übertragen lässt (Lindgren 1961: 57). Nachdem Lindgren so weit gekommen ist, fehlt nur noch der Versuch, solche Phänomene mathematisch zu modellieren und das dann entwickelte Modell an seinen eigenen Daten zu überprüfen. Einen Ansatz dazu, aber ohne Durchführung, findet man bei Hakkarainen (1983), der auf Lindgrens idealisierte Kurven hinweist und in (Hakkarainen 1983, 29, Fußnote 17) auf eine mathematische Herleitung des Modells unter Einbeziehung speziell sozialer Bedingungen durch Dodd (1953) verweist. Auch Hakkarainen bedient sich des Modells mehr aus dem Wunsch heraus, seinen Vorstellungen, dass nämlich Diffusion und Sprachwandel prinzipiell gleich verlaufen, Anschaulichkeit zu verleihen; ein Test des Modells an Diffusionsdaten fehlt bei ihm jedoch ebenfalls.&lt;br /&gt;
Am Beispiel von Lindgrens Untersuchung zur neuhochdeutschen Diphthongierung soll gezeigt werden, dass das auch mit Erfolg geschehen kann. Dabei handelt es sich um die Ersetzung von [î] durch [ai], von [û] durch [au] und von [iu] durch [öu], Prozesse, die sich in der Zeit zwischen 1100 und 1500 abspielen. Die Daten dazu hat Lindgren durch Auszählen vieler Texte gewonnen; sie werden in einer umfangreichen Tabelle (Lindgren 1961: 15-17) in 50-Jahres-Schritten aufgeführt, getrennt nach Dialekten (Bairisch, Ostfränkisch, Schwäbisch, Böhmisch, Südfränkisch und Ostmitteldeutsch). Für die einzelnen 50-Jahres-Schritte werden für einen Dialekt Daten aus 1 – 6 Texten präsentiert. Speziell für das Bairische gibt Lindgren Ergebnisse aus 1 – 4 Texten an. Die Auswertung hat nun gezeigt, dass der Einfluss einzelner Texte mit vom Gesamtprozess stark abweichendem Sprachgebrauch zu sehr ins Gewicht fällt. Lindgren (1961: 24) bemerkt selbst, dass die beiden Texte der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts einen stark abweichenden Sprachgebrauch zeigen und vermutet daher für sie eine Herkunft von der Südseite der Alpen. Aus diesem Grund wurden alle Daten für ganze Jahrhunderte zusammengefasst. Es ergaben sich damit für das Bairische Tabellen mit Daten aus 5 Jahrhunderten, in allen anderen Fällen aus nur 3 Jahrhunderten oder noch weniger. Dies ist der Grund, weshalb hier nur bairische Daten berücksichtigt werden. &lt;br /&gt;
Das Modell, das hier zu prüfen ist, ist das Gesetz für den vollständigen Sprachwandel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1) &amp;lt;math&amp;gt;p=\frac{100}{1+ae^{-bt}}&amp;lt;/math&amp;gt;				&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Altmann 1983: 60). Die folgenden Tabellen enthalten Lindgrens Daten für das Bairische, auf Jahrhunderte umgerechnet, mit einer Anpassung von Modell (1). Die Anpassungen wurden mit der Software NLREG durchgeführt; die Ergebnisse zeigen, dass die Diphthongierung – wie viele andere Sprachwandel auch – gesetzmäßig verläuft. Die Graphiken zeigen, dass Lindgrens Annahme über den idealen Verlauf des Prozesses sich auch rechnerisch ergibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ergebnisse:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tabelle 1&lt;br /&gt;
Ausbreitung der Diphthongierung im Bairischen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:lindgrentabelle1.jpg|1px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erläuterung zu den Tabellen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ft:	beobachtete Vorkommen der betreffenden Einheit: relative Werte;&lt;br /&gt;
pt: 	aufgrund des Modells (1) für den vollständigen Sprachwandel berechnete Vorkommen;&lt;br /&gt;
t:	für die Berechnung festgelegter Zeitabschnitt, beginnend mit t = 1 für das 12. Jahrhundert;&lt;br /&gt;
a, b: 	Parameter; &lt;br /&gt;
D: 	Determinationskoeffizient. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Determinationskoeffizient soll das Testkriterium D ≥ 0.80 erfüllen; er kann höchstens den Wert D = 1.00 erreichen und ist umso besser, je näher er an diese Grenze herankommt. Die drei in Tabelle 1 angegebenen Anpassungen des Modells erweisen sich damit als sehr gut. &lt;br /&gt;
Die folgende Graphik zeigt den berechneten Verlauf der drei Diphthongierungsprozesse im Vergleich zueinander:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Lindgren1.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Graphik zu Tabelle 1: dünne, durchgezogene Linie: [û] → au]; starke durchgezogene Linie: [iu] → [öu]; Pluszeichenlinie: [î] → [ai]. Auf die beobachteten Werte wurde verzichtet, um die Graphik nicht zu überfrachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgende Tabelle fasst alle drei Diphthongierungsprozesse zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tabelle 2&lt;br /&gt;
Ausbreitung der Diphthongierung im Bairischen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:lingrentabelle2.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Lindgren2.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Graphik zu Tabelle 1: Gesamtprozess der Diphthongierung im Bairischen. Die Punkte stellen die beobachteten Werte dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann also abschließend feststellen, dass sowohl die einzelnen Diphthongierungen als auch der Gesamtprozess sich gesetzmäßig verhalten. &lt;br /&gt;
Es müsste deutlich geworden sein, dass Lindgren zu den Philologen gehört, die der Sprachstatistik und der Quantitativen Linguistik dadurch einen Dienst erwiesen haben, dass sie aufwendige Datenarbeit durchführten. Er gehört auf jeden Fall zu den Vorläufern derjenigen, die das Sprachwandelgesetz herleiteten; er war sich bewusst, dass seine Forschungen im Ergebnis mit dem logistischen Modell der Mathematik übereinstimmen und brachte dies früher und deutlicher als manche andere zum Ausdruck: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Es handelt sich um eine sog. regelmäßige Summenkurve, die in der Statistik eine grosse Rolle spielt. Sie ergibt sich prinzipiell in einem Fall folgender Art: Innerhalb einer Menge von Einzelgegenständen tritt an einem Punkt eine Änderung ein. Die Gegenstände stehen in Berührung mit ihren jeweiligen Nachbarn, so dass die an einem Einzelgegenstand vollzogene Änderung dieselbe Änderung an den benachbarten hervorruft. Diese wirken wiederum auf ihre Nachbarn ein usw., bis alle Gegenstände erfasst sind. Zuerst greift die Änderung nur langsam um sich, da sie von einem einzigen Punkt ausstrahlt, dann immer schneller, da immer mehr bewirkende Punkte vorhanden sind. Nachdem mehr als die Hälfte erfasst ist, wird die Entwicklung langsamer, weil jeweils auf einige Nachbarn schon früher von anderer Seite aus Einfluss wirkte, bis schließlich nur einige entlegene Punkte übrig bleiben, die ganz spät erfasst werden.&lt;br /&gt;
Wenn wir diese allgemeinen Überlegungen auf die Sprachentwicklung anwenden, kommen wir zu folgendem Bild: In einem begrenzten, einheitlichen Sprachraum tritt die Tendenz zu einer Änderung der Aussprache auf. Sie führt zunächst dazu, dass ein Wort oder eine eng zusammengehörende Wortgruppe in der neuen Weise ausgesprochen wird. Diese Wörter sind durch Analogie mit anderen verbunden, und das verursacht, dass dieselbe Änderung auch in diesen eintritt. Ausgehend von diesen breitet sich die neue Lautung weiter aus, bis schließlich alle Wörter mit den nämlichen phonetischen Bedingungen erfasst sind“ (Lindgren 1961: 57). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beschreibung des Sprachwandelvorgangs findet sich in ähnlicher Weise bereits in (Lindgren 1953: 181/185), verbunden mit dem „Idealbild“ des Verlaufs. Von Hakkarainen (1983) erfährt man, dass in der Soziologie bereits vor längerer Zeit ein solches Modell mathematisch hergeleitet und überprüft wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nächste, noch ausstehende und im Grunde abschließende Schritt, der Versuch einer mathematischen Modellierung sprachlicher Entwicklungsprozesse und einer Überprüfung des Modells unter Berücksichtigung speziell linguistischer Bedingungen, blieb Piotrovskaja &amp;amp; Piotrovskij (1974) und in Weiterführung dieses Ansatzes Altmann (1983) sowie Altmann u.a. (1983) vorbehalten. Besonders Altmann (1983) mit seinen drei Modellen für unterschiedliche Sprachwandeltypen war der Auslöser für eine Vielzahl entsprechender, erfolgreicher  Untersuchungen. Man darf jetzt konstatieren, dass innersprachlicher Wandel, Entlehnungen, Spracherwerb und Veränderungen im Sprachverhalten immer wieder diesen Sprachgesetzen folgen. Am Anfang dieser Entwicklung hin zum Sprachwandelgesetz stand allem Anschein nach Lindgren mit seinen Untersuchungen zum Deutschen – lange Zeit wenig bekannt für diese Pioniertat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Literatur===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Altmann, Gabriel (1983). Das Piotrowski-Gesetz und seine Verallgemeinerungen. In: Best, Karl-Heinz, &amp;amp; Kohlhase, Jörg (Hrsg.) (1983). Exakte Sprachwandelforschung: 54-90. Göttingen: edition herodot. &lt;br /&gt;
*Altmann, G.., von Buttlar, H., Rott, W., &amp;amp; Strauß, U. (1983). A law of change in language. In: Brainerd, B. (ed.), Historical linguistics: 104-115. Bochum: Brockmeyer. &lt;br /&gt;
*Dodd, Stuart C. (1953). Testing message diffusion in controlled experiments: charting the distance and time factors in the interactance hypothesis. American Sociological Review 18, 410-416.&lt;br /&gt;
*Hakkarainen, Heikki J. (1983). Sprachliche Veränderungen als Diffusion von Innovationen. Neuphilologische Mitteilungen 84, 25-35.&lt;br /&gt;
*Imsiepen, Ulrike (1983). Die e-Epithese bei starken Verben im Deutschen. In: Best, K.-H., Kohlhase, J. (Hrsg.), Exakte Sprachwandelforschung (S. 119-141). Göttingen: edition herodot. &lt;br /&gt;
*Lindgren, Kaj B. (1953). Die Apokope des mhd. –e in seinen verschiedenen Funktionen. Helsinki (= Suomalainen tiedeakatemian toimituksia/ Annales academiae scientiarum fennicae; Sarja/ Ser. B, Nide/ Tom. 78,2)&lt;br /&gt;
*Lindgren, Kaj B. (1961). Die Ausbreitung der nhd. Diphthongierung bis 1500. Helsinki (= Suomalainen tiedeakatemian toimituksia/ Annales academiae scientiarum fennicae; Sarja/ Ser. B, Nide/ Tom. 123,2)&lt;br /&gt;
*Piotrovskaja, A.A., &amp;amp; Piotrovskij, R.G. (1974). Matematičeskie modeli diachronii i tekstoobrazovanija. In: Statistika reči i avtomatičeskij analiz teksta (S. 361-400). Leningrad: Nauka. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu Lindgren''&lt;br /&gt;
*Kürschner, Wilfried (Hrsg.) (1994). Linguisten-Handbuch. Biographische und bibliographische Daten deutschsprachiger Sprachwissenschaftlerinnen und Sprachwissenschaftler der Gegenwart. Bd. 1: A-L. Tübingen: Gunter Narr Verlag.&lt;br /&gt;
*Verzeichnis der wissenschaftlichen Schriften von K.B. Lindgren. In: Neuphilologische Mitteilungen 84/ 1983: 1-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Software''&lt;br /&gt;
*NLREG. Nonlinear Regression Analysis Program. Ph. H. Sherrod. Copyright (c) 1991 - 2001.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für biographische Informationen danke ich Jouni Heikkinen, Germanistisches Institut der Universität Helsinki.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quelle===&lt;br /&gt;
Karl-Heinz Best: Glottometrics 16, 2008&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Okolowski</name></author>
		
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		<updated>2008-05-22T11:44:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Okolowski: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Okolowski</name></author>
		
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Okolowski: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Okolowski</name></author>
		
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		<title>Kaj Brynolf Lindgren (de)</title>
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		<updated>2008-05-22T11:43:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Okolowski: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Kaj Brynolf Lindgren''' (4.12.1822-17.11.2007) war finnischer Professor für Germanistische Philologie und führte linguistische Untersuchungen durch, die zur Vorgeschichte des Piotrowski-Gesetzes zu zählen sind.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Leben===&lt;br /&gt;
Geb. 4.12.1922, Varkaus (Finnland). Studium der Germanistik, Nordistik und Psychologie ab 1944 in Helsinki und Zürich; Promotion 1953 in Helsinki, Habilitation 1957. Ab 1954 Lektor für Deutsch an der Wirtschaftshochschule Helsinki, ab 1962 Assoz. Prof. für Germanistik und 1964-1989 o. Prof.  für Germanische Philologie am Germanistischen Institut der Universität Helsinki. (Nach: Kürschner 1994, 550.) Gest. 17.11.2007 in Helsinki.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bedeutung für die Quantitative Linguistik===&lt;br /&gt;
Lindgren taucht in der Quantitativen Linguistik – soweit ich das übersehe – nur ein einziges Mal auf, in diesem Fall mit seiner Untersuchung zur e-Apokope im Deutschen, in der er am Rande auch auf die e-Epithese eingeht (Imsiepen 1983). Dies wird seiner Bedeutung nicht ganz gerecht, gehört er doch eindeutig in die Vorgeschichte des Sprachwandelgesetzes, das in der Quantitativen Linguistik seit Altmann (1983) auch unter dem Namen Piotrowski-Gesetz geläufig ist. Seine umfangreichen Datenerhebungen sowohl zur Apokope als auch zur Diphthtongierung in mittelhochdeutscher und anfangs der frühneuhochdeutschen Zeit gipfeln u.a.  darin, dass er die Entwicklungen in Graphiken darstellt und dabei erkennt, dass sie einen prinzipiell gleichen Verlauf nehmen; diesen Verlauf stellt er dann in einer „idealisierte(n)  Kurve“ (Lindgren 1961: 55) dar,  die genau dem abnehmenden (Lindgren 1953: 185) oder zunehmenden Verlauf (Lindgren 1961: 56) des Piotrowski-Gesetzes für den vollständigen Sprachwandel entspricht. Er ist sich auch bewusst, dass er damit in der Linguistik auf ein Phänomen gestoßen ist, das in der Mathematik allgemein bekannt ist und dort eine Interpretation erfährt, die sich leicht auf sprachliche Entwicklungen übertragen lässt (Lindgren 1961: 57). Nachdem Lindgren so weit gekommen ist, fehlt nur noch der Versuch, solche Phänomene mathematisch zu modellieren und das dann entwickelte Modell an seinen eigenen Daten zu überprüfen. Einen Ansatz dazu, aber ohne Durchführung, findet man bei Hakkarainen (1983), der auf Lindgrens idealisierte Kurven hinweist und in (Hakkarainen 1983, 29, Fußnote 17) auf eine mathematische Herleitung des Modells unter Einbeziehung speziell sozialer Bedingungen durch Dodd (1953) verweist. Auch Hakkarainen bedient sich des Modells mehr aus dem Wunsch heraus, seinen Vorstellungen, dass nämlich Diffusion und Sprachwandel prinzipiell gleich verlaufen, Anschaulichkeit zu verleihen; ein Test des Modells an Diffusionsdaten fehlt bei ihm jedoch ebenfalls.&lt;br /&gt;
Am Beispiel von Lindgrens Untersuchung zur neuhochdeutschen Diphthongierung soll gezeigt werden, dass das auch mit Erfolg geschehen kann. Dabei handelt es sich um die Ersetzung von [î] durch [ai], von [û] durch [au] und von [iu] durch [öu], Prozesse, die sich in der Zeit zwischen 1100 und 1500 abspielen. Die Daten dazu hat Lindgren durch Auszählen vieler Texte gewonnen; sie werden in einer umfangreichen Tabelle (Lindgren 1961: 15-17) in 50-Jahres-Schritten aufgeführt, getrennt nach Dialekten (Bairisch, Ostfränkisch, Schwäbisch, Böhmisch, Südfränkisch und Ostmitteldeutsch). Für die einzelnen 50-Jahres-Schritte werden für einen Dialekt Daten aus 1 – 6 Texten präsentiert. Speziell für das Bairische gibt Lindgren Ergebnisse aus 1 – 4 Texten an. Die Auswertung hat nun gezeigt, dass der Einfluss einzelner Texte mit vom Gesamtprozess stark abweichendem Sprachgebrauch zu sehr ins Gewicht fällt. Lindgren (1961: 24) bemerkt selbst, dass die beiden Texte der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts einen stark abweichenden Sprachgebrauch zeigen und vermutet daher für sie eine Herkunft von der Südseite der Alpen. Aus diesem Grund wurden alle Daten für ganze Jahrhunderte zusammengefasst. Es ergaben sich damit für das Bairische Tabellen mit Daten aus 5 Jahrhunderten, in allen anderen Fällen aus nur 3 Jahrhunderten oder noch weniger. Dies ist der Grund, weshalb hier nur bairische Daten berücksichtigt werden. &lt;br /&gt;
Das Modell, das hier zu prüfen ist, ist das Gesetz für den vollständigen Sprachwandel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1) &amp;lt;math&amp;gt;p=\frac{100}{1+ae^{-bt}}&amp;lt;/math&amp;gt;				&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Altmann 1983: 60). Die folgenden Tabellen enthalten Lindgrens Daten für das Bairische, auf Jahrhunderte umgerechnet, mit einer Anpassung von Modell (1). Die Anpassungen wurden mit der Software NLREG durchgeführt; die Ergebnisse zeigen, dass die Diphthongierung – wie viele andere Sprachwandel auch – gesetzmäßig verläuft. Die Graphiken zeigen, dass Lindgrens Annahme über den idealen Verlauf des Prozesses sich auch rechnerisch ergibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ergebnisse:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tabelle 1&lt;br /&gt;
Ausbreitung der Diphthongierung im Bairischen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:lindgrentabelle1.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erläuterung zu den Tabellen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ft:	beobachtete Vorkommen der betreffenden Einheit: relative Werte;&lt;br /&gt;
pt: 	aufgrund des Modells (1) für den vollständigen Sprachwandel berechnete Vorkommen;&lt;br /&gt;
t:	für die Berechnung festgelegter Zeitabschnitt, beginnend mit t = 1 für das 12. Jahrhundert;&lt;br /&gt;
a, b: 	Parameter; &lt;br /&gt;
D: 	Determinationskoeffizient. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Determinationskoeffizient soll das Testkriterium D ≥ 0.80 erfüllen; er kann höchstens den Wert D = 1.00 erreichen und ist umso besser, je näher er an diese Grenze herankommt. Die drei in Tabelle 1 angegebenen Anpassungen des Modells erweisen sich damit als sehr gut. &lt;br /&gt;
Die folgende Graphik zeigt den berechneten Verlauf der drei Diphthongierungsprozesse im Vergleich zueinander:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Lindgren1.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Graphik zu Tabelle 1: dünne, durchgezogene Linie: [û] → au]; starke durchgezogene Linie: [iu] → [öu]; Pluszeichenlinie: [î] → [ai]. Auf die beobachteten Werte wurde verzichtet, um die Graphik nicht zu überfrachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgende Tabelle fasst alle drei Diphthongierungsprozesse zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tabelle 2&lt;br /&gt;
Ausbreitung der Diphthongierung im Bairischen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:lingrentabelle2.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Lindgren2.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Graphik zu Tabelle 1: Gesamtprozess der Diphthongierung im Bairischen. Die Punkte stellen die beobachteten Werte dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann also abschließend feststellen, dass sowohl die einzelnen Diphthongierungen als auch der Gesamtprozess sich gesetzmäßig verhalten. &lt;br /&gt;
Es müsste deutlich geworden sein, dass Lindgren zu den Philologen gehört, die der Sprachstatistik und der Quantitativen Linguistik dadurch einen Dienst erwiesen haben, dass sie aufwendige Datenarbeit durchführten. Er gehört auf jeden Fall zu den Vorläufern derjenigen, die das Sprachwandelgesetz herleiteten; er war sich bewusst, dass seine Forschungen im Ergebnis mit dem logistischen Modell der Mathematik übereinstimmen und brachte dies früher und deutlicher als manche andere zum Ausdruck: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Es handelt sich um eine sog. regelmäßige Summenkurve, die in der Statistik eine grosse Rolle spielt. Sie ergibt sich prinzipiell in einem Fall folgender Art: Innerhalb einer Menge von Einzelgegenständen tritt an einem Punkt eine Änderung ein. Die Gegenstände stehen in Berührung mit ihren jeweiligen Nachbarn, so dass die an einem Einzelgegenstand vollzogene Änderung dieselbe Änderung an den benachbarten hervorruft. Diese wirken wiederum auf ihre Nachbarn ein usw., bis alle Gegenstände erfasst sind. Zuerst greift die Änderung nur langsam um sich, da sie von einem einzigen Punkt ausstrahlt, dann immer schneller, da immer mehr bewirkende Punkte vorhanden sind. Nachdem mehr als die Hälfte erfasst ist, wird die Entwicklung langsamer, weil jeweils auf einige Nachbarn schon früher von anderer Seite aus Einfluss wirkte, bis schließlich nur einige entlegene Punkte übrig bleiben, die ganz spät erfasst werden.&lt;br /&gt;
Wenn wir diese allgemeinen Überlegungen auf die Sprachentwicklung anwenden, kommen wir zu folgendem Bild: In einem begrenzten, einheitlichen Sprachraum tritt die Tendenz zu einer Änderung der Aussprache auf. Sie führt zunächst dazu, dass ein Wort oder eine eng zusammengehörende Wortgruppe in der neuen Weise ausgesprochen wird. Diese Wörter sind durch Analogie mit anderen verbunden, und das verursacht, dass dieselbe Änderung auch in diesen eintritt. Ausgehend von diesen breitet sich die neue Lautung weiter aus, bis schließlich alle Wörter mit den nämlichen phonetischen Bedingungen erfasst sind“ (Lindgren 1961: 57). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beschreibung des Sprachwandelvorgangs findet sich in ähnlicher Weise bereits in (Lindgren 1953: 181/185), verbunden mit dem „Idealbild“ des Verlaufs. Von Hakkarainen (1983) erfährt man, dass in der Soziologie bereits vor längerer Zeit ein solches Modell mathematisch hergeleitet und überprüft wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nächste, noch ausstehende und im Grunde abschließende Schritt, der Versuch einer mathematischen Modellierung sprachlicher Entwicklungsprozesse und einer Überprüfung des Modells unter Berücksichtigung speziell linguistischer Bedingungen, blieb Piotrovskaja &amp;amp; Piotrovskij (1974) und in Weiterführung dieses Ansatzes Altmann (1983) sowie Altmann u.a. (1983) vorbehalten. Besonders Altmann (1983) mit seinen drei Modellen für unterschiedliche Sprachwandeltypen war der Auslöser für eine Vielzahl entsprechender, erfolgreicher  Untersuchungen. Man darf jetzt konstatieren, dass innersprachlicher Wandel, Entlehnungen, Spracherwerb und Veränderungen im Sprachverhalten immer wieder diesen Sprachgesetzen folgen. Am Anfang dieser Entwicklung hin zum Sprachwandelgesetz stand allem Anschein nach Lindgren mit seinen Untersuchungen zum Deutschen – lange Zeit wenig bekannt für diese Pioniertat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Literatur===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Altmann, Gabriel (1983). Das Piotrowski-Gesetz und seine Verallgemeinerungen. In: Best, Karl-Heinz, &amp;amp; Kohlhase, Jörg (Hrsg.) (1983). Exakte Sprachwandelforschung: 54-90. Göttingen: edition herodot. &lt;br /&gt;
*Altmann, G.., von Buttlar, H., Rott, W., &amp;amp; Strauß, U. (1983). A law of change in language. In: Brainerd, B. (ed.), Historical linguistics: 104-115. Bochum: Brockmeyer. &lt;br /&gt;
*Dodd, Stuart C. (1953). Testing message diffusion in controlled experiments: charting the distance and time factors in the interactance hypothesis. American Sociological Review 18, 410-416.&lt;br /&gt;
*Hakkarainen, Heikki J. (1983). Sprachliche Veränderungen als Diffusion von Innovationen. Neuphilologische Mitteilungen 84, 25-35.&lt;br /&gt;
*Imsiepen, Ulrike (1983). Die e-Epithese bei starken Verben im Deutschen. In: Best, K.-H., Kohlhase, J. (Hrsg.), Exakte Sprachwandelforschung (S. 119-141). Göttingen: edition herodot. &lt;br /&gt;
*Lindgren, Kaj B. (1953). Die Apokope des mhd. –e in seinen verschiedenen Funktionen. Helsinki (= Suomalainen tiedeakatemian toimituksia/ Annales academiae scientiarum fennicae; Sarja/ Ser. B, Nide/ Tom. 78,2)&lt;br /&gt;
*Lindgren, Kaj B. (1961). Die Ausbreitung der nhd. Diphthongierung bis 1500. Helsinki (= Suomalainen tiedeakatemian toimituksia/ Annales academiae scientiarum fennicae; Sarja/ Ser. B, Nide/ Tom. 123,2)&lt;br /&gt;
*Piotrovskaja, A.A., &amp;amp; Piotrovskij, R.G. (1974). Matematičeskie modeli diachronii i tekstoobrazovanija. In: Statistika reči i avtomatičeskij analiz teksta (S. 361-400). Leningrad: Nauka. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu Lindgren''&lt;br /&gt;
*Kürschner, Wilfried (Hrsg.) (1994). Linguisten-Handbuch. Biographische und bibliographische Daten deutschsprachiger Sprachwissenschaftlerinnen und Sprachwissenschaftler der Gegenwart. Bd. 1: A-L. Tübingen: Gunter Narr Verlag.&lt;br /&gt;
*Verzeichnis der wissenschaftlichen Schriften von K.B. Lindgren. In: Neuphilologische Mitteilungen 84/ 1983: 1-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Software''&lt;br /&gt;
*NLREG. Nonlinear Regression Analysis Program. Ph. H. Sherrod. Copyright (c) 1991 - 2001.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für biographische Informationen danke ich Jouni Heikkinen, Germanistisches Institut der Universität Helsinki.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quelle===&lt;br /&gt;
Karl-Heinz Best: Glottometrics 16, 2008&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Okolowski</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=Kaj_Brynolf_Lindgren_(de)&amp;diff=6172</id>
		<title>Kaj Brynolf Lindgren (de)</title>
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		<updated>2008-05-22T11:35:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Okolowski: New page: '''Kaj Brynolf Lindgren''' (4.12.1822-17.11.2007) war finnischer Professor für Germanistische Philologie und führte linguistische Untersuchungen durch, die zur Vorgeschichte des Piotrows...&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Kaj Brynolf Lindgren''' (4.12.1822-17.11.2007) war finnischer Professor für Germanistische Philologie und führte linguistische Untersuchungen durch, die zur Vorgeschichte des Piotrowski-Gesetzes zu zählen sind.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Leben===&lt;br /&gt;
Geb. 4.12.1922, Varkaus (Finnland). Studium der Germanistik, Nordistik und Psychologie ab 1944 in Helsinki und Zürich; Promotion 1953 in Helsinki, Habilitation 1957. Ab 1954 Lektor für Deutsch an der Wirtschaftshochschule Helsinki, ab 1962 Assoz. Prof. für Germanistik und 1964-1989 o. Prof.  für Germanische Philologie am Germanistischen Institut der Universität Helsinki. (Nach: Kürschner 1994, 550.) Gest. 17.11.2007 in Helsinki.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bedeutung für die Quantitative Linguistik===&lt;br /&gt;
Lindgren taucht in der Quantitativen Linguistik – soweit ich das übersehe – nur ein einziges Mal auf, in diesem Fall mit seiner Untersuchung zur e-Apokope im Deutschen, in der er am Rande auch auf die e-Epithese eingeht (Imsiepen 1983). Dies wird seiner Bedeutung nicht ganz gerecht, gehört er doch eindeutig in die Vorgeschichte des Sprachwandelgesetzes, das in der Quantitativen Linguistik seit Altmann (1983) auch unter dem Namen Piotrowski-Gesetz geläufig ist. Seine umfangreichen Datenerhebungen sowohl zur Apokope als auch zur Diphthtongierung in mittelhochdeutscher und anfangs der frühneuhochdeutschen Zeit gipfeln u.a.  darin, dass er die Entwicklungen in Graphiken darstellt und dabei erkennt, dass sie einen prinzipiell gleichen Verlauf nehmen; diesen Verlauf stellt er dann in einer „idealisierte(n)  Kurve“ (Lindgren 1961: 55) dar,  die genau dem abnehmenden (Lindgren 1953: 185) oder zunehmenden Verlauf (Lindgren 1961: 56) des Piotrowski-Gesetzes für den vollständigen Sprachwandel entspricht. Er ist sich auch bewusst, dass er damit in der Linguistik auf ein Phänomen gestoßen ist, das in der Mathematik allgemein bekannt ist und dort eine Interpretation erfährt, die sich leicht auf sprachliche Entwicklungen übertragen lässt (Lindgren 1961: 57). Nachdem Lindgren so weit gekommen ist, fehlt nur noch der Versuch, solche Phänomene mathematisch zu modellieren und das dann entwickelte Modell an seinen eigenen Daten zu überprüfen. Einen Ansatz dazu, aber ohne Durchführung, findet man bei Hakkarainen (1983), der auf Lindgrens idealisierte Kurven hinweist und in (Hakkarainen 1983, 29, Fußnote 17) auf eine mathematische Herleitung des Modells unter Einbeziehung speziell sozialer Bedingungen durch Dodd (1953) verweist. Auch Hakkarainen bedient sich des Modells mehr aus dem Wunsch heraus, seinen Vorstellungen, dass nämlich Diffusion und Sprachwandel prinzipiell gleich verlaufen, Anschaulichkeit zu verleihen; ein Test des Modells an Diffusionsdaten fehlt bei ihm jedoch ebenfalls.&lt;br /&gt;
Am Beispiel von Lindgrens Untersuchung zur neuhochdeutschen Diphthongierung soll gezeigt werden, dass das auch mit Erfolg geschehen kann. Dabei handelt es sich um die Ersetzung von [î] durch [ai], von [û] durch [au] und von [iu] durch [öu], Prozesse, die sich in der Zeit zwischen 1100 und 1500 abspielen. Die Daten dazu hat Lindgren durch Auszählen vieler Texte gewonnen; sie werden in einer umfangreichen Tabelle (Lindgren 1961: 15-17) in 50-Jahres-Schritten aufgeführt, getrennt nach Dialekten (Bairisch, Ostfränkisch, Schwäbisch, Böhmisch, Südfränkisch und Ostmitteldeutsch). Für die einzelnen 50-Jahres-Schritte werden für einen Dialekt Daten aus 1 – 6 Texten präsentiert. Speziell für das Bairische gibt Lindgren Ergebnisse aus 1 – 4 Texten an. Die Auswertung hat nun gezeigt, dass der Einfluss einzelner Texte mit vom Gesamtprozess stark abweichendem Sprachgebrauch zu sehr ins Gewicht fällt. Lindgren (1961: 24) bemerkt selbst, dass die beiden Texte der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts einen stark abweichenden Sprachgebrauch zeigen und vermutet daher für sie eine Herkunft von der Südseite der Alpen. Aus diesem Grund wurden alle Daten für ganze Jahrhunderte zusammengefasst. Es ergaben sich damit für das Bairische Tabellen mit Daten aus 5 Jahrhunderten, in allen anderen Fällen aus nur 3 Jahrhunderten oder noch weniger. Dies ist der Grund, weshalb hier nur bairische Daten berücksichtigt werden. &lt;br /&gt;
Das Modell, das hier zu prüfen ist, ist das Gesetz für den vollständigen Sprachwandel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1) &amp;lt;math&amp;gt;p=\frac{100}{1+ae^{-bt}}&amp;lt;/math&amp;gt;				&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Altmann 1983: 60). Die folgenden Tabellen enthalten Lindgrens Daten für das Bairische, auf Jahrhunderte umgerechnet, mit einer Anpassung von Modell (1). Die Anpassungen wurden mit der Software NLREG durchgeführt; die Ergebnisse zeigen, dass die Diphthongierung – wie viele andere Sprachwandel auch – gesetzmäßig verläuft. Die Graphiken zeigen, dass Lindgrens Annahme über den idealen Verlauf des Prozesses sich auch rechnerisch ergibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ergebnisse:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tabelle 1&lt;br /&gt;
Ausbreitung der Diphthongierung im Bairischen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jh.	t	[î] → [ai]	[û] → au]	[iu] → [öu]&lt;br /&gt;
		ft	pt	ft	pt	ft	pt&lt;br /&gt;
12.	1	0.00	0.84	0.15	3.48	0.07	1.45&lt;br /&gt;
13.	2	16.61	8.43	27.38	25.74	18.91	11.63&lt;br /&gt;
14.	3	45.20	50.14	75.27	76.91	48.27	54.01&lt;br /&gt;
15.	4	99.55	91.65	100	96.97	99.92	91.29&lt;br /&gt;
16.	5	100	99.17	99.88	99.68	100	98.94&lt;br /&gt;
	a = 1294.9015          &lt;br /&gt;
b = 2.3906&lt;br /&gt;
D = 0.9819	a = 266.6004          &lt;br /&gt;
b = 2.2630&lt;br /&gt;
D = 0.9968	a = 604.9947          &lt;br /&gt;
b = 2.1887&lt;br /&gt;
D = 0.9805&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erläuterung zu den Tabellen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ft:	beobachtete Vorkommen der betreffenden Einheit: relative Werte;&lt;br /&gt;
pt: 	aufgrund des Modells (1) für den vollständigen Sprachwandel berechnete Vorkommen;&lt;br /&gt;
t:	für die Berechnung festgelegter Zeitabschnitt, beginnend mit t = 1 für das 12. Jahrhundert;&lt;br /&gt;
a, b: 	Parameter; &lt;br /&gt;
D: 	Determinationskoeffizient. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Determinationskoeffizient soll das Testkriterium D ≥ 0.80 erfüllen; er kann höchstens den Wert D = 1.00 erreichen und ist umso besser, je näher er an diese Grenze herankommt. Die drei in Tabelle 1 angegebenen Anpassungen des Modells erweisen sich damit als sehr gut. &lt;br /&gt;
Die folgende Graphik zeigt den berechneten Verlauf der drei Diphthongierungsprozesse im Vergleich zueinander:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Lindgren1.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Graphik zu Tabelle 1: dünne, durchgezogene Linie: [û] → au]; starke durchgezogene Linie: [iu] → [öu]; Pluszeichenlinie: [î] → [ai]. Auf die beobachteten Werte wurde verzichtet, um die Graphik nicht zu überfrachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgende Tabelle fasst alle drei Diphthongierungsprozesse zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tabelle 2&lt;br /&gt;
Ausbreitung der Diphthongierung im Bairischen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jh.	t	Gesamter Prozess&lt;br /&gt;
		ft	pt&lt;br /&gt;
12.	1	0.04	1.60&lt;br /&gt;
13.	2	18.46	12.60&lt;br /&gt;
14.	3	51.26	56.16&lt;br /&gt;
15.	4	99.70	91.92&lt;br /&gt;
16.	5	99.98	99.02&lt;br /&gt;
a = 547.1003     b = 2.1841     D = 0.9854&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Lindgren2.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Graphik zu Tabelle 1: Gesamtprozess der Diphthongierung im Bairischen. Die Punkte stellen die beobachteten Werte dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann also abschließend feststellen, dass sowohl die einzelnen Diphthongierungen als auch der Gesamtprozess sich gesetzmäßig verhalten. &lt;br /&gt;
Es müsste deutlich geworden sein, dass Lindgren zu den Philologen gehört, die der Sprachstatistik und der Quantitativen Linguistik dadurch einen Dienst erwiesen haben, dass sie aufwendige Datenarbeit durchführten. Er gehört auf jeden Fall zu den Vorläufern derjenigen, die das Sprachwandelgesetz herleiteten; er war sich bewusst, dass seine Forschungen im Ergebnis mit dem logistischen Modell der Mathematik übereinstimmen und brachte dies früher und deutlicher als manche andere zum Ausdruck: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Es handelt sich um eine sog. regelmäßige Summenkurve, die in der Statistik eine grosse Rolle spielt. Sie ergibt sich prinzipiell in einem Fall folgender Art: Innerhalb einer Menge von Einzelgegenständen tritt an einem Punkt eine Änderung ein. Die Gegenstände stehen in Berührung mit ihren jeweiligen Nachbarn, so dass die an einem Einzelgegenstand vollzogene Änderung dieselbe Änderung an den benachbarten hervorruft. Diese wirken wiederum auf ihre Nachbarn ein usw., bis alle Gegenstände erfasst sind. Zuerst greift die Änderung nur langsam um sich, da sie von einem einzigen Punkt ausstrahlt, dann immer schneller, da immer mehr bewirkende Punkte vorhanden sind. Nachdem mehr als die Hälfte erfasst ist, wird die Entwicklung langsamer, weil jeweils auf einige Nachbarn schon früher von anderer Seite aus Einfluss wirkte, bis schließlich nur einige entlegene Punkte übrig bleiben, die ganz spät erfasst werden.&lt;br /&gt;
Wenn wir diese allgemeinen Überlegungen auf die Sprachentwicklung anwenden, kommen wir zu folgendem Bild: In einem begrenzten, einheitlichen Sprachraum tritt die Tendenz zu einer Änderung der Aussprache auf. Sie führt zunächst dazu, dass ein Wort oder eine eng zusammengehörende Wortgruppe in der neuen Weise ausgesprochen wird. Diese Wörter sind durch Analogie mit anderen verbunden, und das verursacht, dass dieselbe Änderung auch in diesen eintritt. Ausgehend von diesen breitet sich die neue Lautung weiter aus, bis schließlich alle Wörter mit den nämlichen phonetischen Bedingungen erfasst sind“ (Lindgren 1961: 57). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beschreibung des Sprachwandelvorgangs findet sich in ähnlicher Weise bereits in (Lindgren 1953: 181/185), verbunden mit dem „Idealbild“ des Verlaufs. Von Hakkarainen (1983) erfährt man, dass in der Soziologie bereits vor längerer Zeit ein solches Modell mathematisch hergeleitet und überprüft wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nächste, noch ausstehende und im Grunde abschließende Schritt, der Versuch einer mathematischen Modellierung sprachlicher Entwicklungsprozesse und einer Überprüfung des Modells unter Berücksichtigung speziell linguistischer Bedingungen, blieb Piotrovskaja &amp;amp; Piotrovskij (1974) und in Weiterführung dieses Ansatzes Altmann (1983) sowie Altmann u.a. (1983) vorbehalten. Besonders Altmann (1983) mit seinen drei Modellen für unterschiedliche Sprachwandeltypen war der Auslöser für eine Vielzahl entsprechender, erfolgreicher  Untersuchungen. Man darf jetzt konstatieren, dass innersprachlicher Wandel, Entlehnungen, Spracherwerb und Veränderungen im Sprachverhalten immer wieder diesen Sprachgesetzen folgen. Am Anfang dieser Entwicklung hin zum Sprachwandelgesetz stand allem Anschein nach Lindgren mit seinen Untersuchungen zum Deutschen – lange Zeit wenig bekannt für diese Pioniertat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Literatur===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Altmann, Gabriel (1983). Das Piotrowski-Gesetz und seine Verallgemeinerungen. In: Best, Karl-Heinz, &amp;amp; Kohlhase, Jörg (Hrsg.) (1983). Exakte Sprachwandelforschung: 54-90. Göttingen: edition herodot. &lt;br /&gt;
*Altmann, G.., von Buttlar, H., Rott, W., &amp;amp; Strauß, U. (1983). A law of change in language. In: Brainerd, B. (ed.), Historical linguistics: 104-115. Bochum: Brockmeyer. &lt;br /&gt;
*Dodd, Stuart C. (1953). Testing message diffusion in controlled experiments: charting the distance and time factors in the interactance hypothesis. American Sociological Review 18, 410-416.&lt;br /&gt;
*Hakkarainen, Heikki J. (1983). Sprachliche Veränderungen als Diffusion von Innovationen. Neuphilologische Mitteilungen 84, 25-35.&lt;br /&gt;
*Imsiepen, Ulrike (1983). Die e-Epithese bei starken Verben im Deutschen. In: Best, K.-H., Kohlhase, J. (Hrsg.), Exakte Sprachwandelforschung (S. 119-141). Göttingen: edition herodot. &lt;br /&gt;
*Lindgren, Kaj B. (1953). Die Apokope des mhd. –e in seinen verschiedenen Funktionen. Helsinki (= Suomalainen tiedeakatemian toimituksia/ Annales academiae scientiarum fennicae; Sarja/ Ser. B, Nide/ Tom. 78,2)&lt;br /&gt;
*Lindgren, Kaj B. (1961). Die Ausbreitung der nhd. Diphthongierung bis 1500. Helsinki (= Suomalainen tiedeakatemian toimituksia/ Annales academiae scientiarum fennicae; Sarja/ Ser. B, Nide/ Tom. 123,2)&lt;br /&gt;
*Piotrovskaja, A.A., &amp;amp; Piotrovskij, R.G. (1974). Matematičeskie modeli diachronii i tekstoobrazovanija. In: Statistika reči i avtomatičeskij analiz teksta (S. 361-400). Leningrad: Nauka. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu Lindgren''&lt;br /&gt;
*Kürschner, Wilfried (Hrsg.) (1994). Linguisten-Handbuch. Biographische und bibliographische Daten deutschsprachiger Sprachwissenschaftlerinnen und Sprachwissenschaftler der Gegenwart. Bd. 1: A-L. Tübingen: Gunter Narr Verlag.&lt;br /&gt;
*Verzeichnis der wissenschaftlichen Schriften von K.B. Lindgren. In: Neuphilologische Mitteilungen 84/ 1983: 1-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Software''&lt;br /&gt;
*NLREG. Nonlinear Regression Analysis Program. Ph. H. Sherrod. Copyright (c) 1991 - 2001.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für biographische Informationen danke ich Jouni Heikkinen, Germanistisches Institut der Universität Helsinki.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quelle===&lt;br /&gt;
Karl-Heinz Best: Glottometrics 16, 2008&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Okolowski</name></author>
		
	</entry>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Okolowski: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Okolowski</name></author>
		
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Okolowski</name></author>
		
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