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	<title>Quotativ - Revision history</title>
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	<subtitle>Revision history for this page on the wiki</subtitle>
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		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=Quotativ&amp;diff=5640&amp;oldid=prev</id>
		<title>Benjamin Dorn: Norbert Fries, Online-Lexikon Linguistik, mit Zustimmung des Autors</title>
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		<updated>2008-03-20T12:29:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Norbert Fries, Online-Lexikon Linguistik, mit Zustimmung des Autors&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;New page&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der '''Quotativ''' (auch: Reportativ) ist eine evidentielle Kategorie ([[Evidentialität]]) zur sprachlichen Kennzeichnung eines Sachverhaltes ([[Proposition]]) als nur vom Hörensagen bekannt, wodurch der Sprecher seiner Verantwortlichkeit für die [[Wahrheit]] der ausgedrückten Proposition enthoben wird und nicht zur Rechenschaft gezogen werden kann; die betreffende Proposition wird epistemisch relativiert ([[Epistemische Relativierung]]) (Volkmann (2005).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kommentar ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In manchen Sprachen dienen spezifische Verbformen bzw. Partikel diesem Zweck, im Deutschen dienen neben Satzadverbien der &amp;gt;Konjunktiv und die epistemischen Lesarten der Modalverben der quotativen Kennzeichnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispielsweise bedeutet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
    Hans soll/will ein Krokodil gestreichelt haben:&lt;br /&gt;
    'In allen Welten, die mit dem verträglich sind, was eine relevante Gruppe sagt, hat Hans ein Krokodil gestreichelt'.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Domäne der Redewiedergabe ist häufig sowohl Ziel als auch Quelle von Grammatikalisierungsprozessen (vgl. Deutscher (2000)), so dass es nicht überrascht, dass die den Quotativ kodierenden bzw. in Quotativkonstruktionen auftretenden Elemente meist stark polyfunktional sind. Neuere Beschreibungsansätze gehen im Gegensatz zur strikten Differenzierung zwischen direkter und indirekter Rede auch in semantisch-konzeptueller bzw. pragmatischer Hinsicht eher davon aus, dass unterschiedliche Formen der Redewiedergabe auf einer Skala anzuordnen sind (vgl. Roncador (1988)).&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Links ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.linguistik.hu-berlin.de/syntax/onlinelexikon/Q/quotativ.htm Quotativ]  in Norbert Fries, Online Lexikon Linguistik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
G. Deutscher, Syntactic Change in Akkadian. The Evolution of Sentential Complementation. [Kap. 5: The Grammaticalization of the Quotative Construction]. Oxford 2000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
G. Diewald, Faktizität und Evidentialität. In: O. Leirbukt (Hg.), Tempus/Temporalität und Modus/Modalität im Deutschen – auch in kontrastiver Perspektive. Tübingen 2004, 231-258.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
– Dies., Werden &amp;amp; Infinitiv - Versuch einer Zwischenbilanz nebst Ausblick. DaF 1/2005, S. 23-32.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
M. García-Carpintero, The Deferred Ostension Theory of Quotative. Noûs, Amsterdam 2004/38, 674-692.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
T. Güldemann, Quotativkonstruktionen in afrikanischen Sprachen: Ein synchroner und diachroner Überblick. Habil.schrift Leipzig 2002.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
T. Güldemann &amp;amp; M. von Roncador (Hg.), Reported Discourse: A Meeting Ground for Different Linguistic Domains. [Typological Studies in Language 52]. Amsterdam 2002.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A. Holzapfel, Evidentialität im Japanischen. Tübingen 2005.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Rooryck, Evidentiality I/II. Glot International 2001/5, 125-133 &amp;amp; 161-168. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>Benjamin Dorn</name></author>
		
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